Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Martje:
Macht nachdenklich
Das Buch eines Sommers von Bas Kast
Von Bas Kast kannte ich schon den Ernährungskompass, der mir sehr gut gefallen hat. Deswegen war ich auch sehr gespannt auf seinen Debütroman. Zwischen einem Sachbuch und einem Roman liegt ja doch ein kleiner Unterschied. Und ich wurde nicht enttäuscht!
Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, Schriftsteller zu werden? So erging es auch dem Protagonisten Nicolas.
Doch dann kam ihm das Leben dazwischen und er musste die Firma seines Vaters übernehmen. Und wie in vielen Familien, so hat auch Nicolas kaum Zeit für seine Frau und seinen Sohn. Er nimmt die beiden vor lauter Alltagshektik kaum war. Als dann sein Lieblingsonkel Valentin verstirbt, wird Nicolas an seine Träume von einst erinnert. Nicht nur, dass Nicolas nun beginnt, sein erstes Buch zu schreiben, er macht sich auch Gedanken darüber, wer er ist und ob sein Leben das ist, was er will.
Der Schreibstil von Bas Kast ist leicht und flüssig. Man fliegt nur so durch die Seiten. Obwohl die Handlung ein wenig vorhersehbar ist, hat mich das Buch sehr nachdenklich gemacht. Wie ist es eigentlich um mein Leben bestellt? Die tollen Gedanken von Kast haben mich lange nicht mehr losgelassen. Ich kann das Buch nur jedem ans Herz legen!
So witzig!
Hilfe, mein Handy ist ein Superschurke! von Rüdiger Bertram
Bei diesem Buch hat mich das knallrote Cover auf den ersten Blick angesprochen. Auch das Thema „Handy schon für Kinder“ hat mich sehr an meine eigene Kindheit und an die Diskussionen mit meinen Eltern erinnert. Wie auch meine Eltern, sind die Eltern von Franzi der Meinung, dass Kinder noch kein Handy haben sollten, weil sie dann nur noch mit dem Ding vor der Nase dasitzen.
Franzis Eltern haben noch einen weiteren Grund: Sie haben einfach kein Geld, Franzi ein Handy zu kaufen. Als Franzi dann aber auf das Gymnasium kommt und außen vor bleibt, weil alle Verabredungen nur über das Handy getroffen werden, haben die Eltern ein Einsehen und Franzi bekommt das ersehnte Handy. Hätten die Eltern aber geahnt, dass sich das Handy als Superschurke entpuppt und versucht, Franzi in illegale Machenschaften zu verwickeln, hätten sie es garantiert nicht gekauft.
Mir hat besonders die Wendung, dass das Handy zum Superschurken wird, gefallen, weil es so kein Buch mit pädagogisch erhobenem Zeigefinger ist. Die Geschichte ist absolut witzig. Dass man sich trotzdem Gedanken über den Handykonsum macht, fällt dabei gar nicht auf. Die Charaktere sind lustig gezeichnet. Der Stil ist flüssig und leicht und man fliegt regelrecht durch das Buch. Und die Zeichnungen sind eine tolle Ergänzung! Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen!
Klare Empfehlung
Amissa. Die Verlorenen von Frank Kodiak
Frank Kodiak ist das Pseudonym von Andreas Winkelmann. Die Bücher von Winkelmann kannte ich schon. Frank Kodiak war neu für mich, aber ich wurde nicht enttäuscht! Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann gezogen. Schon das düster wirkende Cover mit dem knallroten A hat mich sehr angesprochen.
Nur den Titel hätte ich anders gewählt. Unter „Amissa“ konnte ich mir so gar nichts vorstellen. Der Untertitel „Die Verlorenen“ gefällt mir besser. Bei Amissa handelt es sich um eine Hilfsorganisation, die sich auf der Suche nach verschwundenen Mädchen macht. Für diese Organisation arbeitet Rica, die Hilfe von ihrem Mann Jan bekommt. Jan war Polizist, arbeitet nun aber als Privatermittler. So nach und nach bekommt der Leser heraus, dass Jan ein Geheimnis hat. Er scheint vor Gewalttaten nicht zurückzuschrecken. Er spaltet sich dann quasi in eine andere Persönlichkeit auf. In diesem Buch stolpert das ungleiche Paar in eine Ermittlung hinein. Mehrere Mädchen sind direkt nach einem Umzug verschwunden. Ein Grund, warum die Polizei nicht richtig nach ihnen fahndet. Hier setzen Rica und Jan an. Das Thema der Geschichte scheint bekannt, aber es gibt ungeahnte Wendungen, die auf eine Fortsetzung im nächsten Buch hoffen lassen.
Bei dem Buch handelt es sich um Band 1 einer Trilogie, d.h., wir dürfen auf noch zwei Bände gespannt sein. Besonders gut hat mir gefallen, dass der erste Band trotzdem abgeschlossen ist. Auch wenn man die beiden nächsten Bücher nicht liest, ist diese Geschichte in sich stimmig.




