Kunden em pfehlungen
Rezensionen von annamichalea:
Ich kann das Buch nur weiterempfehlen
Falls jemand fragt, wer wir waren von Eva Kranenburg
Tilliy und Rena teilen eine besondere Freundschaft in der Nachkriegszeit der jungen DDR. Zu ihre Lebensgefühl so direkt nach dem Krieg gehört dazu, alles zu tun um zu überleben. Das ist quasi in Fleisch und Blut übergegangen. Tilly ist dazu noch eher einfältig und glaubt an den Staat las neuen Heilsbringer, Rena eher nicht.
Sie sieht in Tilly auch mehr , aber sie meint tilly kann es nicht zulassen. Tilly muss auch die Frau auf dem Cover sein, Schülerin mit Bestnoten, richtigen Gedanken und richtigen Verhalten. Rena ist so ganz anders und auch Tilly merkt, dass da noch was anderes ist zwischen ihnen, ein leicht Andeutung von einer engeren Beziehung, über die aber keiner spricht.
Und dann ist Rena verschwunden und damit die einzige Person, mit der Tilly auch über alles sprechen kann. Und Tilly macht sich auf die Suche. Alles was sie vermeintlich über Rena entpuppt sich als Lüge.
Und Tilly sucht weiter und beginnt weiter richtig nachzudenken.
Dieses Buch gibt nicht nur einen guten Einblick in dei Geschchte der DDR in der Nachkriegszeit, sondern beschreibt auch das Lebensgefühl der Menschen. Egal ob sie sich arrangieren oder kämpfen wollen - eines bleibt. Die suche nach wenigstens einem halben Glück, wenn an es denn kann.
Lesenwert
Über vier Leben von Pauline Hatscher
Ich stelle mir hier grundsätzlich erst einmal die Frage, ob wir notwendigerweise etwas über unsere direkten Vorfahren, auch über die Eltern hinaus, wissen müssen. In meiner Vita war das quasi nicht vorhanden. Die Großeltern erzählten maximal Belangloses, es war klar, dass sie nicht über die Zeit der Weltkriege gefragt werden wollten.
Über besondere Wendepunkte im Leben meiner Eltern wurde ebenso zu ihren Lebzeiten geschwiegen.Und wir Kinder kamen gar nicht auf die Idee etwas zu fragen oder ihr Lebensbild in Frage zu stellen. Erst nach ihrem Tod habe ich so einiges erfahren, das ein anderes Licht auf ihr Handeln oder ihre Lebenseinstellung warf.
In Pauline Hatschers Roman geht es um die Frauen aus vier Generationen. Mirabell, Sabine, Lisa und Hannchen.( aufgezählt von der Gegenwart in die Vergangenheit ).
Zu Beginn des Buches geht es jeweils um dasThema Heiraten. Mirabell fällt es schon schwer, sich auf einer Dating App anzumelden. Hannchen und Sabine schildern jeweils die belastende Situation als unverheirateter Gast auf einer Hochzeit. Lisa hat geheiratet, aber nur mit Überwindung.
Gleich bleibt in gewisser Weise der gesellschaftliche Druck, die Zwangslage heiraten zu müssen um versorgt zu sein hat sich dagegen verbessert.
Hier fällt mir auf, dass der Titel eigentlich noch Subtext hat. Durch die nach unten versetzte vier geht es auch ums Über-leben.
Die Generationen vor uns, die normalerweise kaum über Gefühle gesprochen haben, sich daran orientierten, was als Regel galt oder den Lebensumständen geschuldet war, wie soll man deren Leben als Fiktion wieder auferstehen lassen? Das geht durch ein marginales Datengerüst, einzelnen Erzählungen und gesellschaftsgeschichtliches Wissen.
Der Sinn dahinter? Für die Autorin wohl persönlich wichtig. Ich habe als Leser hier und da ein Fitzelchen mitgenommen, das auf eine meiner Vorfahrinnen zutreffen könnte. Ansonsten ist es ein lesenwerter Roman, der halt mal ein ganz anderes Thema hat.
Etwas enttäuscht
Light my Fire von Sheila de Liz
Da habe ich mich nun für das Buch entschieden und es doch länger ungelesen in der Ecke liegen lassen. Der Titel "Light my Fire" hat mich glaube ich unter Druck gesetzt. So als ob man das Buch nur dann lesen kann, wenn man das als Ergenis will. Schon irgendwie komisch.
Interessant fand ich das virwort.
Hier ist die Rede von biologischer, mediziischer und seelischer Komponente der Sexualität. So habe ich das noch nicht gesehen.
die wichtigkeit einer erfolgreichen Sexualität der Frau wird andererseits auch überspitzt gefordert. Ohne Sex beginnt das Siechtum. könnte man fast meinen, obwohl hier grandioser Sex lediglich als Gegenteil von Verfall und Siechtum erwähnt wird. aber schon sehr überspitzt.
Viele Passagen des Buches sind wie smalltalk zu lesen. Mit flapsiger Sprache und auch der Kontakt zu Patient:innen ist ungewöhnlich, in einem Beispiel per whatsapp.
Vieles hört sich schlüssig an, aber ist wohl kaum umsetzbar. Für die wichtigen Vorsorgeuntersuchungen ist schon kaum ein Termin zu bekommen beim Gynäkologen. Und dann noch eine Hormontherapie, meist als Selbstzahler und kontinuierlich überwacht? Auch einfach in ein Labor gehen und dort zum Beispiel den Testosteronspiegel zu ermitteln ist für die meisten kaum machbar und zu finanzieren.
Vielleicht eine andere medizinische Realität mit ihrer HormonOnlineKlinik.




