Kunden em pfehlungen
Rezensionen von rainbowly:
Spannende Erzählart
Die mörderischen Cunninghams. Jeder im Zug ist verdächtig von Benjamin Stevenson
Inhalt
Ernest Cunningham ermittelt wieder! Er wurde auf ein Krimifestival eingeladen, dass in dem berühmten Ghan-Express stattfindet, der quer durch das australische Outback fährt. Diese Reise möchte er nutzen, um Inspiration für sein neues Buch zu finden. Als dann einer der Fahrgäste stirbt, wittert Ernest als Einziger ein Verbrechen.
Meinung
Schon der erste Band „Irgendwen haben wir doch alle auf dem Gewissen“ hat mir sehr gut gefallen. Man kann „Jeder im Zug ist verdächtig“ mit Sicherheit auch ohne Vorkenntnisse lesen, aber ich würde empfehlen vorher Band 1 zu lesen, denn es sind einfach viele Anspielungen enthalten, die so viel Spaß machen zu entdecken. Die Erzählweise von Benjamin Stevenson ist wirklich außergewöhnlich. Aber wem der erste Band gefallen hat, dem wird sicher auch dieser Band Freude machen.
Ernest Cunningham ist der Erzähler und Protagonist der Geschichte. Er erzählt die Geschehnisse aus der Ich-Perspektive, aber eben auch als wäre er der Autor der Geschichte. Dabei hält er sich an die 10 goldenen Regeln für Krimiautoren nach Knox.
In der Geschichte werden immer wieder Ereignisse angeteasert, es werden Hinweise gegeben, um selbst mit ermitteln zu können und doch wird man immer mal wieder hinters Licht geführt. Und dabei spricht der Autor den Leser direkt an.
Mir hat das großen Spaß gemacht! Ich finde diese Art eine Geschichte zu erzählen einfach genial. Aber ich denke, dass mit dieser Art eine Geschichte zu erzählen nicht jeder klar kommt.
Den Aspekt der ermittelnden Krimiautoren hätte man gerne noch weiter ausschmücken können. Der Großteil war da doch eher aussen vor.
Durch das Buch sind auch zwei Filme auf meiner Watchlist gelandet, die mit der Story verglichen werden „Knives out“ und „Glass Onion“. Ich bin sehr gespannt!
Fazit
Wenn noch nicht geschehen, lest den Klappentext nicht… er verrät viel zu viel.
Aber geniale Fortsetzung mit spannender Erzählart!
Eine bittersüße Lebensgeschichte
Ritter Sport - Ein Traum von Schokolade von Romy Herold
Inhalt
Schon als Mädchen entdeckt Clara ihre Liebe zur Schokolade. Als sich ihr dann die Möglichkeit bietet nach Ulm zu ziehen und eine Ausbildung zur Handelsmamsell zu beginnen, rückt ihr Traum vom eigenen Süßwarengeschäft näher. Ab jetzt lässt sie sich von nichts und niemandem mehr von der Verwirklichung abhalten.
Sprache
Ich liebe Schokolade und Ritter Sport ist dabei eine meiner Liebsten («Joghurt», weiße Verpackung). Auch das Ritter Sport Museum in Waldenbuch konnte ich schon einmal besuchen und außerdem komme ich selbst aus dem Schwabenland. Deshalb hat mich diese Geschichte natürlich sofort angesprochen.
Und ich bin auch wirklich direkt in die Geschichte abgetaucht. Clara und ihre Familie kennenzulernen, mit ihr durch Höhen und Tiefen zu gehen, hat mich begeistert.
Ganz besonders gut hat mir der schwäbische Dialekt im Buch gefallen. Schon geschrieben hat das Freude gemacht, aber die Hörbuchsprecherin Kathrin Hildebrand hat das wirklich großartig umgesetzt. Claras Mutter Luise und die Freundin Sofie sind da ganz besonders herausgestochen. Deshalb kann ich eine große Empfehlung für das Hörbuch aussprechen.
Die Geschichte beinhaltet wirklich sehr schöne Erlebnisse, allerdings auch viele Schicksalsschläge, die die Familie im Laufe der Zeit erleiden muss. Gerade die Zeit während der Kriege ist natürlich sehr schwer.
Auch auf die Zeitsprünge in der Geschichte muss man sich einstellen. Immer wieder werden Jahre übersprungen, was natürlich absolut notwendig ist, wenn eine ganze Lebensgeschichte erzählt werden soll, aber manchmal musste ich mich dann erstmal wieder zurechtfinden.
Die Schokolade kommt mir im Mittelteil der Geschichte etwas zu kurz.
Charaktere
In dieser Geschichte kommen wirklich viele Personen vor. Manche begleiten einen lange Zeit, andere tauchen nur hin und wieder einmal auf. Manche lernt man bis ins Detail kennen, andere bleiben für mich eher blass.
Die Familie wird immer größer, der Bekannten- und Freundeskreis ebenso. Besonders bei den Nebenfiguren kam ich irgendwann nicht mehr ganz mit. Welche Schwester, Nichte oder Nachbarin lernt gerade ihren Verehrer kennen? Und welcher Bruder oder Schwager taucht jetzt gerade mit seiner Frau auf? Im Buch gibt es hinten zwar ein Personenverzeichnis, das hilft ein wenig, noch lieber wäre mir eine Art Stammbaum gewesen, weil mir meist die Verbindungen Schwierigkeiten bereiteten. Das kann aber leichter verständlich sein, wenn man das Buch komplett liest und nicht, wie ich, große Teile hört.
Fazit
Eine bittersüße Lebensgeschichte
Sehr unterhaltsam
Courting – Be mine through all time von Felicia Kingsley
Inhalt
Rebecca liebt alles an der Regency-Zeit - die Kleider, die Bälle, die Männer. Als sie dann aber tatsächlich als Debütantin der Londoner High Society im Jahr 1816 landet, ist doch alles etwas anders als sie es sich vorgestellt hat.
Meinung
Das Buch hat mich sehr gut unterhalten. Ich habe es abwechselnd gelesen und gehört und kann beide Medien empfehlen.
Sandra Voss schafft es die Stimmung der Geschichte und den Charakter der Protagonistin perfekt einzufangen.
Aber auch beim Lesen bin ich nur so durch das, doch recht umfangreiche, Buch geflogen. Gemeinsam mit Rebecca all die verschiedenen Charaktere der High Society in London kennenzulernen und mit ihr in das Leben einer Debütantin zu stolpern war toll. Und die Spannung zwischen Rebecca und dem skandalösen Reedlan Knox war wirklich klasse, wobei mir die anderen Verehrer schon fast etwas leid taten, weil sie so absolut chancenlos waren. Das Buch wird als spicy vermarktet, aber im letzten Drittel der Geschichte geriet mir dadurch dann doch die Story etwas zu sehr in den Hintergrund. Ich mochte die Spannung zwischen den beiden davor viel lieber.
Zusätzlich zur Liebesgeschichte gibt es auch noch einen Kriminalfall zu lösen. Das war sehr spannend, hat nochmal eine andere Dynamik in die Geschichte gebracht und hat auch Einblick in die düsteren Ecken dieser Zeit gewährt.
Ich denke, man darf dieses Buch absolut nicht als Science-Fiction Geschichte lesen. Die Zeitreise an sich wird nicht erklärt und der Hauptteil der Geschichte dreht sich eben um die Geschehnisse im Jahr 1816. Es gibt nur wenige Szenen in denen der Aspekt ihrer Zeitreise eine wirkliche Rolle spielt. Rebecca lebt sich sehr schnell im 19. Jahrhundert ein und kleine Fauxpas werden einfach mit ihrer stürmischen Art erklärt. Über Gegenstände aus der Zukunft wundern sich die Menschen nie großartig. Und auch das Ende war dahingehend nicht sehr logisch.
Fazit
Aber alles in allem eine sehr unterhaltende Geschichte, die mich oft zum Schmunzeln gebracht hat.
Spannender Genre-Mix!
Der letzte Mord am Ende der Welt von Stuart Turton
Inhalt
Es gibt nur noch sehr wenige Überlebende. Sie leben auf einer kleinen Insel, die durch eine Barriere von dem tödlichen Nebel geschützt wird, der die restliche Menschheit bereits vernichtet hat. Als eine Wissenschaftlerin tot aufgefunden wird, schaltet sich jedoch die schützende Barriere ab und ihnen bleiben noch 107 Stunden bis die restliche Menschheit ausgelöscht wird.
Meinung
Wie soll man dieses Buch nur beschreiben und bewerten ohne zu viel vorweg zu nehmen? Denn ich war wirklich völlig überrascht vom Verlauf der Geschichte und ich denke genauso muss es sein. Es ist so viel mehr als ein Krimi, für mich ist es sogar eher ein Science-Fiction-Roman! Ich finde Bücher, die keinem festen Genre zugeordnet werden können, sehr faszinierend und so hat auch dieses Buch total meinen Geschmack getroffen.
Aber gut, fangen wir vorne an. Die Überlebenden haben sich ein neues Leben auf der Insel aufgebaut und sind damit auch sehr zufrieden. Sie leben als friedliche Gemeinschaft, bewirtschaften das Land und in ihrer Freizeit betätigen sie sich künstlerisch, jeder nach seinen Vorlieben und Talenten. Dieses Idyll wird eines Tages allerdings tief erschüttert, als eine Wissenschaftlerin tot aufgefunden wird. Erst glauben alle an einen Unfall, doch Emory zweifelt. Und deshalb beginnt Emory zu ermitteln. Gemeinsam mit ihr begeben wir uns auf eine aufregende Reise über die Insel, auf der es mehr Geheimnisse gibt als alle dachten.
Wir verfolgen hauptsächlich Emory, eine Dorfbewohnerin, die noch nicht so recht ihren Platz in der Gemeinschaft gefunden hat. Sie besitzt kein ausgeprägtes Talent, stellt schon immer zu viele Fragen und ist so etwas unbequem, selbst für ihre eigene Familie.
Es gibt aber auch einen Ich-Erzähler und hier habe ich einige Seiten gebraucht, um herauszufinden, wer da erzählt. Aber dadurch ergibt sich eine sehr spannende Erzählweise!
Einzig die Spannung, die durch den Zeitdruck hätte erzeugt werden können, kam bei mir nicht so rüber. Vielleicht, weil doch einige Dinge passiert sind, die recht viel Zeit in Anspruch genommen haben.
Fazit
Ein spannender Genre-Mix! Davon möchte ich gerne noch mehr lesen.
Spannende Reise durch Ägypten
Geheimnisse des Nil, Band 1 - What the River Knows von Isabel Ibañez
Inhalt
Die Oliveras verbringen viel Zeit in Ägypten, doch Inez darf nie mit. Als sie dann vom Tod ihrer Eltern auf einer dieser Reisen erfährt, hält sie nichts mehr. Sie reist nach Ägypten, um die mysteriösen Umstände ihres Todes zu untersuchen, mit im Gepäck ein magischer Ring, den ihr Vater ihr geschickt hatte.
Gestaltung
Wirklich ein wunderschönes Buch! Die eleganten Gold-Veredelungen und der passende Farbschnitt machen das Buch zu einem kleinen Kunstwerk.
Auch innen findet man immer wieder Zeichnungen von Inez dargestellt, das macht das Buch schon besonders.
Sprache + Charaktere
Die Geschichte hat mich gleich auf den ersten Seiten gepackt. Man spürt sofort, dass Inez keine typische junge Dame der feinen Gesellschaft ist, auch wenn ihre Tante das gerne aus ihr machen würde. Ihr reicht es nicht Teegesellschaften zu besuchen und mit einer guten Partie verheiratet zu werden, sie will Abenteuer erleben. Und dabei ist sie wirklich sehr einfallsreich und findet immer einen Weg zu erreichen, was sie will, ohne Rücksicht auf Konventionen oder Erwartungen der Gesellschaft.
Man bekommt auch ein gutes Gespür für die Situation in Ägypten, wie die Besetzung durch die Briten das Land und die Menschen berührt.
Der fantastische Teil der Geschichte nimmt nur wenig Raum ein, was für mich gut funktioniert hat. Wer aber eine Fantasygeschichte erwartet, wird vielleicht enttäuscht sein. Deshalb würde ich das Buch eher als historischen Liebesroman bezeichnen, als ihn ins Fantasygenre zu sortieren.
Die Geschichte ist voller Abenteuer, Lügen, Geheimnissen und ägyptischer Vergangenheit. Für meinen Geschmack hätte es noch etwas mehr Rätsel zu lösen und die Schatzsucherei etwas schwieriger sein können.
Die Liebesgeschichte war voller Spannungen und Konflikten, der Love-Interest leicht einzuschätzen. Das hat mir gut gefallen.
Fazit
Eine tolle Reise durch die Geschichte von Ägypten. Zum Highlight hat mir aber irgendetwas gefehlt.
Sehr atmosphärisch
A Study in Drowning (A Study in Drowning, Band 1) von Ava Reid
Inhalt
Effy ist die erste Architekturstudentin der Universität, würde aber viel lieber Literatur studieren. Das ist für Frauen aber unmöglich. Als sich ihr dann die Gelegenheit bietet das Haus ihres verstorbenen Lieblingsschriftsteller neu zu gestalten, ergreift sie diese und reist in den vom Meer gezeichneten Süden des Landes.
Sprache
Ich habe diese Verknüpfung zwischen Fantasy und historischem Setting wirklich für mich entdeckt. Die Geschichte spielt in einer Fantasywelt, in Llyr. Sie hat ihre eigene Geschichte, Sagen und einen Funken Magie. Aber die meisten Menschen glauben nicht mehr an die alten Legenden. Und sonst fühlt sich die Geschichte einfach ein wenig aus der Zeit gefallen an. Auch die Natur ist unglaublich gut in die Geschichte eingebunden. Und in dieser Welt war ich sofort gefangen. Sie ist einfach unglaublich atmosphärisch.
Die Geschichte wird immer mysteriöser und man überlegt ständig was ist real und was nicht. Und ich muss sagen am Ende habe ich mir beinahe gewünscht, dass es keine magischen Elemente gegeben hätte. Denn so hätte die Geschichte auch funktioniert.
Trotzdem konnte mich das Ende und die Auflösung der Geschichte begeistern.
Was mir beim Lesen dieses Buches wieder einmal stark aufgefallen ist, dass ich keine langen Kapitel mag. Ich tue mich dann oft schwer, das Buch zur Hand zu nehmen, wenn ich nicht viel Zeit habe und ich höre dann eher am Ende eines Kapitels direkt auf, wenn ich weiß das nächste ist nicht mal noch kurz gelesen. Kürzere Kapitel entwickeln bei mir eher eine Sogwirkung.
Charaktere
Effy ist eine tolle Protagonistin. Ich habe ihre Begeisterung für Literatur und im Besonderen für die Geschichte „Angharad“ so gefühlt. Ich habe ihre Wut gespürt, dass sie als Frau in dieser Welt so eine schwache Stellung hat, dass sie nicht studieren kann, was sie will und einfach nicht ernst genommen wird.
Auch ihre innere Zerrissenheit konnte ich spüren, ob die Dinge, die sie sieht, die sonst niemand sieht, real sind oder nur Einbildung.
Preston kommt am Anfang der Geschichte nicht gut weg. Er erfüllt alle Klischees, die Effy von ihm erwartet. Doch schon bald merkt man, dass mehr hinter seiner Fassade steckt und er kämpft dafür, Effy, und mich als Leserin, eines Besseren zu belehren.
Es gibt aber außer diesen beiden tollen Figuren auch viele sehr unangenehme Charaktere. Und auch schreckliche Ereignisse werden nicht explizit auserzählt, aber doch erwähnt und spielen auch für die Story eine wichtige Rolle. Deshalb wenn euch bestimmte Themen triggern, unbedingt die Content Note beachten.
Fazit
Eine faszinierende Story!
Wichtiges Buch
Was wir nicht kommen sahen von Katharina Seck
Inhalt
Jenny kann es nicht fassen. Ihre Tochter Ada hat sich das Leben genommen. In ihrer verzweifelten Trauer versucht sie dem „Warum?“ auf den Grund zu gehen. Dabei stößt sie auf eine Spur digitaler Gewalt gegenüber Ada von der Jenny nichts ahnte.
Sprache
Katharina Seck hat einfach einen großartigen Schreibstil.
Sie schafft es mich mit Bildern und Vergleichen direkt ins Herz zu treffen und die passenden Worte für unaussprechliche Dinge zu finden. Denn wir befassen uns hier mit Trauer, mit Verzweiflung, mit Ohnmacht, mit Wut.
In dieser Geschichte steckt außerdem unglaublich viel zwischen den Zeilen - Gefühle, Anregungen zum Reflektieren und auch viel Gesellschaftskritik.
Wir lesen aus Jennys Sicht, was sie nach Adas Tod nach und nach herausfindet. Wir lesen aber auch aus Adas Sicht, wie es soweit kommen konnte. Und dann gibt es noch die Kapitel, die mit „Anonymität“ überschrieben sind. Und die sind besonders hart für mich zu lesen gewesen. Denn hier kommen Personen zu Wort, die an Adas Mobbing beteiligt waren. Und hier stoßen wir auf so abstruse Gedankenwelten, die oft schwer zu begreifen waren, aber leider Realität sind.
Charaktere
Ada ist Gamerin und streamt regelmäßig. Eine Welt, die ihre Eltern nicht kennen und verstehen, aber eine die Ada liebt und in der sie sich etwas aufbauen will. Bis ihr eine Welle von Hass entgegen schwappt.
Jenny denkt, sie ist mit Ada aus dem Gröbsten raus und ist sehr zufrieden mit ihrem Familienleben. Deshalb macht sie sich große Vorwürfe, als Ada sich das Leben nimmt. Und möchte unbedingt herausfinden, was falsch gelaufen ist.
Ich konnte mich in Jennys Perspektive etwas besser hineinversetzen, weil ich ihr in meiner persönlichen Situation näher bin. Aber beide Frauen zu verfolgen war faszinierend und fürchterlich gleichzeitig, weil sie durch so eine harte Zeit gehen.
Fazit
Ein wichtiges Buch.
Tolle Storyidee
Jewel & Blade, Band 1 - Die Wächter von Knightsbridge von Anne Lück
Inhalt
Harper liebt die Arbeit in der Goldschmiede ihrer Mutter. Als eines Tages der geheimnisvolle Archer einen uralten, faszinierenden Ring vorbei bringt, ändert sich für Harper alles. Denn als sie den Ring berührt, sieht sie eine Vision von König Artus und Morgana. Um dem auf den Grund zu gehen, folgt sie Archer nach London.
Sprache
Ich war sofort gefesselt und fasziniert von der Art wie Anne Lück in die Geschichte gestartet ist. Die Stimmung in der Goldschmiede und Harpers Liebe zu den Schmuckstücken war toll zu lesen. Und da habe ich leider schon den ersten Kritikpunkt. Denn die Goldschmiedekunst und dieses besondere Gespür für Metall kommt im weiteren Verlauf der Geschichte kaum noch vor. Da hatte ich mir irgendwie mehr versprochen.
Das erste Zusammentreffen mit Archer war ebenfalls toll. Er war geheimnisvoll, attraktiv und schwer zu durchschauen. Leider hat auch er im Laufe der Geschichte an Bedeutung verloren.
Dafür kam ein neuer Love Interest ins Spiel. Und die Annäherung der beiden war wirklich süß, obwohl er rebellisch und ebenfalls schwer durchschaubar ist.
Überhaupt ist es schwer überhaupt irgendeinem der Charaktere zu vertrauen, weil man nicht weiß, wer hinter der bösen Bedrohung steckt, die Harper begegnet.
Wie Harper in London ankommt und dort auf die Suche nach Hinweisen geht war spannend zu lesen. Natürlich spielt auch die Legende von Artus und seinen Rittern der Tafelrunde eine Rolle. Und obwohl ich die Legende nicht im Detail kenne, konnte ich der Geschichte gut folgen.
Das Ende war mir leider viel zu schnell und verwirrend. Ich weiß, es kommt ein zweiter Band, aber so ein paar Fäden hätten für mich auch am Ende von Band 1 schon besser zusammen laufen dürfen. Ich konnte die Verwicklung zwischen den Personen nur schwer nachvollziehen.
Fazit
Eine tolle Storyidee, die mich in der Umsetzung leider nicht völlig überzeugen konnte.
Spannend
Dark Venice. Deep Water (Dark Venice 1) Dark Venice von Antonia Wesseling
Inhalt
Merle reist nach Venedig, um dort ein Auslandssemester zu verbringen und um einem Geheimnis der Vergangenheit ihrer Familie auf den Grund zu gehen.
Doch ihr attraktiver Mitbewohner lenkt sie dabei etwas ab und auch er scheint etwas zu verbergen.
Sprache
Antonia Wesseling hat hier eine spannende Geschichte geschrieben.
Ich liebe es, wenn es neben der Romance noch eine Nebenhandlung gibt. Und die gibt es hier und wie!
Wir haben das Familiengeheimnis von Merle, das sie versucht aufzudecken. Man spürt auch Matteo und seine Freunde haben ein Geheimnis und das führt dazu, dass sie keinen guten Ruf an der Uni haben. Und dann das Auslandssemester von Merle, wie sie sich erst einfinden muss, neue Leute kennenlernt. Das hat die Geschichte wirklich abwechslungsreich und fesselnd gemacht.
Die Lovestory war für mich auch gut gemacht. Es gibt ein bisschen Drama und knisternde Anziehung. Alles gut spürbar für mich.
Und natürlich macht auch das Setting die Geschichte besonders. Gerade zu Anfang der Story war Venedig wirklich gut eingefangen. Leider tritt das im Laufe der Geschichte etwas in den Hintergrund.
Sprecher
Hannah Schepmann, die die Sicht von Merle liest, und Louis Friedemann Thiele, der Matteo vertont, machen hier wirklich einen großartigen Job. Sie haben es geschafft immer die richtige Stimmung einzufangen und ich konnte mir die Szenen bildlich vorstellen.
Fazit
Ich bin sehr gespannt auf den zweiten Band der Dilogie!
Tolles Setting, schwache Protagonistin
Serpent Queen 1. In Power She Rises von Christina Hiemer
Inhalt
Cahira hat ihr Ziel endlich erreicht. Sie tritt in die Fußstapfen ihres Vaters und wird eine Ferum, eine Wächterin im Dienste des Königs. Doch dann kommt alles anders als gedacht. Ein Anschlag auf den König und Cahira wird dafür verantwortlich gemacht. Daraufhin wird sie in eine Schlangengrube geworfen.
Doch sie überlebt und entdeckt eine lebendige Schlange auf ihrer Haut, die ihr Macht verleiht.
Sprache
Ich war sofort mitten in der Geschichte gefangen. Das Setting mit den verschiedenen Königreichen ist genau mein Ding. Und auch die Storyidee gefiel mir gut. Das waren spannende Voraussetzungen für eine grandiose Geschichte.
Ich mochte auch den weiteren Verlauf der Story. Man lernt die Königreiche und ihre Unterschiede kennen - die ganz unterschiedlichen Herrscher, die vielfältigen Landschaften. Außerdem erfährt man auch immer mehr über die Vergangenheit und lernt so die Konflikte zwischen den Königreichen zu verstehen.
Man begleitet Cahira auf ihrem Weg eine Lösung für diese Konflikte zu finden. Dabei trifft man spannende Charaktere, die schwer einzuschätzen sind. Sind sie Freund oder Feind? Was kann ich ihnen anvertrauen und was behalte ich lieber für mich?
Und dann natürlich auch die Schlange, die Cahira mit sich trägt. Was hat es mit ihr auf sich? Welche Fähigkeiten hat sie?
Charaktere
Bei Cahiras Entwicklung bin ich zweigespalten. Auf der einen Seite war sie mir im Verlauf der Geschichte zu wenig knallharte Kämpferin, dafür, dass sie so lange trainiert hat um eine Ferum zu werden und zu den Besten gehört. Auf der anderen Seite, gefiel mir der Gedanke, dass auch eine Kämpferin mal schwach ist und Hilfe braucht. Aber irgendwie hätte das für mich anders verpackt sein müssen. Leider ist sie so in vielen Situationen zum hilflosen Mädchen geworden, das vom Prinz gerettet werden muss.
Die Annäherung zwischen Cahira und dem Love Interest war vorhersehbar, was ich nicht schlimm finde, aber auch etwas übereilt. Den Wandel vom Feind zum Geliebten konnte ich nicht gut nachvollziehen. Da stand mir noch zu viel Ungeklärtes zwischen den beiden.
Die Nebencharaktere haben mir oft besser gefallen, als die Protagonistin.
Fazit
Ein tolles Setting, tolle Storyidee, schwache Protagonistin.











