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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von melanie82:

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Rezepte für jeden Tag

Casa Zarrella von Jana Ina Zarrella; Johann Lafer

Ich bin eigentlich kein Fan davon, dass mehr oder weniger prominente Menschen immer öfter Kochbücher rausbringen und so war ich hier auch etwas skeptisch, als ich gesehen habe, dass Jana Ina Zarrella mit „Casa Zarrella“ genau das macht. Ich mag die cleane Aufmachung des Buches und die bunte Mischung aus Rezepten.

Diese sind selten wirklich aufwändig, vielmehr sind sie für jeden Tag geeignet und sind schnell zubereitet. Ob manche „Rezepte“ wirklich sein müssen, darüber kann man sicher streiten. Manches ist so einfach, dass es eigentlich kaum ein Rezept dafür gebracht hat. Gut finde ich wiederum die Idee, dass Johann Lafer seine Expertise in vielen Tipps einbringt. Für mich persönlich ist am Anfang zu viel Einleitung und Erläuterungen enthalten - ich finde, ein Kochbuch machen ja vor allem die Rezepte aus. Die enthaltenen Rezepte an sich eignen sich aber super für die ganze Familie, sind aber durch die internationalen Einflüsse doch auch oft besonders und überwiegend auch recht gesund, dennoch aber lecker. In jedem Fall ein schönes Kochbuch, vor allem wenn man Jana Ina Zarrella gerne mag und daher auch an der etwas zu lang gehaltenen Einleitung interessiert ist.

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Rezepte für jeden Tag
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Regt zum Nachdenken an

40 verrückte Wahrheiten über Frauen und Männer von Michael Lehofer

Ich habe mir unter dem Titel zunächst etwas anderes vorgestellt, bin aber nach dem Lesen positiv überrascht. Das Wort „verrückt“ hat für mich suggeriert, dass das Buch vielleicht etwas platt und albern sein könnte, aber gleichzeitig waren die Sorgen vermutlich schon deswegen unbegründet, da der Autor als Psychologo und Psychiater einen fundierten und seriösen Hintergrund darbietet.

In den Kapiteln werden jeweils unterschiedliche Phänomene erklärt und dies geschieht sachlich, knapp und einleuchtend auf nur wenigen Seiten. Der Umfang ist aber auch vollkommen ausreichend um einen guten Eindruck und einen Anstoß zum Nachdenken zu bekommen - ohne den Leser aber mit Informationen zu überfluten, zu ausschweifend zu werden oder sich zu wiederholen. Die Schreibweise blieb dabei aber stets gut lesbar und war nicht zu wissenschaftlich. Natürlich sind viele der genannten Fakten bekannt oder zumindest herleitbar, im Gesamten fand ich die Zusammenstellung aber wirklich interessant und das Buch hat mich zum Nachdenken gebracht.

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Das Auf und Ab eines Menschenlebens

Lektionen,2 Audio-CD von Ian McEwan

720 Seiten umfasst „Lektionen“ von Ian McEwan und es ist nicht nur aufgrund der reinen Seitenzahl ein mächtiges Werk. Der Autor begleitet uns durch das Leben von Roland, der in Libyen aufwächst, dann ins Internat geschickt wird und sich später durch sein Leben treiben lässt, ohne konkretes Ziel.

So sind auch seine Erinnerungen „ohne Ordnung“ wie er es selbst bezeichnet und obwohl dadurch im Buch immer wieder Sprünge und Brüche entstehen, schafft es McEwan, dass es nie verwirrend ist, sondern dass es immer genau richtig zur Geschichte an sich passt und diese stützt und untermalt. Dass Roland sich selbst durch sein Leben treiben lässt, lässt auch den Leser sein eigenes Leben hinterfragen, ohne dass dies durch den Autor moralisch impliziert wird. Man fühlt mit Roland, fühlt sich ihm verbunden und fragt sich dadurch, ob man nicht selbst auch einfach die Zeit verstreichen lässt. Die Schreibweise ist gewohnt brillant, die Charakterisierungen sind präzise, klar und nie übertrieben sentimental. Trotz der Länge hat man nie das Gefühl, dass man es auch auf der Hälfte der Seiten hätte abarbeiten können - was die ganz große Kunst McEwans ist. Große Empfehlung!

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Auf Karin Slaughter ist wieder einmal Verlass

Die Vergessene von Karin Slaughter

Als ich gesehen habe, dass Karin Slaughter ein neues Buch herausgebracht hat, war mir klar, dass ich dieses unbedingt lesen muss. Und „Die Vergessene“ enttäuscht auf keinen Fall! Es werden zwei Fälle miteinander kombiniert, nämlich der von Emily, die vor 40 Jahren ermordet wurde, was die Protagonistin Andrea Oliver umtreibt, die diesen Fall aufklären möchte, gleichzeitig aber geht es auch darum, dass Andrea eine Richterin beschützen soll, die Morddrohungen erhält.

Das klingt vielleicht erst einmal nicht besonders spektakulär, Karin Slaughter schafft es aber, von Beginn an den Spannungsbogen aufzubauen und sie meistert den Spagat zwischen den beiden Zeitebenen problemlos. Man wird direkt in die Story reingezogen und stößt auf immer mehr Geheimnisse und Wirrungen, die erst nach und nach aufgelöst werden. Ich kann das Buch nur empfehlen!

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Ein etwas anderes Kochbuch

Wenn ich das kann, kannst du das auch! von Linda Zervakis; Elissavet Patrikiou

Ich finde Linda Zervakis sehr sympathisch und war daher sehr gespannt auf „Wenn ich das kann, kannst du das auch!“. Der Untertitel „Meine persönliche Rezeptsammlung“ ist allerdings nicht ganz zutreffend - ja, natürlich ist es das auch, aber eigentlich handelt es sich nicht nur um Rezepte, sondern vor allem auch um eine persönliche Story, die mit Rezepten „zur Verdeutlichung“ untermalt ist.

So interessant und nett das teilweise auch ist, ist es für mich persönlich an einigen Stellen doch etwas viel und es entsteht ein Ungleichgewicht zu den Rezepten. Die Rezepte selbst sind bis auf wenige Ausnahmen eher einfach, was aber natürlich zum Titel des Buchs passt. Es klingt alles lecker und was ich probiert habe, war es auch, gleichzeitig aber hätte ich mir einerseits insgesamt mehr Rezepte gewünscht, aber auch mehr „andere“ Rezepte, die man nicht schon relativ oft gesehen hat. So fand ich das Buch nett, aber es bleibt leider etwas hinter dem Potential zurück.

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Selbstloser Einsatz

Ein Kind namens Hoffnung von Marie Sand

Elly Berger arbeitet als Köchin bei der jüdischen Familie Sternberg und sie nimmt sich dem Sohn Leon an, als seine Eltern von den Nazis verhaftet werden. Elly flieht mit Leon und gibt ihn als ihren eigenen Sohn aus. Sie stellt fortan ihre eigenen Bedürfnisse hintenan und richtet ihr Leben am Wohlergehen des Jungen aus, trifft Entscheidungen, die das bestmöglich unterstützen sollen - immer mit der Hoffnung im Hinterkopf, dass sie Leon bald wieder mit seinen Eltern vereinen kann.

Mir als Leserin blieb Elly durch das ganze Buch hinweg ein wenig fremd, was sicher auch daran liegt, dass die Schreibweise eher sachlich und distanziert ist. Das passt aber wiederum gut zu Elly, die zielstrebig ihren Weg, Leon zu schützen, verfolgt und dabei eigene Bedürfnisse und Emotionen unterdrückt. Die anderen Charaktere sind vielfältig und spiegeln eine große Bandbreite der Gesellschaft während des Nazi-Regimes gut wieder. Dadurch, dass die Protagonistin ihre Emotionen nicht zeigt, war es für mich als Leserin etwas schwieriger als sonst, mich in sie einzufühlen. Wie bereits erwähnt, passt das aber zur Geschichte und nichtsdestotrotz eine Leseempfehlung für alle, die historische Romane mögen.

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Der Weg zur Selbstliebe

Die Selbstliebe-Illusion von Ruediger Schache

Der Begriff der Selbstliebe ist allgegenwärtig und doch oder gerade deshalb ertappt man sich dennoch immer wieder, dass das nicht immer ganz leicht ist. Ich fand den Ratgeber von Rüdiger Schache daher sehr interessant - auch durch seinen Ansatz, dass es nicht nur darum geht, immer mehr auszuprobieren und zu optimieren, sondern dadurch, auch mal einen Gang herunterzuschalten und versuchen, so den Druck rauszunehmen.

Das Ziel ist damit Selbstakzeptanz statt dem großen Begriff der Selbstliebe. Diese Herangehensweise empfand ich als erfrischend anders und entspannt - und als sehr viel realistischer als so manch anderer Ratgeber. Die Schreibweise fand ich sehr gut, die kurzen Abschnitte übersichtlich und dadurch sehr gut zu lesen. Die Fragen an sich selbst und die Übungen haben einen guten Transfer auf die eigene Lebenswirklichkeit hergestellt und zum Nachdenken angeregt. Ich fand das Buch interessant und in vielerlei Hinsicht hilfreich.

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Falsche Verdächtigungen?

Fake - Wer soll dir jetzt noch glauben? von Arno Strobel

Von den Büchern von Arno Strobel war ich bisher selten enttäuscht und „Fake“ bildet hier auch keine Ausnahme - ganz im Gegenteil. Ab der ersten Seite wird Spannung aufgebaut und man fiebert mit Patrick Dostert mit, der plötzlich verdächtigt wird, eine Frau misshandelt und entführt zu werden.

Sein Alibi lässt sich nicht beweisen und schließlich taucht auch noch ein Video auf, das gegen ihn spricht. „Fake“ spielt gekonnt mit rechtsstaatlichen Prinzipien und man gerät als Leser öfters in die Situation, dass man sich fragt, wie leicht es doch sein kann, unschuldig in etwas verwickelt zu werden. Patrick landet schließlich in Untersuchungshaft und die Beweise sprechen immer mehr gegen ihn, selbst seine eigene Frau hegt Zweifel. Die Charaktere sind sehr gut und differenziert beschrieben, vor allem mit Patrick habe ich richtig mitgefiebert. Die Erzählung wird teils „von außen“, teils aber auch als Innensicht aus der Untersuchungshaft geführt, was sich sehr gut ergänzt. Die Schreibweise zieht den Leser in einen Sog, ich konnte das Buch kaum weglegen. Während des Lesens hatte ich einen Verdacht, wer der Täter sein könnte - das tatsächliche Ende habe ich aber nicht kommen sehen. Ein absoluter Volltreffer und eine klare Leseempfehlung!

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365 Tage im Leben eines Antihelden

Die Mauersegler von Fernando Aramburu

Der Antiheld Toni plant, seinem Leben in 365 Tagen ein Ende zu setzen. „Die Mauersegler“ begleitet dieses Jahr in 365 Kapiteln, eines für jeden Tag, und lässt den Leser so Einblick gewinnen in Tonis Gedanken, seine Beobachtungen und Erlebnisse. Dabei ist Toni ein klarer Antiheld und niemand, der ein großer Sympathieträger ist.

Seine negative Art macht es vor allem zu Beginn schwierig, ihn zu mögen oder eine Verbindung zu ihm aufzubauen, jedoch schafft es Fernando Aramburu dennoch durch seine besondere Schreibweise, dass man, wenn man sich auf die Geschichte einlässt, die Besonderheit eben dieser zu erkennen. Die Schreibweise hat mich sehr berührt und wirkt bei mir auch nach dem Lesen noch nach. Aramburu schafft es, Tonis Charakter glaubwürdig entwicklen zu lassen und vor allem schafft er eine besondere Atmosphäre, die das Buch zu einem ganz besonderen werden lässt. Für mich ein toller, ungewöhnlicher Roman, den es zu lesen lohnt.

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Ein etwas anderer Thriller

Die Filiale von Veit Etzold

Ich mag die Bücher von Veit Etzold sehr gerne und der Klappentext klang spannend - angesiedelt im Finanzbereich, das ist ja mal etwas anderes. Ich war also sehr gespannt auf „Die Filiale“. Leider begann das Buch etwas langsam und ging für meinen Geschmack zu detailliert auf Hintergründe des Banken- und vor allem Wertpapiergeschäfts ein.

Dadurch kam es in der ersten Hälfte nicht so richtig in Fahrt. Ohne Zweifel sind die Informationen aber wichtig für den späteren Verlauf des Buchs, vor allem für Personen, die sich mit der Thematik bisher noch nicht so richtig auseinander gesetzt haben. Nachdem das Ausmaß der Verstrickungen von einzelnen Personen etwas klarer wird, nimmt auch die Spannung zu und mündet in einem Show Down, der allerdings fast etwas zu schnell aufgelöst wird. Der Spannungsbogen ist für mich daher nicht ganz rund. Die Protogonistin Laura wird gut greifbar, ihr Mann Timo bleibt etwas blass, jedoch ist er natürlich auch nur eine Randfigur. Die Schreibweise an sich ist gewohnt gut und das Buch lässt sich schnell und angenehm lesen. Alles in allem ein gutes Buch mit Spannungselementen, für mich jedoch kein klassischer Thriller.

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