Kunden em pfehlungen
Rezensionen von KimVi:
Weihnachtlicher Liebesroman
Christmas at Tiffany's (Wunderschöne Weihnachtsromantik in New York) von Milán Greta
Ally stammt aus der New Yorker Upper Class. Über die Geldsummen, die sie bei spontanen Shoppingtouren ausgegeben hat, musste sie sich nie Gedanken machen. Doch ein verhängnisvolles Erlebnis mit Tristan, der ebenfalls aus der Upper Class stammt, bringt Ally dazu, ihrem bisherigen Leben den Rücken zu kehren und alle Brücken hinter sich abzubrechen.
Durch einen glücklichen Zufall kann sie einen Job bei Tiffany's ergattern und erlebt nun das hektische Weihnachtgeschäft von der anderen Seite des Ladentisches. Mit Liebe und Romantik hat Ally nichts am Hut. Das ändert sich allerdings, als der angehende Parfümeur Lucien ihren Weg kreuzt. Doch dann macht Tristan Ally ausfindig und drängt erneut in ihr Leben....
Die Handlung wird in der Ich-Perspektive, aus der Sicht von Ally, geschildert. Ally wirkt vom ersten Moment an sympathisch, wodurch man sich sofort wohl in ihrer Haut fühlt. Sie führt locker durch das Geschehen und beschreibt den New Yorker Weihnachtstrubel so lebendig, dass man beinahe meint, selbst vor Ort zu sein.
Die Gefühle, die sich zwischen ihr und Zufallsbekanntschaft Lucien entwickeln, werden glaubhaft vermittelt. Man kann die Anziehungskraft zwischen den beiden förmlich zwischen den Zeilen spüren. Dadurch kann man sich ganz auf ihre Geschichte einlassen. Es macht einfach Spaß, die Wortgefechte der beiden zu verfolgen, denn man spürt tiefe Gefühle, aber auch herrlichen Humor. Der New Yorker Weihnachtszauber gibt diesem Buch einen zusätzlichen Reiz.
Die Charaktere wirken ebenfalls sehr lebendig. Man fasst spontane Sympathien, aber auch Abneigungen, wodurch man dazu angeregt wird, mit Ally und Lucien mitzufiebern. Dadurch liest sich diese weihnachtliche Liebesgeschichte quasi von selbst.
Ein bezaubernder Liebesroman, der durch lebendige Charaktere und eine weihnachtliche New Yorker Hintergrundkulisse überzeugt.
Spannende Fortsetzung
Tief im Schatten von Viveca Sten
In der Nähe des Skiorts Åre wird die brutal zugerichtete Leiche eines Mannes gefunden. Hanna Ahlander und Daniel Lindskog nehmen die Ermittlungen auf. Es stellt sich heraus, dass es sich bei dem Ermordeten um Johan Andersson, einen ehemaligen Weltklasseskifahrer, handelt. Erste Befragungen zeichnen das Bild eines freundlichen und aufgeschlossenen Mannes, der offenbar keine Feinde hatte.
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"Tief im Schatten" ist nach "Kalt und still" der zweite Fall für Hanna Ahlander und Daniel Lindskog. Man kann den aktuellen Ereignissen aber auch dann problemlos folgen, wenn man den ersten Band nicht gelesen hat. Wenn man allerdings an der beruflichen und privaten Weiterentwicklung der Hauptcharaktere interessiert ist, dann empfiehlt sich, wie bei jeder anderen Bücherserie auch, die Einhaltung der Reihenfolge.
Viveca Sten versteht es wieder hervorragend, Handlungsorte und Protagonisten so zu beschreiben, dass man vom ersten Moment mitten im Geschehen ist. Denn der verschneite Winterskiort und die unterschiedlichen Akteure wirken so lebendig, dass man alles mühelos vor Augen hat.
Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Man verfolgt gespannt die Ermittlungen und bekommt außerdem einen Einblick in das Leben von Rebecka, die in einer gläubigen Gemeinschaft lebt, in der Frauen nicht viel zu sagen haben. Zunächst ahnt man nicht, wie sich diese Einschübe mit den aktuellen Ereignissen verbinden werden, doch nach und nach laufen die Fäden zusammen. Beide Handlungsstränge sind durchgehend interessant und werden so fesselnd erzählt, dass man früh in den Sog dieses Krimis gerät. Man wird dazu angeregt, eigene Überlegungen anzustellen, doch immer wenn man meint, dass man nun auf der richtigen Fährte ist, sorgen unvorhergesehene Ereignisse für Überraschungen.
Die privaten und beruflichen Nebenhandlungen fließen glaubhaft ins Geschehen ein und lassen die Ermittler noch lebendiger wirken. Der Fokus liegt allerdings auf dem Fall, der von Seite zu Seite spannender wird und schließlich in einem atemberaubendem Finale gipfelt.
Ein nervenaufreibender Fall für Hanna Ahlander, der durch eine eindrucksvolle Hintergrundkulisse, glaubhafte Charaktere und durchgehende Spannung überzeugt.
Wahnsinnig spannend!
Stille Falle von Anders de la Motte
Kriminalinspektorin Leo Asker steht kurz vor ihrer Beförderung, als sie plötzlich von einem aktuellen und medienwirksamen Entführungsfall abgezogen und in eine ihr unbekannte Abteilung versetzt wird. Ihr wird zwar vermittelt, dass es sich um eine Beförderung handelt, doch Leo wird schnell klar, dass die "Abteilung für hoffnungslose Fälle" eigentlich ein Abstellgleis ist.
Doch dann stößt Leo ausgerechnet in dieser Abteilung auf Hinweise, die für den aktuellen Entführungsfall entscheidend sein könnten...
Der Einstieg in diesen Krimi gelingt mühelos, da es der Autor hervorragend versteht, sofort Interesse an der Handlung zu wecken. Diese wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Da die Kapitel entsprechend gekennzeichnet sind, fällt es leicht, die Übersicht zu behalten.
Der Schreibstil ist flüssig und äußerst angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen so problemlos vorstellen, dass man alles unmittelbar vor Augen hat und dadurch ins Geschehen eintauchen kann. Die Charaktere wirken ebenfalls sehr lebendig. Man fasst spontane Sympathien, fiebert mit, betrachtet allerdings auch manche Akteure misstrauisch. Denn zunächst kann man nicht alle richtig einschätzen.
Leo Askers Nachforschungen sind durchgehend interessant. Gemeinsam mit ihr versucht man, das Rätsel um die vermissten Personen zu lösen und den Drahtzieher auszumachen. Da es auch Perspektiven gibt, in denen man dem Täter über die Schulter schaut, ist man Leo mit den eigenen Überlegungen zwar einen Schritt voraus, kann aber dennoch nicht genau einschätzen, ob man richtig liegt. Die Atmosphäre, die zwischen den Zeilen schwebt, ist zuweilen düster und bedrohlich und gibt diesem Krimi einen ganz besonderen Reiz. Die Spannung ist von Anfang an spürbar, kann durchgehend gehalten werden und sich zum Ende hin sogar steigern.
Ein wahnsinnig spannender Krimi, der dazu anregt, eigene Überlegungen anzustellen. Krimi-Fans dürften hier voll auf ihre Kosten kommen.
Spannender Taunus-Krimi
Monster von Nele Neuhaus
Die 16-jährige Lissy wird ermordet aufgefunden. Zeugenaussagen und DNA Spuren lassen vermuten, dass Lissy in ihren letzten Stunden Kontakt zu einem Asylbewerber hatte, der durch Straftaten bereits polizeilich bekannt ist. Dieser Mann wird als Zeuge gesucht. Doch es gelingt dem Team um Oliver von Bodenstein nicht, ihn aufzuspüren.
Wenig später müssen sich die Ermittler mit einem weiteren Todesfall befassen. Ein übelst zugerichteter Mann, wird nachts von einem Auto erfasst und stirbt. Es handelt sich dabei um einen Straftäter, der bei einem illegalen Autorennen eine schwangere Frau getötet hat. Wer hat ihn so zugerichtet, dass er panisch vor das Auto lief? Bei den Ermittlungen stoßen Pia Sander und Oliver von Bodenstein auf weitere rätselhafte Todes- und Vermisstenfälle....
"Monster" ist bereits der elfte Fall für Oliver von Bodenstein und Pia Sander (ehemals Kirchhoff). Da die Fälle ins sich abgeschlossen sind und wichtige Hintergrundinformationen zu den Hauptcharakteren in die Handlung eingeflochten werden, kann man den aktuellen Ereignissen auch dann folgen, wenn man noch keinen Teil dieser Serie gelesen hat. Wenn man allerdings an der beruflichen und privaten Weiterentwicklung der Hauptcharaktere interessiert ist, sollte man, wie bei jeder anderen Bücherserie auch, die Reihenfolge einhalten.
Der Autorin gelingt es auch bei diesem Teil der Reihe, sofort das Interesse an der Handlung zu wecken. Denn man kann die Angst von Lissys Mutter, die ihre Tochter nicht erreichen kann, glaubhaft nachvollziehen. Obwohl man bereits im Klappentext erfährt, dass Lissy tot aufgefunden wird, hofft und bangt man mit. Die winterliche Hintergrundkulisse ist hervorragend beschrieben, wodurch man alles mühelos vor Augen hat und sich ganz auf die Ereignisse einlassen kann.
Die Ermittlungen von Oliver von Bodenstein, Pia Sander und dem gesamten Team werden so mitreißend geschildert, dass man von Anfang an dazu angeregt wird, eigene Überlegungen anzustellen. Doch dieses Mal ist nichts so, wie es auf den ersten Blick scheint, denn durch die rätselhaften Todes- und Vermisstenfälle, hat das Team alle Hände voll zu tun. Innerhalb der eigenen Reihen erleben die Ermittler ebenfalls eine Überraschung, mit der niemand gerechnet hat. Der Krimi ist abwechslungsreich und äußerst spannend. Die privaten Handlungsstränge runden das Leseerlebnis perfekt ab, da sie sich nicht zu sehr in den Vordergrund drängen, die Charaktere aber noch lebendiger erscheinen lassen.
Ein spannender Krimi, der sich quasi von selbst liest und neugierig auf den weiteren Verlauf der Reihe macht.
Düster und spannend, aber arg konstruiert
Hope's End von Riley Sager
Kit ist seit einigen Jahren Pflegerin. Doch dann unterläuft ihr ein Fehler, woraufhin sie ein halbes Jahr freigestellt wird. Diese Zeit ist um. Ihr alter Chef bietet ihr eine Stelle auf Hope's End an. Hier soll sie Lenora Hope betreuen, die rund um die Uhr Pflege benötigt. Kit hat arge Bedenken. Denn Lenora Hope soll 1929 ihre gesamte Familie umgebracht haben.
Obwohl ihre Schuld nie zweifelsfrei bewiesen werden konnte, geht die Allgemeinheit davon aus, dass es nur Lenora getan haben kann. Mittlerweile ist Lenora über 70 Jahre alt und kann nur eine Hand bewegen. Da Kit keine andere Stelle findet, ist sie gezwungen, in das alte Herrenhaus, das direkt an einer Steilküste liegt, zu ziehen, um die Betreuung zu übernehmen. Lenora beginnt mit ihr mithilfe einer Schreibmaschine zu kommunizieren. Sie verspricht Kit, ihr die gesamten Ereignisse, die sich damals wirklich auf Hope's End zugetragen haben, zu schildern. Schon bald weiß Kit nicht mehr, wem sie auf dem alten Herrensitz, der täglich immer mehr verfällt, trauen kann....
Die Handlung trägt sich auf zwei Zeitebenen zu. In der Gegenwart erzählt die junge Pflegerin Kit ihre Sicht der Dinge in der Ich-Form. Außerdem gibt es Schreibmaschinentexte, in denen die Pflegebedürftige ihre Erinnerungen an die damaligen Ereignisse teilt.
Der Autor beschreibt die Charaktere und den Handlungsort so anschaulich, dass man das Gefühl hat, selbst in dem alten Herrenhaus zu sein. Die einst so prächtige Villa verfällt und die Protagonisten sind nicht so leicht zu durchschauen. Hier scheint jeder ein Geheimnis zu hüten. Dadurch ist von Anfang an eine düstere und bedrohliche Atmosphäre spürbar. Gemeinsam mit Kit stellt man sich die Frage, was in dem alten Herrenhaus vorgeht und wem man Vertrauen kann. Immer, wenn man meint, dass man der Lösung einen Schritt näher kommt, sorgen unerwartete Wendungen für Überraschungen. Denn auf Hope's End ist nichts so, wie es scheint. Dadurch gerät man früh in den Sog der Ereignisse.
Dennoch hat man zuweilen das Gefühl, dass man auf der Stelle tritt und dass sich nichts richtig zusammenfügen will. Doch immer wieder kommt es zu spannenden Szenen, die durch die bedrohliche Atmosphäre unter die Haut gehen und zum Weiterlesen animieren. Zum Ende hin steuert man auf ein geradezu spektakuläres Finale hin, das zwar arg konstruiert, aber unheimlich spannend wirkt.
Obwohl mich die düstere Atmosphäre und die unerwarteten Wendungen in ihren Bann ziehen konnten, vergebe ich auf meiner persönlichen Bewertungsskala drei von fünf Sternen, da auf mich das Ganze zu konstruiert wirkte.
Weihnachtlicher Wohlfühl-Roman
Weihnachten kann kommen von Sarah Morgan
Die Werbefachfrau Lucy liebt ihren Job. Doch als der Agentur, bei der sie angestellt ist, plötzlich zwei Großkunden abspringen, müssen Lucy und ihre Kollegen um ihre Arbeitsplätze bangen. Lucy hat eine Idee, zu einer Kampagne, die für Ross Miller interessant sein könnte. Doch der Unternehmer ist schwer zu erreichen.
Deshalb beschließt sie, ihn kurz vor Weihnachten bei seiner Familie aufzusuchen, um ihm die Unterlagen persönlich zu übergeben. Als sie dort eintrifft, wird sie von den Familienangehörigen irrtümlich für seine Freundin gehalten und damit nimmt das Weihnachtsfest der Familie Miller einen überraschenden Verlauf...
Der Einstieg in den diesjährigen Weihnachtsroman von Sarah Morgan gelingt mühelos. Denn sie versteht es wieder hervorragend, eine lebendige, schottischen Hintergrundkulisse zu erschaffen, in der man sich sofort wohlfühlt. Das festlich geschmückte Haus der Millers, prasselnde Kaminfeuer und eine verschneite Außenwelt sorgen dafür, dass man sich mit diesem Roman perfekt auf die Weihnachtszeit einstimmen kann.
Die Handlung wird aus wechselnden Perspektiven betrachtet, wobei der Fokus nicht nur auf Ross und Lucy liegt. Denn auch den anderen Mitgliedern der Miller-Familie steht ein ereignisreiches Weihnachtsfest bevor. Die Charaktere wirken alle so lebendig, dass man sie sofort vor Augen hat. Die Sorgen und Nöte der unterschiedlichen Familienmitglieder wirken authentisch, wodurch man sich ganz auf die Handlung einlassen kann. Da es in der Familie an diesem Weihnachtsfest etwas chaotisch zugeht, kommt auch der Humor nicht zu kurz. Diese Geschichte liest sich dadurch quasi von selbst. Denn man identifiziert sich mit den Protagonisten und fiebert mit.
Ein wundervoller Familienroman, der durch authentische Charaktere und eine eindrucksvoll beschriebene Hintergrundkulisse überzeugt und damit perfekt auf Weihnachten einstimmt.
Intensiv erzählt, stellenweise aber etwas langatmig
Und plötzlich warst du fort von Alison Espach
Die Schwestern Kathy und Sally haben einige innige Beziehung zueinander. Sally bewundert ihre ältere Schwester sehr, denn Kathy scheint alles zu wissen. Als Kathy beginnt, für ihren späteren Freund Billy zu schwärmen, hört Sally beeindruckt zu und beginnt ebenfalls ihn heimlich anzuhimmeln. Doch plötzlich stürzt Sallys heile Welt zusammen, denn Kathy stirbt bei einem Autounfall und Billy wird dafür verantwortlich gemacht.
Doch ausgerechnet Billy kann am besten verstehen, welche Lücke Kathy hinterlässt und was das für Sally bedeutet. Obwohl ihre Eltern ihr den Kontakt mit Billy verbieten, lässt Sally ihn nie ganz abreißen....
Sally erzählt diese Geschichte selbst und spricht dabei ihre Schwester Kathy an. Dadurch bekommt man von Anfang an einen hervorragenden Eindruck, wie intensiv die Beziehung der beiden war. Sally schildert die Ereignisse so lebhaft, dass man alles mühelos vor Augen hat und sich vorstellen kann, wie sehr der Verlust nicht nur Sally, sondern die ganze Familie und natürlich auch Billy getroffen hat. Denn nach Kathys Tod ist nichts mehr so, wie es vorher war. Diese Tatsache schwebt immer zwischen den Zeilen. Doch Sally gelingt es auch, ihren ganz besonderen Humor aufblitzen zu lassen, wodurch die Geschichte zwar emotional, aber nicht zu schwermütig wirkt.
Obwohl Sally anschaulich erzählt, hat man zuweilen das Gefühl, auf der Stelle zu treten. Sie beschreibt alles ausufernd, wodurch die Geschichte relativ geruhsam dahinplätschert und stellenweise sogar etwas langatmig wirkt.
Eine emotionale Geschichte, die zwar intensiv erzählt wird, aber stellenweise etwas langatmig wirkt.
Hochspannung von der ersten bis zur letzten Seite!
The Institution von Helen Fields
Die hochschwangere Krankenschwester Tara Cameron arbeitet in der geschlossenen Station eines Hochsicherheitsgefängnisses. Hier betreut sie psychisch kranke Verbrecher, die unvorstellbar grausame Taten begangen haben. Eines Morgens wird ihre Leiche gefunden. Das Baby wurde aus ihrem Leib geschnitten und von der kleinen Tochter fehlt jede Spur.
Die forensische Profilerin Dr. Connie Woolwine und ihr Partner werden in das Hochsicherheitsgefängnis eingeschleust, um verdeckt zu ermitteln. Denn für die brutal dem Mutterleib entrissene Tochter zählt jede Sekunde. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt...
Der Einstieg in diesen Thriller gelingt mühelos, denn die Autorin versteht es von Anfang an, eine beklemmende Atmosphäre heraufzubeschwören, der man sich nur schwer entziehen kann. Das Hochsicherheitsgefängnis wird eindrucksvoll beschrieben. Die Aussichtslosigkeit, dass es sich hier um die Endstation der Insassen handelt, schwebt förmlich zwischen den Zeilen. Am Ende des Buchs befindet sich eine Karte der Station, auf der sich die Haupthandlung zuträgt, damit kann man sich den eingeschränkten Handlungsort noch besser vorstellen.
Die Anzahl der Charaktere ist ebenfalls überschaubar. Bei den Insassen handelt es sich um äußerst gefährliche Männer, doch auch die Angestellten wirken nicht vertrauensvoll. Man ahnt nicht, wem die Profilerin trauen kann. Da dem Baby nur wenig Zeit bleibt, ist der Druck, unter dem Connie Woolwine steht, konstant spürbar. Man fiebert durchgehend mit, versucht eigene Schlüsse zu ziehen, doch es gibt einige Wendungen, die für Überraschungen sorgen. Hier ist definitiv nichts so, wie es auf den ersten Blick scheint. Die früh aufgebaute Spannung kann sich im Verlauf der Handlung stetig steigern und gipfelt in einem atemberaubenden Finale.
Hochspannung von der ersten bis zur letzten Seite!
Winterliche Wohlfühl-Romanze
Dich hatte ich nicht auf dem Wunschzettel von Zoe Allison
Maya Bashir muss notgedrungen in ihr Heimatdorf zurückkehren, denn sie hat sich nicht nur von ihrem Partner getrennt, sondern auch noch den Job verloren. Obwohl sie die weihnachtliche Stimmung in dem kleinen schottischen Dorf eigentlich mag, sieht sie ihrer Rückkehr mit gemischten Gefühlen entgegen.
Denn Maya weiß genau, dass ihr Vater sie sofort zu einer Stellesuche, in dem eigentlich von ihr gehassten Beruf, drängen wird. Außerdem wird Maya dort auf ihre erste große Liebe Sam treffen, der ihr in Jugendjahren das Herz brach. Maya ahnt nicht, dass sie Sam schon vor der Rückkehr wiedersehen wird und noch dazu in einer absolut unerwarteten Situation.....
Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet, denn Maya und Sam stehen abwechselnd im Mittelpunkt der Ereignisse. Dadurch bekommt man einen guten Einblick in ihre Gefühle.
Es gelingt der Autorin hervorragend, eine winterliche Atmosphäre zu beschreiben und diese so gut zu vermitteln, dass man beinahe meint, mit den Protagonisten durch den Schnee zu stapfen und dabei das Knirschen des Schnees unter den Schuhen zu spüren. Handlungsorte und Charaktere wirken so authentisch, dass man sich ganz auf die Liebesgeschichte von Maya und Sam einlassen kann.
Die beiden Hauptcharaktere wirken von Anfang an sympathisch. Da sie sich zu Beginn der Handlung in einer unerwarteten Situation wiedersehen, kommt auch der Humor nicht zu kurz. Die langsame, erneute Annäherung der beiden und die Probleme, die beiden im Weg stehen, werden glaubhaft vermittelt und wirken nicht zu übertrieben. Im Gegenteil, denn man versetzt sich in die jeweiligen Situationen und fiebert mit.
Eine winterliche Wohlfühl-Romanze, bei der man mitfiebern kann.
Krimi mit eindrucksvoll beschriebener Hintergrundkulisse
Im Herzen so kalt von Sandra Åslund
Mitten im tief verschneiten Wald, findet ein kleines Mädchen die Leiche des Umweltaktivisten Mats Anderberg. Der Mann wurde durch einen Schuss in den Rücken getötet. Die Stockholmer Kriminalinspektoren Maya Topelius und Pär Stenqvist werden nach Östersund geschickt, um die Ermittlungen zu leiten.
Die örtliche Polizei sieht das gar nicht gerne. Am liebsten würden sie den Fall als Jagdunfall einstufen. Doch Maya und Pär stellen schnell fest, dass das keine Option ist...
"Im Herzen so kalt" ist der Auftakt zu einer schwedischen Krimiserie, in der Maya Topelius ermittelt. Deshalb lernt man in diesem Band die Hauptcharaktere näher kennen. Die Akteure wirken von Anfang an sympathisch, doch gerade Maya hat ein Talent dafür, gelegentlich unüberlegt zu handeln.
Die Autorin beschreibt Handlungsorte und Protagonisten eindrucksvoll. Man hat das Gefühl, selbst durch die verschneiten Wälder zu streifen und versucht, dem Täter auf die Schliche zu kommen. Man verfolgt gespannt die Ermittlungen und wird dazu angeregt, eigene Überlegungen anzustellen. Da Mats Anderberg engagierter Umweltaktivist war, geraten dabei auch die ansässigen Forstwirtschaftsbetriebe in den Fokus.
Außerdem erfährt man einiges aus Mayas Freundeskreis. Denn Sanne, eine ihrer besten Freundinnen, muss sich ihrer Vergangenheit stellen, um ein aktuelles Problem anzugehen. Dieser Handlungsstrang ist ebenfalls interessant und fügt sich gut in die Haupthandlung ein.
Obwohl Maya und Pär in alle Richtungen ermitteln, hat man das Gefühl, dass Kommissar Zufall schließlich dafür sorgt, dass der Fall am Ende gelöst wird. Das Ganze gipfelt allerdings in einem sehr spannenden Finale, das man geradezu atemlos verschlingt.
Ein gelungener Auftakt, der durch sympathische Charaktere und eine eindrucksvoll beschriebene Hintergrundkulisse überzeugen kann und die Neugier auf den weiteren Verlauf der Reihe weckt.











