Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Mabla59 :
Tatort Autobahn
Der Stau von Jo Furniss
Sergeant Belinda „Billy“ Kidd ist auf dem Heimweg vom Flughafen, geplagt vom Jetlag und bereit, ihren Job zu kündigen. Schließlich naht der Ruhestand.
Die Handlung spielt auf einer gesperrten Autobahn direkt vor den Toren Londons. Plötzlich stockt der Verkehr, und sie kommen nicht mehr voran.
Die Hitze lässt Leute aus ihren Autos steigen.
In einem der Autos in der kilometerlangen Schlange, die nach einem Bombenanschlag im Tunnel vor ihnen wartet, wird eine Leiche entdeckt. Ein toter Mann in seinem Auto, einen Metallgegenstand in seinem Hals! Wie hat ihn jemand getötet und wer? Der Täter kann ebenfalls nicht weg. Alle Fahrer sind Verdächtige, und jeder scheint etwas zu verbergen
Erzählt wird die Handlung in kurzen, rasanten Kapiteln und aus mehreren Perspektiven. Ich war von der ersten Seite an gefesselt.
Die Autorin baut die Spannung sukzessive auf
Schon das Cover spiegelt die Hitze des Tages wieder.
Empfehlenswert für Fans dieses neuen Genre.
Vom Urlaub ins lebenslange Trauma
Am Meer ist es schön von Barbara Leciejewski
Barbara Leciejewski schreibt in ihrem Buch "Am Meer ist es schön" über einen Missstand, der, ähnlich wie der Missbrauch in der katholischen Kirche, in der Öffentlichkeit weitestgehend unbekannt ist und totgeschwiegen wurde.
Kinder wurden zur Erholung in eigens dafür vorgesehene Kinderheime geschickt und kamen traumatisiert zurück.
Barbara Leciejewski schreibt ihren Roman aus der Sicht von Susanne Lach, einer fiktiven Frau und mit fiktiven Geschehnissen und Orten.
Susanne war als achtjährige 1969 in solch einem Erholungsurlaub am Meer und hat dort ihren persönlichen Alptraum erlebt.
Erst fast 50 Jahre später, am Sterbebett ihrer Mutter, findet sie die Kraft, über ihr Erlebtes zu sprechen und es anschließend mit professioneller Hilfe aufzuarbeiten.
Ich bin aus der gleichen Generation wie Barbara Leciejewski's fiktive Susanne und weiß erst aus Erzählungen von früheren Spielkameraden aus dem katholischen Kindergarten, dass auch dort manche von den Nonnen, die dort als Erzieherinnen gearbeitet haben, in Form von Schlägen und ähnlichem, misshandelt wurden.
Das war in dieser Zeit eine gängige Erziehungsmethode.
Barbara Leciejewski schreibt intensiv und mit viel Einfühlungsvermögen.
Ich empfehle dieses Buch gerne weiter, damit auch dieses Kapitel unserer Vergangenheit nicht in Vergessenheit gerät.
Killer ohne Thriller Potenzial
Killer Potential von Hannah Deitch
Ein ungewöhnliches Cover und auch eine ungewöhnliche Geschichte, erzählt aus der Perspektive von Evie.
Evie arbeitet als Nachhilfelehrerin.
Als sie eines Tages zum Haus der reichen Eltern ihrer Schülerin kommt, findet sie den Vater ertränkt im Pool und die Mutter mit einem Stein erschlagen vor.
Dann findet sie in einer Kammer unter einer Treppe eine verletzte, gefesselte Frau vor.
Als plötzlich ihre Nachhilfeschülerin dazukommt, schlägt Evie sie in Panik k.o. und flieht mit der Fremden aus dem Haus.
Und wird auf einmal als Mörderin vorverurteilt.
Mein Fazit:
Was spannend beginnt, entwickelt sich im weiteren Verlauf als auf der Bremse stehendes Roadmovie, ohne Ähnlichkeit mit dem Film "Thelma und Louise".
Dazu kommt noch die sich entwickelnde lesbische Liebesbeziehung der beiden Hauptcharaktere
Ich stehe der Queeren Community zwar ohne Vorurteile gegenüber, aber wenn das im Klappentext thematisiert worden wäre, wäre es kein Buch für mich gewesen.
So begeistert ich vom Thema her war, so enttäuscht hat mich das Buch, das mitnichten ein Thriller im eigentlichen Sinne ist
Senioren und das Glücksrad
Sie haben Ihr Toupet ins Glücksrad geschmissen von Sybille Bullatschek
Mit "Sie haben ihr Toupet ins Glücksrad geschmissen"
hat die Comedienne Ramona Schukraft bereits ihr drittes Buch rund um die "Pflägekraft" Sybille Bullatschek und das Seniorenheim "Sonnenuntergang" herausgebracht.
Dieses Mal hat Sybille eine Gruppe Senioren ohne Wissen ihres Chefs, Herrn Otterle, für die Ü80 Quizsendung angemeldet.
Nach der Zusage muss sie es ihm die Teilnahme schonend beibringen, wo er doch gerade genug sorgen hat, weil die Bewertungen für das Seniorenheim zu wünschen übrig lassen.
Dazu sind da auch noch die Senioren, die mit Begeisterung alle dabei sein wollen.
Und dann ist da auch noch Jean Luc, der Sybille's Liebesleben gehörig durcheinander wirbelt.
Ich habe bereits die Vorgängerbände gelesen und auch das dritte Abenteuer von Sybille und der Seniorentruppe hat mir gut gefallen.
Das Buch kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden
Vergangenheitsbewältigung
Zypressensommer von Teresa Simon
"Zypressensommer" von Theresa Simon habe ich als Hörbuch aus dem Argon Verlag gehört.
Tanja Fornaro spricht das Hörbuch, insbesondere die Teile in italienischer Sprache, hervorragend. Die Handlung spielt auf zwei Zeitebenen.
Im Jahr 1998 reist Julia Matthisen aus dem kühlen Hamburg ins italienische Luciagno um den letzten Wunsch ihres "Nonno", ihres Großvaters Gianni Conti zu erfüllen.
Er hat ihr vor seinem Tod einen Zettel mit für sie unverständlichen Notizen gegeben
Dort soll auch sein Testament eröffnet werden.
Doch Julia sucht auch Antworten auf die Fragen wer die geheimnissvollen Frauen Giulia und Anna sind.
In Italien angekommen trifft sie auf den charismatischen Matteo, der zudem den gleichen Nachnamen, nämlich Conti, trägt, wie ihr Großvater.
Mit ihm lernt sie seine große Familie kennen, die sich auch als die ihre herausstellt.
Aber warum haben Matteos Großvater Vito und Gianni , die beiden Brüder, zeitlebens den jeweils anderen nie erwähnt.
Julia entwickelt zarte Gefühle für den jungen Italiener und weiß doch, dass es nicht sein darf.
Doch die Testamentseröffnung ist eine große Überraschung und wirft immer neue Fragen auf, denen Julia auf den Grund gehen will.
Alles hat seinen Anfang 1944, als Italiener, unter anderem auch Gianni, in Deutschland von den Nazis als italienische Militärinternierte (IMI's) ausgebeutet werden.
In der Toskana wüten derweil die Nationalsozialisten und verüben Massaker an der Bevölkerung, denen auch Teile von Giannis Familie zum Opfer fallen.
Die Autorin schreibt intensiv und leicht lesbar über eine Familie mit Wurzeln in Italien und deren Geheimnisse, die spät aufgedeckt werden.
Historisch interessierte Leser sollten auch das Nachwort beachten
Der Familie entrissen
Beeren pflücken von Amanda Peters
"Beeren pflücken" von Amanda Peters wunderschön geschriebene Geschichte über Verlust, Wahrheit, Liebe und Glück.
Ruthie, ein 4-jähriges indigenes Kind, wird ihrem familiären Leben entrissen und in einem wohlhabenden Zuhause von einer weißen Frau und deren Ehemann großgezogen.
In der Kindheit wird Ruthie von Träumen über ihr früheres Leben mit ihrer echten Familie gequält und von ihrer vermeintlichen Mutter vor dem Alltag geschützt.
Norma, wie Ruthie jetzt heißt, merkt schnell, dass etwas mit den Erklärungen, die sie erhält, wenn sie Dinge aus ihrer Kindheit hinterfragt nicht stimmen kann
Und auch Joe, ihr leiblicher Bruder macht sich Vorwürfe, dass er es war, der Ruthie als Letzter gesehen hat, bevor sie an diesem langen, heißen Sommertag in Maine von den Feldern, auf denen die Familie als Beerenpflücker arbeitete, verschwand.
Doch Ruthie's echte Familie gibt niemals die Hoffnung und die Suche nach einem verlorenen Kind auf.
Das Herz ihrer Mutter weiß, dass sie da draußen irgendwo ist!
Amanda Peters hat einen empathischen Schreibstil und nimmt uns mit auf eine Reise über 50 Jahre mit authentischen Charakteren und spannende Handlungsstränge
Hochspannender zweiter Fall für die Gruppe 4
Aschesommer von Benjamin Cors
"Aschesommer" ist nach "Krähentage" das zweite Buch von Benjamin Cors über die Ermittler der "Gruppe 4"
Gruppe 4 ", das sind die als Doppelspitze verantwortlichen Mila Weiss und Jakob Krogh, die Ermittler Ludger Palm und "der Finne" Tuure Palo, Frauke Ibsen für die Recherche und die IT-lerin Lucy Chang.
Daneben haben sie noch den frühpensionierten, im Rollstuhl sitzenden, Kriminalbeamten Max Bender als psychologischen Profiler ins Boot geholt.
Etwa ein halbes Jahr nach den Krähenmorden führt eine kryptische Todesanzeige die Ermittler zu einem Doppelmord an einem vermissten Universitätsprofessor und seiner Partnerin.
Im Zuge der Ermittlungen stoßen sie auf einem perfiden Mörder, der nach den fünf Massensterben unseres Planeten mordet.
Die Spur führt schnell zu einem brutalen Mörder. Dieser jedoch wurde für seine Taten verurteilt und sitzt seit acht Jahren in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt.
Fieberhaft suchen die Mitglieder der Gruppe 4 nach einem Täter und seinem Motiv.
Diesen spannenden Thriller konnte ich nicht aus der Hand legen, bevor ich nicht die Auflösung wusste.
Benjamin Cors und seine Gruppe 4, deren private, dunklen Geheimnisse auch diesmal thematisiert wurden, hat mich erneut überzeugt und ich gebe auch hier fünf Sterne
Gestern und heute
Das Licht in den Wellen von Janne Mommsen
Das Cover von "Das Licht in den Wellen) passt meiner Meinung nach hervorragend zum Titel.
Janne Mommsen erzählt die Geschichte der fast einhundert jährigen Inge Martensen, die sich kurz vor ihrem runden Geburtstag mit ihrer Enkelin Swantje auf den Weg von der Insel Föhr nach New York macht
Dort erzählt sie ihr von ihrem früheren, glamourösen Leben in der Großstadt, das im krassen Gegensatz zum einfachen Leben auf der Nordseeinsel steht.
Janne Mommsen gelingt es wunderbar, die beiden, doch so unterschiedlichen welten, detailreich und anrührend zu schildern.
Seine Charaktere, insbesondere der starken Figur der Inge, sind sympathisch und nachvollziehbar.
Ich kannte Janne Mommsen bisher nur von seinen Küstenromanen, was ein Thema, welches auch hier durchklingt, aber diese Geschichte hat mich berührt und mitgenommen.
Eine klare Leseempfehlung!
Wie geht man mit diesem Wissen um?
Vorsehung von Liane Moriarty
Mit "Vorsehung" habe ich das erste Buch von Liane Moriarty gelesen.
Das Thema hat mich interessiert, genau wie die Frage, wie damit umgehen, wenn dir jemand das genaue Todesdatum und die Art des Todes mitteilt.
So geschieht es den Passagieren auf einem Flug in Australien.
Dort steht eine alte Dame auf und erzählt den Passagieren ungefragt genau diese Dinge.
Und als tatsächlich ein Tod, wie vorhergesagt, geschieht, spricht sich das natürlich herum und alle, denen etwas vorhergesagt wurde, müssen mit ihrem Wissen umgehen.
Wie es zu dieser Vorhersage im Flugzeug kommt, wird in der Vergangenheit der "Deathlady" erzählt.
Die Auflösung ist für mich schlüssig und zufriedenstellend.
Kurze Kapitel machen das Buch leicht lesbar und ich bereue nicht, es gelesen zu haben.
Das Cover mit dem Schmetterling auf dem Wasser als Symbol für die Geschichte macht das ganze rund.
Candice Fox ist wie immer ein Garant für Spannung
Devil's Kitchen von Candice Fox
Eine Gruppe New Yorker Feuerwehrleute hat einen Plan entwickelt, um Raubüberfälle auf z. B. Juweliere oder ähnliches zu inszenieren, indem es selbst Brände legt. Das Team hat eine Raubstrategie entwickelt und ist dabei so vorsichtig vorgegangen, dass es bisher nie Verdacht erregt hat.
Einer der korrupten Feuerwehrleute ist Ben.
Als seine Freundin und ihr Sohn verschwunden sind, vermutet er, dass die anderen Mitglieder seines Teams dafür verantwortlich sind.
Verzweifelt hinterlässt er eine Nachricht am Auto eines Polizeibeamten, in der er erklärt, wer er ist und was er und sein Team getan haben, in der Hoffnung, dass die Ermittler seine Familie finden.
Andy Nearland ist freiberufliche Ermittlerin und wird auf die Sache angesetzt.
Sie soll verdeckt in die Feuerwache arbeiten und herausfinden, was mit Bens Freundin und deren Sohn passiert ist.
Und Beweise für die Aktivitäten der korrupten Feuerwehrleute sammeln
Die Handlung wird aus der Perspektive der beiden, Andy und Ben, erzählt .
Candice Fox schafft es wie gewohnt, obwohl der Prolog schon vieles offenlegt, Spannung zu erzeugen und das Buch zu einem Pagetuner zu machen











