Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Schlafmurmel:
Wenn Gier alles zerstört
Verlorene Kinder von Beate Winter
Verlorene Kinder“ ist bereits der dritte Fall von Kommissar Frommelt und seinem Team – und auch dieser Band hat mich wieder von Anfang an in seinen Bann gezogen. Gleichzeitig ist es leider der letzte Teil der Reihe, was ich wirklich schade finde.
Der Einstieg ist dieses Mal etwas ruhiger, denn die Autorin nimmt sich viel Zeit, die einzelnen Personen näher vorzustellen.
Im Mittelpunkt steht Marina, die nach einer Fehlgeburt psychisch sehr angeschlagen ist. Ihr Mann Leon wirkt zunächst fürsorglich und verständnisvoll, doch seine übertriebene Fürsorge macht mich schnell misstrauisch. Er versorgt Marina ständig mit Medikamenten und zieht mit ihr in ein abgelegenes Dorf, angeblich um seinen kranken Vater zu pflegen. Für mich war schnell klar: Da steckt mehr dahinter!
Als dann auch noch eine alte Hebamme unter merkwürdigen Umständen stirbt, beginnen Frommelt und sein Team, immer tiefer in die Vergangenheit des Dorfes einzutauchen. Dabei stoßen sie auf erschreckende Zusammenhänge. Auch Leon wird mir mit jeder Seite unsympathischer und verdächtiger. Nach außen gibt er sich offen und zugänglich, doch hinter dieser Fassade steckt etwas ganz anderes. Besonders seine Manipulation von Marina und der Einfluss der Medikamente haben mich sehr misstrauisch gemacht.
Einige Zusammenhänge konnte ich bereits erahnen, aber die ganze Tragweite hat sich mir erst nach und nach erschlossen. Sicher war für mich allerdings: Leon steckt in dieser Geschichte viel tiefer drin, als er zugeben möchte.
Auch Frommelts Privatleben nimmt wieder etwas Raum ein. Gerade seine Beziehung zu Birgit sorgt dabei für einige Momente, bei denen ich manchmal nur den Kopf schütteln konnte. ????
Die Auflösung fand ich teilweise etwas ungewöhnlich, aber sie hat für mich gut zum Thema gepasst. Vor allem zeigt die Geschichte sehr eindrücklich, wohin Gier einen Menschen führen kann.
Am Ende fügt sich vieles zusammen und auch bei Frommelt und Birgit gibt es endlich Grund zur Freude. Das hat mich besonders gefreut. Insgesamt wieder ein spannender Kriminalfall mit vielen Verdächtigen, dunklen Geheimnissen und einer erschreckenden Vergangenheit.
Ich habe die Reihe sehr gerne gelesen und finde es wirklich schade, dass dies nun der letzte Fall von Kommissar Frommelt ist.
Spannender zweiter Fall für Kommissar Frommelt
Aschermittwoch von Beate Winter
Aschermittwoch“ ist bereits der zweite Fall für Kommissar Frommelt und sein Team – und auch dieser Fall hatte es wieder ordentlich in sich. Die Ermittlungsarbeit war wie gewohnt erstklassig, wurde diesmal allerdings durch die neue Staatsanwältin Grevenbach etwas ausgebremst.
Der Schreibstil von Beate Winter hat mir wieder sehr gut gefallen.
Er ist angenehm, flüssig und leicht zu lesen. Es gibt keine unnötigen Erzählungen, dafür bekommt man auch immer wieder einen kleinen Einblick in das Privatleben der Ermittler. Genau das gefällt mir sehr gut, denn dadurch wirken die Figuren menschlicher und man lernt Frommelt und sein Team immer besser kennen.
Der Fall selbst war ausgesprochen interessant und hat mich durch einige geschickt versteckte Hinweise immer wieder auf eine falsche Fährte geführt. Erst nach und nach bekam ich eine Vermutung, wer hinter der Tat stecken könnte. Ganz sicher war ich mir allerdings nicht. Je weiter die Ermittlungen voranschritten, desto mehr bestätigte sich meine Vermutung. Wie bei einem echten Fall musste man sich durch viele Unklarheiten arbeiten, Zusammenhänge erkennen und die Hinweise richtig auswerten, bevor sich die Spur schließlich lichtete.
Spannend war es für mich von Anfang bis Ende. Besonders gefallen haben mir auch die kleinen humorvollen Bemerkungen zwischendurch, die immer wieder für einen Schmunzler gesorgt haben.
Für mich wieder ein gelungener und lesenswerter Krimi mit einem interessanten Fall, sympathischen Ermittlern und genau der richtigen Mischung aus Spannung und Humor. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall von Kommissar Frommelt und seinem Team.
Blauäugig – ein spannender Krimi mit bitterem Familiendrama
Blauäugig von Beate Winter
Schon allein das Cover mit dem dunklen Himmel und der Windmühle ist ein echter Hingucker und hat mich neugierig gemacht. Und auch der Krimi selbst konnte mich schnell packen. „Blauäugig“ von Beate Winter war für mich ein richtig spannender und zugleich anspruchsvoller Krimi, der sich im Laufe der Geschichte allerdings immer mehr zu einem halben Familiendrama entwickelt – mit einem wirklich schlimmen Ende.
Am Anfang war ich durch die wechselnden Perspektiven noch etwas verwirrt und musste die eine oder andere Stelle noch einmal nachlesen. Danach war ich aber mitten in der Geschichte. Besonders gut hat mir die Polizeiarbeit gefallen. Die Ermittlungen wirkten für mich sehr realistisch: Das Team um Kommissar Frommelt bespricht die Vorgehensweise, wertet neue Erkenntnisse aus und ermittelt in alle Richtungen. Hier wird nicht einfach schnell irgendeine Lösung präsentiert, sondern mit viel harter Arbeit und Logik Stück für Stück der Fall gelöst.
Besonders interessant fand ich Richard Wehmeier. Er saß bereits acht Jahre wegen des Mordes an einem Kind im Gefängnis und beteuerte immer wieder seine Unschuld. Nun wird erneut ein Mädchen ermordet – und plötzlich gerät ausgerechnet er wieder unter Verdacht. Da fragt man sich natürlich sofort: Was haben die beiden Morde miteinander zu tun?
Kommissar Frommelt und Richard Wehmeier sind für mich die beiden Hauptfiguren. Beide wirken sympathisch und lebensnah. Vor allem mit dem freundlichen, gutherzigen und manchmal etwas gutgläubigen Wehmeier konnte ich richtig mitfühlen. Es muss schrecklich sein, alles zu verlieren und dann erleben zu müssen, dass sich dieses Drama möglicherweise wiederholt und einem niemand glaubt.
Diesmal hatte ich allerdings schon relativ früh eine Ahnung, wer der wahre Täter sein könnte – und tatsächlich lag ich richtig. ???? Trotzdem hat das der Spannung keinen Abbruch getan. Das Ermittlerteam um Frommelt hat den Fall für mich überzeugend und logisch gelöst.
Ein spannender, anspruchsvoller Krimi mit realistischen Ermittlungen, sympathischen Charakteren und einem bitteren Familiendrama. Ich freue mich jetzt schon auf Band 2!
Ein Schicksal, das berührt und noch lange nachwirkt
Seifenblase des Glücks von Marcela Danielová
Die Geschichte „Seifenblase des Glücks“ von Marcela Danielová hat mich sehr berührt, nachdenklich und auch traurig gemacht. Denn was Mira widerfährt, hat mir einmal mehr vor Augen geführt, dass es solche Schicksale leider auch in der heutigen Zeit noch gibt.
Mira ist eine junge Müllsammlerin aus Indien und lebt unter ärmlichsten und von Unterdrückung geprägten Verhältnissen.
Trotz der täglichen Gewalt und der schwierigen Lebensumstände gibt sie ihren Traum von einem Studium und einer richtigen Ausbildung nicht auf. Nach dem frühen Tod ihrer Mutter lernt sie fleißig und kämpft dafür, ihrem Leben eine andere Richtung zu geben. Und tatsächlich geschieht das Wunder: Sie bekommt einen Studienplatz.
Doch ihr Vater zerstört ihre Träume, indem er sie an einen Mann mit einem Harem verkauft. Plötzlich scheint Miras Hoffnung auf ein selbstbestimmtes Leben endgültig zerstört. Ob sie jemals aus dieser Situation entkommen kann, habe ich beim Lesen immer wieder gehofft und gleichzeitig gefürchtet.
Ein kleiner Lichtblick ist der Arzt James, der Mira helfen möchte. Auch die Familie Bruckner und der Waise Adrian bringen ein wenig Hoffnung in ihr schweres Leben.
Besonders beeindruckt hat mich Mira selbst. Trotz allem, was sie erleben muss, verliert sie ihren Mut, ihre Kraft und ihre Hoffnung nicht. Sie kämpft weiter und versucht, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Dafür gilt ihr meine ganze Bewunderung.
Marcela Danielová erzählt Miras Schicksal sehr eindringlich und berührend. Die Geschichte hat mich wirklich betroffen gemacht und wird mich sicherlich noch eine ganze Weile beschäftigen.
Ein bewegendes Buch über Mut, Hoffnung und den unbändigen Wunsch nach Freiheit, das ich gerne weiterempfehle
ein unterhaltsamerThriller
Der Richter der Sieben von Ralf Gebhardt
Die beiden Kriminalhauptkommissare Christian Thaler und Stephan Kralik die nicht unterschiedlicher hätten sein können werden abgestellt um auf Serienmörderjagdt zu gehen, Den beiden wird nicht allzu viel zugetraut, und sie verstehen sich auch nicht so gut, aber da Personalmangel herrscht bei der Polizei müssen sie wohl oder übel in den sauren Apfel beißen und zusammen arbeiten und die beiden bilden eine Soko.
Sie müssen sich richtig zusammenraffen, denn jetzt geht es ans Eingemachte, denn im Wochentakt werden ständig Frauenleichen gefunden, denen auf der Stirn eine Spielkarte die Pik 7 auf der Stirn genagelt ist und daneben ein weißes Grablicht brennt. Arme und Beine der Toten sind auf ein Holzkreuz genagelt, Grausam das ganze Da die Opfer in der Kirche abgelegt wurden gerät der Pfarrer in die Schusslinie, denn man könnte meinen er weiß mehr als er von dich gibt. Als die beiden Ermittler doch endlich auf sein Geheimnis stoßen, lassen Sie den Pfarrer laufen, warum auch immer. So richtig ermittelt haben die beiden nicht wirklich, vieles bleibt im Dunkeln, aber spannend war es trotz allem, erst am Schluss wird es aufgelöst, doch es bleiben noch viele Fragen offen, was danach geschieht. Im Großen und Ganzen war es jedoch sehr spannend und ich habe mich unterhalten gefühlt.
Ein magisches Unterwasserabenteuer voller Freundschaft und Mut
Die Schule des Meeres - Ruf aus der Tiefe von Robin Dix
Schon das wunderschön gestaltete Cover mit seinen leuchtenden Farben macht neugierig auf die Geschichte. Auch die liebevollen Illustrationen im Innenteil haben mir und meinem Neffen richtig gut gefallen und machen das Buch zu einem echten Hingucker.
Im Mittelpunkt steht der elfjährige Fynn, ein Waisenkind, das anders ist als die anderen.
Während seine Mitschüler lieber Fußball spielen, zieht es ihn immer wieder ans Meer. Dort begegnet er eines Tages einem geheimnisvollen, alten Kapitän, der ihn zunächst für allerlei Arbeiten einspannt, ihm etwas zu essen gibt – und ihn schließlich kurzerhand ins Meer wirft. Doch statt zu ertrinken, entdeckt Fynn eine unglaubliche Wahrheit: Er kann unter Wasser leben. So gelangt er in die geheimnisvolle Schule des Meeres, wo sein größtes Abenteuer beginnt.
Nun muss Fynn eine schwierige Aufnahmeprüfung bestehen und herausfinden, welches Meerestier sein Seelentier wird – ein treuer Begleiter, den jeder Schüler erhält. Besonders der kleine Oktopus Loki hat sich sofort in unser Herz geschlichen. Mit seiner neugierigen und liebenswerten Art sorgt er immer wieder für überraschende und spannende Momente.
Die Geschichte ist spannend, abwechslungsreich und liest sich wunderbar flüssig. Die faszinierende Unterwasserwelt von Akadema mit ihren verschiedenen Häusern und den Seelentieren ist fantasievoll gestaltet. Ein wenig fühlte ich mich an Harry Potter erinnert – nur eben unter Wasser. Themen wie Freundschaft, Zusammenhalt, Mut und das Gefühl, seinen Platz zu finden, stehen hier im Mittelpunkt und werden kindgerecht vermittelt.
Zum Ende hin sorgt ein gemeinsames Erlebnis dafür, dass die Schulgemeinschaft noch enger zusammenwächst und macht neugierig auf die Fortsetzung.
Meinem Neffen und mir hat dieses magische Abenteuer richtig gut gefallen. Wir freuen uns schon jetzt darauf, Fynn und Loki in Band 2 wieder begleiten zu dürfen
Wie weit würdest du für deinen großen Traum gehen?
Die sexhungrige Nymphomanin - für eine Filmrolle macht sie alles | Erotischer Roman von Meg Meloccaro
Was man nicht alles für eine Filmrolle macht...
Schon der Klappentext hat meine Neugier geweckt und ich war sehr gespannt auf die Geschichte. Bereits nach den ersten Seiten war ich mitten drin und dachte mehr als einmal: "Das kann doch nicht wahr sein!" Was Mary Ann alles auf sich nimmt, um ihren Traum von einer Filmkarriere zu verwirklichen, ist schon ziemlich außergewöhnlich.
Mary Ann erfüllt dabei das typische Klischee einer Frau, die sich für ihren Erfolg regelrecht nach oben schläft. Ihre Geschichte hat es wirklich in sich und sorgt immer wieder für überraschende und auch amüsante Momente.
Der Schreibstil von Meg Meloccaro ist flüssig, angenehm und sehr bildhaft. Trotz des Themas wirkt die Geschichte nie vulgär oder anstößig, sondern erzählt mit einer guten Portion Humor und Leichtigkeit. Ich konnte mir die Szenen lebhaft vorstellen und habe mich dabei bestens unterhalten.
Mich hat die Geschichte von Mary Ann von Anfang bis Ende gut unterhalten und ich musste einige Male schmunzeln. Wer eine freche, unterhaltsame Geschichte mit einer ungewöhnlichen Hauptfigur lesen möchte, sollte hier unbedingt einen Blick hineinwerfen.
wenn der Lockdown zur tödlichen Falle wird
Corona-Killer von Roman Just
Mit dem Thriller Corona Killer von Roman Just, habe ich mich in die beklemmende zeit der Corona Pandemie zurückversetzt gefühlt. Daran möchte ich gar nicht mehr denken das war eine grausame Zeit, denn schon nach wenigen Seiten waren die Bilder von die Bilder von von leeren Straßen, Ausgangssperren und der unerklärlichen Unsicherheit wieder vorhanden.
Genau diese beklemmende Atmosphäre macht das Buch bzw die Geschichte zu etwas besonderen. Ich fand die Idee richtig klasse einen Serienkiller während dieser Zeit, in dem Lockdown morden zu lassen. Die Pandemie spielt hier jetzt nicht nur im Hintergrund, sondern diese wird geschickt in die Handlung eingebaut, das ist das besondere daran. Dadurch wirkt das ganze noch einen Ticken bedrückender und beklemmender, weil die Menschen da eh schon voller Angst sind. Die Ermittlungen haben mir sehr gut gefallen und ich habe bis zum Schluss mitgerätselt, wer wohl hinter den Morgen steckt, immer wieder dachte ich, ha ich weiß es, aber leider lag ich wie immer falsch. Genau solche Wendungen liebe ich bei den Thrillern. Roman Just schreibt immer sehr flüssig und angenehm, ich liebe es seine Thriller zu lesen, es war nicht der erste Thriller den ich von ihm gelesen hatte und auch nicht der letzte. Die Spannung bleibt über weite Strecken erhalten und die düstere Stimmung zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Sehr gelungen und auf jeden Fall Empfehlenswert
Ein mutiger Held wider Willen in einer magischen Welt voller Abenteuer
Kian und das Erbe des Lichts von Caryl Lewis
Schon das wunderschöne Cover und der interessante Klappentext haben sofort meine Neugier geweckt, sodass ich mich direkt auf die Geschichte gestürzt habe. Und ich wurde nicht enttäuscht.
Kian gehört zur letzten Generation und lebt in einem kleinen Fischerdorf. Er weiß, dass er adoptiert wurde, doch sein Leben nimmt eine unerwartete Wendung, als ein geheimnisvoller Rabe ihm eröffnet, dass er auserwählt wurde.
Er soll sich in die Unterwelt begeben und eine wichtige Aufgabe erfüllen. Anfangs versteht Kian weder den Sinn noch den Grund dieser Prophezeiung. Erst sein Adoptivvater klärt ihn über seine wahre Herkunft auf.
Als Sohn des Sommerkönigs liegt es an Kian, den Sommer zurückzubringen und das Gleichgewicht zwischen den Welten wiederherzustellen. Doch Kian ist kein typischer Held – er ist schüchtern, unsicher und zweifelt an sich selbst. Gerade das macht ihn zu einem unglaublich sympathischen Protagonisten.
Zum Glück muss er seinen Weg nicht allein gehen. Die magischen Vogelkinder Deryn, Finn und Eos sowie das außergewöhnliche Wasserpferd Solas stehen ihm treu zur Seite. Gemeinsam stellen sie sich zahlreichen Gefahren und Hindernissen. Auch die Gefolgsleute seines Vaters unterstützen ihn auf seiner Reise. Trotz aller Zweifel wächst Kian über sich hinaus und beweist mit seinem reinen Herzen, seinem Mut und seinem Mitgefühl, dass wahre Stärke nicht immer in körperlicher Kraft liegt.
Die Geschichte bietet eine gelungene Mischung aus Spannung, Magie, Freundschaft und Vertrauen. Wasserpferde, Drachen und viele mystische Wesen sorgen für eine fantastische Atmosphäre, die mich immer wieder begeistert hat. Einige Fragen bleiben am Ende zwar noch offen, doch ich bin sicher, dass diese im nächsten Band beantwortet werden.
Meinem Neffen und mir hat dieses Fantasy-Abenteuer richtig gut gefallen. Wir freuen uns schon auf die Fortsetzung und können „Kian und das Erbe des Lichts“ allen Fans von spannender und märchenhafter Fantasy wärmstens empfehlen.
Traumkulisse mit dunklen Geheimnissen – leider mit enttäuschendem Finale
Er lügt von Rebecca Taylor McKay
Schon das Cover hat mich sofort angesprochen. Auf den ersten Blick wirkt es eher wie ein Roman als ein Thriller – mit dem Meer, der Brücke und dem gelben Flitzer. Doch der Riss im Titel und der geheimnisvolle Klappentext machen neugierig und lassen vermuten, dass sich hinter der idyllischen Fassade weit mehr verbirgt.
Die Geschichte beginnt ruhig und entwickelt sich zunächst langsam. Im Mittelpunkt steht die zweijährige Ehefrau Clara, die nach einer längeren Krankheit gemeinsam mit ihrem frisch angetrauten Ehemann Spencer die Flitterwochen an der traumhaften Amalfiküste verbringt. Eigentlich sollte sie glücklich sein – doch schnell kommen Zweifel auf. Spencer verhält sich merkwürdig, wirkt verschlossen und scheint ihr wichtige Dinge zu verheimlichen. Als Clara schließlich die anonyme Botschaft „Er lügt“ erhält, wächst ihr Misstrauen immer mehr.
Auch das andere Ehepaar im Hotel, Vivian und Fred, trägt zur geheimnisvollen Atmosphäre bei. Immer wieder kreuzen sich ihre Wege, fast so, als wäre alles sorgfältig geplant. Warum war die Hochzeit mit Clara so überstürzt? Was verschweigt Spencer? Und wer spielt hier tatsächlich ein falsches Spiel? Mit jeder Seite entstehen neue Fragen, während hinter der perfekten Fassade immer mehr dunkle Geheimnisse zum Vorschein kommen.
Die Geschichte konnte mich mit ihrer unterschwelligen Spannung und den vielen offenen Fragen lange bei der Stange halten. Ich wollte unbedingt wissen, was wirklich hinter allem steckt. Umso enttäuschter war ich allerdings vom Ende, das meine Erwartungen leider nicht erfüllen konnte und für mich zu wenig Wirkung hatte.











