Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Brombeere:
nichts besonderes
Bachelorette Party von Camilla Sten
Worum geht es?
Ein Junggesellinnenabschied auf einer abgelegenen Schäreninsel mit Luxus-Resort. Sie sind nahezu allein, weil die Eröffnung erst noch folgen wird. Doch ausgerechnet diese Insel steht im Zusammenhang mit verschwundenen Frauen vor einem Jahrzehnt. Jemand beginnt zu bohren.
Worum geht es wirklich?
Suche, Ruhe und Schuld.
Lesenswert?
Nein, leider nicht das, was ich mir erhofft habe. Das Buch ist zwar grundsätzlich okay und eine nette Lektüre für zwischendurch. Aber im Vergleich zu anderen Büchern halt nichts besonderes.
Die CHARAKTERE sind okay, teilweise nett, aber auch hier ist nichts außergewöhnlich.
Bei der ATMOSPHÄRE hingegen war ich sogar eher enttäuscht, denn die Stimmung auf der Insel und in der Unterkunft kam für mein Empfinden kaum auf. Es wirkte austauschbar und beliebig, ich konnte mich nicht in die Stimmung reinfühlen. Finde ich schade, wenn man einen eher besonderen Ort wählt.
Das Buch konnte ich schnell lesen, was vermutlich auch an dem angenehmen SCHREIBSTIL (Übersetzung Melike Karamustafa) lag.
Auch bei der HANDLUNG kann ich das ganze wieder nur mittelmäßig beurteilen: Keine richtigen Überraschungen, nichts raffiniertes. Sie war solide und in Ordnung, aber mehr nicht. Die Auflösung gefiel mir weniger, das eigentliche Ende hingegen aber wieder gut.
Es war ausreichend SPANNUNG vorhanden, damit man weiter lesen und endlich hinter das Geheimnis kommen wollte. Wäre die Lektüre schwieriger zu lesen gewesen, hätte mir die Spannung vermutlich aber nicht ausgereicht um dranzubleiben.
Die LOGIK fand ich wieder eher enttäuschend, da alles sehr konstruiert wirkte und künstlich erzeugt.
Trotz der Kritik würde ich den LESESPASS, den ich empfunden habe, schon mit okay bis gut bewerten, da mich das Buch kurzweilig unterhalten konnte. Es wird mir jedoch nicht in Erinnerung bleiben und mehr in einem Einheitsbrei von ähnlichen Büchern verschwimmen.
Meine Bewertung ist nach der CAWPILE-Methode aufgebaut und ergibt bei durchschnittlich 4,86 Bewertungspunkten eher knappe 3 Sterne für dieses Buch.
wie immer hervorragend
Winter-Hochbeet von Anja Klein
Was erwartet einen?
Anja Klein, bekannt aus dem kleinen Horrorgarten, nimmt uns mit ins Thema Wintergemüse und zeigt, wie man auch „nach der Saison“ immer noch richtig viel anbauen und ernten kann. Somit bekommt man Ideen für den ganzjährigen Anbau.
Wie gefällt mir dieses Buch?
Schon einmal vorweg: Ich habe dieses Buch wirklich sehr gefeiert als ich sein Erscheinen entdeckt habe! So ein spannendes Thema!
Die Autorin bringt viel Erfahrung im Gemüseanbau aus ihren Kleingärten Region Köln mit und hat bereits mehrere Bücher zum Anbau in Hochbeeten verfasst.
Ihre Informationen kommen aus der Praxis und sie hinterfragt sich auch selbst, bzw. berichtet davon, wenn ihre Plan später nicht mit der Realität übereinstimmt. Das macht sie nahbar und nimmt einem selber auch den Druck.
Das Buch ist gut aufgebaut und die Fakten werden gut vermittelt. Generell ist es sehr verständlich mit super Erklärungen.
Ich habe definitiv viel gelernt und würde am liebsten noch weitere Informationen dazu einsaugen und mich noch mehr einlesen.
Für mich hat das Buch einen enormen Mehrwert geliefert, denn ich habe meinen Gemüseanbauplan direkt um Herbst und Winter erweitert und werde nun nicht mehr nur den Sommer als Höhepunkt der Hochbeetsaison sehen. Ich kann es kaum erwarten!
Fazit:
Einfach richtig klasse, super Buch. Kann ich empfehlen, wenn man schon Gemüse anbaut und einen in der zweiten Jahreshälfte die Wehmut packt, dass man bis zum nächsten Frühjahr so lange warten muss.
In dem Zusammenhang hätte ich mir ein bisschen mehr Infos zur Fruchtfolge gewünscht, wenn man eben ganzjährig anbaut.
Meine Bewertung ist grob nach der CAWPILE-Methode aufgebaut (mit abgewandelter Form) und ergibt bei durchschnittlich 9,57 Bewertungspunkten dann 5 Sterne für dieses Buch.
berührend und spannend
Stone Lands von Fiona Robertson
Was erwartet einen?
Fiona Robertson nimmt die Leser*innen mit auf ihre Reise und ihre Leidenschaft für Großbritanniens große Menhire, von denen sie immer wieder angezogen wird.
Wie gefällt mir dieses Buch?
Vorweg: Sehr gut, aber Achtung bei der Lektüre, weil es (nebenbei auch) um die Krebserkrankung von Fionas Mann geht.
Die Autorin hat viele Stätten in Großbritannien besucht, einige mehrfach und sich im Laufe der Zeit ein faszinierendes Netzwerk aufgebaut. Man erfährt sehr viele faszinierende Infos aber auch Dinge aus dem Privatleben der Autorin. Die beeindruckenden Monumente, die einen schon beim Lesen in Staunen versetzten und die Trauer, die die Autorin erlebt, bilden manchmal einen Widerspruch, aber sind auch tröstlich.
Das Buch ist gut lesbar (Übersetzung Elsbeth Ranke) und findet immer die richtigen Worte. Das Wissen wird gut und verständlich vermittelt.
Ich bin mit sehr wenig Wissen in dieses Buch gestartet, nun aber richtig fasziniert und neugierig auf diese beeindruckenden Werke. Definitiv möchte ich mehr dazu wissen und mein Interesse wurde geweckt.
Auch wenn die Handlung manchmal sprunghaft ist, so sind die einzelnen Kapitel doch in sich Schlüssel und der Buchaufbau toll.
Die Lektüre hat Lust auf mehr gemacht!
Fazit:
Berührend und manchmal unendlich traurig, aber dann wieder andächtig und schön. Trotz dieser Kombination hat mir die Lektüre sehr gefallen und die Aufmachung mit den tollen Graphiken und Zeichnungen ist super gelungen!
Meine Bewertung ist grob nach der CAWPILE-Methode aufgebaut (mit abgewandelter Form) und ergibt bei durchschnittlich 9,29 Bewertungspunkten dann 5 Sterne für dieses Buch.
vielfältig
Taste of Asia von Viet Shao
Was erwartet einen?
Verschiedene Länderküchen aus Asien, oft simpel aber vielfältig und mit interessanten Zusatzinfos.
Was habe ich bisher getestet?
Mehrere Gerichte aus den verschiedenen Ländern, überwiegend vegetarische/vegane Rezepte oder welche die sich leicht vegetarisch abwandeln ließen.
Was gefällt mir gut / hat mich positiv überrascht?
Der Autor wirkt sympathisch, er hat Erfahrung als Content Creator und vermittelt in dem Kochbuch eine schöne Geschichte.
Die Fotos sind toll und teilweise tauchen auch private Schnappschüsse auf, die das ganze nahbarer machen und die Stimmung auflockern.
Einzelne Rezepte haben eine übersichtliche Liste, die Zutaten werden in den Anweisungen hervorgehoben, dafür ist dieser Text aber außergewöhnlich lang und teilweise zu lang.
Ich konnte mir in diesem Buch schöne Inspirationen holen und hatte auch Spaß bei der Zubereitung und den Informationen und Fotos, mit denen dieses Kochbuch geschmückt ist.
Generell würde ich die Rezepte als vielfältig bezeichnen, manchmal sind es vegane oder vegetarische Rezepte, des Weiteren unterschiedliche Fleisch- und Fischsorten oder Süßspeisen.
Umsetzbar sind die Rezepte, aber ohne Asia-Markt in der Nähe stelle ich es mir eher schwer vor. Wobei die nützlichen Tips helfen und man auch pro Land ein paar Grundzutaten oder Besonderheiten erfährt.
Was hat mir gefehlt?
Für mich persönlich waren es zu wenige Veggie-Rezepte, bzw. diese waren teilweise eher langweilig und hatten keinen Überraschungseffekt.
Ansonsten hätte ich mir die Rezepte etwas knapper gewünscht.
Fazit:
Ein interessantes Kochbuch für asiatische Streetfoodküche, bei der der Autor und seine Geschichte überzeugt.
Meine Bewertung ist grob nach der CAWPILE-Methode aufgebaut (mit abgewandelter Form) und ergibt bei durchschnittlich 7,57 Bewertungspunkten dann 4 Sterne für dieses Buch.
inspirierend und schön
Klein & wild von Simone Kern
Was erwartet einen?
Ideen, wie man mit kleinem Platz und/oder kleinem Garten schöne und nützliche Ecken schaffen kann.
Wie gefällt mir dieses Buch?
Die Autorin besitzt Fachkenntnisse und scheint eine engagierte Persönlichkeit zu sein, die für ihr Thema brennt. Es ist sprachlich angenehm und macht Freude beim Durchblättern und das Lesen strengt nicht an.
Die Informationen werden verständlich vermittelt und die Kombination aus Text und Bildern überzeugt. Besonders die kleinen Beetplanzeichnungen haben mich direkt angesprochen. Hierbei konnte ich Ideen und Inspiration gewinnen und mich beinahe gar nicht entscheiden.
Das Buch ist eher nicht für die Lektüre am Stück geeignet, zum Nachschlagen war es aber die letzten Monate ein wunderbarer Begleiter.
Der Aufbau und die Struktur wirken durchdacht und stimmig und laden einen dazu ein, dieses Buch in die Hand zu nehmen.
Fazit:
Ich habe mehrere schöne Ideen bekommen und teile auch in einen Beetplan für den Herbst integriert, auf den ich mich wirklich freue. Die Autorin macht auf jeden Fall Lust, sich mit Natur und wilden nützlichen Gärten in kleiner Form zu beschäftigen.
Kann ich empfehlen!
Meine Bewertung ist grob nach der CAWPILE-Methode aufgebaut (mit abgewandelter Form) und ergibt bei durchschnittlich 7,43 Bewertungspunkten dann 4 Sterne für dieses Buch.
interessant mit schwerem Einstieg
Tokyo Girls Club von Asako Yuzuki
Worum geht es?
Eriko, eine arbeitsame alleinstehende Frau, ist fasziniert vom Blog der Hausfrau Shoko, die eher in den Tag hinein lebt. Eriko setzt sich in den Kopf, mit Shoko befreundet sein zu wollen und stürzt sich in diesen Plan.
Worum geht es wirklich?
Freundschaft, Ansprüche und Obsession.
Lesenswert?
Ja. Zu Beginn hatte ich Schwierigkeiten mit dem Einstieg, aber nach mehreren Anläufen bin ich dann gut in das Buch gestartet. Das Cover ist mir direkt ins Auge gefallen und auch der Klappentext klang so gut.
Die CHARAKTERE entwickeln eine verstörende Dynamik, haben düstere Gedanken und versinken teilweise völlig in ihren Plänen. Sie sind dabei oft nicht sympathisch und man hat ein ganz ungutes Gefühl bei der Beziehung der beiden Frauen.
ATMOSPHÄRISCH ist das Buch wirklich gut, man kann sich das ganze vorstellen und sich auch in die Kultur und Arbeitsweise einfinden. Dieser Aspekt hat mir allumfassend gut gefallen.
Der SCHREIBSTIL (Übersetzung Ursula Gräfe) ist prinzipiell angenehm und gut lesbar, aber gerade in der zweiten Hälfte sind mir vermehr sexistische Kommentare (Hüften wie eine Frau / Frauen könnten potentiell verkleidete Männer sein /…) und sowohl derbe als auch eklige Aussagen aufgefallen.
Den Bogen der HANDLUNG habe ich prinzipiell ebenfalls als okay empfunden, auch wenn mir manchmal der rote Faden und das große Ganze gefehlt haben. Die Handlung ist daher auch gar nicht so leicht zusammenfassbar, denn es passiert wenig und viel zugleich. Das Ende hatte ich mir anders vorgestellt.
Dies spiegelt sich auch in der SPANNUNG wieder, die wechselhaft mal ausgeprägter und mal schwächer war.
LOGISCH erschien mir dann doch wieder das meiste und recht realistisch hinsichtlich Grundvoraussetzungen.
Beim LESESPASS sind mir Höhen und Tiefen aufgefallen. Der Einstieg war wie gesagt gar nicht leicht für mich, dann fand ich es richtig gut und psychologisch spannend, zum Ende hin bei wieder weniger.
Meine Bewertung ist nach der CAWPILE-Methode aufgebaut und ergibt bei durchschnittlich 7 Bewertungspunkten gerade so 4 Sterne für dieses Buch.
Neuauflage, zweiter Band
In aller Unschuld von Tami Hoag
Worum geht es?
Eine Frau und ihre zwei Töchter werden ermordend und schnell scheint der Täter klar zu sein. Doch die Richterin versucht für Unvoreingenommenheit zu sorgen und gerät plötzlich selbst ins Fadenkreuz.
Worum geht es wirklich?
Besitz, Lügen und Stärke
Lesenswert?
Ja, auch wenn ich einige Kritikpunkte habe.
Zuerst einmal informativ: Es handelt sich hierbei um die Neuauflage einer älteren Reihe und bei diesem konkreten Buch um Band 2 - man kam jedoch auch ohne Band 1 gut in die Geschichte rein.
Die CHARAKTERE sind zwar ganz gut gestaltet, wirken jedoch im Versuch der Andersartigkeit dann doch wieder klischeehaft. Da gibt es als starke Frauenfiguren, die aber natürlich eigentlich eine Schulter um anlehnen brauchen und denen die Stärke viel zu viel wird. Somit ist dann das Klischee doch wieder erfüllt.
In die ATMOSPHÄRE bin ich gut reingekommen, man konnte sich das ganze gut vorstellen.
Der SCHREIBSTIL (Übersetzung Gabriele Werbeck und Andrea Stumpf) war zwar prinzipiell okay und gut, die Wortwahl jedoch teilweise fragwürdig und diskriminierend. An diesen Szenen hat man dem Buch sein Alter eher angemerkt. Manche ständigen Wiederholungen erscheinen unnötig.
Die HANDLUNG ging nicht so sehr auf das eigentliche Verbrechen ein, sondern eher auf das was danach kommt. Dies ist mir positiv aufgefallen. Das Ende jedoch fand ich nicht überraschend und eher enttäuschend, denn die Vorahnung bekommt man schon im Laufe des Buches. Auch hier eher klischeehaft.
Hinsichtlich SPANNUNG kann ich mich nicht beschweren, ich bin gut in das Buch reingekommen und wollte unbedingt weiter lesen, sodass ich es in kürzester Zeit ausgelesen habe.
Die LOGIK im Buch stimmt zwar, die Anhäufung an Zufällen und speziellen Konstellationen wirkt jedoch zu viel und wiederum klischeehaft.
Alles in allem war der LESESPASS in Ordnung. Das Buch hat mich unterhalten und ich würde erneut zu einem Werk der Autorin greifen.
Meine Bewertung ist nach der CAWPILE-Methode aufgebaut und ergibt bei durchschnittlich 5,71 Bewertungspunkten gute 3 Sterne für dieses Buch.
will mehr als es liefert
Wenn Katzen reden könnten von Piergiorgio Pulixi
Worum geht es?
Buchhändler Marzio Montecristo kann sich kaum über Wasser halten. Nur seine zwei schwarzen Katzen locken noch Menschen in das Geschäft. Dann begeben sich die drei auf eine Schiffsfahrt um einen berühmten Autor zu begleiten - der bald darauf tot aufgefunden wird.
Worum geht es wirklich?
Lügen, Gemeinschaft und Geld.
Lesenswert?
Ja, auch wenn es nur eine gute Unterhaltung für zwischendurch war. Das Buch ist mir wegen seines schönen ansprechenden Covers aufgefallen und klang super für einen Sommerkrimi.
Die CHARAKTERE habe ich leider als eher klischeehaft empfunden, dabei auch einseitig ohne Ecken und Kanten und generell waren es mir einfach zu viele Männer in Hauptrollen in diesem Buch.
Hinsichtlich ATMOSPHÄRE war die Lektüre jedoch wirklich gut. Es war vorstellbar beschrieben und man konnte sich gut an die Orte denken.
Beim SCHREIBSTIL (Übersetzung Katharina Schmidt, Barbara Engelmann und Barbara Neeb) bin ich zwiegespalten. Es werden viele Begriffe nicht übersetzt und lassen das Italienisch nebenbei mit einfließen, was für einen Urlaubsroman natürlich super ist. Andererseits wirkt es dadurch teilweise gekünstelt. (Ich meine, dass es auch eine Stelle gab, bei der von „zwei Espressos“ die Rede war, was wiederum im Gegensatz zur sonstigen Verwendung der Originalsprache steht.)
Die HANDLUNG ist in Ordnung, das Ende jedoch war eher mittelmäßig und zwischendrin zieht sich die Geschichte unnötig in die Länge.
Darunter hat auch die SPANNUNG gelitten, denn ich wollte zwar wissen wie es weiter geht und was die Auflösung sein wird, der Weg dahin war jedoch stellenweise eher langweilig.
Auch die LOGIK war zu künstlich gewollt, zu unrealistisch und konstruiert.
Somit war mein LESESPASS leider nicht so hoch wie ich gehofft habe. Ich würde kein weiteres Buch von dem Autor lesen, liebe die Kampa-Cover aber einfach sehr!
Meine Bewertung ist nach der CAWPILE-Methode aufgebaut und ergibt bei durchschnittlich 4,8 Bewertungspunkten knappe 3 Sterne für dieses Buch.
fantastisch und spannend
The Tainted Cup von Robert Jackson Bennett
Worum geht es?
Ein Offizier wird tot aufgefunden - aus seinem Oberkörper sprießt ein Baum. Ermittlerin Ana und ihr Gehilfe Dinios ermitteln.
Worum geht es wirklich?
Rache, Macht und Verschwiegenheit.
Lesenswert?
Ja, sehr. Man bekommt hier ein Ermittlerduo, welches einen Fall aufdecken muss und das ganze spielt in einer durch und durch fantastischen Welt.
Die CHARAKTERE haben mir beide gut gefallen. Ana ist Sherlock Holmes sehr ähnlich und eher speziell. Beide sind unterhaltsam (gerade auch in ihrem Miteinander) und ihre eigenen Geschichten interessant. Die Art der Konstellation ist nichts neues, aber ich finde sie gut umgesetzt und schön zu lesen.
In die ATMOSPHÄRE wird man direkt reingeworfen und findet sich schnell in der Welt zurecht. Alles ist sehr fantastisch und besonders, aber der Start fiel mir relativ leicht. Am liebsten möchte man noch viel mehr über diese Welt und ihre Eigenschaften erfahren.
Den SCHREIBSTIL (Übersetzung Karla Schmidt und Jakob Schmidt) gefiel mir ebenfalls. Einige Stellen sind recht derb und Ana nimmt kein Blatt vor den Mund. Dies passte aber zu ihr. Etwas verwirrt bin ich durch die Begriffe Kind/Mädchen/Junge, die regelmäßig auftauchen und mir für die entsprechende Person immer recht unpassend vorkommen, da es sich doch um Erwachsene handelt.
Die HANDLUNG wird stark von den Ermittlungen geprägt, da die Auflösung des Falls im Mittelpunkt steht und sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht. Ana gibt nicht auf, bis alles auseinander gedröselt wird. Hierbei kommt es zu mehreren Wendungen.
Zu Beginn ist die SPANNUNG noch nicht gegeben, nach und nach baut sie sich jedoch auf und wenn man einmal in der Geschichte drin ist, dann will man auch unbedingt wissen wie es weiter geht.
Auch die LOGIK scheint durchdacht zu sein, auch wenn mehrere Aspekte vermutlich von anderen Autor*innen inspiriert sind - was ich jedoch nicht negativ empfinde. Man kann nicht ständig völlig neue und noch nie dagewesene Dinge lesen.
Generell hat mir die Lektüre wirklich viel SPASS bereitet und ich kann sowohl das Buch (als auch das Hörbuch) sehr empfehlen und habe großes Interesse an weiteren Bändern.
Dran bleiben lohnt sich und der Mix aus Fantasy und Krimi ist ebenfalls ziemlich gut!
Meine Bewertung ist nach der CAWPILE-Methode aufgebaut und ergibt bei 7,29 Bewertungspunkten dann 4 Sterne für dieses Buch.
spannend und nachdenklich
Home Before Dark von Eva Björg Ægisdóttir
Worum geht es?
Stina, eine Jugendliche, verschwindet 1967. Ausgerechnet an dem Ort und dem Tag, an dem sich ihre kleine Schwester Marsibil mit ihrem Brieffreund treffen wollte. Bei dem sie sich als ihre große Schwester Stina ausgegeben hat.
Worum geht es wirklich?
Erwachsenwerden, Einsamkeit und Freundschaft
Lesenswert?
Ja, hat mir gut gefallen.
Die CHARAKTERE sind vielschichtige Jugendliche, die in einer Freundesgruppe in Island aufwachsen. Innerhalb verschiedener Familienkonstellationen und -schicksale werden sie groß und hadern mit dem Aufwachsen und der ersten Liebe. Für mich waren die Gedankengänge nachvollziehbar und die Figuren nicht nur schwarz-weiß dargestellt, sondern mit Ecken und Kanten. Zeitgleich sind einige Persönlichkeiten anders als man zuerst denkt/befürchtet.
Die ATMOSPHÄRE des Erwachsenwerdens und die Situationen in den Familien und Freundesgruppen werden gut eingefangen, ebenso einige isländische und historische Besonderheiten. Das Buch behandelt wenig die Landschaft, aber viel das gesellschaftliche Miteinander und den Zeitvertreib.
Hinsichtlich SCHREIBSTIL (Übersetzung von Freyja Melsted) ist mir nichts besonderes aufgefallen, das Buch lässt sich sehr gut lesen. Hier möchte ich hinzufügen, dass sich auch das Hörbuch wirklich lohnt, da es ganz wunderbar eingesprochen ist!
Die HANDLUNG gibt nur Schritt für Schritt Dinge Preis und gerade zu Beginn scheinen alle Menschen verdächtig. Dabei zieht man immer wieder Irrschlüsse und wird von Wendungen überrascht. Auch das Ende hat mich sehr gut gefallen!
Die SPANNUNG war durchgängig hoch, ich wollte dauernd wissen wie es weiter geht. In zwei Handlungssträngen erfährt man die Geschichte von Marsibil zehn Jahre nach dem Verschwinden und Stina vor ihrem Verschwinden.
Hinsichtlich LOGIK wirkt für mich alles soweit nachvollziehbar und in sich schlüssig, auch wenn man natürlich manche Reaktionen nicht nachvollziehen kann.
SPASS beim Lesen hatte ich definitiv und habe mich super unterhalten gefühlt.
Meine Bewertung ist nach der CAWPILE-Methode aufgebaut und ergibt bei 7,14 Bewertungspunkten somit 4 Sterne für dieses Buch.
Ich kann das Buch empfehlen und würde vor allem gerne weitere Einzelbände der Autorin lesen.











