Kunden em pfehlungen
Rezensionen von beavielleser :
Jahreshighlight
Solange der Fluss wartet von Wally Lamb
Ich bin von diesem Buch begeistert.
Es ist ein sehr emotionales und berührendes Buch. Alle Gefühle waren nachvollziehbar ohne dass es kitschig wurde. Nicht immer einfach zu ertragen.
Am Anfang des Buches wollte ich Corby am liebsten schütteln, um ihn zur Vernunft zu bringen. Doch im weiteren Verlauf der Geschichte, gab es viele Situationen, wo ich ihn gerne in den Arm genommen hätte.
Ich habe Corby dafür bewundert, wie er es geschafft hat im Gefängnis klar zu kommen, wie er anderen Häftlingen geholfen hat und wie er alles erduldet hat, ohne sein Ziel aus den Augen zu verlieren.
Ich habe mitgefiebert, ob er es schafft nach dem Gefängnis in der Freiheit Fuss zu fassen. Und zum Schluss konnte ich die Tränen nicht zurückhalten.
Dieses Buch wird mich nicht so schnell loslassen.
Konnte mich nicht richtig fesseln
Der Prätorianer von Tobias Bukkehave
Das Ermittlerduo Sarah Levin und Janus West müssen sich mit einem brutalen Serientäter beschäftigen.
Er inszeniert seine Opfer regelrecht, scheint dabei aber zu unterscheiden, ob er vor der jeweiligen Person Respekt hatte oder nicht.
Unterstützung bekommen die beiden von Adam, Sarahs Bruder, der neu zum Team stößt.
Eine entscheidende Wendung bringt ein Hinweis von Sarahs Vater, der im Gefängnis sitzt und als verurteilter Mörder gilt.
Der Thriller hat zwei Handlungsstränge. Zum einem die Jagd nach dem Serientäter. Zum anderen das gestörte Verhältnis von Sarah und Adam zu ihrem Vater.
Als Auftakt zu einer neuen Serie, ist der Thriller zwar flüssig geschrieben, konnte mich aber nicht gänzlich überzeugen. Die Ermittlungen gingen schleppend voran und der Täter wurde dann durch einen Zufall gefunden. Ich konnte auch mit den Protagonisten nicht so richtig warm werden.
Das Cover gefällt mir zwar, ich konnte aber keinen Zusammenhang zu dem Thriller herstellen.
Eher was für junge Leute
Koch! Mich! Jetzt! von Leon Schreiber
Koch! Mich! Jetzt! Ist eher was für junge Leute. Dafür spricht schon mal, das am Anfang des Kochbuchs darauf hingewiesen wird welche Basics in der Küche vorhanden sein sollten.
Die Rezepte sind einfach erklärt und schnell zuzubereiten. Gut gefällt mir, dass die meisten Rezepte ohne Fleisch (nur Hühnchen) auskommen.
Ich habe für mich 16 Rezepte gefunden, die ich ausprobieren will. Hauptsächlich bei den Pastagerichten.
Was mir nicht gefällt sind die Zutaten aus dem Kühlregal. Mir schmecken die einfach nicht. Aber klar, mit denen geht es einfacher und schneller.
Manche Rezepte enthalten auch Zutaten von denen ich noch nichts gehört habe, z.B. Orzo, Panko, Udon-Nudeln, Gochujang. Das liegt aber vielleicht an mir.
Fazit: Ein modernes Kochbuch mit einfachen Gerichten, die schnell und preiswert zubereitet werden können.
Hat mir sehr gut gefallen
Querfeldein von Alex Capus
Arnold hat ein rastlos Leben geführt. Nie blieb er länger als 100 Tage an einem Ort oder bei einer Arbeitstelle. Dies ging zwölf Jahre so. Als er dann durch einen Glücksfall zu viel Geld kommt, kauft er günstig ein Grundstück und lässt darauf einen Gasthof erbauen. Dieser Gasthof liegt in der Schweiz an der Grenze zu Deutschland und wird zu seiner Herzensangelegenheit.
Er hat klare Pläne für die Zukunft. Dazu gehörte es auch eine Frau zu finden und so wartete er geduldig bis die Richtige zu ihm kommen würde, denn selbst auf die Suche macht er sich nicht. Als es dann so weit ist, heiraten die beiden schnell und bekommen acht Kinder.
Das einzige Kind von dem man mehr erfährt, ist die schräge Clara. Sie hat ihren eigenen Kopf. Als sie sich dann in einen Schmuggler verliebt und es zum Konflikt mit den Nazis kommt, hält das ganze Dorf zusammen. Wie die Behörden dann einknicken, hat mich sehr schmunzeln lassen.
Ein ruhiger Roman, der durch seine schöne Sprache besticht. Die besonderen, etwas skurrilen Menschen beleben die Geschichte und machen sie zu etwas besonderem.
Die Geschichte von fünf Menschen
FIVE - Das Ticken der Zeit von Ilona Bannister
Ein Bahnsteig am frühen Morgen. Die verschiedensten Menschen warten hier auf ihren Zug. Einer dieser Menschen wird in den nächsten Minuten sterben. Die Frage ist nur: Wer?
Die Leben von fünf Menschen werden uns in fünf Kapiteln erzählt. Fünf Kurzgeschichten, in denen schwierige Kindheiten und Familienverhältnisse erzählt werden.
Zwischen diesen Kurzgeschichten kehren wir immer wieder auf dem Bahnsteig zurück. Die Szenen dort sind verwirrend. Es passiert viel, die Ereignisse überschlagen sich, es bricht Panik aus. Neben den Hauptpersonen sind auch noch andere Personen involviert, die aber nicht namentlich erwähnt werden.
Der Schreibstil ist flüssig, aber für mich hat sich aus den einzelnen Geschichten kein geschlossener Roman ergeben. Die Idee zu dem Buch ist gut, aber irgendwie nicht rund. Es sind zu viele lose Enden.
Nette Geschichte mit feinsinnigem Humor
Vor dem großen Tag von Eva Ibbotson
Anna eine verarmten russische Adelige, arbeitet in einem englischen Herrschaftshaus, um etwas zum Lebensunterhalt ihrer Familie beizutragen. Die Stelle ist nur für ein paar Wochen, um das Haus für die Ankunft des einzigen noch lebenden Sohnes vorzubereiten.
Sie gewöhnt sich schnell ein und ist bei allen im Haus beliebt.
Und dann kommt alles, wie es eben kommen muss.
Auch wenn vieles voraussehbar ist, hat mich das Buch gut unterhalten. Es hat viel feinsinnigen Humor, nette Charaktere und war auch in einem gewissen Maße spannend, weil ich natürlich neugierig war, ob ich mit meiner Vorahnung recht habe.
Freundschaft kennt kein Alter
Der Einsiedlersommer von Anne Sverdrup-Thygeson
Eva nimmt eine Stelle in einem entlegenen Dorf an, um einen seltenen Käfer zu finden. Diese Stelle ist eine Flucht vor ihrem bisherigen Leben und dem Verlust ihres Baby's. Sie richtet sich in ihrem neuen Zuhause ein und macht sich an die Arbeit.
Ihre Nachbarin, eine schrullige, alte Frau, ist nicht begeistert ist von Eva's Anwesenheit und das bekommt Eva deutlich zu spüren.
Doch schon bald entdecken die beiden Frauen, dass sie ein ähnliches Schicksal verbindet. Und auch der Unmut über den geplanten Tagebau um den Larvikit-Stein abzubauen, eint die beiden Frauen.
Eva ist manchmal ein bisschen übergriffig und egoistisch, aber ihre Liebe zur Natur und ihr netter Umgang mit Olga machen sie sehr sympathisch.
Auch Olga mit ihrer eigenbrötlischer Art mochte ich sehr.
Ein vielschichtiges Buch über ein Familiengeheimnis, Trauerbewältigung und den verantwortungsvollen Umgang mit unserer Natur.
Eva nimmt eine Stelle in einem entlegenen Dorf an, um einen seltenen Käfer zu finden. Diese Stelle ist eine Flucht vor ihrem bisherigen Leben und dem Verlust ihres Baby's. Sie richtet sich in ihrem neuen Zuhause ein und macht sich an die Arbeit.
Ihre Nachbarin, eine schrullige, alte Frau, ist nicht begeistert ist von Eva's Anwesenheit und das bekommt Eva deutlich zu spüren.
Doch schon bald entdecken die beiden Frauen, dass sie ein ähnliches Schicksal verbindet. Und auch der Unmut über den geplanten Tagebau um den Larvikit-Stein abzubauen, eint die beiden Frauen.
Eva ist manchmal ein bisschen übergriffig und egoistisch, aber ihre Liebe zur Natur und ihr netter Umgang mit Olga machen sie sehr sympathisch.
Auch Olga mit ihrer eigenbrötlischer Art mochte ich sehr.
Ein vielschichtiges Buch über ein Familiengeheimnis, Trauerbewältigung und den verantwortungsvollen Umgang mit unserer Natur.
Nicht mein Fall
Frag nach Susan von Souvankham Thammavongsa
Ning hat früher als Boxerin gearbeitet und führt nun ein Nagelstudio. Sie selbst lebt bescheiden in einem kleinen Apartment über dem Nagelstudio. Ihre Mitarbeiterinnen heißen alle Susan, weil es so einfach praktischer ist, auch das Studio trägt den Namen "Susan's".
Inhaltlich ist es eine Aufzählung von Kunden und den Arbeiten, die an ihnen vorgenommen werden.
Von den Menschen selbst erfährt man nur wenig. Es passiert nicht wirklich etwas. Ich weiß nicht was uns die Autorin mit diesem Buch sagen will.
Mir hat dieses Buch nichts gegeben. Es ist oberflächlich und ich konnte mit den Charakteren nichts anfangen. Ich hatte mir mehr Tiefe und mehr Inhalt erhofft. Schade, denn die Idee zu dem Buch fand ich nicht schlecht.
Souvankham Thammavonska schreibt in kurzen Sätzen. Dieser Schreibstil kommt ein bisschen hart rüber, ist aber flüssig zu lesen.
Nicht nur ein Thriller
Keine Angst, Darling von Vera Buck
Paulas Schwester Lea lebt in Amerika. Die beiden haben kaum noch Kontakt. Nur über Leas Videos, die sie als Influenzerin postet, erfährt Paula etwas von deren Leben. Doch als auf einmal keine neue Videos mehr erscheinen, macht sich Paula Sorgen. Zumal ihre Schwester auch telefonisch nicht erreichbar ist.
Kurz entschlossen fliegt Paula nach Amerika. Doch als sie in der Community ankommt, in der Lea mit ihrem Mann und der gemeinsamen Tochter lebt, trifft sie Lea nicht an. Angeblich ist sie in einem Retreat zur Erholung. Wo genau weiss Matt, ihr Mann nicht. Paula kommt bald dahinter, dass die scheinbar heilen Welt ein Trugbild ist.
Vera Buck hat ein Buch geschrieben, dass sehr vielschichtig ist. Es werden Themen wie der Tradewife-Trend, toxische Beziehung und häusliche Gewalt behandelt.
Eine großartig aufgebaute Story, mit hohem Spannungsgehalt. Grosse Leseempfehlung!
Ich hatte etwas anderes erwartet
Wie die Hasen von Anna Silber
Oma Paula ist eine der letzten Zeitzeugen, die über das Naziregime und der sogenannten "Hasenjagd" berichten kann.
Lisa, ihre Enkelin hat ein besonders inniges Verhältnis zu ihr und begleitet ihre Großmutter zu jeder Veranstaltung, bei der sie von der Vergangenheit erzählt.
Als Oma Paula an Demenz erkrankt, ändert sich alles.
Es geht in diesem Buch hauptsächlich um die Demenz der Grossmutter und Lisas Schwangerschaft. Ich hatte mir mehr über Oma Paulas Rolle als Zeitzeugin erhofft.
Die Entwicklung der Krankheit von Oma Paula und wie diese das Leben aller verändert, ist gut und ausführlich geschildert, war mir aber oft zu langatmig.











