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Rezensionen von Micki:

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Ein packendes Porträt

Ginsterburg von Arno Frank

Von miriam0000

„Ginsterburg“ von Arno Frank ist ein eindringlicher und atmosphärischer Roman, der die komplexen menschlichen Beziehungen und die gesellschaftlichen Umwälzungen in einer kleinen Stadt zwischen 1935 und 1945 beleuchtet. Der Klappentext verspricht eine tiefgründige Erzählung über die Herausforderungen und moralischen Dilemmata, mit denen die Einwohner von Ginsterburg konfrontiert sind, und der Roman hält dieses Versprechen in jeder Hinsicht.

Die Geschichte wird aus der Perspektive von Lothar erzählt, einem Jungen, dessen Traum vom Fliegen ihn in die Fänge der Hitlerjugend führt. Dies ist nicht nur eine persönliche Tragödie, sondern spiegelt auch die Zerrissenheit der Gesellschaft wider, in der einige profitieren, während andere leiden. Merle, Lothars Mutter, ist ein starkes, emotionales Zentrum des Romans. Ihre Ohnmacht und ihr Misstrauen gegenüber der neuen Ordnung sind greifbar und machen die Leser mit den inneren Konflikten der Charaktere vertraut. Frank gelingt es meisterhaft, die Spannungen zwischen den verschiedenen Figuren darzustellen, sei es in den Gesprächen in Merles Buchhandlung oder den Intrigen der Stadtbewohner, die versuchen, sich in der neuen Machtstruktur zu behaupten.
Der Roman ist nicht nur eine historische Erzählung, sondern auch eine tiefgreifende Reflexion über Liebe, Freundschaft und persönliche Verstrickungen. Die Atmosphäre von Ginsterburg wird lebendig durch Frank's eindringlichen Schreibstil, der sowohl die Schönheit als auch die Dunkelheit dieser Zeit einfängt. Die Ankunft des Krieges wird schleichend spürbar, und die Auswirkungen auf die Beziehungen der Menschen sind herzzerreißend dargestellt.
Insgesamt ist „Ginsterburg“ ein fesselndes Werk, das sowohl die individuelle als auch die kollektive Erfahrung in einer Zeit des Wandels thematisiert, und mir im Großen und Ganzen sehr gut gefallen hat. Arno Frank schafft es, die Leser in die Seelen seiner Charaktere zu ziehen und lässt sie die moralischen Entscheidungen und die Verzweiflung der Menschen in dieser dunklen Ära nachfühlen. Ein absolut empfehlenswerter Roman für alle, die sich für die menschliche Psyche und die Geschichte des 20. Jahrhunderts interessieren.

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Ein packendes Porträt
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Ein kraftvolles Porträt der Frauen in Hollywoods Schatten

Not your Darling von Katherine Blake

„Not Your Darling“ von Katherine Blake ist ein fesselndes Buch, das die Herausforderungen und Kämpfe von Frauen in der männerdominierten Welt Hollywoods der 1950er Jahre eindrucksvoll beleuchtet. Blake gelingt es, die gesellschaftlichen Normen und Erwartungen dieser Zeit zu skizzieren, in der Frauen oft auf stereotype Rollen reduziert wurden und wenig Einfluss auf die kreativen Entscheidungen hatten.

Die Protagonistin, die in dieser patriarchalischen Struktur navigiert, zeigt Mut und Entschlossenheit, während sie versucht, sich Gehör zu verschaffen und ihre Stimme in einer Branche zu erheben, die Frauen häufig ignoriert. Blake beschreibt eindringlich die Frustrationen und die Diskriminierung, mit denen Frauen konfrontiert sind, und wirft einen kritischen Blick auf die Mechanismen, die diese Ungleichheit aufrechterhalten.

Besonders beeindruckend ist Blakes Fähigkeit, die emotionalen und psychologischen Auswirkungen dieser Unterdrückung darzustellen. Die Leserinnen und Leser werden in die Gedankenwelt der Protagonistin hineingezogen, die zwischen ihren Träumen und der harten Realität der Hollywood-Industrie hin- und hergerissen ist. „Not Your Darling“ ist nicht nur eine Geschichte über den Kampf um Gleichheit und Anerkennung, sondern auch ein kraftvolles Plädoyer für die Stärke und den Einfallsreichtum von Frauen, die sich in einer von Männern dominierten Welt behaupten. Ein absolutes Muss für alle, die sich für die Geschichte der Frauen in der Unterhaltungsindustrie interessieren.

Allerdings könnte man anmerken, dass die Handlung an einigen Stellen vorhersehbar ist und die Charakterentwicklung nicht immer die Tiefe erreicht, die man sich wünschen würde. Einige Nebenfiguren bleiben blass und ihre Geschichten könnten mehr Raum einnehmen, um die Vielfalt der Erfahrungen von Frauen in dieser Zeit besser darzustellen.

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Liebevoll gestaltetes Kinderbuch mit wichtiger Message

Streit! Und nun? Das artgerecht-Bilderbuch von Nicola Schmidt von Nicola Schmidt

Ich selbst bin großer Fan der Ratgeberbücher von Nicola Smith und generell des "Artgerecht"-Projektes. Umsomehr habe ich mich gefreut, dass es nun auch ein Kinderbuch von ihr gibt.
"Streit! Und nun?" thematisiert ein Thema, was wohl für alle Eltern von Kleinkindern - insbesondere, wenn noch andere Geschwister im Haushalt leben - sehr präsent im Alltag ist.

Das Buch zeigt kindgerecht, dass es zwar normal ist, das wir uns alle hin und wieder streiten, aber es auch viele Möglichkeiten gibt, einen Ausweg aus der Streitsituation zu finden, und sich wieder zu vertragen. Meinen Kindern hat die Geschichte gut gefallen und ich als Elternteil habe sie auch sehr gerne vorgelesen und empfinde sie als pädagogisch wertvoll, ohne dabei zu belehren.
Die Zeichnungen im Buch sind modern und zeichnen sich durch eine dezente Farbgebung aus. Das Verhältnis zwischen Text und Bildern hat mir auch sehr gut gefallen.
Ein sehr empfehlenswertes Kinderbuch!

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Liebevoll gestaltetes Kinderbuch mit wichtiger Message
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Zur Übersicht super, besonders für junge Frauen (und Männer)

So geht Verhütung heute von Mirjam Wagner

"So geht Verhütung heute: Finde die Methode, die am besten zu dir passt" ist ein durchweg informatives Buch, das insbesondere für junge Teenager eine hervorragende Einstiegslektüre darstellt. Die Struktur ist sehr übersichtlich gestaltet, was es den Leser*innen leicht macht, sich schnell zurechtzufinden und gezielt nach Informationen zu suchen.

Besonders positiv hervorzuheben ist, dass das Buch dazu ermutigt, sich bewusst mit den verschiedenen Verhütungsmethoden auseinanderzusetzen, anstatt einfach den klassischen Weg, etwa die Pille, zu wählen, 'weil man das so macht'.

Allerdings muss ich sagen, dass für Leser*innen, die sich bereits mit dem Thema Verhütung beschäftigt haben, wenig neue Informationen angeboten werden. Die Inhalte sind gut recherchiert und sorgfältig dargestellt, jedoch bleibt der Aha-Effekt für bereits Informierte weitgehend aus.

Dennoch liegt die Stärke des Buches nicht unbedingt darin, bahnbrechende neue Erkenntnisse zu bieten, sondern vielmehr darin, eine solide und umfassende Basis für junge Menschen zu schaffen, die sich zum ersten Mal mit der Auswahl einer Verhütungsmethode befassen. Die klare Darstellung und der verantwortungsvolle Umgang mit dem Thema machen das Buch zu einem wertvollen Ratgeber, der Jugendlichen helfen kann, fundierte Entscheidungen zu treffen.

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Nicht schlecht, aber Potential verschenkt...

Nach uns der Himmel von Simone Buchholz

„Nach uns der Himmel“ von Simone Buchholz hat mich am Anfang wirklich gepackt und ich habe die ersten Seiten in einem Zug gelesen. Das erste Drittel des Romans hat das gehalten, was der Klappentext versprach – starke Charaktere und eine mitreißende Story, die mich wirklich gefesselt hat.

Allerdings wurde die Handlung danach zunehmend abstruser, was mir nicht sonderlich gut gefallen hat.

Viele war einfach total weit hergeholt und total absurd. Ich bin eher ein Fan von realistischen Erzählungen, und die Wendung hin zu fiktiveren Elementen war nicht ganz mein Fall. Schade fand ich auch, dass die anfangs so feinfühlig beschriebenen Charaktere später nicht weiter ausgebaut wurden. Da habe ich das Gefühl, dass Buchholz hier einiges an Potential verschenkt hat. Trotz allem könnte es für Leser, die solche unerwarteten Fantasiewendungen lieben, genau das Richtige sein.

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Leider etwas kurz und oberflächlich

Juli, August, September von Olga Grjasnowa

Olga Grjasnowa ist zweifellos eine talentierte Schriftstellerin, deren Werke viele Leserinnen und Leser fesseln. Deswegen habe ich mich sehr auf ihr neues Buch gefreut, bin allerdings nicht ganz so begeistert, auch wenn es an sich kein schlechter Roman ist.

Zunächst einmal fällt auf, dass die Handlung recht kurz und knapp gehalten ist.

Das Buch ist schnell gelesen, doch gerade dadurch hinterlässt es den Eindruck, als hätte es an Tiefe gemangelt. Viele Aspekte der Geschichte bleiben offen und oberflächlich, was das Gefühl verstärkt, dass hier einiges unausgesprochen bleibt. Themen werden angerissen, aber nicht weitergeführt, wodurch sie an Bedeutung verlieren und letztlich nur belanglos wirken. Das fand ich wirklich sehr schade, weil die Geschichte von Maya und Rosa an sich total spannend ist.

Auch die Charaktere konnten mich nicht mitreißen. Sie blieben blass und wenig interessant, sodass ich keine wirkliche Verbindung zu ihnen aufbauen konnte. Es fehlte an Tiefe und Substanz, um die Figuren lebendig und greifbar zu machen.

Allerdings möchte ich positiv hervorgeben, dass Olga Grjasnowa einen sehr angenehmen und ansprechenden Schreibstil hat. Ihre Art zu schreiben hat mich durchaus fasziniert und unterstreicht ihr Talent als Autorin. Die flüssige und bildhafte Sprache zieht einen in ihren Bann, was das Lesen trotz der Schwächen der Handlung angenehm macht.

Obwohl Juli, August, September mich nicht vollständig überzeugen konnte, werde ich der Autorin eine weitere Chance geben und ihre früheren Werke lesen. Vielleicht finden sich in diesen genau die Tiefe und Dichte, die ich bei diesem Buch vermisst habe.

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Mal ein anderer Krimi

Mord in der Charing Cross Road von Henrietta Hamilton

Beim Lesen von 'Mord in der Charing Cross Road' von Henrietta Hamilton fühlt man sich zurückversetzt in eine andere Epoche, die mit perfekt eingefangener britischer Atmosphäre überzeugt. Obwohl das Buch schon einige Jahre alt ist, habe ich es sehr gerne gelesen und fand es interessant, wie anders frühere Krimis zu den heutigen, eher sehr blutigen Geschichten sind.

Man schätzt das langsame, bedächtige Erzähltempo, das den Leser dazu einlädt, sich Zeit zu nehmen und sich voll und ganz in die Geschichte zu vertiefen.

Die Charaktere im Buch sind sehr sympathisch und haben mir gut gefallen. Die Autorin schafft es ihre menschlichen Schwächen und Stärken zu zeigen, sodass sie sehr authentisch sind. Die Interaktionen zwischen ihnen sind lebendig und sympathisch gestaltet, so dass das Buch weit über die Spannung eines normalen Krimis hinausgeht.

Henrietta Hamilton gelingt es hervorragend, nicht nur einen spannenden Krimi zu schreiben, sondern darüber hinaus ein Stück britische Lebensart darzustellen. Ich kann den Roman allen empfehlen, die mal einen etwas anderen Krimi lesen wollen und zb Fans von Agatha Christie sind!

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Ein herzerwärmendes Kinderbuch

Die kleine Fledermaus Wegda: Schlaf gut, kleine Fledermaus Wegda! von Nanna Neßhöver

Schlaf gut, kleine Fledermaus Wegda! ist ein entzückendes Kinderbuch, das sich hervorragend als Gute-Nacht-Geschichte eignet.

Die Autorin hat es exzellent geschafft, eine herzerwärmende und reizende Geschichte um die kleine Fledermaus Wegda zu weben, die lernen muss, dass es in Ordnung ist, sich Zeit zu nehmen und zu entspannen.

In unserer schnellen und oft hektischen Welt, ist dies eine Botschaft, die nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene, sehr relevant ist.

Die Illustrationen sind einfach wunderschön und tragen viel zur gesamten Stimmung des Buches bei. Sie sind so detailreich und liebevoll gestaltet, dass man beim Betrachten der Seiten vollkommen in der Welt von Wegda versinken kann.

Die Schreibweise ist kindgerecht und einfühlsam, wodurch die Geschichte auf sanfte Weise vor dem Schlafengehen erzählt werden kann. Die Illustrationen der nächtlichen Landschaft wirken beruhigend, sind nicht so bunt wie in vielen anderen Kinderbüchern und haben mir wirklich sehr gut gefallen.

Absolut empfehlenswert!

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Ruhig erzählt und trotzdem spannend

Die vorletzte Frau von Katja Oskamp

Die vorletzte Frau von Katja Oskamp bietet eine fesselnde und zum Nachdenken anregende Lektüre, die sich auf tiefgründige Themen konzentriert. Oskamp, deren Schreibstil bereits durch ihre scharfsinnige Beobachtungsgabe und ihre einfühlsame Erzählweise in Mahrzahn, mon Amour mir gefallen hat, beweist erneut ihr Talent, indem sie komplexe Charaktere und emotionale Geschichten erschafft.

Die Sprache des Romans ist sowohl poetisch als auch präzise, was der Erzählung eine bemerkenswerte Tiefe verleiht. Die Emotionen der Charaktere und die Atmosphäre der Schauplätze werden packend dargestellt und berühren den Leser.
Ein bemerkenswerter Aspekt des Buches ist die Art und Weise, wie Oskamp soziale und zwischenmenschliche Themen anspricht, ohne ins Klischeehafte abzurutschen, was man doch leider sehr häufig liest. Obgleich die Handlung relativ ruhig ist, bleibt die Spannung durch die unaufdringliche, aber stetige Entwicklung der Charaktere und ihrer Beziehungen zueinander erhalten.

Insgesamt ist Die vorletzte Frau ein bewegender und tiefgründiger Roman, der durch seine authentischen Charaktere und die kunstvolle Sprache überzeugt und hat mir gut gefallen!

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Ruhig erzählt und trotzdem spannend
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Zum Vorlesen super

Die außergewöhnlichen Abenteuer der Alice Tonks von Emily Kenny

"Die außergewöhnlichen Abenteuer der Alice Tonks" ist ein charmantes Buch, das sowohl Kinder als auch Erwachsene anspricht. Der Autor hat eine reichhaltige Fantasiewelt geschaffen, die voller Detail- und Charakter-Tiefe ist. Es ist ein Buch, das zeigt, wie weit die Vorstellungskraft reichen kann, und lehrt gleichzeitig die wichtigen Themen von Freundschaft, Mut und Selbstentdeckung.

Die Geschichte spielt in einer Welt, in der Alice, die Hauptfigur, auf viele bunte Figuren trifft, die alle ihre eigenen einzigartigen Eigenschaften und Abenteuer haben. Diese Begegnungen führen Alice auf einen Lebensweg, der ihr zeigt, wie wichtig es ist, die Welt mit neugierigen Augen zu sehen und immer offen für das Unerwartete zu sein.

Die Schreibweise des Autors ist flüssig und nimmt den Leser mit auf die fantastische Reise von Alice. Die Figuren sind liebevoll ausgestaltet und voller Charme und Witz, was diese außergewöhnlichen Abenteuer zusätzlich lebhaft und unterhaltsam macht.

Besonders faszinierend ist der kreative Umgang des Autors mit Sprache und Wortspielen, was die Lektüre für jüngere Leser besonders spannend gestaltet. Doch auch erwachsene Leser können der Faszination des sprachlichen Spiels nicht widerstehen.

Alles in allem ist "Die außergewöhnlichen Abenteuer der Alice Tonks" eine grandiose Lektüre, die ein fesselndes Abenteuer in einer einzigartigen Welt bietet und dabei Herz und Verstand anspricht. Mit seiner Mischung aus Humor, Charme und herzerwärmenden Momenten ist dieses Buch eine Ausnahmeerscheinung, die man nicht verpassen darf. Ein echter Page-Turner und eine unvergessliche Reise in die Welt der Fantasie. Sehr empfehlenswert für Leser aller Altersklassen!

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Zum Vorlesen super