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Rezensionen von Snookie:

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Konnte mich leider nicht abholen

The Flamebearer Trilogy 1: The Witch in the Dead of Night von Charlotte Buckley

In "The Witch in the dead of Night" geht es um die Hexe Finn, die zunächst als Dienstmädchen arbeitet. Als sie eines Nachts alleine unterwegs ist, wird sie überfallen. Der Vampirkönig kommt ihr zur Hilfe. Nachdem er erfahren hat, dass sie eine Hexe ist, möchte er sie im königlichen Rat haben.

Dafür muss sie ihre Fähigkeiten trainieren. 

Das Buch hat mich durch das Cover sehr angesprochen. Als ich den Klappentext gelesen habe, hatte ich mir erhofft mal wieder eine neu interpretierte Vampirgeschichte zu lesen. Leider konnte dies meine Erwartungen nicht erfüllen. Die Geschichte hatte zwar eine gute Atmosphäre, die gut zur Geschichte passt, jedoch konnte mich die Handlung weder packen, noch war es thematisch wirklich neu. Die Handlung war vorhersehbar und wenig Spannung wurde über das Buch hinweg aufgebaut. Außerdem hat sich die Geschichte teilweise ziemlich lange und unnötig gezogen. Leider hat mir auch die charakterliche Tiefe gefehlt und die Figuren blieben für mich emotional auf Distanz, sodass ich nicht richtig mit ihnen mitfiebern konnte. 

Insgesamt ist es kein schlechtes Buch und Fans von düsterer Fantasy und Vampirgeschichten könnten durchaus auf ihre Kosten kommen. Für mich blieb jedoch einiges an Potenzial ungenutzt.

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Düstere, märchenhafte Erzählung mit Luft nach oben

Im Bann des Erlkönigs von Mina Roth

„Im Bann des Erlkönigs“ dreht sich alles um Zora. Sie sieht Wesen, die für andere Menschen unsichtbar sind. Eine Fee sucht sie auf, da sie Hilfe braucht und Zora soll sie zurück in die magische Welt bringen. Auf ihrem Weg taucht Zora in eine Welt voller alter Magie, gefährlicher Wesen und dunklen Geheimnissen ein.

Zunächst einmal hat mich direkt das Cover und der Farbschnitt angesprochen. Angezogen wurde ich aber noch mehr vom Titel. Der erste Gedanke bei Erlkönig ist natürlich das Gedicht von Goethe und ich war gespannt auf die Interpretation dieser Figur im Buch. Das Buch bietet eine düstere, märchenhafte Atmosphäre und die Welt wirkt geheimnisvoll.

Das Buch beginnt direkt in der Handlung, was ich ansich einen guten Einstieg finde. Allerdings wurden gleich viele Wesen eingeführt ohne das man die Welt und die Zusammenhänge kennt. Auch im Verlaufe des Buches habe ich das Gefühl das viele Aspekte der Welt und ihrer Regeln recht vage sind und ich Zusammenhänge teilweise nur schwierig verstehen konnte. Gerade bei der Magie und den Hintergründen hätte ich mir mehr Erklärungen und Details gewünscht. Für mich gab es ab und an auch ein paar Logiklücken.

Den Schreibstil empfand ich am Anfang auch ein bisschen schwierig, da ich immer wieder aus dem Lesefluss kam, dies hat sich aber ab circa der Hälfte deutlich gebessert. Der Schreibstil war allerdings sehr bildhaft, wodurch man gut in die märchenhafte, dunkle Fantasy Welt eintauchen und sich alles sehr gut vorstellen konnte. Leider empfande ich auch das Erzähltempo schwierig. An manchen Stellen wurde alles recht langsam erzählt, wodurch die Handlung immer wieder ins Stocken geriet. An Stellen, wo ich mir mehr Tiefe und Beschreibung gewünscht hätte, war das Erzähltempo dann wieder zu schnell.

Auch die romantische Beziehung zwischen Zora und Kilian konnte mich nicht ganz überzeugen. Die Entwicklung der Gefühle wirkte auf mich nicht immer nachvollziehbar und hätte an dieser Stelle mehr Raum vertragen können um die emotionale Wirkung noch stärker zu entfalten.

Die Figuren ansich empfand ich als sehr positiv. Zora ist für mich eine starke Protagonistin, die mutig und sympathisch ist. Die anderen Charaktere bringen sehr unterschiedliche Facetten in die Geschichte ein. Eine Entwicklung der Charaktere ist spürbar und diese wirken auch authentisch für mich. Auch die Dynamik der Charaktere zueinander empfand ich als gut gelungen.

Insgesamt ist „Im Bann des Erlkönigs“ für mich ein solides Fantasybuch mit einer spannenden Grundidee, einer gelungenen Atmosphäre und interessanten Charakteren. Leider wurde meiner Meinung nach das Potenzial nicht vollständig ausgeschöpft.

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Düstere, märchenhafte Erzählung mit Luft nach oben
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Sommerlektüre zum Schwelgen und Nachdenken

Nächstes Mal für immer von Lucien Marant

„Nächstes Mal für immer“ spielt in zwei Zeitebenen und die Geschichte dreht sich um Mona, die als Studentin für ein Austauschsemester nach Paris kommt. 20 Jahre später lässt sie Hals über Kopf ihr Leben in Hamburg hinter sich und kehrt zurück nach Paris. Dort trifft sie auch nach all den Jahren auf Thibauld.

Zunächst einmal finde ich das Cover sehr ansprechend. Es passt perfekt zum Buch und gibt einen guten Eindruck, was das Buch vermitteln möchte.

Ich war überrascht und fasziniert von diesem Buch. Ich hätte niemals gedacht, dass es ein Debütroman ist. Für mich ist das Buch wahnsinnig gut geschrieben. Der Schreibstil ist flüssig, leicht und schafft es, alle Arten von Emotionen zu vermitteln. Die Geschichte hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Sie fühlt sich dabei emotional und authentisch an.

Besonders mochte ich die Atmosphäre bzw. das Gefühl, dass das Buch vermitteln möchte. Außerdem haben mir die Charaktere sehr gut gefallen. Diese finde ich sehr liebevoll ausgearbeitet und ihre Entwicklung fühlt sich glaubwürdig an. Ich empfand Mona als sehr authentisch, nahbar und sympathisch. Auch Thibauld finde ich einen interessanten Charakter, der eine gewisse Leichtigkeit in die Geschichte einbringt. Auch ihre Freundin Lou bringt mit ihrem Humor viel Leichtigkeit in die Geschichte. Mir haben auch die Dynamiken zwischen den Charakteren sehr gut gefallen.

Das Buch hat mich sehr positiv überrascht. Es lädt sowohl zum Schwelgen als auch zum Nachdenken ein. Das Buch behandelt Themen wie Liebe, Hoffnung, Verlust und zweite Chancen. Es schafft eine gelungene Balance zwischen bewegenden, nachdenklichen und humorvollen Momenten. Dadurch hat mich das Buch sehr gut unterhalten und die Geschichte hat mich berührt.

Für mich ist „Nächstes Mal für immer“ eines meiner Lesehighlights dieses Jahres.

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Sommerlektüre zum Schwelgen und Nachdenken
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Emotional, philosophisch, tiefgründig und regt zum Nachdenken an

Die Mitternachtsreise von Matt Haig

Die „Mitternachtsreise“ dreht sich um Wilbur, der nach seinem Tod in einem Zug landet. Dabei beginnt seine Reise damit alle Momente aus seinem Leben noch einmal zu sehen beziehungsweise zu erleben. Dabei muss er sich mit seinen Entscheidungen, Fehlern und Beziehungen auseinandersetzen. Mitternachtsreise ist ein sehr berührender Roman über das Leben, verpasste Chancen und die Frage, was ist am Ende wirklich wichtig.

Der Roman knüpft gedanklich an „Die Mitternachtsbibliothek“ an und setzt sich mit philosophischen Fragen auseinander wie: Was macht das Leben lebenswert? Was macht mich glücklich? Bin ich am Ende zufrieden mit meinen Entscheidungen im Leben?

Da ich ein sehr großer Fan der Mitternachtsbibliothek bin, war ich besonders gespannt auf die Mitternachtsreise und ich wurde nicht enttäuscht. Besonders beeindruckt hat mich auch hier wieder die emotionale Tiefe. Matt Haig schafft es, auch schwierige Themen wie Reue, Verlust und Vergänglichkeit mit hoffnungsvollen Botschaften zu verbinden.

Der Schreibstil ist leicht und sehr gut zu lesen. Man fliegt förmlich nur durch die Seiten. Viele Szenen regen dazu an, über das eigene Leben nachzudenken und sich zu fragen, welche Momente wirklich wichtig sind.

Auch die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Besonders der Protagonist Wilbur wirkt sehr nahbar und authentisch.

Für mich ist „Mitternachtsreise“ eines meiner Lesehighlights dieses Jahres. Eine klare Empfehlung für Fans der Mitternachtsbibliothek und LeserInnen, die Geschichten mit emotionalem Tiefgang mögen und sich gerne zum Nachdenken anregen lassen.

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Emotional, philosophisch, tiefgründig und regt zum Nachdenken an
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Packende Drachen-Fantasy ab der ersten Sekunde

Dragon Cursed - Zeig keine Gnade (Dragon Cursed 1) Dragon Cursed von Elise Kova

n Dragon Cursed (Hörbuch) wird man in eine düstere Fantasywelt entführt. Hierbei dreht sich alles um Magie, Drachen und dunkle Geheimnisse. Isola steht bei dieser Geschichte im Mittelpunkt, die in jungen Jahren einen Drachenangriff überlebt hat. Sie lebt in der Stadt Vingard, in der die letzten Menschen leben sollen.

Die Drachen sind hier in der Geschichte als böse gekennzeichnet. Einige Menschen tragen den Drachenfluch in sich. Diese sollen in Prüfungen des Tribunals ausfindig gemacht werden. Isola hat den Verdacht, dass sie selbst verflucht ist. Ist sie wirklich Drachenverflucht oder die Reinkarnation von Valor? Was wird das Schicksal von Isola sein?

Schon die ersten Minuten des Hörbuchs nehmen einen gefangen. Man ist direkt in der Handlung drin und es wird Spannung erzeugt. Es wirkt auf mich alles sehr atmosphärisch und mystisch/mysteriös. Die Prüfungen sind spannend gestaltet sodass durchgehend Spannung erzeugt wird. 

Ich finde alle Protagonist:innen sehr spannend und vielfältig beschrieben. Isola ist für mich eine starke Protagonistin mit viel Persönlichkeit und emotionaler Tiefe. Besonders schön fande ich die Freundschaft zu Saipha und die emotionale Beziehung zu ihrer Mutter. Auch die Interaktion zwischen den einzelnen Charakteren werden authentisch dargestellt. Jeder hat natürlich auch seine eigenen Geheimnisse, die nach und nach aufgedeckt werden. 

Die Sprecherin hat mir sehr gut gefallen. Die Stimme hatte eine gewisse Dynamik und eine lebendige Erzählweise, sodass man gut in das Buch eintauchen konnte. Sowohl emotionale Momente als auch actionreichere Szenen wurden gut dargestellt. Auch die Stimme wurde den Charakteren gut angepasst, sodass man auch bei Dialogen gut zwischen den einzelnen Personen unterscheiden konnte. Allerdings empfande ich die Lesegeschwindigkeit ein bisschen zu langsam. 

Alles in allem war dies ein sehr spannendes (Hör-) Buch, dass einen vollkommen in die Welt eintauchen lässt. Ein toller Auftakt. Ich bin sehr gespannt auf den Band 2.

Eine Empfehlung für alle die packende Fantasyromane mit Drachen und Magie und einer starken Heldin mögen.

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Packende Drachen-Fantasy ab der ersten Sekunde
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Cozy Romantasy im Buchladen-Setting

Cursed for Good – Eine Prinzessin. Ein Pirat. Und ein verfluchter Buchladen. von Amy Coombe

In "Cursed for good" geht es um die Prinzessin Tandy, die eigentlich keine Prinzessin sein will und Bücher liebt. Eines Tages betritt sie einen Buchladen und wird verflucht. Sie kann den Buchladen so lange nicht verlassen bis der Fluch gebrochen wird bzw. sich ihr Herzenswunsch erfüllt. 

Zunächst einmal finde ich das Cover sehr schön, der Farbschnitt mit den Bücherregalen ist sehr gelungen und passend zum Buchthema.

 
Der angenehme und humorvolle Schreibstil hat mich direkt abgeholt und eingefangen. Es ist sehr leicht und flüssig geschrieben, sodass ich nur durch die Seiten geflogen bin (habe das Buch innerhalb eines Tages gelesen). Die Handlung ist  auch sehr humorvoll geschrieben, was mir gut gefallen hat. 
Auch die Hauptcharaktere fande ich alle sehr spannend und liebevoll gestaltet. Vor allem ist Tandy eine sehr sympathische Protagonistin, die lernen muss ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche über die Erwartungen anderer zu stellen. Auch die Dynamik zwischen den Charakteren wirkt authentisch, sorgt für Unterhaltung und die angenehme Atmosphäre. 
Auch die Atmosphäre im Buchladen ist einladend, magisch und gemütlich. Einfach ein Buch zum Wohlfühlen. Ich finde auch gut, dass hier Themen wie Identitätsfindung, Selbstbestimmung und was macht mich glücklich zum Tragen kommen. 
Der einzige Kritikpunkt für mich ist, dass die Handlung an manchen Stellen etwas langatmig ist. 

Alles in allem eine unterhaltsame, ruhig erzählte und cozy Romantasy. 

Eine Empfehlung für alle die eine cozy Romantasy mit liebenswerten Figuren und herzerwärmender Geschichte mögen. 

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Cozy Romantasy im Buchladen-Setting
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Packend bis zum Schluss

Weil sie lügt von Caroline Seibt

Im Buch "Weil sie lügt" geht es um Anna, deren Schwester Juli vor langer Zeit verschwunden ist. Es wird von Mord ausgegangen, der Verdächtige: Annas Vater. Doch Anna glaubt an dessen Unschuld. Die Geschichte wird sowohl aus Annas Perspektive als auch aus der der Ermittlerin Katherina Engels erzählt.

"Weil sie lügt" ist ein fesselnder Roman, der durch seine packende Erzählweise und die vielschichtigen Charaktere eine dichte Atmosphäre erzeugt. Das Buch bietet Spannung bis zum Schluss mit zahlreichen Wendungen. Man bleibt lange im Ungewissen, bis schließlich die Auflösung erfolgt. Die Handlung blieb stets nachvollziehbar und war für mich ohne Logikfehler. Durch den angenehmen Schreibstil und die packende Handlung wurde das Buch für mich zum absoluten Pageturner. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und ich habe es innerhalb eines Tages gelesen.

Alles in allem ein sehr gelungener und mitreißender Thriller, der einem bis zuletzt im Dunkeln lässt. 

Eine klare Empfehlung für alle Leser:innen, die spannende Thriller mit überraschenden Wendungen lieben. 

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Spannender und atmosphärischer Auftakt einer Familiensaga

Die Meerglas-Schwestern von Eleanor Buchanan

Die Geschichte „Die Meerglasschwestern“ dreht sich um vier Schwester, die zusammen in Schottland in einem schönen Haus auf einer Halbinsel leben. Doch der Fluch um die „Four Sisters“ wird ihr Leben prägen und das einst so schöne Leben der Schwestern wird unerwartete Wendungen nehmen. Der erste Band der Meerglasschwester-Familiensaga spielt in verschiedenen Zeitebenen und dreht sich dabei um die älteste Schwester Iris und ihre Nachfahrin Roz.

Nachdem Iris Mutter verstorben ist und ihr Vater der Trinkerei und der Spielsucht verfallen ist, macht sie sich auf die Suche nach ihrem Onkel, der ihr finanziell weiterhelfen soll. Dafür muss Iris ihre Schwestern schweren Herzens verlassen und begibt sich mit dem Schiff auf eine lange Reise. In der Gegenwart stößt Roz nach dem Tod ihrer Mutter auf ein geheimnisvolles Erbstück. Ihre Reise verschlägt sie dann nach London und dann später nach Schottland. Sie begibt sich auf die Spuren von Iris.

Es ist wirklich ein atmosphärischer Auftakt einer Familiensaga, der durch Geheimnisse, verschiedene Zeitebenen und Emotionen lebt. Die Autorin beschreibt sehr bildhaft malerische Schauplätze und die mystische Atmosphäre rund um die vier Schwestern. Dadurch bekommt man schnell ein Gefühl von Fernweh. Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Dadurch kam man schnell in die Geschichte abtauchen. Durch die wechselnde Perspektive wird auch die Spannung gehalten. Die Charaktere wirken alle sehr sympathisch und authentisch, sodass man sich gut v.a. in die Protagonistinnen hineinversetzen kann.

Die Geschichte ist spannend, unterhaltsam und emotional. Die Handlung macht auf jeden Fall auch neugierig auf die Fortsetzung bei der es dann um eine andere Schwester gehen wird.

Ich würde dieses Buch Leser:innen empfehlen, die Romane mit Familiengeheimnissen lieben.

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Spannender und atmosphärischer Auftakt einer Familiensaga
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Düstere atmosphärische Fantasy mit leichten Schwächen beim Erzählstil

Crown of War and Shadow von J. R. Ward

In Crown of War and Shadow geht es um Sorrel, die als Ausgestoßene in einem Dorf lebt. Sie besitzt magische Fähigkeiten. Sie wird dafür gejagt. Sie heuert den Söldner Merc an um sie zu beschützen und sie ins Ödland zu bringen. Außerdem fängt die Barriere, die Dämonen zurückhalten soll, langsam an zu zerfallen.

Könnte Sorrel eine Rolle bei der Rettung der Welt spielen? 

Das Buch bietet dem Leser eine spannende Fantasywelt, interessante Grundideen und Charaktere, die durchaus Potenzial haben. Die Protagonisten, vor allem Sorrel, besitzen sehr viel Tiefe und Entwicklingspotenzial. Crown of War and Shadow konnte durch die düstere Atmosphäre und die magischen Elemente überzeugen. Die Welt hat viele Geheimnisse zu bieten, was neugierig auf die Fortsetzung macht. 
Dennoch blieb bei mir am Ende ein etwas zwiespältiger Eindruck zurück. 
Ein etwas größerer Kritikpunkt war für mich der Schreibstil (ich weiß nicht ob es an der Übersetzung lag oder direkt am Stil). Teilweise wirkte die Wortwahl unpassend bzw nicht gebräuchlich. Die Formulierungen passten stellenweise nicht. Zwischen einzelnen Absätzen und Szenen gab es immer wieder abrupte Sprünge, die den Lesefluss erschwerten. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass wichtige Übergänge fehlten oder Gedankengänge nicht vollständig ausgearbeitet wurden. Dadurch wurde man immer wieder aus der Geschichte gerissen. 
Ein weiterer Punkt, der mich persönlich gestört hat, waren die häufigen sexuellen Anspielungen. Grundsätzlich habe ich nichts gegen romantische oder sinnliche Elemente in Fantasyromanen, hier wirkten sie auf mich jedoch teilweise deplatziert. Gerade in Momenten, in denen die Handlung oder die Charakterentwicklung im Vordergrund stehen sollte, wurden wiederholt sexuelle Gedanken oder Andeutungen eingestreut. Das nahm für mich etwas von der Spannung und ließ manche Szenen weniger ernst wirken, als sie eigentlich hätten sein können.

Trotzdem fande ich das Crown of War and Shadow ein solider Fantasyroman mit guten Ansätzen ist, jedoch einige Schwächen in der Umsetzung aufweist. Ich würde das Buch mit 3,5 Sternen bewerten. 
Wer düstere Fantasy mit Romantasy-Elementen mag, könnte durchaus Gefallen daran finden. 

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Düstere atmosphärische Fantasy mit leichten Schwächen beim Erzählstil