Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Micki:
Cooles Körperbuch mit tollen Illustrationen
Körper und Gehirn von Rosie Cooper
Ich finde, Körper und Gehirn – Wie funktioniert das? ist ein tolles Kindersachbuch, das auch Erwachsene anspricht. Meiner Meinung nach erklärt es verständlich, humorvoll und zugänglich, wie Verdauung, Sinne, Placebo-Effekt, Amygdala und Neurodiversität funktionieren. Die Gestaltung überzeugt mich durch klare Infografiken, bunte Grafiken und witzige Comics, die komplexe biology greifbar machen.
Die Mitmach-Elemente wie Gedächtnischallenge, Verdauungstagebuch und Selbstversuche motivieren mich zum Mitmachen.
Die Texte wirken für mich knapp gehalten und werden durch anschauliche Beispiele ergänzt. Die Darstellung bietet eine gute Einführung in oft komplexe Themen, ohne dabei zu sehr ins Detail zu gehen, was ich persönlich als angenehm empfinde. Die Illustrationen von Harriet Russell tragen für mich wesentlich zur Verständlichkeit bei und machen das Buch ansprechend und unterhaltsam. Insgesamt empfinde ich das Buch als gelungene Mischung aus Unterhaltung und Bildung, geeignet für Kinder ab dem Schulalter, die auch Erwachsene neugierig macht. Für mich fehlt gelegentlich tiefergehende wissenschaftliche Tiefe, aber das stört mich nicht allzu stark, weil es den Spaß am Lernen erhält und es ja auch schließlich ein Kinderbuch ist. Das Buch erinnert mich daran, wie faszinierend der menschliche Körper ist.
Humor, Tiefgang und Wiener Charme in Vea Kaisers neuem Meisterwerk
Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels von Vea Kaiser
Vea Kaiser hat mit ihrem neuesten Werk "Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels" wieder einmal eine Meisterleistung abgeliefert, die mich von der ersten bis zur letzten Seite in ihren Bann gezogen hat. Auch ihre bisherigen Bücher fand ich toll – und auch dieses ist keine Ausnahme.
Im Gegenteil, es ist wohl eines der unterhaltsamsten, schlagfertigsten und tiefgründigsten Werke, die ich in letzter Zeit gelesen habe.
Kaiser versteht es meisterhaft, eine Geschichte zu erzählen, die sowohl humorvoll als auch schonungslos realistisch ist. Die Protagonistin Angelika ist eine unglaublich vielschichtige Figur. Sie ist nicht nur die „Königin des Grand Hotels“, sondern auch eine Frau, die an den Herausforderungen des Lebens zerbricht. Ihre Überforderung – sowohl im Beruf als auch im Privatleben – wird so überzeugend und feinfühlig beschrieben, dass man als Leser*in mit ihr mitfühlt. Dass sie nach dem Gesetz eine Verbrecherin ist, macht die Sache nicht weniger komplex, aber was Kaiser hier auf brillante Weise schafft: Man kann ihr die Tat kein bisschen übelnehmen. Ganz im Gegenteil: Man fühlt sich eher mit ihr verbunden, weil ihre Handlung – auch wenn sie ein Verbrechen darstellt – eine gewisse Menschlichkeit, ja Fast-Verzweiflung in sich trägt.
Der Wiener Dialekt, in dem viele Teile der Geschichte erzählt werden, ist ein weiteres Highlight. Es gibt dem Buch eine Authentizität, die es besonders macht. Der Humor, der aus diesen Dialogen spricht, ist ebenso scharfsinnig wie liebevoll. Manchmal fühlt es sich an, als ob man in einem Café in Wien sitzen würde, um mit den Figuren ein Glas Wein zu trinken und über das Leben zu plaudern – voller Ironie, Lebensweisheit und einem Schuss Wahnsinn.
Was "Fabula Rasa" so besonders macht, ist auch die Balance zwischen Unterhaltung und sozialer Kommentierung. Die Autorin schafft es, eine spannende, fast schon süchtig machende Geschichte zu erzählen, die einen ganz nebenbei zum Nachdenken anregt. Es ist ein Pageturner, der sich leicht liest und dennoch tiefgründige Themen anspricht. Und genau das ist es, was ich an Vea Kaisers Schreibstil so schätze: Sie kann einen nicht nur unterhalten, sondern auch zum Reflektieren anregen, ohne dabei den Humor und die Leichtigkeit aus den Augen zu verlieren.
Zusammengefasst: "Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels" ist eine brillante Mischung aus Humor, scharfsinniger Beobachtung und einer tiefen Auseinandersetzung mit menschlicher Überforderung und Verzweiflung. Ein absolutes Lesevergnügen, das zeigt, warum Vea Kaiser zu den besten Autorinnen der Gegenwart zählt. Wer auf der Suche nach einem Pageturner ist, der einen gleichzeitig zum Schmunzeln und Nachdenken bringt, sollte dieses Buch unbedingt in die Hand nehmen.
Ich freue mich schon auf das nächste Buch von ihr – ihre Geschichten sind einfach immer wieder ein Highlight!
Solides Buch, was man schnell runterlesen kann
No Way Home von T.C. Boyle
Insgesamt gehört das Buch mal wieder zu den besseren Werken Boyles, doch es erreicht längst nicht das Niveau seiner bekanntesten, frühen Romane. Es zeigt Borgings Stärken, bleibt aber hinter den größten Meilensteinen seiner Karriere zurück.
Der Schreibstil ist wirklich gut: flüssig, zügig lesbar und bildhaft.
Boyle schafft es, die Handlung zügig voranzutreiben, ohne sich in Schnörkeleien zu verlieren, und der Text lässt sich recht leicht „von der Hand lesen“. Das macht das Buch auch für Leserinnen und Leser attraktiv, die eher zu zeitgenössischer Belletristik greifen.
Was der Roman teilweise an Spannung und Tiefe fehlen lässt, macht er stilistisch oft wieder wett: Die Sätze fließen, die Szenen funktionieren rasch, und die Atmosphäre wird glaubwürdig eingefangen. Dennoch wirken einige Figuren blass: Charaktere wie Bethany und Terry, die nicht wirklich an Tiefe gewinnen, bleiben sichtbar, aber nicht greifbar. Ihre Motivationen und Entwicklungen ziehen sich eher exemplarisch durchs Buch, statt sich greifbar zu verankern.
Fazit: No Way Home ist ein solides bis gutes Werk von Boyle mit einem starken, lesefreundlichen Stil. Es gelingt, schnell zu fesseln, bleibt aber hinter den außergewöhnlichsten Werken des Autors zurück, insbesondere in Bezug auf Charakterzeichnung und psychologische Tiefe. Wer Boyle mag, sollte zugreifen, doch wer dessen frühere Klassiker sucht, könnte enttäuscht sein.
Toller Roman mit kleinen Schwächen
Die Fletchers von Long Island von Taffy Brodesser-Akner
In Die Fletchers von Long Island entführt uns der Autor in die wohlhabende Welt von Long Island in den 1980er Jahren, wo der Alltag der Familie Fletcher durch das dramatische Ereignis der Entführung von Carl Fletcher auf den Kopf gestellt wird. Nach der Zahlung eines hohen Lösegeldes kehrt Carl zwar zurück, doch die Schatten dieser Erfahrung ziehen sich durch die Jahrzehnte und beeinflussen die Dynamik der Familie auf unerwartete Weise.
Vierzig Jahre später, bei einem Familientreffen, wird deutlich, wie tief die Narben der Vergangenheit sitzen und wie sie sowohl verstörende als auch amüsante Auswirkungen auf das Leben der Fletchers haben.
Der Humor des Buches ist ein herausragendes Merkmal. Der Autor schafft es, selbst in den schockierendsten Momenten eine Leichtigkeit und Witzigkeit zu bewahren, die das Lesen zu einem kurzweiligen Vergnügen machen. Die Dialoge sind spritzig und oft voller Ironie, was die Charaktere lebendig und greifbar erscheinen lässt. Die Mischung aus Tragik und Komik wird meisterhaft balanciert, sodass der Leser immer wieder zum Schmunzeln gebracht wird, selbst wenn die Themen schwerwiegender sind.
Trotz der vielen Stärken hat das Buch auch seine Längen. Einige Passagen ziehen sich in die Länge und könnten straffer gefasst werden, was den Lesefluss gelegentlich hemmt. Dennoch gelingt es dem Autor, die Leser durch seine sprachliche Virtuosität und feine Beobachtungsgabe zu fesseln. Die detaillierten Beschreibungen der Charaktere und ihrer Beziehungen machen die Geschichte reichhaltig und einfühlsam.
Insgesamt ist der Roman wirklich eine große jüdisch-amerikanische Familiengeschichte, die sowohl schockierende Einblicke in die Auswirkungen von Trauma als auch humorvolle Momente bietet. Es ist ein Buch, das sich wie ein Klassiker anfühlt und sowohl zum Nachdenken anregt als auch zum Lachen bringt. Trotz kleinerer Schwächen ist es eine empfehlenswerte Lektüre für alle, die an komplexen Familiengeschichten interessiert sind.
Ein packendes Porträt
Ginsterburg von Arno Frank
Von miriam0000
„Ginsterburg“ von Arno Frank ist ein eindringlicher und atmosphärischer Roman, der die komplexen menschlichen Beziehungen und die gesellschaftlichen Umwälzungen in einer kleinen Stadt zwischen 1935 und 1945 beleuchtet. Der Klappentext verspricht eine tiefgründige Erzählung über die Herausforderungen und moralischen Dilemmata, mit denen die Einwohner von Ginsterburg konfrontiert sind, und der Roman hält dieses Versprechen in jeder Hinsicht.
Die Geschichte wird aus der Perspektive von Lothar erzählt, einem Jungen, dessen Traum vom Fliegen ihn in die Fänge der Hitlerjugend führt. Dies ist nicht nur eine persönliche Tragödie, sondern spiegelt auch die Zerrissenheit der Gesellschaft wider, in der einige profitieren, während andere leiden. Merle, Lothars Mutter, ist ein starkes, emotionales Zentrum des Romans. Ihre Ohnmacht und ihr Misstrauen gegenüber der neuen Ordnung sind greifbar und machen die Leser mit den inneren Konflikten der Charaktere vertraut. Frank gelingt es meisterhaft, die Spannungen zwischen den verschiedenen Figuren darzustellen, sei es in den Gesprächen in Merles Buchhandlung oder den Intrigen der Stadtbewohner, die versuchen, sich in der neuen Machtstruktur zu behaupten.
Der Roman ist nicht nur eine historische Erzählung, sondern auch eine tiefgreifende Reflexion über Liebe, Freundschaft und persönliche Verstrickungen. Die Atmosphäre von Ginsterburg wird lebendig durch Frank's eindringlichen Schreibstil, der sowohl die Schönheit als auch die Dunkelheit dieser Zeit einfängt. Die Ankunft des Krieges wird schleichend spürbar, und die Auswirkungen auf die Beziehungen der Menschen sind herzzerreißend dargestellt.
Insgesamt ist „Ginsterburg“ ein fesselndes Werk, das sowohl die individuelle als auch die kollektive Erfahrung in einer Zeit des Wandels thematisiert, und mir im Großen und Ganzen sehr gut gefallen hat. Arno Frank schafft es, die Leser in die Seelen seiner Charaktere zu ziehen und lässt sie die moralischen Entscheidungen und die Verzweiflung der Menschen in dieser dunklen Ära nachfühlen. Ein absolut empfehlenswerter Roman für alle, die sich für die menschliche Psyche und die Geschichte des 20. Jahrhunderts interessieren.
Ein kraftvolles Porträt der Frauen in Hollywoods Schatten
Not your Darling von Katherine Blake
„Not Your Darling“ von Katherine Blake ist ein fesselndes Buch, das die Herausforderungen und Kämpfe von Frauen in der männerdominierten Welt Hollywoods der 1950er Jahre eindrucksvoll beleuchtet. Blake gelingt es, die gesellschaftlichen Normen und Erwartungen dieser Zeit zu skizzieren, in der Frauen oft auf stereotype Rollen reduziert wurden und wenig Einfluss auf die kreativen Entscheidungen hatten.
Die Protagonistin, die in dieser patriarchalischen Struktur navigiert, zeigt Mut und Entschlossenheit, während sie versucht, sich Gehör zu verschaffen und ihre Stimme in einer Branche zu erheben, die Frauen häufig ignoriert. Blake beschreibt eindringlich die Frustrationen und die Diskriminierung, mit denen Frauen konfrontiert sind, und wirft einen kritischen Blick auf die Mechanismen, die diese Ungleichheit aufrechterhalten.
Besonders beeindruckend ist Blakes Fähigkeit, die emotionalen und psychologischen Auswirkungen dieser Unterdrückung darzustellen. Die Leserinnen und Leser werden in die Gedankenwelt der Protagonistin hineingezogen, die zwischen ihren Träumen und der harten Realität der Hollywood-Industrie hin- und hergerissen ist. „Not Your Darling“ ist nicht nur eine Geschichte über den Kampf um Gleichheit und Anerkennung, sondern auch ein kraftvolles Plädoyer für die Stärke und den Einfallsreichtum von Frauen, die sich in einer von Männern dominierten Welt behaupten. Ein absolutes Muss für alle, die sich für die Geschichte der Frauen in der Unterhaltungsindustrie interessieren.
Allerdings könnte man anmerken, dass die Handlung an einigen Stellen vorhersehbar ist und die Charakterentwicklung nicht immer die Tiefe erreicht, die man sich wünschen würde. Einige Nebenfiguren bleiben blass und ihre Geschichten könnten mehr Raum einnehmen, um die Vielfalt der Erfahrungen von Frauen in dieser Zeit besser darzustellen.
Liebevoll gestaltetes Kinderbuch mit wichtiger Message
Streit! Und nun? Das artgerecht-Bilderbuch von Nicola Schmidt von Nicola Schmidt
Ich selbst bin großer Fan der Ratgeberbücher von Nicola Smith und generell des "Artgerecht"-Projektes. Umsomehr habe ich mich gefreut, dass es nun auch ein Kinderbuch von ihr gibt.
"Streit! Und nun?" thematisiert ein Thema, was wohl für alle Eltern von Kleinkindern - insbesondere, wenn noch andere Geschwister im Haushalt leben - sehr präsent im Alltag ist.
Das Buch zeigt kindgerecht, dass es zwar normal ist, das wir uns alle hin und wieder streiten, aber es auch viele Möglichkeiten gibt, einen Ausweg aus der Streitsituation zu finden, und sich wieder zu vertragen. Meinen Kindern hat die Geschichte gut gefallen und ich als Elternteil habe sie auch sehr gerne vorgelesen und empfinde sie als pädagogisch wertvoll, ohne dabei zu belehren.
Die Zeichnungen im Buch sind modern und zeichnen sich durch eine dezente Farbgebung aus. Das Verhältnis zwischen Text und Bildern hat mir auch sehr gut gefallen.
Ein sehr empfehlenswertes Kinderbuch!
Zur Übersicht super, besonders für junge Frauen (und Männer)
So geht Verhütung heute von Mirjam Wagner
"So geht Verhütung heute: Finde die Methode, die am besten zu dir passt" ist ein durchweg informatives Buch, das insbesondere für junge Teenager eine hervorragende Einstiegslektüre darstellt. Die Struktur ist sehr übersichtlich gestaltet, was es den Leser*innen leicht macht, sich schnell zurechtzufinden und gezielt nach Informationen zu suchen.
Besonders positiv hervorzuheben ist, dass das Buch dazu ermutigt, sich bewusst mit den verschiedenen Verhütungsmethoden auseinanderzusetzen, anstatt einfach den klassischen Weg, etwa die Pille, zu wählen, 'weil man das so macht'.
Allerdings muss ich sagen, dass für Leser*innen, die sich bereits mit dem Thema Verhütung beschäftigt haben, wenig neue Informationen angeboten werden. Die Inhalte sind gut recherchiert und sorgfältig dargestellt, jedoch bleibt der Aha-Effekt für bereits Informierte weitgehend aus.
Dennoch liegt die Stärke des Buches nicht unbedingt darin, bahnbrechende neue Erkenntnisse zu bieten, sondern vielmehr darin, eine solide und umfassende Basis für junge Menschen zu schaffen, die sich zum ersten Mal mit der Auswahl einer Verhütungsmethode befassen. Die klare Darstellung und der verantwortungsvolle Umgang mit dem Thema machen das Buch zu einem wertvollen Ratgeber, der Jugendlichen helfen kann, fundierte Entscheidungen zu treffen.
Nicht schlecht, aber Potential verschenkt...
Nach uns der Himmel von Simone Buchholz
„Nach uns der Himmel“ von Simone Buchholz hat mich am Anfang wirklich gepackt und ich habe die ersten Seiten in einem Zug gelesen. Das erste Drittel des Romans hat das gehalten, was der Klappentext versprach – starke Charaktere und eine mitreißende Story, die mich wirklich gefesselt hat.
Allerdings wurde die Handlung danach zunehmend abstruser, was mir nicht sonderlich gut gefallen hat.
Viele war einfach total weit hergeholt und total absurd. Ich bin eher ein Fan von realistischen Erzählungen, und die Wendung hin zu fiktiveren Elementen war nicht ganz mein Fall. Schade fand ich auch, dass die anfangs so feinfühlig beschriebenen Charaktere später nicht weiter ausgebaut wurden. Da habe ich das Gefühl, dass Buchholz hier einiges an Potential verschenkt hat. Trotz allem könnte es für Leser, die solche unerwarteten Fantasiewendungen lieben, genau das Richtige sein.
Leider etwas kurz und oberflächlich
Juli, August, September von Olga Grjasnowa
Olga Grjasnowa ist zweifellos eine talentierte Schriftstellerin, deren Werke viele Leserinnen und Leser fesseln. Deswegen habe ich mich sehr auf ihr neues Buch gefreut, bin allerdings nicht ganz so begeistert, auch wenn es an sich kein schlechter Roman ist.
Zunächst einmal fällt auf, dass die Handlung recht kurz und knapp gehalten ist.
Das Buch ist schnell gelesen, doch gerade dadurch hinterlässt es den Eindruck, als hätte es an Tiefe gemangelt. Viele Aspekte der Geschichte bleiben offen und oberflächlich, was das Gefühl verstärkt, dass hier einiges unausgesprochen bleibt. Themen werden angerissen, aber nicht weitergeführt, wodurch sie an Bedeutung verlieren und letztlich nur belanglos wirken. Das fand ich wirklich sehr schade, weil die Geschichte von Maya und Rosa an sich total spannend ist.
Auch die Charaktere konnten mich nicht mitreißen. Sie blieben blass und wenig interessant, sodass ich keine wirkliche Verbindung zu ihnen aufbauen konnte. Es fehlte an Tiefe und Substanz, um die Figuren lebendig und greifbar zu machen.
Allerdings möchte ich positiv hervorgeben, dass Olga Grjasnowa einen sehr angenehmen und ansprechenden Schreibstil hat. Ihre Art zu schreiben hat mich durchaus fasziniert und unterstreicht ihr Talent als Autorin. Die flüssige und bildhafte Sprache zieht einen in ihren Bann, was das Lesen trotz der Schwächen der Handlung angenehm macht.
Obwohl Juli, August, September mich nicht vollständig überzeugen konnte, werde ich der Autorin eine weitere Chance geben und ihre früheren Werke lesen. Vielleicht finden sich in diesen genau die Tiefe und Dichte, die ich bei diesem Buch vermisst habe.











