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Rezensionen von Daggy:

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Mia und ihre Angst

Babymia. Ich habe Angst! von Rocio Bonilla

Auf dem Cover sehen wir die kleine Mia in ihrem grau-weißgestreiften Strampelanzug mit bibbernden Zähnen. Vielleicht sind das für so ein kleines Kind ein paar zu viel.
Schon auf dem Cover war die Spinne zu sehen und auf der ersten Seite fürchtet sich Mia sehr vor dem Tier mit den leider nur sechs Beinen.

Obwohl es sich hier nicht um ein Sachbuch handelt, sollte man eine Spinne immer mit acht Beinen zeichnen. Ob die Aussage „Spinnen tun dir nichts“ wirklich zur Beruhigung beiträgt? Natürlich hat Mia auch Angst im Dunkel, da kann eine Lampe schon helfen. Auch die Angst vor der Höhe des Hockers auf dem Mia steht wird mittels einer helfenden Hand vertrieben. Neben Papa auf der Couch ist auch der Gewitter nicht mehr so unheimlich. Da taucht eine Maus auf und Mia füttert sie liebevoll mit Käse, während Papa sich auf den Stuhl flüchtet.
Die Bilder sind wieder (bis auf die Spinne) ganz toll gezeichnet. Ob das Lesen des Buches Angst nimmt, wag ich zu bezweifeln, aber Papas Angst vor der Maus bringt auf jeden Fall einen Lacher.

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Mia und ihre Angst
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Spannend und bewegend

Als der Sturm kam von Anja Marschall

Schon das Cover zeigt ein bedrückendes Foto von der Rettung eines kleinen Mädchens. Der Retter steht bis zu Hüfte im Wasser. Eine Sturmflut, wie sie nur selten die deutsche Küste erreicht hat, erreicht am 16.2.1962 Hamburg. Das Buch beginnt um 15 Uhr in der Deutschen Bucht, wo ein Feuerschifft sich aus der Verankerung löst.

40 Minuten später lernen wir die vierundzwanzigjährige Marion Klinger, Stenotypistin bei der Polizei, kennen. Da nach dem Krieg noch Wohnraum fehlt, lebt sie mit ihrer Mutter in einer Laubenkolonie. Von ihr und dem Schicksal ihrer Nachbarfamilien handelt dieses Buch. Marion kann die Vorwürfe ihrer Mutter, dass sie immer noch ledig ist, und die Verkupplungsversucher ihrer Kollegin nicht mehr ertragen und macht sich auf den Weg ins Polizeihaus. Von hier versucht man die Krise in den Griff zu bekommen. Bald kommt auch der Senator Helmut Schmidt aus Berlin zurück und er ist bereit die Führung zu übernehmen und schnellstens Hilfe zu organisieren. So kommt außer der, bei der Bevölkerung unbeliebte Bundeswehr, als auch NATO-Soldaten zum Einsatz. Zivilisten, Polizisten und Soldaten versuchen alles um zunächst die Bevölkerung zu warnen und dann die Meschen von den Deichen und Dächern zu retten.
Ich muss gestehen, dass mich das Lesen des Buches einige Nachstunden gekostet hat, so sehr hat es mich gepackt. Ich kann mich nur wenig an die Bilder aus dem Fernsehen von damals erinnern, aber ich weiß, dass meine Familie stark Anteil genommen hat am Schicksal dieser Menschen.
Hier wurde einfühlsam und spannend von einigen Menschen berichtet. Von einem alten Flüchtlingspaar, dessen Liebe mich sehr gerührt hat. Von einem Piloten, der mit seinem Helikopter tapfer Menschen gerettet hat und dabei viel aufs Spiel setzt. Von einer jungen Familie, die sich in den Wirren der Nacht verloren hat. Von jungen Menschen, die feiern wollten und die sich dann für ihre Nachbarn einsetzten. Mit allen habe ich gehofft und gelitten. Manchmal floss eine kleine Träne, vor Trauer und vor Rührung. Geschichte und Geschichten, Historisches und Erdachtes sind in diesem Buch wunderbar vereint.

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Spannend und bewegend
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Herrliche Träume

Und zum Schluss ein bunter Kuss von Johanna Klement

Ein dynamisches Cover, trotz der zwei schlafenden Kinder, weil in der Mitte ein Superheld mit Augenbinde inmitten von Sternen zu sehen ist.

Die Bilder auf den Doppelseiten werden immer von einem Sechszeiler ergänzt. Am Anfang erfahren wir, dass man zum Einschlafen einen Traum braucht, und dann begleiten wir die Kinder und erfahren von ihren Träumen.

Paul möchte Pirat sein, Ella will eine Supertat vollbringen. Kim will von ihren Mamas gekuschelt werden, Ben braucht wegen der schreienden Schwester Urlaub, Mara träumt von Zauberfeen, Marie knuspert am Häuschen und Karun hat einen „Tollen Dino-Traum“.

Laura macht mit Oma Party, Kaan und Emir machen eine Kissenschlacht und am Ende darf sich das Kind, dem das Buch vorgelesen wird, auch einen Traum wünscht. Dieser letzte Text wendet sich direkt an das Kind „Egal wer dich ins Bettchen bring, … für den bist du auf dieser Welt der tollste Menschen, das ist, was zählt!“

So unterschiedlich, wie die Kinder aussehen, so unterschiedlich sind auch ihre Situationen. Jeder wird von andren Personen ins Bett gebracht, aber immer gibt es zum Schluss einen Kuss.

Ein ausgefallenes Einschlafbuch mit schönen Reimen und vielen Ideen für Träume.

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Herrliche Träume
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DDR-Forrest Gump

Heinz Labensky - und seine Sicht auf die Dinge von Anja Tsokos; Michael Tsokos

Heinz Labenski wächst in Briesen in einem kleinen Dorf in Brandenburg bei seiner alleinerziehenden Mutter auf. Der Vater ist vom Russlandfeldzug nicht zurückgekehrt und Heinzi macht sich oft Gedanken um seinen Vater, den der nicht kennengelernt hat. Als das „Russenmädchen“ Rita in das Dorf zieht, setzt sie sich in der Schule ungefragt neben den Außenseiter und der beschließt, dass er das Mädchen mit den schönen Mandelaugen beschützen muss.

Als Heinz mit elf Jahren einem Arzt vorgestellt wird, stuft der den Jungen als „Schulbildungsunfähig“ ein und er kann nach der sechsten Klasse die Grundschule verlassen. So lernt Heinz nie rechnen und nur durch Ritas Hilfe kann er leidlich lesen. Weitere Schulbildung wird ihm verwehrt und das führt dazu, dass er in seinem späteren Leben eine sehr naive Sicht auf die Welt um sich herumhat. So weiß er Ritas sexuelle Aktivitäten nicht einzuordnen und steht brav Schmiere, wenn sie mit den Jungen aus dem Dorf hinter dem Zaun verschwindet.
Ein Brief von Ritas Tochter bringt den fast achtzigjährigen Heinz dazu Erfurt zu verlassen und mit dem FlixBus nach Warnemünde zu fahren. Auf der Fahrt erzählt er wechselnden Mitreisenden sein bewegtes Leben. Dabei tauchen einige reale Personen auf, die Heinz Leben und seine Gedanken beeinflusst haben.
Manchmal musste ich schon über Heinz Gedanken und seine Unwissenheit lachen, aber er ist durchaus auch ein kleiner Philosoph, der sich entscheiden muss, ob er in seiner Fantasiewelt bleibt oder die Realität annimmt, so wie sie sich ihm darstellt.
Der Aufbau und auch Heinz Gedanken erinnern schon sehr an Forrest, der ja auch mit seinen intellektuellen Möglichkeiten auf sein Leben blickte. Nur hier geht es um das Leben in der DDR. Ich, die ich seit fast 70n Jahren in Westdeutschland wohne, habe auf diesem Wege einiges über das Leben dort erfahren, über schwarze Taxen, Werbung, Fernsehsendungen und dem Wort Erdmöbel für Sarg. Ein Buch, das zu lesen ich sehr empfehlen kann.

Heinz Labenski wächst in Briesen in einem kleinen Dorf in Brandenburg bei seiner alleinerziehenden Mutter auf. Der Vater ist vom Russlandfeldzug nicht zurückgekehrt und Heinzi macht sich oft Gedanken um seinen Vater, den der nicht kennengelernt hat. Als das „Russenmädchen“ Rita in das Dorf zieht, setzt sie sich in der Schule ungefragt neben den Außenseiter und der beschließt, dass er das Mädchen mit den schönen Mandelaugen beschützen muss. Als Heinz mit elf Jahren einem Arzt vorgestellt wird, stuft der den Jungen als „Schulbildungsunfähig“ ein und er kann nach der sechsten Klasse die Grundschule verlassen. So lernt Heinz nie rechnen und nur durch Ritas Hilfe kann er leidlich lesen. Weitere Schulbildung wird ihm verwehrt und das führt dazu, dass er in seinem späteren Leben eine sehr naive Sicht auf die Welt um sich herumhat. So weiß er Ritas sexuelle Aktivitäten nicht einzuordnen und steht brav Schmiere, wenn sie mit den Jungen aus dem Dorf hinter dem Zaun verschwindet.
Ein Brief von Ritas Tochter bringt den fast achtzigjährigen Heinz dazu Erfurt zu verlassen und mit dem FlixBus nach Warnemünde zu fahren. Auf der Fahrt erzählt er wechselnden Mitreisenden sein bewegtes Leben. Dabei tauchen einige reale Personen auf, die Heinz Leben und seine Gedanken beeinflusst haben.
Manchmal musste ich schon über Heinz Gedanken und seine Unwissenheit lachen, aber er ist durchaus auch ein kleiner Philosoph, der sich entscheiden muss, ob er in seiner Fantasiewelt bleibt oder die Realität annimmt, so wie sie sich ihm darstellt.
Der Aufbau und auch Heinz Gedanken erinnern schon sehr an Forrest, der ja auch mit seinen intellektuellen Möglichkeiten auf sein Leben blickte. Nur hier geht es um das Leben in der DDR. Ich, die ich seit fast 70n Jahren in Westdeutschland wohne, habe auf diesem Wege einiges über das Leben dort erfahren, über schwarze Taxen, Werbung, Fernsehsendungen und dem Wort Erdmöbel für Sarg. Ein Buch, das zu lesen ich sehr empfehlen kann.

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Verrückt und lesenswert

Alles im Grünen oder Wie ich die Kette der Beschissenheit durchbrach von Filiz Penzkofer

Ein herrlich verrücktes Buch, ich hatte solch einen Spaß beim Lesen.
Dank ihrer Therapeutin Maya bekommt Rabea einen Platz in einer WG.
Hier lebt sie zusammen mit Queen Tigers, einer Voodoo-Zauberin mit geschwärztem Augenweiß und Musti, einem Syrer, den sie aufgrund seinen Bartes für einen Terroristen hält.

Da wird es im Alltag für eine junge Frau, die voller Ängste ist, schwer. Auf keinen Fall will sie den beiden in der Wohnung begegnen, auch den gemeinsamen Kühlschrank kann Rabea unmöglich benutzen. Statt einzukaufen, nutzt sie die Lieferdienste, U-Bahn oder Taxi kann sie auf keinen Fall nutzen und an Friedhöfen geht sie nicht einmal vorbei.
Doch dann geschieht etwas völlig Unerwartetes, die Vermieterin liegt tot in ihrer Wohnung und Musti hat sie dort gefunden. Doch statt die Polizei zu informieren, versucht Queen Tigers die alte Frau mit ihren Zauberkünsten zurückzuholen. Die Situation wird immer chaotischer und ich konnte mir oft ein Lachen nicht verkneifen.
Im Laufe der Geschichte erklärt sich auch der ungewöhnliche und etwas unhandliche Titel auf witzige Weise. Zu Anfang fand ich das Buch einfach nur durchgeknallt, aber je weiter ich las umso mehr konnte ich die Denkweise der Protagonisten verstehen und die drei ungleichen Menschen wurden zu einer tollen Gemeinschaft, Geheimisse wurden preisgegeben und Rabea entwickelte sich zu einer etwas weniger ängstlichen jungen Frau.
Es lohnt sich auf jeden Fall, sich den Titel zu merken und das Buch zu lesen.

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Verrückt und lesenswert
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Tolles Dino-Pappbilderbuch

Mein riesengroßes WimmelSuchBuch: Dinosaurier & Co. von Flad Antje

In diesem großformatigen Pappbilderbuch kann man 25 Arten suchen und entdecken. Auf dem Cover jagt Ein T-Rex einige Exemplare aus der Gattung Ornithomimus.
Die Doppelseite bildet viele Dinos ab, es beginnt mit der späten trias-Zeit in einem Sumpfgebiet. Zum kurzen erklärenden Text gibt es einfache Bleistiftzeichnungen der Dinos auf dem Bild mit der jeweiligen Anzahl, in der sie dort vorkommen.

So lernt man die schwierigen Bezeichnungen und kann die Tiere auf den Bild wiederfinden. Auf dem nächste Bild kann man 2 x einen Stegosaurus finden, danach geht es ins Wasser, hier schweben fünf Ammoniten herum, die es auch heute noch gibt. Pterosaurier sind in den Lüften unterwegs, einige Exemplare, wie der Pteranodon sind hier abgebildet. Am Ende gibt es noch ein Saurier-ABC, in dem alle vorgekommenen Saurier mit einem kleinen Steckbrief abgebildet sind.
Mein ältester Enkel hat sich schon früh für Saurier interessiert und ihm hätte so ein robustes Buch sicher gut gefallen. Die meisten Kinder werden sich etwas älter als zwei sein, wenn sie sich für dieses Thema erwärmen. Aber die spannenden Bilder anschauen macht sicher einigen Spaß, anderen kann aber auch Angst machen. Da sollte man schon gemeinsam ins Buch schauen und die Reaktion der Kinder abwarten.

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Tolles Dino-Pappbilderbuch
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Ausflug zu den Menschen

Huuu-Berta - Das kleinste Gespenst von allen von Annette Langen

Huuu-Berta ist ein ziemlich kleines Gespenst und es wird wohl auch nicht größer, weil, um zu wachsen muss sie bei den Menschen spuken und das traut sie sich nicht. Deshalb ist sie trotz ihrer 107 Jahre kleiner als ihre Cousinen. Ihr liebster Freund ist eine kleine schwarze Fledermaus, aber das wird in Gespensterkreisen nicht gerne gesehen, deshalb versteckt sich Flitzi auch meist in der Tasche von Bertas Latzhose.

Die Gespenster in diesem Buch wohnen in einem verlassenen Hochhaus und tragen ganz normale Kleidung, allerdings sind Bertas Haare blau, wie man auf den Cover sieht. Als die Gespensterkinder mal wieder mit dem „Magischen Maßband“, das ansagt, wie groß sie sind und warum sie gewachsen sind, ausgemessen werden, fällt Bertas Problem auf und ihre Lehrerin sperrt sie in einem Schrank, mit dem sie in die Menschenwelt gelangt. Leider wird der Schrank sehr bald als Sperrmüll entsorgt und so müssen Berta und Flitzi sich was einfallen lassen, wenn sie wieder zurückwollen. Da trifft es sich gut, dass ein Junge über den Weg läuft.
Mit etwas mehr als 100 Seiten, aufgeteilt in 18 Kapiteln und mit vielen schönen Bildern illustriert, lässt sich das Buch sehr gut (vor-)lesen. Die Gespensterwelt ist fantasievoll beschrieben, aber für mich nicht erstrebenswert, vielleicht weil sie oft an die Realität erinnert. Berta und ihr „Haustier“ sind ein tolles Team und es wird durch Ben sehr gut ergänzt. Sehr gut gefällt mir Bertas Ratschlag, alles den Eltern zu erzählen, die dann auch eingreifen konnten.
Am Ende des Buches kann man noch Aufgaben erfüllen und so ein „Gruselchen“ erwerben.

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Da kann man schon wütend werden

Balduin sieht rot von Fritzi Bender

Das Chamäleon Balduin ist inzwischen in den Vorschule der Chamäleongrundschule gekommen, auch seine Erzieherin Frau Sogehtdas, die wir aus dem ersten Band kennen, ist mit den Kindern dorthin gewechselt. Eine sehr schöne Idee wie ich finde. Balduin kann schon seinen Namen in Druckbuchstaben schreiben, nur das N macht ihm Schwierigkeiten.

Deshalb meldet er sich auch als ein B an die Tafel geschrieben werden soll, doch Frau Sogehtdas ignoriert ihn und er kommt nicht zum Zuge. Als es um Schnelligkeit gibt sich Balduin enorm viel Mühe, doch dann muss er seinem Freund helfen und bekommt einen Rüffel. Als es dann in den Garten zum Verstecken spielen geht, hat Balduin eine besonders gute Tarnung gewählt und er wird deshalb auch nicht gefunden. Doch die Erzieherin meint, dass das Versteck außen am Zaun außerhalb des Gartens gewesen werde, also auf verbotenen Boden.
Da wird Balduin plötzlich rot und das liegt daran, dass er wütend ist, es sind jetzt schon einige Sachen passiert, die er ungerecht findet.
Das können wir wieder total gut nachvollziehen, solche Dinge passieren uns auch immer mal wieder und dann muss die Wut einfach raus, wie hier bei Balduin. Aber dann wird auch in Ruhe über das Thema gesprochen und am Ende hat Frau Sogehtdas eine tolle Idee, und sie bedankt sich bei Balduin, weil er sie darauf gebracht hat.
Ein gelungenes Bilderbuch zum Thema Wut, mit einem verständlichen Text und vielen schönen Bildern, die die Gefühle sehr schön abbilden.

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Da kann man schon wütend werden
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Meine Enkel haben den Kleinen ins Herz geschlossen

Balduin bleibt grün von Fritzi Bender

Balduin ist ein kleines Chamäleon, dass in den Chamäleonkindergarten geht. Dort sieht es ein wenig so aus, wie in den Kindergärten in den Menschenkinder gehen. Dort gibt es einen Raum zum Turnen mit Bällebad, Sprossenleiter und Hängebrücke. All diese Sachen sind farbig und die Erzieherin Frau Sogehtdas erwartet, dass die Chamäleonkinder ihre Farbe dem Untergrund anpassen.

Doch Balduin sieht das nicht ein und weigert sich, er verlangt, dass ihn ein Grund dafür genannt wird und nicht immer nur gesagt wird, dass Chamäleons das eben so machen. Die Erzieherin verspricht am nächsten Tag eine Erklärung anzubieten, doch dann erlebt Balduin etwas, dass ihm zeigt, dass es in gefährlichen Situationen durchaus gut ist, wenn man seine Farbe zur Tarnung verändern kann.
Der Text ist schon ganz schön lang, allerdings ist die Geschichte so spannend, dass man gerne wissen möchte, wie es weitergeht. Dazu kommt, dass die Kitakinder sich gut in die Situation von Balduin hineinversetzten können, denn das „Warum“ ist in diesem Alter eine wichtige Frage. Besonders schön sind die Illustrationen, die kleinen Chamäleonkinder sind so liebenswert dargestellt und in den Kindergarten würden sicher auch alle gerne gehen wollen.
Frau Sogehtdas ist eine liebevolle, aber auch strenge Erzieherin. Es passt einfach alles.

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Meine Enkel haben den Kleinen ins Herz geschlossen
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Mistkäfer-Philosophie

Hugo, der Mistkäfer von Simona Smatana

Nach Kompostfranzi, dem Regenwurm geht es jetzt um den Mistkäfer und das Cover zeigt uns eine seiner riesigen Kot-Kugeln.
Hugo, der ordentliche Mistkäfer macht „Kügelchen aus reinster Kacke…von den unterschiedlichsten Tieren.“ Wir sehen ihn mit einem Handkarren seine Kugeln transportieren und eine besonders dicke rollt er vor sich her.

Hugo ist sehr fleißig und hortet seine Kugeln überall im Wald. „Er rackert sich ab“ und das Ergebnis ist nicht mehr so ordentlich und sorgfältig wie am Anfang. Da fängt es plötzlich an zu regnen und Hugo kann nicht alle seine Schätze retten. Alle bis auf eine lösen sich im Regenwasser auf. Als er das nach Hause rollen will, fällt ihm die Schönheit der Natur auf und er nimmt sich Zeit für einen Plausch mit andren Tieren. Und er beschießt, dass „sein Glück auf gar keinen Fall vom der Anzahl der Kügelchen abhängt.“
Ein wahrhaft philosophisches kleines Insekt. Das Buch sollte man so manch einem verbissen Arbeitenden schenken damit er von Hugos Erkenntnissen erfährt und ich ein Beispiel nehmen kann. Aber natürlich erfahren wir auch von der Arbeit des Mistkäfers und wie wichtig er für uns alle ist. Am Ende des Buches gibt es noch einen Sachtext über diese kleinen Helfer.
Die Texte sind nicht besonders lang und gut verständlich geschrieben, auf den Bildern ist viel zu entdecken.

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Mistkäfer-Philosophie