Kunden em pfehlungen
Rezensionen von div:
kein gewöhnliches Pilzbuch
To Die For von Jedrzej Golecki
kein gewöhnliches Pilzbuch
To Die For“ ist definitiv kein gewöhnliches Pilzbuch. Ich fand gerade die Mischung aus Wissen, historischen Geschichten und teilweise ziemlich skurrilen Anekdoten interessant. Man erfährt nicht nur, welche Pilze giftig sind, sondern auch, welche Bedeutung sie früher hatten und welche Geschichten sich um sie ranken.
Besonders gut gefallen haben mir die unterschiedlichen Geschichten zu den einzelnen Pilzen. Dadurch liest sich das Buch viel abwechslungsreicher, als ich anfangs erwartet hatte. Auch optisch ist das Buch entsprechend gestaltet, gefällt mir - beginnend mit dem Cover.
Man muss sicher kein großer Pilzexperte sein, um Spaß daran zu haben. Ich selbst fand vor allem die Mischung aus informativ, kurios und ein bisschen morbide gelungen. Ein interessantes Sachbuch für alle, die gerne ungewöhnliche Themen entdecken.
technologischer Fortschritt - unser täglicher Begleiter
Monofuturis von Konstantin Schamber
technologischer Fortschritt - unser täglicher Begleiter
Das Buch "Monofutiuris" sehe ich als großen Mehrwert. Technologischer Fortschritt ist unser tagtäglicher Begleiter - mit diesem Buch bekommt man das Know How, um Möglichkeiten zu erkennen und den Blick für Risiken zu schärfen.
Ich fand das Buch zunächst etwas anspruchsvoll geschrieben (betreffend Schreibstil), aber gerade dadurch auch interessant - und man gewöhnt sich auch schnell daran, dass man hier gedanklich ganz mit dabei sein muss. Das Thema technologischer Fortschritt begleitet uns schließlich jeden Tag, oft ohne dass wir uns wirklich fragen, wohin diese Entwicklung eigentlich führt.
Besonders spannend fand ich den Gedanken, dass neue Technologien zwar vieles einfacher und effizienter machen können, wir dadurch aber gleichzeitig von ihnen abhängig werden können.
Gut gefallen hat mir auch, dass der Autor nicht einfach gegen Technik oder Fortschritt argumentiert. Stattdessen regt er dazu an, genauer hinzuschauen und auch die möglichen Folgen mitzudenken. Gerade bei Themen wie Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz finde ich diese differenzierte Betrachtung wichtig.
Von mir gibt es eine Empfehlung - sehr fundiert und interessant geschrieben.
wunderbares Buch
Heulen bringt dich auch nicht weiter! von Caroline Philipp
wunderbares Buch
Das Buch hat mich schon mit seinem Titel neugierig gemacht, denn manchmal braucht es einfach genau diese direkte Ansage. Beim Lesen hatte ich immer wieder das Gefühl, dass viele der angesprochenen Situationen und Pannen ziemlich nah am echten Leben sind - also das ein oder andere kommt mir sehr bekannt aus meinem Alltag vor.
Mir hat besonders gefallen, dass die Gedanken und Impulse verständlich und angenehm zu lesen sind. Der Schreibstil ist so persönlich, liebevoll und einfach auf einer Augenhöhe - das hat die Autorin wirklich toll hinbekommen. Caro, die Autorin, ist mir von Beginn des Buches an sehr sympathisch gewesen. Ich als Mama fühle mich durchaus verstanden und finde das Buch wunderbar, kann es aber auch für alle anderen Menschen empfehlen.
Toll fand ich hier auch das Nachwort von ihrem Mann - somit entsteht ein rundes Bild, und man hat das Gefühl einen ehrlichen Einblick zu haben.
Zwischen Grenzen
Territorium von Sabrina Janesch
Zwischen Grenzen
Die Autorin erzählt in ihrem Roman die Annexion Hawaiis durch die USA in den 1890er Jahren. Der Schreibstil ist blumig und bildhaft und ich fand ihn anfangs passend für das exotische Setting. Aber auf Dauer wurde er anstrengend und umständlich, auch die nicht weiter erklärten hawaiischen Einschübe waren störend.
Es gibt einige Perspektivwechsel und auch Zeitsprünge, die nicht konsequent eingeordnet werden und daher verwirren. Es gibt einige Passagen, die ich der Königin zuordne, da sie im Pluralis Majestatis verfasst sind. Diese sind besonders schwer zu lesen. Die träge Kolonialgesellschaft in Zeiten des Umbruchs wird gut getroffen, die Charaktere bleiben aber unnahbar und oberflächlich. Ich hätte mir gewünscht, dass nicht nur die Elite, sondern auch die Einheimischen zu Wort kommen. Man erfährt aber auch einiges über Hawaii, so waren für mich die preußischen Einflüsse überraschend. Die Autorin hat offensichtlich intensiv recherchiert, aber das Material hätte besser strukturiert werden können, die Handlungsstränge sind nicht immer klar zu erkennen. Die Geschichte finde ich grundsätzlich interessant und lesenswert, die Umsetzung war leider nicht mein Fall, daher vergebe ich drei Sterne.
ruhige Geschichte
Nach der Sonne schauen von Martina Hefter
ruhige Geschichte
„Nach der Sonne schauen“ ist kein Buch, das man einfach nebenbei liest - es ist ruhig, aber durch die vielen Beobachtungen hat es einen besonderen Tiefgang und hallt nach. Besonders die Stimmung rund um Iona und die ungewöhnliche Landschaft finde ich gelungen.
Das Buch einige interessante Fragen auf: Wie wollen wir eigentlich leben? Wie viel Nähe brauchen wir und wann wird uns die Welt um uns herum zu viel?
Iona ist eine interessante Hauptfigur.
Sie lebt sehr zurückgezogen und hat sich auf ihre ganz eigene Art eingerichtet. Durch Bella und Nova wird dieses Leben zunehmend durcheinandergebracht. Besonders die Beziehungen zwischen den drei Frauen fand ich interessant, weil sie nicht einfach nur harmonisch dargestellt werden.
Der Schreibstil ist stellenweise etwas eigenwillig und hat bei mir ein wenig gebraucht, bis ich richtig hineingefunden habe. Danach konnte ich mich aber immer besser darauf einlassen. Insgesamt ein leiser, atmosphärischer Roman, der eher zum Nachdenken anregt, als mit einer großen Handlung zu überraschen.
Von mir gibt es eine Empfehlung.
atmosphärischer Roman
Die Flussfrau von Tanja Weber
atmosphärischer Roman
„Die Flussfrau“ von Tanja Weber ist eine Geschichte, die vor allem von ihrer besonderen Atmosphäre lebt. Schon die Verbindung zum Fluss hat mir gut gefallen – er gibt der Handlung etwas Ruhiges und gleichzeitig Geheimnisvolles.
Dazu finde ich auch das Cover gut passend.
Die Figuren sind interessant und nicht immer einfach zu durchschauen. Besonders spannend finde ich, wie sich nach und nach die Verbindungen zwischen den verschiedenen Personen und ihrer Vergangenheit zeigen. Dadurch will man kontinuierlich weiterlesen und das Buch nicht zur Seite legen.
Der Schreibstil ist angenehm und bildhaft, sodass ich gut in die Geschichte hineingekommen bin.
Insgesamt hat mir „Die Flussfrau“ gut gefallen. Eine schöne, atmosphärische Geschichte über Familie, Vergangenheit und die Geheimnisse, die manchmal über Generationen hinweg weitergegeben werden.
berührende Geschichte
Weiterleben von Patrick Charnley
berührende Geschichte
„Weiterleben“ von Patrick Charnley ist ein ruhiger, eindringlicher Roman, der mich vor allem durch seine besondere Hauptfigur und die hoffnungsvolle Grundstimmung berührt hat.
Jago Trevarno war nach einem Herzstillstand vierzig Minuten lang klinisch tot. Er überlebt, doch sein bisheriges Leben kann er nicht einfach wieder aufnehmen.
Sein Gehirn wurde geschädigt, er ist schneller überfordert und vieles, was früher selbstverständlich war, kostet ihn nun große Kraft. Auf dem abgelegenen Hof seines Onkels Jacob in Cornwall findet er einen Ort, an dem er langsam wieder ins Leben zurückfinden kann. Die Arbeit mit den Tieren, die Natur und der ruhige Rhythmus des Alltags tun ihm gut.
Dass Patrick Charnley selbst einen Herzstillstand überlebt hat und eigene Erfahrungen in den Roman einfließen lässt, macht die Geschichte für mich noch eindringlicher. Trotz des schweren Themas ist „Weiterleben“ kein durchgehend trauriges Buch. Vielmehr geht es um eine zweite Chance, um Akzeptanz und darum, auch in einem vollkommen veränderten Leben wieder schöne Momente zu entdecken.
Ein schöner berührender Roman, der zum Nachdenken anregt, von mir gibt es eine Empfehlung.
für Katzenfans
Cat Trick von Nagian
für Katzenfans
Cat Trick ist ein kleines, aber überraschend taktisches Kartenspiel. Die Grundidee gefällt mir sehr gut: Man versucht, verschiedene Spielzeuge zu sammeln, darf dabei aber nicht zu gierig werden. Dadurch muss man immer wieder überlegen, welchen Stich man wirklich gewinnen möchte und wann es vielleicht besser ist, sich zurückzuhalten.
Die Regeln sind grundsätzlich überschaubar, allerdings hat es bei uns ein wenig gedauert, bis wir das Spielprinzip wirklich verinnerlicht hatten. Nach den ersten Runden lief es dann deutlich flüssiger und machte auch gleich mehr Spaß.
Sehr gelungen finde ich die farbenfrohe Gestaltung und natürlich das Katzenthema. Auch die kleine Schachtel ist toll – Cat Trick braucht kaum Platz und eignet sich deshalb perfekt zum Mitnehmen. Mit einer Spielzeit von etwa 15 Minuten kann man außerdem problemlos mehrere Runden hintereinander spielen.
Für Katzenfans sicher ein tolles Spiel, für nicht so Katzenfans jetzt nicht unbedingt das Spiel, das man haben muss, da es viele Spiele mit gleichem System gibt.
öffentliches Leben
Das habe ich wegen dir getan von John Lanchester
öffentliches Leben
Schon die Ausgangsidee von „Das habe ich wegen dir getan“ von John Lanchester hat mich sofort neugierig gemacht: Was passiert, wenn man plötzlich das eigene Privatleben in einer erfolgreichen Streaming-Serie wiedererkennt – inklusive Details, von denen eigentlich niemand etwas wissen dürfte?
Im Mittelpunkt steht Kate, die mit ihrem Mann Jack seit vielen Jahren ein eingespieltes Leben führt.
Doch dann gerät alles aus den Fugen. Die erfolgreiche Serie „Betrug“ enthält verblüffend viele Parallelen zu ihrer Ehe. Geschrieben wurde sie von der jungen Drehbuchautorin Phoebe, die gerade auf dem Höhepunkt ihres Erfolges steht. Für Kate stellt sich damit nicht nur die Frage, woher Phoebe all diese intimen Einzelheiten kennt, sondern auch, wie gut sie den Menschen an ihrer Seite tatsächlich kannte.
Besonders gefallen hat mir der bissige, teilweise richtig böse Humor. Die Tiefe der Figuren finde ich auch sehr überzeugend.
Ein Stern weniger, weil ich zum Schluss das Gefühl hatte, nicht bei allen Szenen dabei zu sein.
zwischen zwei Welten
Gib mir alles von Alexandra-Maria Pipos
zwischen zwei Welten
"Gib mir alles" von Autorin Alexandra-Maria Pipos hat mich vor allem durch die vielen Themen angesprochen, die der Roman miteinander verbindet. Im Mittelpunkt steht Ioana, die es gewohnt ist, immer alles zu geben. In ihrem anspruchsvollen Job möchte sie erfolgreich sein, gleichzeitig versucht sie, den Erwartungen ihrer rumänischen Familie gerecht zu werden.
Bis es zum Tod ihres Großvaters kam - denn da wird sie mit sich selbst, ihrer Herkunft und Familie konfrontiert.
Besonders gelungen fand ich den Gegensatz zwischen Ioanas hektischem, von Leistung und Selbstoptimierung geprägtem Alltag und dem Aufenthalt in Rumänien. Familie, Traditionen und alte Rollenbilder treffen dort auf das Leben, das sie sich in Deutschland aufgebaut hat.
Für mich ist Gib mir alles ein gelungenes Debüt, das unterhaltsam erzählt und gleichzeitig zum Nachdenken darüber anregt, wie sehr wir unser Leben nach den Erwartungen anderer ausrichten.











