Kunden em pfehlungen
Rezensionen von drachenzahn:
Spukhaus mit Escape Room-Atmosphäre
The House Trap von Emma Read
Bei „The House Trap“ handelt es sich um ein kurzweiliges Jugendabenteuer für Kinder ab zwölf Jahren. Die Geschichte spielt mit Elementen von Escape-Spielen und lässt den Leser bis zum Ende mitfiebern, wenn auch nicht miträtseln.
Die Geschichte ist überaus spannend geschrieben. Die Charaktere wirken überwiegend authentisch und agieren ihrem Alter entsprechend.
Hier und da hätte ich mir in der Handlung noch ein paar mehr Erklärungen gewünscht, aber insgesamt macht das Buch großen Spaß und hat genau die richtige Gruseldosis. Da der Hauptfokus jedoch mehr auf die Beziehung der Charaktere untereinander liegt, wird es nie zu unheimlich.
Auch wenn es zahlreiche „Escape Room“-Anspielungen gibt, so erhält man als Leser dennoch nicht wirklich die Gelegenheit, selbst miträtseln zu können. Dennoch wird das Buch nie langweilig und wird sicher alle begeistern, die sich für Gespenster- und Abenteuergeschichten erwärmen können.
Wie erfüllt ist ein Leben?
Von Eintagsfliege bis Grönlandwal von Lily Murray
Dieses Sachbuch über Tiere wählt einen ungewöhnlichen Weg, da der Fokus tatsächlich auf der Lebensdauer liegt. Aus diesem Grund wurden Tiere gewählt, deren Leben(serwartung) besonders spannend ist. So gibt es solche, die nur wenige Stunden oder Wochen leben, und andere, die es auf 11.000 Jahre schaffen.
Die Tiere sind chronologisch geordnet. Es beginnt mit der Eintagsfliege und endet mit der unsterblichen Qualle.
Jedem Tier ist mindestens eine Seite, meist aber eine Doppelseite gewidmet. Man erfährt viel über den allgemeinen Lebenszyklus der jeweiligen Art, die Fortpflanzung und Aufzucht der Jungen. Am Rande erfährt man auch etwas über Ernährung, Feinde und Gefahren. Die Informationen sind überaus spannend und selbst als Erwachsener erfährt man viel Neues. So wusste ich bislang zum Beispiel nicht, dass allen Säugetieren bei der Geburt die gleiche Anzahl von Herzschlägen zur Verfügung stehen.
Zu jedem Tier gibt es eine großformatige Buntstiftzeichnung. Diese ist tatsächlich sehr schön und bildet das Tier recht realistisch und detailreich ab. Meist sind die Bilder auch atmosphärisch sehr beeindruckend, etwa die Fledermäuse bei Sonnenuntergang oder der Flug von tausenden Monarchfaltern.
Das Sachbuch ist an sich für Kinder ab fünf Jahren gedacht. Die Sprache des Textes ist jedoch schon recht anspruchsvoll und ein Erwachsener sollte zusätzliche Erklärungen beisteuern. Das Buch ist jedoch so liebevoll gestaltet, dass selbst meine dreijährige Tochter davon fasziniert ist und Näheres wissen möchte. Allerdings fasse ich ihr den Text nur grob zusammen. Am besten ist der Band aber wohl für Grundschüler geeignet.
Insgesamt hat mich dieses Sachbuch absolut überzeugt. Es bietet zahlreiche interessante Fakten sowie anschauliche Illustrationen. Außerdem beschäftigt es sich überwiegend mit weniger bekannten Tierarten. Die Idee, die Lebenserwartung in den Mittelpunkt der Betrachtung zu stellen, gefällt mir ebenfalls.
Enttäuschte Erwartungen
Stolz und Vorurteil - Die Graphic Novel nach Jane Austen von Jane Austen; Claudia Kühn
Da ich das Original von Jane Austen überaus schätze und mich das wunderschöne Cover dieser Comicversion geradezu magisch anzog, musste ich diese Graphic Novel einfach haben.
Die Geschichte ist durchweg beeindruckend gezeichnet. Die Gefühle kommen sehr gut rüber und auch die allgemeine Stimmung wird sehr gut eingefangen.
Lediglich einzelne Charaktere hätten etwas deutlich unterschiedlicher dargestellt werden können, da ich manchmal zweimal hinschauen musste, um zu identifizieren, um wen es sich nun in dieser Szene handelte.
Vom Prinzip her halten sich die Autoren Kühn und Spruit nah am Original. Es wird nichts dazu erfunden, aber sehr wohl weggelassen. Teilweise wurde die Geschichte so stark gekürzt, dass ich bezweifle, dass jemand, der nicht bereits mit dem Inhalt vertraut ist, überhaupt richtig nachvollziehen kann, was genau passiert. Alles geschieht auch viel zu schnell und zu abrupt.
Der gesamte Wortwitz, die raffinierten Wortgefechte, die Ironie und fiesen Seitenhiebe Austens, die das Buch überhaupt erst so genial machen, fallen fast vollständig weg oder werden zusammenhanglos einfach hineingeworfen. Ich wünschte, die beiden Autoren hätten „Stolz und Vorurteil“ auf drei Bände ausgeweitet, sodass sie mehr Zeit und Raum gehabt hätten, um auch mit einer genialen Erzählung glänzen zu können und nicht nur mit wundervollen Bildern.
Insgesamt bin ich von diesem Bildband doch etwas enttäuscht und unschlüssig, ob ich ihn wirklich weiterempfehlen würde. Einerseits ist er zeichnerisch wirklich ein Traum, anderseits ist die Geschichte selbst jedoch nur noch in Grundzügen erhalten. Um diese Graphic Novel verstehen und wertschätzen zu können, sollte man auf jeden Fall das Original gelesen haben. Wer sich an der starken Kürzung nicht stört, kann sich aber durchaus an den starken Illustrationen erfreuen.
Wenn Videos täuschen
VIEWS von Marc-Uwe Kling
Als der Autor beschloss, ein neues Genre auszuprobieren und einen Thriller zu schreiben, war ich gespannt und wollte diesem Versuch eine Chance geben. Das Buch behandelt ein hochaktuelles Thema: KI-generierte Videos. In einer Welt, in der solche Videos zunehmend realistisch werden, stellt sich die Frage, ob man dem, was man sieht, noch glauben kann.
Es besteht die Gefahr, dass echte Videos als Fälschungen angezweifelt werden.
Die Geschichte erinnert ein wenig an "Qualityland" und schafft es, den Humor trotz des ernsten Themas nicht vollständig zu verlieren. Besonders bei der Einführung der Charaktere gibt es humorvolle Momente, die jedoch gut dosiert sind und das Genre nicht überfrachten.
Insgesamt ist es ein sehr gutes Buch, allerdings hätte es für meinen Geschmack nicht unbedingt das harte Ende benötigt. Es hinterlässt einen starken Eindruck, doch ein etwas weniger düsteres Finale hätte mir persönlich besser gefallen.
Die zauberhafte Magie der Bücher
Die magische Bibliothek der Buks 1: Das Verrückte Orakel von Nina George; Jens J. Kramer
„Die magische Bibliothek der Buks“ ist ein fantastisches Werk über den Wert und die Wirkung von Büchern, das sicher nicht nur Kinder ab zehn Jahren, sondern auch Erwachsene wie mich in seinen Bann ziehen wird.
Die Autoren George und Kramer entführen den Leser in eine fiktive Welt, die von elektronischen Medien bestimmt wird und in der jede Form von Fantasie oder Träumen als schädlich verbannt wurde.
Die Zwillinge Finn und Nola sowie deren Freunde Mira und Thommy entdecken jedoch nach einem seltsamen Orkan, den es laut den Nachrichten nie gegeben haben soll, dass es doch Wunder gibt … und Bücher. In einer versteckten Bibliothek hausen die Buks, die die letzten literarischen Werke verwahren und beschützen. Doch die Gefahren lauern überall. Die Bleichkrankheit beginnt die Texte nach und nach zu vernichten, und auch die gefühlskalte Ministerin will verhindern, dass sich jemand für Geschichten, sprich „Lügen“ begeistert.
Das Buch ist wirklich überaus anschaulich, witzig und kreativ geschrieben. Sowohl Kinder als auch Erwachsene werden sich mit der Darstellung dieser technisierten Welt und ihrer Problematik angesprochen fühlen. Es gibt zudem zahlreiche amüsante Wortspiele und Verweise auf andere, tatsächlich existierende Bücher. Nicht immer werden die Referenzwerke benannt, aber wer belesen ist, wird sicher das ein oder andere wieder erkennen. Für die Geschichte selbst ist das jedoch nicht nötig.
„Die magische Bibliothek der Buks“ hat mich von Anfang an sehr begeistert und ich kann es jedem empfehlen, der Fantasiegeschichten und Bücher im Allgemeinen mag. Die Geschichte ist intelligent erzählt, und ich warte bereits jetzt mit Spannung auf den zweiten Teil dieser Dilogie. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass dem Buch ein Lektor gutgetan hätte, da doch ein paar unnötige Fehler enthalten sind. Dem Lesevergnügen tut dies dennoch keinen Abbruch.
Wenn die Drachen vom Himmel fallen
When The Moon Hatched von Sarah A. Parker
Bei „When the moon hatched” handelt es sich um ein spannendes, emotionales Fantasyabenteuer. Die Welt wird clever und glaubwürdig aufgebaut, obwohl oder gerade weil darin Götter, Drachen und Könige ihr Unwesen treiben. Ich hatte zwar anfangs Probleme, mich darin zurechtzufinden, da viele besondere Begriffe in Bezug auf die Drachen und Waffen ohne weitere Erklärung verwendet wurden, aber nach und nach wurde auch ich von Raeves Geschichte mitgerissen.
Leider endet das Buch mit einem Cliffhanger und der zweite Band ist bislang noch nicht angekündigt.
Die Story wird wirklich sehr gut aufgebaut und man wird nur Schritt für Schritt in die Geheimnisse der einzelnen Figuren eingeführt. Selbst die Hauptfigur Raeve behält vieles für sich bzw. will einiges auch gar nicht wissen. Die verschiedenen Wendungen und Geheimnisse wurden im Lauf der Geschichte sehr gut vorausgedeutet, ohne aber zu viel zu verraten. Die Tagebuch-Sequenzen passten ebenfalls perfekt zum jeweiligen Geschehen.
Allerdings bin ich kein Fan von wechselnden Perspektiven. Ab der Hälfte beginnt die Autorin vermehrt aus anderen Blickwinkeln zu schreiben, das hat mich erst gestört, aber letztlich konnte ich mich durch den guten Schreibstil dennoch schnell darauf einlassen. Der Cliffhanger ist am Ende durchaus fies und man möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Insofern hoffe ich, dass der nächste Band schon bald erscheinen wird.
Kein Griff ins Klo
Und was genau ist Kacka? Antworten für neugierige Kinder von Sandra Grimm
Bereits kleine Kinder sind daran interessiert, was genau eigentlich mit unserer Nahrung passiert, sobald sie in unserem Mund verschwunden ist. Unsere dreijährige Tochter hat das Buch dankbar angenommen und war fasziniert davon, wie in unserem Magen kleine Bakterien alles auseinandernehmen und nach Verwertbarem durchsuchen.
Das Buch ist durchweg niedlich gestaltet und die zahlreichen Klappen laden zum Entdecken sowie Staunen ein. Das Thema wurde zudem in eine kleine Rahmenhandlung eingebettet, sodass sich der Leser mit der dargestellten Familie identifizieren kann. Meist gibt es auf den einzelnen Seiten auch zahlreiche kleine und lustige Details zu entdecken.
Ich persönlich hätte mir jedoch noch mehr Informationen zur Verdauung gewünscht. Vieles wiederholt sich und wird nur sehr oberflächlich besprochen. Zumal ab der Mitte eigentlich nur noch Profanes behandelt wird. So sehen wir etwa verschiedene Tiere und deren Ausscheidungen. Es hätte durchaus interessant sein können, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu unserem Stoffwechsel an einigen spannenden oder witzigen Punkten auszumachen, aber leider wird wirklich nur das Tier und eine grobe Darstellung ihres Geschäfts abgebildet – ohne Kommentar. Insofern bleibt das Ganze dann doch sehr inhaltsleer.
Außerdem haben mich die Seiten zum Pupsen und Rülpsen gestört. Es ist gut, dass deren Entstehung angerissen wird, aber im Grunde wird das Thema hier sehr flach rübergebracht und wenn dann seitenweise sämtliche Familienmitglieder sich an ihrem Auspuff erfreuen, finde ich das dann doch etwas billig. Die Babysprache „Aa“ und „Pupu“ etc. war ebenfalls unnötig.
Insgesamt ist das Buch ein amüsanter erster Einstieg in die Funktionsweisen unseres Körpers, der vielleicht genug Interesse weckt, um sich anderweitig noch genauer mit der Thematik zu beschäftigen. Wahrscheinlich eignet es sich auch zur Unterstützung beim Trockenwerden.
Sherlock Holmes meets Harry Potter
Baskerville Hall - Das geheimnisvolle Internat der besonderen Talente von Ali Standish
„Baskerville Hall - Das geheimnisvolle Internat der besonderen Talente“ ist der Auftakt einer neuen spannenden Fantasyserie, die versucht, eine Verbindung zum Klassiker Sherlock Holmes aufzubauen, aber deutlich mehr Parallelen zu Harry Potter aufweist. Ich habe das Buch bis auf ein paar pädagogisch fragwürdige Details sehr genossen und freue mich schon auf die Fortsetzung im nächsten Jahr.
Arthur Doyle erhält durch eine kluge Heldentat eine Einladung zu einem ganz speziellen Internat. Da die Geschichte um die Regency-Zeit spielt, haftet der damals aufkommenden Technik wie Elektrizität etwas Magisches an. Diese besondere Schule vermittelt ihren Schülern, wie man sich die Welt mit naturwissenschaftlichen Methoden neu erschließen kann. Doch was hat es mit diesem seltsamen Geheimbund auf sich. Und wer ist dieser geheimnisvolle grüne Ritter? Bei ihren Nachforschungen stolpern Arthur und seine Freunde über viele Rätsel und Mysterien, die teilweise dann doch den Boden der Realität verlassen und sich in den fantastischen Bereich begeben.
Das Buch wirbt zwar mit seinem Bezug zu Sherlock Holmes, ich selbst habe aber eher den Eindruck, dass überwiegend nur die Namen aus dem Original übernommen wurden. Sehr viel auffälliger sind einige Ähnlichkeiten zu „Harry Potter und der Stein der Weisen“: der Einladungsbrief, das Internat mit seinen Zirkeln/Häusern, das Ziel des Bösewichts, … Ich würde es dennoch nicht als Kopie abwerten. Der Autor schreibt durchaus kurzweilig und man wird sehr schnell in diese spannende Geschichte hineingezogen, die doch einige überraschende Wendungen zu bieten hat. Die Protagonisten sind zudem sympathisch und man kann sich schnell mit ihnen identifizieren. Zudem scheinen einige von ihnen, selbst ein paar Geheimnisse zu verbergen.
Gestört hat mich lediglich, dass einige Handlungsstränge pädagogisch doch eher bedenklich sind. So sieht Arthur kein Problem darin, für eine Aufnahmeprüfung des Geheimbunds, sein eigenes Leben unnötig aufs Spiel zu setzen. Einen Diebstahl als Mittel zum guten Zweck zu erklären, finde ich ebenfalls moralisch etwas schwierig.
Außerdem führen die Lehrer teilweise Experimente durch, die hoffentlich kein Kind zu Hause nachahmt, u.a. bei Gewitter Drachen steigen zu lassen. Es gab auch ein paar Szenen, die einfach komplett an den Haaren herbeigezogen wirkten. Zumindest kam es mir doch sehr überzogen vor, dass Arthur nach nur einer Demonstration von Hypnose sofort in der Lage war, sie selbst in einer Stress-Situation anzuwenden. Außerdem wird er als extrem schlau beschrieben, fällt aber später auf einen dermaßen vorhersehbaren Trick herein, dass ich mit den Augen rollen musste.
Insgesamt hatte ich mit dem Buch jedoch sehr viel Spaß. Es war durchweg unterhaltsam erzählt und bietet jede Menge rätselhafter Mysterien und Einfälle. Ich bin gespannt, wie Arthurs Abenteuer weitergeht.
Mord ist ihr Hobby
Agatha Christie von Susanne Lieder
Agatha Christie ist eine überaus interessante Persönlichkeit, deren Geschichten noch heute viele begeistern. Aber ihr Leben selbst war nicht minder spannend und ungewöhnlich zu ihrer Zeit. Susanne Lieder gibt uns mit diesem Buch einen kurzweiligen Einblick in ihre Jugend- und Lehrjahre.
Der Tod ihrer Mutter und die gleichzeitige Trennung von ihrem Mann bilden die Rahmenhandlung.
Von hier springt die Biografie immer wieder zurück in ihre Vergangenheit. Wir erfahren viel über ihre Kindheit, ihre Versuche, als Pianistin durchzustarten, und die ersten Schritte in ihre berufliche Zukunft. Über ihre zweite Lebenshälfte erfährt man jedoch leider kaum etwas. Hier hätte ich mir zumindest ein ausführlicheres Nachwort gewünscht.
Ich persönlich fand besonders ihre Entwicklung als Schriftstellerin überaus spannend und wie sie ihren Charakter Hercule Poirot erschuf, mit dem sie auch fiktive Gespräche führte. Aber auch das Hin und Her in der Beziehung zu ihrem Mann und die Beziehung zu ihrer Tochter war überaus interessant. Immerhin war sie für ihr Kind letztlich kaum präsent, was zwar zu der damaligen Zeit als völlig normal galt, aber heute eher mit Stirnrunzeln betrachtet worden wäre.
Susanne Lieder schreibt überwiegend flüssig und teilweise auch mit Augenzwinkern. Es gibt viele clevere Dialoge und man bekommt einen guten Eindruck von einer pragmatischen, teilweise aber recht unsicheren Agatha Christie. Jedoch waren mir die Schilderungen von ihrer Reise nach Bagdad am Ende etwas zu ausschweifend und ich war mir nicht sicher, was der Zweck davon sein sollte. Da fehlte mir der Bezug und die Bedeutung für ihr weiteres Leben.
Insgesamt habe ich diese Biografie sehr gerne gelesen. Ich habe viele Facetten von dieser herausragenden Krimiautorin kennengelernt. Allerdings bricht das Buch an einer Stelle ab, die mich eher unbefriedigt zurücklässt. Da wir hier nichts über ihre zweite Lebenshälfte erfahren, werde ich mich wohl in anderen Quellen darüber informieren müssen.
Bezauberndes Erstleserbuch
Leserabe 1. Lesestufe Kurz und leicht - Kleines Pony, großer Traum von Susanne Becker
„Kleines Pony, großer Traum“ ist ein sehr schönes Buch, das perfekt auf Leseanfänger abgestimmt ist. Die Sprache ist wirklich sehr einfach: kurze Wörter und Sätze, sich wiederholende Ausdrücke und großformatige Bilder zur zusätzlichen Verständnissicherung. Die Geschichte ähnelt teilweise einem Comic, da die wörtliche Rede stets als Sprechblase in die Illustration eingebaut wurde.
Auf einer Seite sind zudem nie mehr als 3 bis 4 Zeilen.
Die Geschichte selbst ist ganz niedlich und vermittelt sogar eine kleine Botschaft: Glaube an dich selbst, gib niemals auf und du schaffst alles, was du möchtest. Hier geht es zwar darum, dass ein kleines dickes Pony gerne ein Turnierpferd wäre, man kann es aber ganz leicht auf das Lesenlernen übertragen. Pony Pingo ist nicht gerade für seine Sportlichkeit bekannt, weshalb auch der etwas fiese Basti eher abfällig auf den Wunsch des Tieres reagiert. Doch Pingo und seine Freundin Klara lassen sich davon nicht beirren.
Immer wenn der junge Leser einen Abschnitt geschafft hat, darf er sich zur Motivation, einen kleinen Raben-Sticker auf die entsprechende Seite kleben. Außerdem gibt es zahlreiche Rätsel und Leseaufgaben, z.B. richtig verbinden, Anlaute bestimmen, Wörter in einer Buchstaben-Schlange finden, Silben puzzeln oder einen überflüssigen Buchstaben wegstreichen. Die Aufgaben machen Spaß und animieren auch Lesemuffel zum Mitmachen.
Ich kann das Buch also wärmstens allen Erstklässlern empfehlen, die sich für Tiere interessieren und ihre Lesefähigkeiten testen bzw. erweitern wollen.











