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Rezensionen von HEYN Leserunde, Ingrid Weilharter:

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Ein Roman voller Zärtlichkeit

Für Polina von Takis Würger

Takis Würger ist hier ein großer Wurf gelungen. Sein subtil und gefühlvoll, ja geradezu zärtlich, geschrieber Roman ist eine Hommage an die Liebe mit all ihrer Leidenschaft und Verzweiflung, ihren großen Momenten, die das Leben sinnvoll erscheinen lassen und die unumstößliche Hoffnung, eben diese zu erleben.

Auf der Suche nach Polina, seiner Jugendliebe, findet der Künstler Hannes Prager schließlich durch sein musikalisches Schaffen zu sich selbst. Sein Suchen, Finden und wieder Verlieren dieser Liebe spiegelt sich in seinem musikalischen Werk wider und ermöglicht ihm durch herausragende Kompositionen, sich selbst und sein Umfeld zu beglücken.
In feinen Nuancen beschreibt der Autor seine Charaktäre und versteht es, den Leser/ die Leserin mit auf die Reise eines sehr intensiven Lebens zu nehmen.
Absolut lesenswert!

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Ein Roman voller Zärtlichkeit
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Berührende Lebensgeschichte

Honey von Victor Lodato

Victor Lodato's Buch "Honey" handelt von einer alten Frau, welche sich ihrer Geschichte stellen muss und erkennt, dass sie weder ihrer Herkunft noch ihrer Vergangenheit entfliehen kann......Sehr feinfühlig, emotional berührend und mit Wortwitz geschrieben. Trotz der über 450 Seiten nie langweilig oder mühsam zu lesen.

Dieser Roman hat viele interessante Facetten, aber leider keine Höhepunkte. Die ungewöhnliche Liebesgeschichte finde ich persönlich etwas unrealistisch, ansonsten ist die Lebensgeschichte von Honey spannend und gut nachvollziehbar.

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Berührende Lebensgeschichte
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Ein Leben - ein Drama!

Sing, wilder Vogel, sing von Jacqueline O'Mahony

O'Mahony's Roman hat mich gepackt, geschleudert, geschüttelt und wieder ausgespuckt..... Anders kann ich meine emotionale Befindlichkeit beim Lesen nicht beschreiben! Ausgehend von der historischen Tragödie von Doolough an der Westküste Irlands beleuchtet der Roman sehr subtil und einfühlsam das Schicksal einer Außenseiterin, welche, mit gesellschaftlichen Vorurteilen behaftet, versucht, ins Leben zu finden.

Die Bedingungen denen sie unterworfen ist, sind derart katastrophal, dass man sich nur wünschen kann, nicht an diesen Orten zu dieser Zeit gelebt zu haben. Honora muss all ihre außerordentlichen Fähigkeiten einsetzten, um zu überleben...
Besonders gut haben mir die Schilderungen von Honoras Innenleben gefallen, ihre Gedanken und ihre Werthaltungen. Der Vergleich der Iren mit den Indianern als ursprünglich beheimatete und dann enteignete und vertriebene Volksgruppe zeigt auf, dass die Problematik von Macht- und Besitzgier keineswegs regional begrenzt ist und war.

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Ein Leben - ein Drama!
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Wunderbares Buch!

Malnata von Beatrice Salvioni

"Malnata" ist einfach ein wunderbares (und wunderbar geschreibenes!) Buch für alle, welche die soziale Dynamik engstirniger und ängstlicher kleinbürgerlicher Gesellschaften verstehen wollen. Der Roman, in der Zwischenkriegszeit des 20. Jahrhunderts angesiedelt, beschreibt eine Gesellschaft zwischen Angst und faschistischer Euphorie, welche ihre Menschen standes- und auch geschlechtsbezogen in enge Rollenbilder zwingt.

Es gibt die gesellschaftlich Anerkannten und die gesellschaftlich Ausgegrenzten, welche den vorgegebenen Normen nicht entsprechen. Das Mädchen Maddalena ist eine solche, die hat ihre Widerspenstigkeit zu ihrem Lebensstil gemacht. Damit kollidiert sie mit einer von männlicher Dominanz geprägten Welt, welche insbesonder den Frauen keine Individualität zugesteht. Dies alles wirkt faszinierend auf Francesca, aus gutem Hause, welche sich mit Maddalena anfreundet. Die Autorin beschreibt sehr eindrücklich die emanzipatorische Entwicklung von Francesca, welche in ihrer Suche nach Selbstvertrauen und weiblicher Identität über sich selbst hinauswächst.
Spannend von der ersten Seite bis zum Schluss kann der Roman als feministisches Werk gesehen werden, in dem selbstbewusste und mutige werdende Frauen in einer von Männern dominierten Gesellschaft zum emanzipatorischen Befreiungsschlag ausholen.
Sehr, sehr lesenswert!

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Wunderbares Buch!