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Rezensionen von KimVi:

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Spannend und nicht so leicht zu durchschauen

Der Seelenhirte von Elias Haller

Kriminalhauptkommissarin Klara Frost wird zum Hof eines Schafszüchters gerufen. Hier erwartet sie ein grausamer Anblick. Denn die komplette Familie wurde brutal getötet. Bei der Ermittlungen stößt Frost auf Parallelen zwischen den Morden und dem fiktiven Werk eines Thriller-Autors. In dem Thriller geht ein Hirte auf die Suche nach Schafen, die vom Weg abgekommen sind und zieht sie gnadenlos zur Rechenschaft.

Während Frost nach weiteren Hinweisen sucht und dabei auch das Buch liest, schlägt der Rächer weiter zielstrebig zu und richtet seine Opfer....

Nach "Der Augenmacher" und "Der Todesschöpfer" ist "Der Seelenhirte" bereits der dritte Fall für Kriminalhauptkommissarin Klara Frost, die selbst in Kollegenkreisen "Exorzistin" genannt wird. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, kann man sie unabhängig voneinander lesen.

Auch bei diesem Thriller gelingt es Elias Haller hervorragend, früh das Interesse an der Handlung zu wecken und Spannung zu erzeugen. Ein rätselhafter Prolog sorgt dafür, dass sich sofort eine bedrohliche Atmosphäre aufbaut. Da man danach Zeuge wird, wie der selbsternannte Hirte die Familie des Schafszüchters heimsucht, ist man sofort mitten im Geschehen. Allzu zartbesaitet sollte man beim Lesen allerdings nicht sein, da der Hirte nicht gerade zimperlich mit seinen Opfern umspringt. Der Autor beschreibt diese Szenen so intensiv, dass im Kopf die passenden Bilder dazu entstehen.

Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen und dadurch ganz in die spannende Handlung eintauchen. Die Charaktere wirken ebenfalls sehr lebendig. Klara Frost ist eine ziemlich taffe Ermittlerin, die alleine durch ihre zahlreichen Tätowierungen aus der Masse heraussticht. Doch auch ihre Ermittlungsarbeit und ihre nicht gerade alltäglichen Vernehmungsmethoden sind einzigartig. Am liebsten ermittelt sie alleine, doch dieses Mal hat sie nicht nur einen Praktikanten an ihrer Seite, sondern muss sich damit auseinandersetzen, dass offensichtlich jemand einen privaten Rachefeldzug gegen sie führt. Dadurch entwickelt sich ein weiterer, spannender Handlungsstrang. Außerdem gibt es immer wieder Auszüge aus dem fiktiven Thriller, den Frost liest, um dem Täter auf die Spur zu kommen. Diese sind zwar interessant, sorgen allerdings dafür, dass man etwas aus dem spannenden Lesefluss der aktuellen Ermittlungen herausgerissen wird.

Der Fall hat es wirklich in sich und ist nicht so leicht zu durchschauen. Es kommt zu einigen überraschenden Wendungen, die dafür sorgen, dass man die eigenen Überlegungen, die man hinsichtlich des Täters angestellt hat, komplett überdenken muss. Man tappt fast bis zum Schluss im Dunkeln, um am Ende eine Überraschung zu erleben.

Ich bin ein großer Fan von Elias Haller und habe bisher alle Thriller von ihm mit Begeisterung verschlungen. Auch bei diesem Exemplar war ich sofort mitten im Geschehen und konnte es bereits nach kurzer Zeit nicht mehr aus der Hand legen. Denn ich wollte unbedingt erfahren, wer da so grausam mordet und was es mit dem Rachefeldzug gegen Klara Frost auf sich hat. Da ich bei meinen eigenen Ermittlungen einige Male in die Irre geleitet wurde und den Täter nicht auf dem Schirm hatte, habe ich mich bis zum Schluss spannend unterhalten. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala vergebe ich deshalb vier von fünf Sternchen. Das eine ziehe ich ab, da mir die Auszüge aus dem Thriller, den Frost liest, etwas zu lang waren und bei mir dafür gesorgt haben, dass die Spannung ein wenig abflachte.

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Spannend und nicht so leicht zu durchschauen
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Spannender Pageturner!

Der Seelenhirte von Elias Haller

Nach dem spektakulären Ende des letzten Falls, nimmt Kommissar Fabian Risk sich eine dringend benötigte Auszeit. Denn nicht nur seine Ehe, sondern auch die Beziehung zu seinen Kindern steht auf dem Spiel. Seine Kollegen vom Helsingborger Kommissariat haben es mit einigen Fällen zu tun. Ein syrischer Junge wird in einer Waschmaschine totgeschleudert, ein Asylbewerberheim brennt und außerdem treibt ein Täter sein Unwesen, der seine Opfer und ihre Todesarten durch einen Würfel auswählen lässt.

Das Team gerät an seine Grenzen. Fabian Risk wird gebeten, seine Auszeit zu unterbrechen und die Kollegen zu unterstützen. Obwohl er auf eigene Faust private Ermittlungen in einem alten Fall anstellt, kehrt er ins Kommissariat zurück....

"10 Stunden tot" ist bereits der vierte Band um Fabian Risk und das Team vom Helsingborger Kommissariat. Man kann dem aktuellen Fall sicher auch dann folgen, wenn man die anderen Teile nicht gelesen hat. Es gibt allerdings spannende Nebenhandlungen, die sich durch die Bände ziehen. Diese kann man besser nachvollziehen, wenn man Vorkenntnisse hat. Wichtige Hintergrundinformationen dazu, werden zwar in die Handlung eingestreut, doch es könnte sein, dass man sich die Spannung nimmt, wenn man die Fälle nicht in der vorgesehenen Reihenfolge "Herzsammler", "Und morgen du" , "Minus 18 Grad" und schließlich "10 Stunden tot" liest.

Der Einstieg in den aktuellen Fall gelingt relativ mühelos. Zunächst blickt man zurück in die Vergangenheit und beobachtet, dass Inga Dahlberg von ihrem Geliebten ermordet wird. Dann wendet sich der Autor der Gegenwart zu. Das Helsingborger Kommissariat ermittelt im Mord an einem syrischen Jungen, der in einer Waschmaschine totgeschleudert wurde. Doch das ist noch nicht alles was auf das Team zukommt, denn es gilt einige wechselnde Handlungsstränge zu verfolgen, die zunächst nicht miteinander in Verbindung gebracht werden können. Das weckt von Anfang an das Interesse mitzuermitteln, um so zu erfahren, wie alles zusammenhängen könnte. Da die Handlung allerdings sehr komplex ist, ist es ratsam, die Ermittlungen mit größter Aufmerksamkeit zu verfolgen, da man sonst entscheidende Details überlesen und den Anschluss verpassen könnte.

Neben den aktuellen Ermittlungen gibt es auch viele Verbindungen zu den vorherigen Bänden, denn dort ist noch lange nicht alles abgeschlossen. Fans der Reihe dürfte der weitere Verlauf dieser Handlungsfäden brennend interessieren, doch Neueinsteiger könnten damit durchaus ihre Schwierigkeiten haben und diese Einschübe verwirrend finden. Wie sich der alte Fall um die ermordete Inga Dahlberg in die Handlung einfügt, wird recht bald klar und dieser Handlungsstrang, ist neben den aktuellen Ermittlungen, äußerst spannend zu lesen. Die bedrohliche Atmosphäre, die der Autor hier heraufbeschwört, ist zwischen den Zeilen spürbar.

Kurze Kapitel und rasante Szenenwechsel sorgen dafür, dass man recht früh in den Sog der Ereignisse gerät und das Buch nicht mehr aus der Hand legen mag. Die Spannung wird früh aufgebaut und kann konstant gehalten werden. Nichts ist so, wie es auf den ersten Blick scheint und deshalb ist die Handlung kaum vorhersehbar. Leider gibt es am Ende einen fiesen Cliffhanger, der dafür sorgt, dass man am liebsten sofort weiterlesen möchte.

Obwohl ich manchmal Schwierigkeiten habe, mit skandinavischen Kriminalromanen richtig warm zu werden, da mir die Atmosphäre, die in diesen Romane herrscht, oft zu düster und schwermütig ist, hatte ich hier keinen Moment das Gefühl, sondern konnte mich ganz auf die spannende Handlung einlassen. Dabei habe ich mit den Ermittlern mitgefiebert und versucht die richtigen Schlüsse zu ziehen. Überraschende Wendungen haben allerdings dafür gesorgt, dass ich einige Male in die Irre geleitet wurde. Ich bin froh, dass ich bereits die anderen Bände der Reihe gelesen habe, denn sonst hätten mich die Handlungsstränge, die sich fortlaufend durch die Serie ziehen, sicher etwas verwirrt. So konnte ich allerdings alles gebannt verfolgen und bin gespannt, wie es weitergehen wird. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala vergebe ich vier von fünf Sternchen. Das eine ziehe ich ab, da der fiese Cliffhanger zum Ende mich ungeduldig in der Luft hängen lässt.

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Spannend und nicht so leicht zu durchschauen
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Durchgehend spannend und kaum vorhersehbar!

Vom gleichen Blut von Alexander Hartung

Die 14-jährige Tochter eines Bauunternehmers wird unter brutalen Umständen entführt. Da nur wenige Details veröffentlicht werden und die Kriminalpolizei auf der Stelle zu treten scheint, beschließen der ehemalige Ermittler Nik Pohl und sein Freund Jon, sich näher mit diesem Fall zu beschäftigen.

Die beiden stoßen schon bald auf einige Ungereimtheiten, die den Eindruck entstehen lassen, dass hinter dieser Entführung viel mehr steckt, als allgemein angenommen. Als ein weiteres Kind verschwindet, wird der Fall immer rätselhafter. Doch Nik gibt nicht auf und gerät schon bald selbst in große Gefahr....

"Vom gleichen Blut" ist nach "Auf zerbrochenem Glas" der zweite Fall der Thriller-Reihe um den Ermittler Nik Pohl. Da die Fälle in sich abgeschlossen sind, kann man den aktuellen Ermittlungen auch dann problemlos folgen, wenn man den ersten Band nicht gelesen hat. Um die beruflichen und privaten Weiterentwicklungen der Charaktere zu verfolgen, empfiehlt sich allerdings, wie bei jeder anderen Bücherserie auch, die Einhaltung der Reihenfolge.

Der Einstieg in den aktuellen Fall gelingt mühelos, denn Alexander Hartung versteht es hervorragend, sofort das Interesse an der Handlung zu wecken. Hinter der Entführung scheint weitaus mehr zu stecken, als es zunächst scheint. Dadurch wird man von Anfang an zum Miträtseln angeregt. Nik Pohl und seine Helfer fördern interessante Puzzleteile zutage, die allerdings nicht auf Anhieb zusammengesetzt werden können. Immer wenn man meint, dass man endlich auf der richtigen Spur ist, sorgen überraschende Wendungen dafür, dass man die eigenen Überlegungen überdenken und neu ansetzen muss. Hier ist nichts so, wie es auf Anhieb scheint. Die Spannung wird früh aufgebaut und kann durchgehend gehalten werden. Immer wieder geraten Nik Pohl und seine Freunde in gefährliche Situationen, sodass man in den Sog der Ereignisse gerät und diesen Thriller nur ungern aus der Hand legen mag.

Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen lebhaft vorstellen und deshalb ganz in die spannende Handlung eintauchen. Die Charaktere wirken dabei sehr lebendig. Deshalb fällt es leicht, mit ihnen mitzufiebern. In diesem Teil lernt man Nik Pohl ein wenig besser kennen. Dadurch wirkt er nicht mehr ganz so hart und eigenwillig wie im ersten Teil.

Im ersten Band hat ich ja zunächst Schwierigkeiten, mich mit Nik Pohls Art, die sicher nicht der Norm entspricht, zu arrangieren. Doch das hatte sich ja bereits zum Ende des ersten Teils gelegt und deshalb war ich sehr gespannt auf seinen neuen Fall. Ich wurde nicht enttäuscht, denn "Vom gleichen Blut" konnte mich vom ersten Moment an begeistern und ganz in den Bann der Handlung ziehen. Der Fall war für mich rätselhaft, nicht so leicht zu durchschauen und durchgehend spannend. Über ein baldiges Wiedersehen mit diesem eigenwilligen Ermittler würde ich mich deshalb sehr freuen.

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Durchgehend spannend und kaum vorhersehbar!
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Ein wundervoller Roman, der zum Träumen und Nachdenken anregt

Ein Cottage für deinen Sommer von Shipman Viola

Die Erinnerung an die Aufenthalte im Sommercottage ihrer Familie ist für Adie Lou mit ganz besonderen Momenten verbunden. Dieses Haus hat einen ganz eigenen Charme, dem man sich nur schwer entziehen kann. Adie Lous Ehemann Nate hat den Zauber des Hauses allerdings nie spüren können. Er ist es nun auch, der darauf drängt, dass Adie Lou das Cottage im Zuge der Scheidung verkauft.

Doch Adie Lou hat andere Pläne. Sie träumt davon, nach der Scheidung ihr bisheriges Leben völlig umzukrempeln, den gesicherten Job aufzugeben, das Ferienhaus zu einer gemütlichen Pension umzubauen und damit ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Doch schon bei der Ankunft im Cottage stellt Adie Lou fest, dass die Verwirklichung ihres Traumes nicht ganz einfach sein wird. Dennoch stellt sie sich mutig der Herausforderung....

Viola Shipman schafft es auch bei diesem Roman wieder, von Anfang an eine warmherzige Atmosphäre zu vermitteln, in der man sich vom ersten Moment an wohlfühlt. Dieses wunderbare Erzähltalent macht den besonderen Reiz ihrer Geschichten aus. Denn ihr Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Außerdem gelingt es ihr, auf einzigartige Weise, Gefühle zwischen den Zeilen schweben zu lassen, die beim Lesen so glaubhaft vermittelt werden, dass sie nicht nur zu Herzen gehen, sondern ganz nebenbei zum Nachdenken anregen.

Das liegt sicher auch mit an den Charakteren, die in ihren Geschichten regelrecht zum Leben erwachen. Man kann sich mit ihnen identifizieren und dabei ihre Gedanken und Gefühle nachvollziehen. Das ist auch dieses Mal so. Denn Adie Lou wirkt vom ersten Moment an sympathisch, sodass man gerne verfolgt, mit welchem Mut sie sich den Hindernissen stellt, um ihren Traum zu erfüllen. Sie ist eine starke Frau, die sich selbst wiederfinden muss. Es ist beinahe so, als ob man selbst vor Ort wäre und alles beobachten würde. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen und hat dabei die atemberaubende Hintergrundkulisse des Michigansees vor Augen. So kann man nicht nur ganz in die Geschichte eintauchen, sondern nebenbei auch noch ein wenig Urlaubsfeeling genießen.

Im Cottage gelten Regeln. Diese lernt man beim Lesen genau kennen, denn der Roman ist in Abschnitte unterteilt, in denen jeweils eine dieser Regeln im Mittelpunkt steht. Dabei gelingt es Viola Shipman, Lebensweisheiten zu vermitteln, die zum Nachdenken anregen, ohne dass man das Gefühl hat, dass man mit dem erhobenen Zeigefinger darauf hingewiesen wird.

Ich habe schon einige Roman der Autorin mit großer Begeisterung gelesen und wurde auch von diesem Exemplar nicht enttäuscht. Denn ich war sofort mitten im Geschehen und konnte ganz in die Wohlfühlatmosphäre, die sich beim Lesen unwillkürlich ausbreitet, eintauchen und Adie Lous Geschichte genießen. Ein wundervoller Roman, der zum Träumen, Genießen und Nachdenken anregt!

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Ein wundervoller Roman, der zum Träumen und Nachdenken anregt
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Spannender Psychothriller!

Tote Asche | Traue niemandem - schon gar nicht dir selbst! von Patricia Walter

Als Kira Roth nach Hause kommt, glaubt sie ihren Augen nicht zu trauen. Denn in der Küche steht die Urne ihrer verstorbenen Mutter! Der Zettel, der daneben liegt, sorgt für einen weiteren Schockmoment: "Sie war nicht deine Mutter. Und du verdienst es nicht zu leben!" Was hat das zu bedeuten? Kira fährt sofort zum Friedhof.

Die Ruhestätte ihrer Mutter scheint unversehrt zu sein, doch ganz in der Nähe entdeckt Kira ein frisch ausgehobenes Grab, das ihren Namen und ihr Todesdatum trägt. Und dieses Datum ist in fünf Tagen! Kira ruft sofort die Polizei. Doch beim Eintreffen der Beamten steht ein anderer Name an dem frischen Grab und die Urne in der Wohnung ist ebenfalls verschwunden! Als es zu weiteren rätselhaften Ereignissen kommt, weiß Kira nicht, ob tatsächlich jemand ein perfides Spiel mit ihr treibt oder ob sie sich alles nur einbildet. Doch sie ist fest entschlossen, der Sache auf den Grund zu gehen...

Der Einstieg in diesen Psychothriller gelingt mühelos. Denn die Autorin schafft es vom ersten Moment an, eine bedrohliche Atmosphäre zu vermitteln, die sich durch die gesamte Handlung zieht. Das Entsetzen, das Kira beim Anblick der Urne befällt, ist sofort spürbar und ihre Reaktion, zum Friedhof zu fahren, nachvollziehbar. Die Entdeckung des frischen Grabs, das den Namen von Kira und ihr baldiges Todesdatum trägt, sorgt dafür, dass man, genau wie Kira, davon überzeugt ist, dass hier jemand ein perfides Spiel mit ihr treibt. Doch diese Überzeugung gerät schon bald ins Wanken, da sich herausstellt, dass Kira schon einmal eine schwere Psychose hatte, die durch ein traumatisches Erlebnis in ihrer Kindheit ausgelöst wurde. Damals hörte sie Stimmen und sah Dinge, die nicht vorhanden waren. Deshalb ist man hin- und hergerissen. Man weiß nicht, wem man glauben oder vertrauen soll. Diese Ungewissheit übt einen großen Reiz aus und sorgt dafür, dass man früh in den Sog der Handlung gerät.

Die Spannung wird dadurch früh aufgebaut, zieht sich konstant durch die Ereignisse und wird durch die bedrohliche Atmosphäre, die zwischen den Zeilen schwebt, hervorragend untermauert. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen und deshalb ganz in die Handlung eintauchen. Die Charaktere wirken sehr lebendig. Kira ist zwar sympathisch, doch ihre Glaubwürdigkeit ist nicht genau einzuschätzen. Die anderen Protagonisten sind ebenfalls nur schwer zu beurteilen. Sie scheinen nicht immer mit offenen Karten zu spielen. Doch gerade das macht diesen Psychothriller unglaublich spannend. Die durchgehend spürbare Spannung gipfelt schließlich in einem rasanten Finale.

Ich habe mich beim Lesen dieses Psychothrillers sehr gut unterhalten, da ich die bedrohliche Atmosphäre von Anfang an spüren konnte und dadurch früh in den Sog der Ereignisse geraten bin. Ich war hin- und hergerissen und wusste einfach nicht, was ich glauben soll oder wem ich vertrauen kann. Die Auflösung hat mich überrascht, allerdings muss ich zugeben, dass mir einiges zu konstruiert wirkte. Doch das ist Meckern auf hohem Niveau, da ich einige spannende Lesestunden mit diesem Psychothriller verbracht und ihn innerhalb eines Tages verschlungen habe. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala vergebe ich deshalb vier von fünf Sternchen und eine klare Leseempfehlung.

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Spannender Psychothriller!
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Spannender Spreewald-Krimi

Spreewaldwölfe von Christiane Dieckerhoff

Der Wolf ist in den Spreewald zurückgekehrt. Die Tierschützer verfolgen das mit großem Interesse und dokumentieren ihre Beobachtungen. Doch es gibt auch erbitterte Gegner, denn Schäfer und andere Tierbesitzer haben Angst vor der Rückkehr des Wolfs. Als die Leiche eines jungen Mannes gefunden wird, der durch Bisswunden beinahe bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt wurde, droht die Situation zu eskalieren.

Polizeiobermeisterin Klaudia Wagner nimmt die Ermittlungen auf. Sie ahnt, dass hinter diesem Fall viel mehr stecken wird, als die Wolfsgegner vermuten....

"Spreewaldwölfe" ist nach "Spreewaldgrab", "Spreewaldtod" und "Spreewaldrache" bereits der vierte Fall für Kommissarin Klaudia Wagner. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, kann man den aktuellen Ermittlungen auch dann problemlos folgen, wenn man noch keinen Band der Reihe gelesen hat. Um die privaten und beruflichen Hintergründe der Kommissarin besser zuordnen zu können, empfiehlt es sich allerdings, wie bei jeder anderen Bücherserie auch, die vorgesehene Reihenfolge einzuhalten.

Der Einstieg in diesen Spreewald-Krimi gelingt mühelos. Man ist sofort mitten im Geschehen und möchte unbedingt erfahren, wie und warum der junge Mann zu Tode gekommen ist. Die Rückkehr des Wolfs und die Meinungen der Gegner und Befürworter bilden einen interessanten Hintergrund. Auch dieses Mal schildert die Autorin das besondere Flair des Spreewalds wieder so authentisch, dass man schon fast meint, selbst vor Ort zu sein. Dadurch kann man sich die Handlungsorte mühelos vorstellen und ganz in die undurchsichtigen Ermittlungen eintauchen. Die Charaktere wirken ebenfalls lebensecht. Man fasst spontane Sympathien oder auch Abneigungen und versucht, den Täter und die Hintergründe des Falls zu enttarnen. Dabei trifft man sowohl auf alte Bekannte aus den vorherigen Bänden, als auch auf neue Charaktere. Diese Mischung ist gelungen und sehr interessant. Denn der Täter und sein Motiv sind nicht so leicht zu enttarnen. Man kann eigene Ermittlungen anstellen und über den weiteren Verlauf spekulieren. Das macht einen großen Reiz dieses Krimis aus. Der Fall ist durchgehend interessant und die Spannung steigert sich dabei stetig, um in einem atemberaubenden Finale zu gipfeln.

Die privaten Nebenhandlungen um Klaudia Wagner nehmen in diesem Krimi keinen allzu großen Raum ein. Dadurch können auch Leser, die bisher keinen Band der Reihe kennen, mühelos den Einstieg in diese Serie finden. Wichtige Hintergrundinformationen werden ganz nebenbei in die Handlung eingeflochten. Dabei verrät die Autorin auch nicht zu viel, sodass man auch die anderen Fälle noch lesen kann, ohne sich die Spannung zu verderben.

Ich habe bisher alle Bände dieser Reihe gelesen und das erneute Wiedersehen mit dem Spreewald und Klaudia Wagner genossen. Der Fall wirkte auf mich durchgehend interessant und nicht so leicht zu durchschauen. Deshalb konnte ich mich ganz auf die Ermittlungen einlassen und die stetig steigende Spannung genießen.

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Spannender Spreewald-Krimi
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Spannender Rachefeldzug

Nemesis von Christiane Dieckerhoff

Staatsanwältin CJ Townsend ist nach Miami zurückgekehrt. Als sie auf einer Frauenleiche ein Branding entdeckt, ist sie sicher, dass diese Frau ein Opfer des Snuff-Clubs ist, der schon Jahre sein Unwesen treibt. Da CJ im Besitz einer Liste ist, auf der die Namen der Mitglieder dieses mörderischen Clubs stehen, beginnt sie auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen.

Dabei nimmt sie das Gesetz in die eigene Hand. Denn sie weiß, dass niemand sonst das perfide Treiben des Clubs jemals stoppen wird...

"Nemesis" ist nach "Cupido", "Morpheus" und "Argus" bereits der vierte Band der Thriller-Reihe um die Staatsanwältin CJ Townsend. Man kann den aktuellen Ereignissen sicher auch dann folgen, wenn man noch keinen Teil der Serie gelesen hat, da wichtige Informationen aus den Vorgängern in die Handlung eingeflochten werden. Da die Bücher aber aufeinander aufbauen, empfiehlt sich dennoch die Einhaltung der Reihenfolge. Denn man erfährt entscheidende Details aus den vorherigen Büchern und könnte sich, wenn man sie nicht nacheinander liest, die Spannung verderben.

Der Einstieg in die Handlung gelingt mühelos. Einige Rückblicke auf die vorherigen Ereignisse sorgen dafür, dass einem die Zusammenhänge wieder in Erinnerung gerufen werden oder aber, wenn man noch keinen Teil gelesen hat, dass man dem aktuellen Geschehen dennoch folgen kann. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen und deshalb ganz in die mitreißende Handlung eintauchen. Allzu zartbesaitet sollte man beim Lesen allerdings nicht sein, denn Jilliane Hoffman beschreibt auch das eiskalte, perfide Treiben des Snuff-Clubs so realistisch, dass man diese grausigen Szenen unmittelbar vor Augen hat.

Das Interesse an der Handlung wird von Anfang an geweckt, auch wenn der Einstieg, in dem man noch einige Infos aus dem vorherigen Geschehen bekommt, noch nicht besonders spannend ist. Dennoch sind diese Infos wichtig, um die Zusammenhänge richtig zuzuordnen. Nach und nach nimmt die Handlung dann aber deutlich an Fahrt auf. Man mag manchmal kaum glauben, was man liest und gerät deshalb unwillkürlich in den Sog der Ereignisse. Die aufgebaute Spannung kann dann durchgehend gehalten werden und gipfelt in einem atemberaubenden Finale.

CJ wirkt sympathisch, obwohl sie in diesem Teil nicht nur am Rande der Legalität, sondern weit darüber hinaus agiert. Man kann allerdings nachvollziehen, warum sie das tut und deshalb wirkt ihr Rachefeldzug, bei dem sie es sich zum Ziel gesetzt hat, dem perfiden Snuff-Club den Garaus zu machen, dennoch glaubhaft. Eine private Nebenhandlung sorgt außerdem dafür, dass man CJ gewogen bleibt.

Ich habe bereits alle Bände dieser Reihe mit großer Spannung gelesen und auch bei diesem Teil war ich sofort wieder mitten im Geschehen. Nach einem zunächst eher gemächlichen Start, konnte mich der Thriller wieder mitreißen, sodass ich ihn innerhalb kurzer Zeit verschlungen habe.

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Spannender Rachefeldzug
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Berührt und regt zum Nachdenken an

Von A wie allein bis Z für zusammen von Debra Johnson

Die beiden Schwestern Rose und Poppy waren einmal die besten Freundinnen. Sie standen füreinander ein und sind gemeinsam durch dick und dünn gegangen. Doch diese Zeit ist schon lange vorbei. Seit Jahren sprechen die beiden nicht mehr miteinander und vermeiden jeden Kontakt. Für ihre Mutter Andrea Barnard ist dieser Zustand unerträglich.

Doch alle Vermittlungsversuche ihrerseits scheiterten über all die Jahre kläglich. Als Andrea erfährt, dass sie bald sterben muss, stellt sie mit letzter Kraft ein persönliches ABC des Lebens zusammen. Nach ihrem Tod sollen die Mädchen 26 Aufgaben, von A bis Z, gemeinsam erfüllen. Das ist nicht nur ein Weg Abschied zu nehmen, sondern auch ein letzter Versuch, die beiden Schwestern zu versöhnen.....

Der Einstieg in diesen gefühlvollen und berührenden Roman gelingt mühelos. Vom ersten Moment an schwebt eine ganz besondere Atmosphäre zwischen den Zeilen, der man sich nur schwer entziehen kann. Man hat das Gefühl, nicht nur außenstehender Leser zu sein, sondern sich mitten im Geschehen zu befinden und all die Emotionen, die im Verlauf der Geschichte durchlebt werden, hautnah nachzuempfinden.

Debra Johnsons Charaktere wirken so lebendig, dass man nicht nur ihre Wut nachempfinden, sondern gemeinsam mit ihnen trauern, lachen, weinen und hoffen kann. Durch unterschiedliche Erzählperspektiven bekommt man einen gelungenen Überblick über die Gesamthandlung. Man kann die Gefühle beider Schwestern nachvollziehen und begibt sich deshalb hoffnungsvoll mit ihnen auf die Reise in ihre Vergangenheit. Die Aufgaben, die Andrea ihren Töchtern stellt, sind abwechslungsreich und von ihr wohldurchdacht. Aus jeder einzelnen spürt man Andreas tiefe Liebe zu ihren Mädchen. Da die unterschiedlichen Gefühle, die man hier durchlebt, so glaubhaft und authentisch transportiert werden, erwacht die Geschichte zum Leben. Man gerät dadurch schon früh in den Bann dieser wunderbaren Erzählung, die zwar sehr emotional ist, aber dabei niemals kitschig oder überladen wirkt. Im Gegenteil, denn sie wirkt so authentisch, dass man selbst zum Nach- und Umdenken angeregt wird.

Einmal angefangen, ist es mir kaum noch gelungen, das Buch aus der Hand zu legen. Denn die lebendigen Charaktere und ihre authentischen Gefühle haben mich sofort mitgerissen. Ich habe mit ihnen nicht nur getrauert, gehofft und geweint, sondern auch gelacht und ihren ganz speziellen Humor genossen. Für mich war diese Geschichte ein besonderes Highlight, das mich zum Nachdenken angeregt hat und mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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Fesselndes Jugendbuch

Saligia von Swantje Oppermann

Keira wird schon ihr ganzes Leben lang von ihrem immensen Zorn geleitet. Dadurch wird sie zur Außenseiterin, denn ihre Mitschüler merken, dass sie anders ist. Selbst die eigene Mutter hält sie auf Distanz. Eines Tages wird sie von einem unbekannten Mann aufgesucht, der ihr mitteilt, dass sie eine Saligia ist.

Keira hat übernatürliche Kräfte und trägt das Erbe der Todsünde Zorn in sich. Doch damit ist Keira nicht alleine. Auf der Canterbury School soll sie mit anderen Saligia lernen, ihre Kräfte und ihre ungezügelte Wut zu kontrollieren. Keira lässt ihr altes Leben hinter sich und beginnt sich langsam an die neue Situation und ihre Mitschüler, die alle Erbe einer Todsünde, wie Hochmut, Habgier, Lust, Zorn, Völlerei, Neid und Trägheit sind, zu gewöhnen. Doch dann wird eine vermisste Mitschülerin tot aufgefunden. Keira merkt schnell, dass die anderen Saligia Geheimnisse haben. Ist vielleicht ein Mörder unter ihnen?

Obwohl man zunächst einen Moment braucht, um sich an die außergewöhnliche Hauptprotagonistin Keira, die sich oft von ihrem ungezügelten Zorn leiten lässt, zu gewöhnen, gelingt der Einstieg in die Geschichte mühelos. Der Schreibstil ist flüssig und äußerst angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen und wird außerdem, genau wie Keira selbst, langsam mit den Besonderheiten der Saligia vertraut gemacht. Die Charaktere wirken lebendig, sodass man sich ganz auf diese ungewöhnliche Welt einlassen kann.

Die Atmosphäre in der Schule wirkt düster und geheimnisvoll. Gemeinsam mit Keira versucht man die unterschiedlichen Saligia, die hier miteinander leben, einzuschätzen. Doch das ist gar nicht so einfach. Denn jeder scheint hier ein Geheimnis zu haben. Man kann sich nicht sicher sein, wem Keira eigentlich vertrauen kann. Dadurch baut sich die Spannung recht früh auf, kann durchgehend gehalten werden und gipfelt in einem überraschenden Finale. Am Ende gibt es ein paar lose Handlungsfäden, die auf eine Fortsetzung hoffen lassen.

Mir hat dieser Genre-Mix aus Fantasy, Jugendbuch und Krimi, fein abgestimmt mit einer wohldosierten Prise Liebe, ausgesprochen gut gefallen. Einmal angefangen, mochte ich das Buch nur ungern aus der Hand legen, da mich der außergewöhnliche Plot, die lebendigen Charaktere, die geheimnisvolle Atmosphäre und die stets spürbare Spannung förmlich durch die Handlung getrieben haben.

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Fesselndes Jugendbuch
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Spannender Pageturner!

Golden Cage. Trau ihm nicht. Trau niemandem. von Läckberg Camilla

Faye und Jack Adelheim gelten als absolutes Traumpaar. Jack führt ein angesehenes Unternehmen, bei dessen Aufbau Faye entscheidenden Anteil hatte. Geld spielt für die beiden keine Rolle, denn sie sind mittlerweile sehr vermögend. Deshalb ist Faye auch nicht berufstätig, sondern kümmert sich um die gemeinsame Tochter Julienne.

Doch der schöne Schein trügt, denn Jack scheint völlig zu vergessen, welchen Anteil Faye an seinem beruflichen Erfolg hatte, behandelt sie von oben herab und zeigt ihr die kalte Schulter. Faye setzt alles daran, ihrem Mann zu gefallen. Doch er hat nur Verachtung für sie übrig. Die Ratschläge ihre besten Freundin will Faye nicht hören, denn Jack bedeutet alles für sie. Doch dann kommt der Tag, an dem sie aus ihrem goldenen Käfig gestoßen wird und der Wahrheit ins Auge sehen muss.

Bei diesem Spannungsroman wird man, ohne langatmiges Vorgeplänkel, gleich mitten ins rätselhafte Geschehen geworfen. Denn im Prolog erlebt man Faye in einer sehr emotionalen Situation. Julienne wird vermisst. Eine riesige Blutlache, die ihr zuzuordnen ist, deutet auf ein Verbrechen hin - und Jack steht unter Verdacht! Das Interesse an der Handlung ist dadurch sofort geweckt, denn man stellt sich die Frage, was passiert ist und wie es dazu kommen konnte. Doch bis zur Aufklärung muss man sich fast bis zum Schluss gedulden. Der Schreibstil ist von Anfang an flüssig und sehr angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen und deshalb ganz in die Handlung eintauchen.

Das Buch ist in drei Teile gegliedert. Am Anfang erlebt man Fayes Leben im goldenen Käfig. Sie ordnet sich ihrem Mann vollkommen unter, nimmt sich selbst zurück und bettelt förmlich um Anerkennung. Obwohl Faye sympathisch wirkt, möchte man sie beim Lesen am liebsten schütteln, damit sie die Augen nicht länger vor der Wahrheit verschließt und ihrem Mann entgegentritt. Denn Faye ist eigentlich viel intelligenter als ihr Mann und deshalb ist es zunächst nur schwer nachvollziehbar, warum sie sich so behandeln lässt. Rückblicke in Fayes Vergangenheit lassen außerdem die Schlussfolgerung zu, dass sie von einem Geheimnis umgeben ist, das von ihr streng gehütet wird. Sie scheint also keineswegs brav und vollkommen naiv zu sein. Doch in Bezug auf Jack, scheint sie eine rosarote Brille zu tragen.

Diese wird ihr in den folgenden zwei Teilen des Buchs genommen. Faye wird gezwungen, sich Jack zu stellen und schmiedet einen perfiden Racheplan. Ab hier nimmt die bis dahin bereits sehr spannende Handlung noch deutlich mehr Fahrt auf. Man gerät förmlich in den Sog der Ereignisse und mag das Buch kaum noch aus der Hand legen. Denn man erlebt eine vollkommen andere Frau und verfolgt gebannt ihre Aktionen. Die Autorin versteht es hervorragend, die Charaktere so lebendig zu schildern, dass man mit ihnen mitfiebert. Man entwickelt beim Lesen unwillkürlich selbst eine Wut auf Jack und hofft deshalb, dass Fayes Pläne aufgehen werden. Dadurch entwickelt sich das Buch zu einem echten Pageturner, der am Ende noch mit einer überraschenden Wendung punkten kann.

Ich habe mich beim Lesen dieses fesselnden Spannungsromans sehr gut unterhalten. Einmal angefangen, geriet ich förmlich in den Sog der Handlung und konnte das Buch erst aus der Hand legen, als ich am Ende angekommen war. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala vergebe ich deshalb alle fünf Sternchen und eine klare Leseempfehlung.

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