Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Katrin:
Fremde Welten entdecken
Untergang der Welten von Karl H. Sodek
Das Cover ist sehr gut gelungen, es spiegelt einiges der fremden Welt bereits wieder (die zwei Sonnen zum Beispiel), ist dennoch nicht zu überladen und regte mich sofort zum Ausmalen einer fremden Galaxy ein. Mit 534 Seiten ist ein eher dicker Roman.
Story:
Der Roman entführt uns auf den fremden Planeten Valderan.
Hier lebt eine hochentwickelte Zivilisation, die achtsam mit ihren Ressourcen umgeht.
Zu Beginn feiern der Lehrmeister Galduran sowie seine Schützlinge Kalgira und Brandan das Ende ihrer Ausbildung im Kontext der „Großen Vereinigung“ der beiden Sonnen Alderan und Aldera - ein symbolisches Ereignis auf Valderan.
Während Kalgira als Wissenschaftlerin in die Sterne zieht, begibt sich Brandan auf hohe See. Galduran bleibt (zunächst) als Mentor zurück – er überwacht, leitet, steht in der Tradition. Doch als ein Aufstand droht und Gleichzeitig eine externe Bedrohung aus den „finsteren Weiten des Weltalls“ immer näher rückt, müssen die Wege der drei sich erneut kreuzen.
Fazit:
Die erzählerische Welt ist erfreulich konkret und gut durchdacht. Der Einstieg erfordert etwas Geduld: Weltaufbau und Exposition nehmen Zeit ein, bevor die Handlung Fahrt aufnimmt. Bei manchen Figuren hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht, den einige Nebencharaktere bleiben relativ schemenhaft.
Die Story ist meiner Meinung nach ein anspruchsvoller Sci-Fi Fantasyroman und ist bestimmt nichts für Jedermann. Mir hat er im Großen und Ganzen sehr gut gefallen, das Setting war sehr einzigartig und die 3 Hauptcharaktere fügten sich gut ein.
Aufgrund des eher langen Einstiegs und der (für mich) etwas fehlenden Tiefe an manchen Stellen, würde ich 4 von 5 Sterne geben.
Wunder und Magie
Spellcraft, Band 2 - Die Macht der weißen Sonne von R. L. Ferguson
Das Buch ist mit Hard Cover. Es wirkt düster, aber da die Zielgruppe ab etwa 10 Jahren angesprochen werden soll, auch passend.
Story:
London im Winter, glitzernder Schnee, über allem das Fest der Spellcrafter. Lucy hört zum ersten Mal die geheimnisvolle Stimme in ihrem Kopf.
Bei diesem großen Fest kommt es zum Diebstahl eines magischen Artefakts – dem „Herz der weißen Sonne“.
Lucys Nachforschungen führen in die Unterwelt Londons, wo Spellcrafter in Armut und Angst leben. Sie stellt fest: Magie ist nicht gleich Macht, sondern wird durch soziale Ungleichheit begrenzt.
Lucys innere Stimme gewinnt an Einfluss, und sie muss entscheiden, wem sie vertrauen kann.
Die Spannung kulminiert in einem actionreichen Finale mit hoher emotionaler Dichte – Freundschaft, Loyalität und Selbstvertrauen stehen im Zentrum.
Der Abschluss bringt Antworten, aber auch einen starken Cliffhanger, der direkt auf Band 3 hinführt.
Fazit:
Ich wollte hier bewusst weniger Spoilern, da es sich um eine gelungene Fortsetzung eines modernen Fantasy-Abenteuers handelt. Mit einem stimmigen Setting, sympathischen Figuren und ordentlich Tempo gelingt dem Autor erneut ein packender Einstieg in die nächste Etappe von Lucys Abenteuer. Zwar wirken manche Wendungen etwas vertraut, doch insgesamt überwiegt der Spaß am Mitfiebern – und der Wunsch nach dem nächsten Band ist klar geweckt.
Die Bücherreihe richtet sich klar an ein junges Publikum (10–14 Jahre), ist aber auch für ältere Fantasyfans interessant, die Spaß an cleverer Magie und Urban-Fantasy-Vibes à la Harry Potter oder Nevermoor haben.
Flop oder Top
Captain Flop von David Walliams
Das Buch ist in Hardcoverausführung, es ist sehr farbenfroh und zieht somit die Blicke von gerade junge LeserInnen auf sich.
Story:
Flop ist ein Schimpanse.
Durch Zufall wird er von der NASA ausgewählt, als erster Affe ins Weltall geschossen zu werden.
Leider ist Flop nicht der schlauste und somit wird er durch ein kleines Hoppala im All tiefgefroren - für 50 Jahre.
Sein Raumschiff wird im Anschluss von einem Weltraumpiraten gechartert und er endlich wieder aufgetaut.
Wie sich rausstellt, ist der Weltraumpirat, ebenfalls wie er ein Tier, dass vom Menschen in den Weltraum geschossen wurde, allerdings ohne Futter und hasst nun die Erde.
Dimitri, der Hund, möchte Flop über die Planke schicken. Auch hier wieder ein Hoppala und so landen beide im All. Endlose Weiten und Nichts. Doch dann, viele riesige Fruchtfliege schwirren an und retten die Beiden. Oder?
Die Fruchtfliegenkönig hat mit Dimitri noch "ein Hühnchen zu rupfen". Dimitri und Flop sollen gefressen werden. Plötzlich rauscht die Weltraumpolizei herbei, eine Katze, die sich klonen hat lassen und nun als ganzer Trupp durchs Weltraum fliegt.
Es entsteht ein Kampf und bumm, die riesige Ananas, in der die Fruchtfliegen leben beginnt zu zerbröckeln.
Dann ein Asteroid und sie werden alle irgendwo ins Weltall geschleudert.
Zum Glück ist ein Retterteam, zwei Schildkröten nicht weit weg und kann ihnen helfen.
Dimitri, der Weltraumpirat, der die Erde zerstören will, weil er die Menschen hasst, kann dann noch umgestimmt werden, da eine Statue von ihm in Moskau errichtet wurde und er der berühmteste Hund der Welt ist. Neue Mission - die Erde retten, denn da ist irgendwo noch etwas, das bereits auf die Erde zurast. Was ist es? und können die jetzigen Freunde die Erde retten?
Fazit:
Eine lustige, rasante Geschichte über die Tiere, die vom Menschen ins Weltall geschossen wurden und nie zurückgekehrt sind.
Das gesamte Buch ist sehr farbenfroh und kurzweilig.
Ja, die Geschichte triftet irgendwann ziemlich ab und wenn man denkt, es kann gar nicht mehr absurder werden, wird noch eine Schippe drauf gelegt. Ein bisschen kindgerecht verpacktes Wissen ist definitiv vorhanden.
Ich fand es sehr lustig zu lesen und auch meine Tochter fand sich sehr schnell im Comicstil zurecht.
Die eher kurzen Texte und Dialoge sind perfekt für junge LeserInnen, um der Geschichte folgen zu können, würde ich ein Mindestalter von etwa 8-9 Jahren empfehlen.
Wenn Albträume Wahrheit werden
In the Shadows we wait von Alessia Gold
Dieses Buch ist eines der schönsten Bücher, dich ich 2025 gelesen habe. Das Cover und der Farbschnitt sind wunderschön und passen perfekt zur Geschichte.
Story:
Die Geschichte beginnt mit Xara, einer jungen Frau, die ihr Leben lang das Gefühl hatte, nicht dazuzugehören. Als sie erfährt, dass sie adoptiert wurde, beginnt sie, Fragen zu stellen – vor allem, als immer intensivere Albträume sie plagen.
In diesen Träumen tauchen Bilder eines alten Schlosses, Blut, Feuer und ein Mann mit durchdringenden Augen auf.
Um herauszufinden, wer sie wirklich ist, reist sie nach Rumänien in das mysteriöse Dorf Surnova, ihren Geburtsort. In Rumänien verschwimmen Traum und Realität. Xaras Albträume scheinen mehr Bedeutung zu haben, als sie zunächst dachte.
Surnova ist düster, geheimnisvoll, fast wie aus der Zeit gefallen. Die Bewohner sind misstrauisch und scheinen Xara zu erkennen – oder zumindest in ihr etwas zu sehen, das sie an eine alte Legende erinnert.
In dieser unheimlichen Atmosphäre begegnet sie Dorian, einem faszinierenden, aber unnahbaren Mann, der auf einem alten Schloss in der Nähe lebt. Dorian ist charismatisch, kultiviert und hat eine Aura, die sowohl Macht als auch Gefahr ausstrahlt. Kurz darauf lernt Xara Juraj kennen, Dorians engsten Vertrauten. Juraj ist anders: impulsiver, lebendiger, menschlicher. Er scheint Mitleid mit ihr zu haben und warnt sie davor, Dorian zu trauen.
Xaras Träume werden immer realer. Sie erlebt Szenen aus der Vergangenheit – Schlachten, Verrat, Liebe, Tod. Langsam erkennt sie, dass diese Erinnerungen nicht bloß Visionen sind.
Im Verlauf des Buches beginnt sie, sich selbst zu verändern: körperlich, seelisch und emotional. Sie spürt eine fremde Macht in sich, die sie nicht kontrollieren kann. Gleichzeitig wächst ihre Bindung zu beiden Männern – aber auch ihr Misstrauen.
Die Grenzen zwischen Gegenwart und Vergangenheit, Traum und Realität verschwimmen vollständig.
Welcher der beiden erobert ihr Herz? Ist sie die Erlösung oder der Fluch?
Fazit:
Ich finde In the Shadows We Wait insgesamt sehr solide für das, was es sein will: ein Dark-Romantasy-Auftakt, der stark auf Atmosphäre, Romantik und bekannte Tropes setzt. Es ist nicht perfekt und macht nicht alles neu, aber es erfüllt die Erwartungen für sein Genre und schafft es, zumindest ich wurde neugierig auf Band 2.
Ich würde dem Buch 4 von 5 Sternen geben. Wenn der nächste Band noch an einigen Stellen mehr Tiefe bringt — etwa bei Charakterentwicklung und Spannung — könnte die Reihe noch richtig gut werden.
Einsiedler trifft Sunnyboy
Die Königin der Nacht von Gönni C. Landsmann
Das Cover sprach mich total an. So bunt, so farbenfroh. In "Echt" sieht es sogar noch besser aus, als digital.
Story:
Noa reist nach dem Abi mit seinen Freunden nach Montenegro. Vor ihnen liegen 8 Wochen, Sonne, Strand, Sightseeing und Entspannung, bevor jeder sein Studium beginnt und sich die Wege etwas verlieren.
Er hatte bereits bei der Fahrt etwas Angst, denn er ist Trans. Sein Pass dürfte noch nicht geändert sein, da die Grenzkontrolle schon fast Panik in ihm auslöste, aber sie kamen gut an.
Noa ist eher der Zurückhaltende, schüchterne und in sind gekehrte, daher blieb er in ihrer Unterkunft, wo er ziemlich schnell den Nachbar Elias kennenlernte. Elias ist das totale Gegenteil von Noa, er ist ein Surfer-Sunnyboy, selbstsicher, der immer eine Spruch auf den Lippen hat.
Dennoch kommen sich die beiden sehr rasch näher. Sie verbringen sogar einen Urlaub zusammen, doch dann wurde bekannt, wer Elias ist. Er ist Sohn eines Politikers, der gegen Trans und Queer ist. Noa stellte ihn zur Rede und daraufhin trennten sich ihre Wege.
Durch viele Zufälle liefen sie sich immer wieder über den Weg. Ein letztes Auflodern der Leidenschaft und eine beinahe Aussprache am Strand und dann war er Weg. Elias war abgereist, doch etwas in Noa hatte sich verändert. Trotz des gebrochenen Herzens lebte er weiter und machte alles mit was seine Freunde planten.
Der Urlaub war zu Ende und das Studium begann. Ein neues Leben begann.
Fazit:
Leider hat der Prolog schon sehr viel verraten, daher fand ich die ersten in etwa 100 Seiten sehr zäh. Generell muss ich leider sagen, dass das Buch extrem viel potential hatte, nur es fehlte immer irgendwie die Spannung. Es war eine Erzählung aus Noa´s Sicht. Manches war extrem detailliert, Elias zum Beispiel, aber Noa selbst leider nicht und das fand ich sehr schade. Anfangs war die Liebe so groß, immer wieder flammte etwas auf, doch als es dann tatsächlich zum Höhepunkt kam, war dies eher beiläufig in wenigen Sätzen abgetan.
Ich hatte mir leider etwas mehr erwartet.
High Fantasy - nichts für Jedermann
Die Stimme im Licht von Kornelia Schmid
Da mich die Leseprobe und das Cover sehr ansprachen, habe ich das Buch gelesen. Das Cover zeigt schon diese Naturverbundenheit, Nebel, mystisch sieht es direkt von außen aus. Das setzt sich im Buch direkt weiter fort, da die Geschichte in einer steinzeitlich anmutenden Fantasiewelt mit starkem Naturbezug, Schamanen usw.
spielt.
Story:
Die Menschen leben in Clans oder Stämmen, Naturgeister und Götter sind allgegenwärtig, Rituale und Zeichen werden ernst genommen.
Die Natur beginnt sich zu verändern – seltsame Zeichen treten auf:
Blut in den Flüssen
Fische, die flussaufwärts schwimmen, obwohl sie es sonst nicht tun
Tiere, die sich unnatürlich verhalten oder leuchten
Stimmen im Licht, die nicht von dieser Welt zu stammen scheinen
Die Schamaninnen deuten: Etwas Großes kommt auf sie zu.
Merana, eine der Hauptprotagonistinnen, Tochter de Häuptlings, mutig, selbstbewusst, klug. Ihr Vater, der Häuptling Moko, stark und groß wie ein Baum wurde durch eine List gestürzt. Sie schleppt ihn in den Wald, wo er verstirbt. Merana hört immer wieder eine Stimme, eine Stimme der sie folgen möchte. Als der Rat der Ältesten sie dann noch bestärkt in ihrem Glauben, begibt sie sich auf eine Reise ins Herz der sagenumwobenen Nebelsümpfe. Ihr Weg führt sie durch gefährliche und wilde Landschaften. Sie findet Begleiter. Sie geraten immer wieder in Situationen, in denen die Natur selbst zu sprechen scheint – brennende Winde, leuchtende Bäume, flüsternde Steine. Es ist, als würde die Welt selbst Meranas Reise beobachten.
Schließlich erreicht Merana das Zentrum der Nebelsümpfe – und begegnet der Stimme im Licht.
Doch was sie sieht und hört, ist nicht das, was sie erwartet hat. Die Göttin spricht nicht in klaren Worten. Sie sendet Bilder, Gefühle, Erinnerungen.
Ist das eine Warnung? Oder eine Prophezeiung?
Fazit:
Es ist ein ambitioniertes, stimmungsvolles Werk mit besonderen Settings und einer sehr eigenen Thematik.
Man findet sich anfangs sehr schlecht zurecht, was mir leider die Lust am lesen total genommen hat. Es hat mich leider weder die Story, noch die Protagonisten oder das Setting in seinen Bann gezogen.
Es war absolut nicht meins, was wirklich schade ist, denn die Leseprobe hatte mich total begeistert gehabt.
Nichts desto trotz wird es Lesern die atmosphärische Fantasy, Mythos, Reflexion und Naturmagie mögen, sehr gefallen. Wer hier durchgehend Action und einen hohen Adrenalinspiegel erwartet, könnte allerdings enttäuscht sein.
Leider kann ich diesmal nur 2 von 5 Sterne vergeben, da ich mich ab einem gewissen Zeitpunkt schon fast zwingen musste weiterzulesen.
Eine Journalistin auf Selbstfindung
Im Dickicht der Erinnerungen von Ursel Schmid
Das Cover fand ich persönlich sehr ansprechend. Beim Lesen wurde mir dann erst bewusst, dass es den verstorbenen Charakter der Musikerin Loulou zeigt und eventuell angedeutetes Blut.
Story:
Dora ist Journalistin. Sie ist von Selbstzweifel und Traumata ihrer Kindheit und Jugendzeit geplagt. Ihr Verlag möchte, dass sie einen Artikel über eine Sängerin und ehemalige Schulfreundin namens Loulou schreibt, doch bevor sie das Interview führen kann, stürtz Loulou in den Tod.
Selbstmord, Unfall, oder wurde eventuell sogar "nachgeholfen"?
Dora klagt in einer Bar der Wirtin ihr Leid. Ein Mann der nur flüchtig erwähnt wurde, war nicht nur stummer Zuhörer, sondern ebenfalls Journalist, ein Konkurrent. Harry, er war ein Mann von bärenhafter Figur, stellte sich Dora vor und gegen aller Skepsis Vertraute sie ihm beinahe augenblicklich. Er half ihr mit seinen Verbindungen und beide waren fortan befreundet. Eine sehr vertraute Dynamik entstand zwischen den Beiden.
Dora führte einige Interviews mit Zeitzeugen der Sängerin. Obgleich es ein Ex-Geliebter, Bandkollege oder sogar die Physiotherapeutin war, jeder hatte einen anderen Blick und andere Ansichten auf das Leben der großartigen Loulou.
Am Weg den Tod ihrer Freundin aufzuklären, fand sie sich immer wieder in einem Dickicht aus Erinnerungen, die vor ihren inneren Augen aufflammte wieder. Dora war kurz davor sich selbst in den Gedanken an ihre Probleme in der Familie/ Freunde und den starken Selbstzweifel zu verlieren, doch Harry stärkte sie ungemein.
Werden sie Zusammen die Puzzleteile der Interviews aneinanderreihen und so herausfinden was Loulous Tod heraufbeschworen hatte? Werden Harry und Dora ein Paar? Kann Dora ihre Selbstzweifel hinter sich lassen?
Viele Fragen, deren Antworten sich im Buch verbergen und die es sich herauszufinden lohnt.
Fazit:
Anders als die Romane die ich sonst lese, ist diese Geschichte sehr ruhig. Viele Seiten mit jede menge Details, aber eigentlich sehr wenig Inhalt. Die Rund 230 Seiten sind dennoch sehr schnell gelesen. Trotz eigentlich wenig Story verliert man weder Lust noch Faden. Ich persönlich fand die zweite Hälfte des Buches besser als die erste. Auch das Ende fand ich wunderbar.
Die Autorin Ursel Schmid hat meiner Meinung nach, sehr viel Liebe zum Detail in beide Hauptcharaktere Dora und Harry gelegt. Ich mochte die Dynamik zwischen ihnen sehr gerne. Was mir nicht gefiel, das Englisch-Deutsche Interview. Mir wäre da entweder oder lieber gewesen.
Auch wenn mich das Buch nicht 100% überzeugt hat und ich mir dann doch noch mehr in Richtung Krimi und Aufklärung des "Falles Loulou" gewunschen hätte, war es für mich eine willkommene Abwechslung es zu lesen.
Von mir gibt es 4 von 5 Sterne, weil mir Schreibweise und Handlung sehr gut gefallen hat.
Toller Krimi
Gesetz des Midas – Wiener Abgründe von Peter Lorath
Mit „Gesetz des Midas“ gelingt Peter Lorath erneut ein atmosphärischer historischer Krimi, der tief in die dunklen Gassen und politischen Ränkespiele des alten Wiens eintaucht. Sonderermittler Leopold Kern wird in einen rätselhaften Mordfall verstrickt, der nicht nur die sozialen Abgründe der Zeit offenlegt, sondern auch bis in die höchsten Kreise der Monarchie reicht.
Lorath vereint eindrucksvoll historische Detailtreue mit spannender Handlung und psychologischer Tiefe. Besonders gelungen ist die Darstellung Wiens zur Zeit der Ringstraßenära – elegant, dekadent und gefährlich. Der Kriminalfall ist vielschichtig und hält die Spannung bis zur letzten Seite aufrecht.
Fazit: Ein packender, intelligent erzählter Krimi für Fans historischer Stoffe – düster, vielschichtig und authentisch.
Alles in Allem hat mir der Krimi sehr gut gefallen.
Magisch und tiefgründig
Die Bestimmung der Mondsteinkinder von Maike Harel
"Die Bestimmung der Mondsteinkinder" ist eine einfühlsam erzählte Geschichte über das Erwachsenwerden, das Anderssein und die Suche nach dem eigenen Platz in der Welt. Maike Harel gelingt es, mit einer poetischen Sprache und einem stimmigen Erzählrhythmus eine magische, zugleich aber auch tiefgründige Welt zu erschaffen.
Im Mittelpunkt stehen Kinder mit besonderen Fähigkeiten, die lernen müssen, ihrer eigenen Bestimmung zu folgen – ein Thema, das sensibel und spannend zugleich umgesetzt ist. Die Handlung entwickelt sich ruhig, aber mit klarer Spannungskurve, und die Figuren wirken authentisch und nahbar.
Fazit:
Ein berührendes, fantasievolles Buch, das junge Leser zum Nachdenken anregt – über Identität, Mut und Zugehörigkeit. Besonders geeignet für Kinder ab etwa 10 Jahren, aber auch für Erwachsene, die tiefgründige Geschichten mögen.
Hoher Suchtfaktor
School of Beastly Island - Band 2 - Gerettet von Christian Tielmann
Mit „Gerettet“, dem zweiten Band der School of Beastly Island-Reihe, liefern Christian Tielmann und Javier S. Aranda erneut ein fantasievolles Abenteuer – und visuell eine echte Überraschung.
Story:
Im Mittelpunkt steht wieder die geheimnisvolle Insel voller Fabelwesen, Mutproben und dunkler Geheimnisse.
Die Hauptfiguren geraten dieses Mal in noch größere Gefahr – und wachsen dabei über sich hinaus. Ohne zu viel zu verraten: Wer bereits Band 1 mochte, wird hier richtig mitgefiebert haben.
Illustrationen im Mangastil – ein Highlight:
Was diesen Band besonders macht, ist die deutlich sichtbare Inspiration durch den Mangastil in Arandas Illustrationen. Große Augen, dynamische Perspektiven und starke Emotionen springen einem förmlich entgegen. Besonders in den Action-Szenen und bei den Gesichtsausdrücken zeigt sich dieser Einfluss: Der Stil ist kantig und gleichzeitig verspielt – perfekt für die fantastische Welt, in der nichts ganz normal ist.
Dabei bleibt der Zeichenstil stets kindgerecht und zugänglich. Die Panels wirken wie Standbilder aus einem Anime, was gerade bei jüngeren Lesern, die bereits Manga oder Anime kennen, super ankommt.
Fazit:
Gerettet ist ein rasanter, visuell eindrucksvoller zweiter Band mit hohem Suchtfaktor. Der Mix aus abenteuerlicher Internatsgeschichte, mystischer Fantasy und Manga-inspirierter Bildsprache hebt die Reihe angenehm vom Kinderbuch-Allerlei ab. Besonders für Manga-Fans im Grundschulalter eine klare Empfehlung!











