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Rezensionen von gaby2707:

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Zurück in die 1980er Jahre

Wie Sterben geht von Andreas Pflüger

Nina Winter arbeitet beim BND in Pullach bei München und wertet Spionage-Informationen aus. Bis der mysteriöse Top-Agent Rem Kukura – Deckname Pilger – seine weitere Tätigkeit von Nina abhängig macht. Er will sie als Führungsoffizierin in Moskau haben. Es scheint die Chance ihres Lebens zu sein.

Nicht ahnend, was bzw. wer da alles auf sie zu kommt, nimmt Nina an...

Für mich ist es das erste Buch, das ich von Andreas Pflüger gelesen habe. Aber es wird definitiv nicht das letzte gewesen sein. Es hat zwar etwas gedauert bis ich mich in der Geschichte mitten im Kalten Krieg zurecht gefunden habe. Aber dann hat mich der Autor mit seinem packenden, fesselnden Erzählstil in die Geschichte hinein gezogen und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen.
Nina Winter und „Pilger“ Rem Kukura sind so außergewöhnliche Persönlichkeiten, dass ich immer mehr von ihnen wissen wollte. Gerade Nina hat mich mit ihrer Wandlung und ihrem absoluten Überlebenswillen fasziniert, begeistert und berührt. Aber auch sie macht Fehler und ich habe mit ihr gebangt, dass sie aus diesen Situationen wieder heil raus kommt.
Die Beschreibungen von Spionage und Gegenspionage im geteilten Berlin und in Moskau haben mich in seinen Bann geschlagen. So interessant und spannend mit einigen überraschenden Wendungen, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.

Ein harter, spannender, erschreckender Spionagethriller, nichts für schwache Nerven, der durch seine wortgewaltige Sprache besticht. Der neben der Brutalität auch kleine Funken von Humor ausschüttet. Der mich vor allen Dingen sehr gut unterhalten hat. Meine Leseempfehlung hat sich Andreas Pflüger absolut verdient.

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Zurück in die 1980er Jahre
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So macht Warten auf Weihnachten richtig Spaß

Weihnachtszeit! Bald ist's so weit von Annette Moser

Bald schon ist Weihnachten und die Tiere des Waldes, die in den verschiedensten Wohnungen der großen Eiche im Wald wohnen, sind schon ganz aufgeregt. Doch oh Schreck, Kiki Kaninchen findet ihre Bastelsachen nicht; Doro Dachs hat ihr Werkzeug verlegt; Igel Ibo vermisst die Zutaten seiner Festbeleuchtung; Eddi Eichhörnchen kann sich nicht erinnern, wo er die Backzutaten hingestellt hat und auch die Sachen von Elfi Eule müssen noch gefunden werden.

Autorin Annette Moser hat hier jedem Tier eine Doppelseite gewidmet, mit einer kleinen Geschichte und einem Reimsatz am Schluss. Die Texte sind kurz gehalten und enden mit der Aufforderung an den jungen Leser, beim Suchen der fehlenden Dinge zu helfen.
Auf den ganzseitigen farbenfrohen wimmelartigen Illustrationen von Rebecca Mönch gibt es so Vieles zu entdecken. Dazu die vielen Klappen, die über das ganze Buch verteilt für Spannung sorgen. Einfach großartig.

Das über DinA-4 große Hartcoverbuch liegt sehr gut in der Hand. Die stabilen Seiten aus extra dickem, abwaschbarem Karton halten einiges aus und lassen sich bei Bedarf leicht reinigen. Bei den 30 Klappen unter denen sich manches finden lässt, was die Waldbewohner vermissen, müssen die Erwachsenen beim ersten öffnen noch helfen. Die sitzen etwas fest, was sich aber beim immer wieder auf- und zuklappen schnell gibt.

Ein wunderbares Buch für Kinder ab 2 Jahren mit dem wir uns in der Vorweihnachtszeit beschäftigen werden. Damit können wir die Zeit bis zum Fest sehr gut überbrücken.

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So macht Warten auf Weihnachten richtig Spaß
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12 sehr unterschiedliche weihnachtliche Geschichten

O Weihnachtsgrauen von Bastian Zach

Ein Buchhalter, der durch eine Adventsuhr doch noch zu seiner großen Liebe findet; Graf Casimir von Schlenther, der gar kein Graf ist, aber eine illustre Schar von elitären Menschen an Weihnachten bewirtet; Ferdinand Festetics hat sich bisher immer nicht ganz redlich durchgewurstelt. Dann holen ihn seine Gedanken an sein Schicksal am Heiligen Abend ein.

Thomas und Melissa Sulivan, die bei Sir Shaw an einem perfiden Spiel teilnehmen; die Gans Tilli und die Tiere von Eusebias Gnadenhof, die Eusebias Schwester Hedwig mit tierischer List erledigen; Lirsrlotte Pulverdampf, die den Boden ihrer Wohnstube blitzblank scheuert. Und nun weiß ich auch, was ein Buttnmandllauf ist.

Vor jeder Geschichte finde ich einen Liedtext oder ein Gedicht mit Angabe von wem und wann es geschrieben wurde. Passend dazu hat sich Autor Bastian Zach 12 sehr weihnachtlich angehauchte Geschichten ausgedacht, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Alle haben das gewisse Etwas, das erst ganz zum Schluss jeder Geschichte so richtig heraus kommt.

Da die Geschichten so vielfältig sind, ist hier für jeden Geschmack etwas dabei. Ich habe geschmunzelt, habe mit den Protagonisten gebangt und mich mit ihnen gefreut, wenn sie dem Bösen ein Schnippchen geschlagen haben. Mal etwas andere Weihnachtsgeschichten, die mir durchgehend sehr gut gefallen und die mich verzaubert haben.
12 mehr oder weniger abgründige, böse Geschichten mit ganz viel Herz, die ich mir ab dem 13. Dezember, genau wie Stanislaus an jedem Tag seine Adventsuhr, als Adventslektüre noch einmal durchlesen werde.

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Alles wird gut

Liebe passt in jedes Herz von Lotte R. Wöss

Christine Schluck hat sich seit sie denken kann für das Familienunternehmen „Schluck-Säfte“ interessiert und nun schon 2 Jahre an der Seite ihres Bruders Alexander hart für die Firma gearbeitet. Alex aber lebt und interessiert sich nur für seine Musik. Als seine Schluderei herauskommt und sein Vater ihn feuert, ist Christine total am Boden zerstört und frustriert, als der ihr den Abteilungsleiterposten verweigert und ihr stattdessen einen „Fremden“ vor die Nase setzt.

Als sie dann auch noch heraus bekommt, dass ihr Freund Rico sie nur ausgenutzt, sich an ihrer Seite ein schönes Leben gemacht hat und absolut nicht der ist, für den er sich ausgibt, packt sie voller Frust und Wut kurzerhand ein paar Sachen und fährt zu ihrer Freundin Elsa nach Sylt. Hier kommt sie langsam zur Ruhe und trifft Philipp Degenhardt, den sie von Verhandlungen schon aus der Firma kennt. Ganz langsam keimt in den beiden die Liebe. Allerdings ahnt Christine da noch nicht, welches Geheimnis Alex mit sich herum trägt und was sie in der Firma nun erwartet.

Autorin Lotte R. Wöss erzählt die Geschichte jeweils aus der Sicht von Christine, Philipp und Vater Wolfgang.
Christiane, die für das Familienunternehmen brennt, sich nie unterkriegen lässt und unermüdlich für ihren Bruder Alex mit schuftet, mochte ich vom ersten Kennenlernen an. Einerseits kühle aber respektvolle Geschäftsfrau, aber auch mit ganz viel Herz, leidet sie unter ihrem despotischen Vater, der immer noch der Meinung ist, dass Frauen in der Geschäftswelt nichts zu suchen haben.
Philipp hat in der Kindheit seinen Vater bei einem schrecklichen Autounfall verloren und ist auch nach über 20 Jahren immer noch auf der Suche nach dem Fahrerflüchtigen. Er will Vergeltung. Wolfgang liefert ihm ganz unabsichtlich eine neue Spur. Philipp ist sich sicher, in Christine die Frau seines Lebens gefunden zu haben und kämpft um sie, bis auch sie sich schließlich nach einigen Missverständnissen für ihn öffnet. Toll finde ich wie selbstverständlich Christine auf sein durch den Unfall entstandenes Handicap reagiert. Ob dafür jede soviel Verständnis hätte?
Wolfgang Schluck, Oberhaupt der Schluck-Säfte, wurde im Alter von 5 Jahren von seiner Mutter verlassen, was ihn sehr geprägt hat. Damit beginnt die Geschichte. Sein Frauenbild ist so was von vorgestern, dass ich ihn gerne mal geschüttelt hätte, damit er endlich aufwacht. Er merkt gar nicht, wie weh er seinen Kindern mit seiner Verbohrtheit und seinem ewig gestrigen Leben tut. Als plötzlich ein Brief aus Amerika auftaucht, wird er mit der Vergangenheit konfrontiert und Existenzängste plagen ihn.
Auch die anderen Mitglieder der Familie, die angeheiratete Stefanie, die alles tut um die Familie zusammen zu halten; Christines Geschwister Alexander, Tim, Jackie, Julian und Lilly hat Lotte Wöss mit soviel Liebe und Facetten sehr gut vorstellbar gezeichnet. Ich habe sie eigentlich alle ins Herz geschlossen und hoffe, dass sie in eine gute, vor allem gemeinsame Zukunft gehen.

Eine wundervolles Buch so voller Emotionen, Liebe, Leidenschaft, Gefühl, purem Glück und Geborgenheit. Aber auch Herzschmerz und Trotz. Eine Geschichte, die mich berührt und sehr gut unterhalten hat. Ich bin sehr gespannt, wie es mit der Familie Schluck nach dem krassen Ende der Geschichte weiter geht.

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Ein mörderisch-kulinarischer Adventskalender

Köstlich killt der Weihnachtsmann von Astrid Plötner; Anke Kemper

In diesem mörderischen Adventskalender morden sich die Autorinnen Astrid Plötner und Anke Kemper quer durchs Sauerland bis hoch ins Ruhrgebiet. Von Unna-Massen über Freienohl, Kamen, Meschede, dem Schmallenberger Land, Bönen, Hirschberg, Fröndenberg, Langscheid, Holzwickede, Winterberg, Schwerte, Wenholthausen, Hagen, Arnsberg, Olsberg bis nach Dortmund und Hamm.

Überall gibt es Mord, Raub, Lügen, Betrug, Erpressung und vieles mehr.
Da rächt sich ein Mann nach 25 Jahren für ein Tattoo; Weihnachten steht vor der Tür und die große Glocke von St. Nikolauskirche rührt sich nicht; da versteckt eine Frau etwas in ihren Betonfiguren; da gibt’s Tote, wenn ein Pianist den anderen täuscht; da ist Charlotte, die mit einem außergewöhnlichen Kellerfund gerade noch mal die Kurve kriegt; da stellt Oma Dagmar einen Juwelendieb und Britta und Marion wollen ihre Männer los werden. Und was ist da mit Onkel Ferdi passiert?
Die Täter, die ich hier kennenlerne, haben mich mit ihren Methoden erschreckt, überrascht, fasziniert und auch mal zum schmunzeln und Kopf schütteln gebracht. Gefallen haben mir die geschilderten Taten bis auf eine oder zwei richtig gut. Eine ausgewogene Mischung, bei der wirklich für jeden etwas dabei ist.
Was mir auch richtig gut gefällt: zu jedem Fall bekomme ich ein Rezept für das Gericht, welches in dieser Geschichte eine mehr oder weniger wichtige Rolle spielt. Da bekomme ich z.B. Zimtsterne, Vanillekipferl, Marzipanbratapfel mit Vanillesauce, Nussecken und Frankfurter Kranz. Es gibt Käse-Fondue, Raclette, Zwiebelkuchen und Pflaume im Speckmantel. Ich kann nun Hirschbraten, Gans, Rinderrouladen, Pfefferpotthast und Sauerländer Potthucke zubereiten und mich mit einem Cocktail Acapulco Dream verwöhnen.
Sehr dekorativ finde ich die auf der Coverrückseite aufgebrachte schwarze Kerze.

Ein ungewöhnlicher und sehr krimineller Adventskalender, mit dem mir im Dezember das Warten aufs Christkind bestimmt nicht langweilig wird.

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Ein mörderisch-kulinarischer Adventskalender
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Mit Wilma Walnuss Richtung Weihnachten

Wilma Walnuss - Winter und Weihnachten im kleinen Baumhotel, Band 3 von Katharina E. Volk

Im Wäldchen zwischen dem kleinen Fluss und dem Kornfeld, wo Wilma Walnuss´ kleines Baumhotel steht, wird es langsam Winter und es weihnachtet schon sehr. Immer wieder treffen neue Gäste ein, die neue Winter- oder Vorweihnachtsbräuche mitbringen. So sorgt der Wichtel Julenisse für dänische Überraschungen; durch Ylvie Elch lernen wir das schwedische Luciafest kennen und ein echter Detektiv sucht den Weihnachtsmann.

Es wird gebastelt, geschmückt und gebacken. Und dann feiern alle zusammen ein gemütliches Weihnachtsfest.

Was für ein zuckersüßes Buch. Schon das Cover mit den glitzernden Schneeflocken stimmt so richtig auf den Winter, die Vorweihnachtszeit und das Weihnachtsfest ein. Das Hardcover, die glänzenden Buchseiten und das Lesebändchen machen zusammen einen sehr hochwertigen Eindruck. Am Schluss der Geschichte finde ich einen Stickerbogen mit 24 kleinen Bildern zum Ausschneiden und Aufkleben. Hier hätte ich mir eine Perforierung gewünscht. So habe ich das Blatt ganz vorsichtig abgetrennt. Mittels eines QR-Codes kann ich mir die Sticker aber auch nochmal aus dem Internet herunter laden.
Wenn ich das Buch aufschlage, erwartet mich eine doppelseitige Karte, wo die Behausungen der Tiere, denen ich hier immer wieder begegne und die Straßen in den sie leben, eingezeichnet sind. So kann ich immer nachschauen, wo die gerade gelesene Geschichte angesiedelt ist. In der Mitte thront das kleine Baumhotel von Wilma Walnuss.
Dann geht es weiter mit einer kurzen Vorstellung von Wilma und ihren Freunden Balduin Biber, Dr. Karl Kautz, Nobbi Maulwurf, Fiona Eichhörnchen, Amalie Wildschwein und der Postschnecke Linda. Da ich Wilma bisher noch nicht kannte, hat mir diese Bekanntschaft geholfen, schnell in die einzelnen Geschichten hinein zu finden.
Und los geht´s mit 14 kleinen Geschichten rund um Winter und Weihnachten. Immer wieder treffen neue Gäste im Baumhotel ein, die unvoreingenommen und liebevoll begrüßt werden. Überhaupt gehen die Tiere alle sehr achtsam und unbefangen miteinander um. Jeder hilft jedem und jung und alt halten zusammen. Die Werte, die hier so spielerisch vermittelt werden, kommen durch viele kleine Gesten sehr gut rüber. Und ich lerne neue Gebräuche rund um das Weihnachtsfest kennen.
Die einzelnen Geschichten haben eine angenehme Länge und überfordern die kleinen Zuhörer oder die größeren Kinder, die schon selbst lesen können, nicht. Autorin Katharina E. Volk hat einen leichten und gut zu verstehenden Erzählstil. Dazu kommen die wunderschönen Illustrationen von Nora Paehl, die die einzelnen Geschichte zauberhaft ergänzen.

Ein absolutes Winter-Weihnachts-Wohlfühlbuch mit einigen Anregungen für die ganze Familie. Wir legen das Buch nun erst mal ein paar Wochen zur Seite und besuchen Wilma Walnuss und ihre Freunde in der Vorweihnachtszeit wieder.

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Mit Wilma Walnuss Richtung Weihnachten
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Ein sehr persönlicher Fall für Sepp Semper

Grazer Zunder von Astrid Schilcher

Nicht mal an einem Samstag Morgen hat Chefinspektor Sepp Semper, Leiter der Ermittlungseinheit Leib und Leben des LKA Steiermark in Graz seine Ruhe und wird zu einer Leichenfundstelle gerufen. Bei der Toten, Jasmine Hiebler, 34, hinterlässt der Täter einen beschriebenen Zettel, eine so genannte Calling Card mit einer englischsprachigen Gedichtzeile.

Die Ermittlungen führen ins Uni-Milieu, wo die Ermordete gearbeitet hat und in die Welt des Online-Datings, wo sie recht aktiv war. Der Mord an einer weiteren Frau mit der gleichen Calling Card geht Sepp Semper aus persönlichen Gründen ganz besonders nahe. Aber er tut alles in seiner Macht stehende um diese Taten aufzuklären. Auch wenn es dabei fast eine junge Kollegin erwischt.

Nachdem mir der erste Kriminalroman von Autorin Astrid Schilcher „Grazer Irrwege“ richtig gut gefallen hat, wollte ich natürlich den Ermittlern Sepp Semper, Christoph Leitner und Markus Steiner auch bei ihrem zweiten Fall über die Schulter schauen. Und es hat sich richtig gelohnt. Einziges Manko: Durch den eingängigen, packenden und bildhaften Erzählstil der Autorin konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen und war viel zu schnell am Ende des Buches angelangt. Nun muss ich wieder warten bis Fall Nr. 3 zu klären ist.
Dass Gerichtsmedizinerin Sonja Adelmann nicht mehr dabei ist, tut mir schon leid. Wäre sie doch nur früher zu ihren Gefühlen zu Semper gestanden…
Sehr gut gefällt mir die Entwicklung, die der Kollege Markus Steiner macht. Langsam mausert er sich zu einer echten Bereicherung für das Ermittlerteam, was mir sehr gut gefällt.
Immer wieder habe ich mich gefragt, wie sich die dauerbetrunkene Mutter, ein kleiner Bub und seine drei Jahre ältere Schwester, die ich in kurzen Kapiteln mit der Überschrift „Damals“ kennenlerne, wohl in die Geschichte einfügen werden. Um so schockierter war ich, als mir dies dann durch die Ermittlungsergebnisse nach und nach bewusst wurde. Mehr wird aber nicht verraten. Dazu ist die ganze Geschichte um die Frauenmorde einfach zu interessant.
Sepp Semper und seine Kollegen haben es bei diesen beiden Fällen nicht leicht. Jede neue Spur oder Überlegung zieht einen neuen Rattenschwanz an neuen Fragezeichen hinter sich her. Schön finde ich auch, dass Sepp bei seinen Fragen auch immer wieder mal Rücksprache mit seiner verstorbenen Frau Christa hält. Da kann ich irgendwie sogar verstehen, dass er für eine neue Liebe noch nicht bereit zu sein scheint.
Für mich immer sehr wichtig, dass ich das Geschehen nachvollziehen kann und dass es sich nicht wie an den Haaren herbei gezogen liest. Dies ist hier absolut nicht der Fall. Ich kann mir die ganzen Vorgänge sehr gut vorstellen, auch wenn sie mich erschüttert haben. Für mich ist immer wieder erstaunlich welche Gedankengänge in manch krankem Kopf vor sich gehen.

Mir hat auch der zweite Fall für das LKA Graz sehr gut gefallen. Spannung, interessante Charaktere und gründliche, gewissenhafte Ermittlungen haben mich sehr gut unterhalten. Nun warte ich gespannt auf Fall 3 für Semper, Leitner und Steiner und ihre Kollegen.

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Ein sehr persönlicher Fall für Sepp Semper
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Die Kripo Wattenmeer ermittelt wieder

Der Deichgraf von Kampen von Ulrike Busch

Der selbsternannten Deichgrafen von Kampen auf Sylt ist tot. Bendik Budde liegt erschlagen im Teich der aus 12 Häusern bestehenden Wohnanlage „Luv und Lee“. Wer hatte solch einen Hass auf den ehemaligen nicht unumstrittenen Banker, dass er zugeschlagen hat? Oder war es eine der alleinstehenden Frauen der Anlage?
Für Kommissar Kuno Knudsen ist der Traum vom entspannten Urlaub mit seiner Frau Bente mit Ausflügen nach Föhr und auf die Halligen erst mal ausgeträumt.

Also fährt Bente zu einer Freundin, die sie jetzt braucht und Kuno steigt in die Ermittlungen ein.

Wow, was für ein Verwirrspiel hat sich Autorin Ulrike Busch da wieder einfallen lassen. Ich konnte mir bis zum Ende fast alle Personen als Mörder vorstellen. Nur den richtigen musste ich mir vom Team der Kripo Wattenmeer präsentieren lassen. Es gibt nämlich einige Menschen, die den despotischen Bendik Budde nicht ausstehen konnten. Und auch mir wurde der Mann, je mehr ich über ihn erfahren habe, immer unsympathischer. Aber gleich umbringen? Daher tun sich die Kommissare Kuno Knudsen und Arne Zander mit den Ermittlungen auch nicht leicht. Und die ständigen Bewohner der exklusiven Wohnanlage im Kampener Norden mauern oder geben ihr Wissen immer nur scheibchenweise an die Ermittler weiter.
Auch dieser Fall ist in sich abgeschlossen und kann sehr gut ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Ulrike Busch stellt das Stammpersonal der Reihe zu Beginn des Buches kurz vor, was für Neueinsteiger bestimmt hilfreich ist. Ich persönlich genieße es, die Kommissare und ihr Umfeld seit Beginn der Ermittlungen immer besser kennenzulernen und ihre Entwicklung stetig mit zu verfolgen.

Ulrike Busch ist auch diesmal ein spannender Nordseekrimi mit interessanten Menschen und dem Flair der Insel Sylt gelungen. Ich habe mich auf Sylt wieder richtig wohl gefühlt und wurde sehr gut unterhalten. Besonders die Dialoge, die die Geschichte so lebendig machen, haben auch diesmal keine Langeweile aufkommen lassen. Ganz im Gegenteil.
Ich komme sehr gerne wieder und schaue der Kripo Wattenmeer bei ihren Recherchen über die Schulter.

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Die Kripo Wattenmeer ermittelt wieder
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Ein anderer Blick auf unseren Körper

Masterplan Gesundheit von Jörg Blech

Ganz wichtig im Vorhinein: es ist dem Autor ganz wichtig, dass wir Leser wissen, dass dieses Buch kein medizinischer Ratgeber sein soll. Vielmehr schildert der Autor hier seine persönlichen Erfahrungen, Ansichten und Erkenntnisse, von denen wir aber alle profitieren können.

In 13 Kapiteln, die in weitere Punkte untergliedert sind, geht der Autor näher auf die verschiedensten Themen ein.

In „Warum wir krank werden“ erfahre ich z.B. dass Brustkrebs in der Steinzeit seltener war, dass wir zum Laufen geboren sind und dass Zucker krank macht. Im 2. Kapitel geht es um Sitz- und Liegeschäden; 3. erfahre ich etwas über die verjüngende Macht der Muskeln; in Kapitel 4 wird mir vermittelt, wie ich meine Immunzellen fit mache; Kapitel 5 beschäftigt sich damit, warum Frauen länger leben und 6. finde ich heraus, wie ich meinen Rücken stärker mache. Über Knorpel bewegen – Knieschmerzen vermeiden, aktiv gegen den Krebs, das Herz schlägt sich gesund, Superhelden im Darm, Kompass für die Kilos, schnell im Kopf und heilen mit dem Geist komme ich zum Geheimnis der Gesundheit.
Nach jedem Kapitel gibt es ein Zwischenfazit und der Masterplan für ihre Gesundheit in acht einfachen Regeln fast die Erkenntnisse aus den vorangegangenen 286 Seiten geballt zusammen.
Vieles von dem, was ich hier gelesen habe, war mir schon bekannt. Was mich aber ganz besonders an dieses Buch gefesselt hat ist die Tatsache, dass ich verstehe, was mir der Autor hier sagen will. Das war leider bisher nicht bei jedem Buch oder bei jedem Artikel, das/den ich gelesen habe der Fall.

Den Geist jung halten und zwanzig Jahre länger leben, das möchte ich auch gerne. Mit diesem Buch gibt mir Medizinjournalist und Bestsellerautor Jörg Blech viele kleine Anregungen an die Hand, mit denen ich diesem Ziel vielleicht ein bisserl näher komme. Ich kenne jetzt die Bedürfnisse meines Körpers etwas besser und werde versuchen, sie ihm auch zu erfüllen. Vor allem ist es nie zu spät, damit anzufangen.

Ein tolles Buch von einem kompetenten Autor, das vielleicht einiges dazu beitragen kann, dass wir alle etwas gesünder länger leben können.

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Angermüllers emotionaler Fall

Wintermondnacht von Ella Danz

Der Lübecker Kommissar Georg Angermüller macht Weihnachtsurlaub in seiner oberfränkischen Heimat Niederengbach um mal wieder mit seiner Mutter und seinen Schwestern Marga und Lisbeth zu feiern. Am Abend des 2. Feiertages treffen sich seine Schulkameraden, Rico Wiedehold und seine Frau Marein, Simon Bauersachs und seine Ex Simone, Michi Reißenweber, Ottmar Fink, Christian Eckstein, Melanie, und Albert Bräcklein, wie jedes Jahr im Gasthof Greiner zum geselligen Beisammensein.

Hier fließt viel Alkohol, die Stimmung wird immer ausgelassener bis Rico Wiedehold wieder mit seinen sexistischen Erlebnissen aus der Schulzeit prahlt. Und es geht mal wieder um die sogenannten Vollmondpartys von damals voller Alkohol- und Drogenexzesse, an die besonders die Frauen gar nicht gerne erinnert werden.
Am nächsten Morgen wird Ricos Leiche hinter dem Gasthof gefunden. Natürlich wird auch Angermüller als Zeuge vernommen. Seine Unterstützung in diesem Fall lehnt der als sehr unkooperativ bekannte Coburger Kommissar Bohnsack allerdings ab. Kaum in Lübeck zurück, bekommt Angermüller Besuch, den er so schnell nicht erwartet hatte. Und einen Anruf…

Gleich am Anfang frage ich mich, wer da wohl über die Vollmondnächte und die Erinnerungen daran, die Angst machen, sinniert. Und wie Mila Lao, die mit ihrem Mann Charly in Hongkong lebt, in diesen Fall hinein passen. Das habe ich dann beides beim Lesen schnell heraus finden können.
Für mich ist es das dritte mal, dass ich zusammen mit Kommissar Angermüller in einem Fall ermittle. Für ihn bereits der 12. Fall, der für ihn eigentlich kein Fall ist, bis Mila Laos Mann auftaucht und sie als vermisst meldet. Sie machen gerade Urlaub bei Charlys Verwandten in Travemünde, wo er ein Haus besitzt. Und jetzt stellt sich heraus, dass Mila zur gleichen Zeit in Niederengbach war wie Angermüller. Hat sie etwas mit Ricos Tod zu tun?
Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, da der Kommissar in Coburg seine Ergebnisse, die auch für die Recherchen in Lübeck interessant sein könnten, nur scheibchenweise heraus gibt. Mir ist dieser Kauz einfach nur unsympathisch. Angermüllers Kollegen Jansen und Frau Dr. Edelgard Knochenhauer dagegen mag ich sehr.
Überhaupt nimmt der Fall bzw. die Fälle, wenn man Milas Verschwinden zu Ricos Tod dazu nimmt, hier und da eine andere Wendung und ich wusste lange nicht, in welche Richtung mich die Auflösung führen würde. Als es dann klar war, konnte es auch fast nicht anders sein. Sie haben mich sehr gut an der Nase herum geführt, Frau Danz.
Es wird in der Geschichte sowohl in Franken als auch in Lübeck sehr viel gegessen und getrunken. Da finde ich die im Anhang eingefügten Rezepte, die zum Nachkochen einladen, richtig gut. Oma Angermüllers Mandelkuchen werde ich bald mal probieren.

Ein spannender und interessanter Fall, der mir auch außerhalb der Weihnachtszeit richtig gut gefallen hat.

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