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Rezensionen von Natalie:

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wer eine solche Schwester hat, braucht keine Feinde mehr…

SCHWEIG! von Judith Merchant

Die beiden Schwestern Esther und Sue haben seit ihrer Kindheit ein schwieriges Verhältnis zu einander. Trotz eines Eklat letztes Weihnachten fährt Esther auch dieses Jahr einen Tag vor Weihnachten zu Sue, die nach ihrer Scheidung allein in einem abgelegenen Haus im Wald wohnt. Welche Abgründe sich aber tatsächlich während dieses Besuchs auftun, war so nicht absehbar…

Was würdest du tun, um deine Schwester zu retten? Und was, um sie loszuwerden? Dieser Auszug von der Buchbeschreibung kratzt nur an der Oberfläche dessen, was den Leser erwartet.

Das Buch wird abwechselnd aus der Sicht der beiden Schwestern und Esther‘s Mann, Martin, erzählt. Was zuerst wie ein normales, schwierigeres Verhältnis zwischen den Familienmitgliedern scheint, wird bald zu einer komplexen und vor allem hochtoxischer, manipulativen Beziehung. Beim Leser werden Gefühle wie Abscheu, Unverständnis, Erstaunen und Unglaube geweckt, um nur ein paar davon zu nennen. Im ersten Drittel des Buches werden dem Leser hauptsächlich die drei Hauptprotagonisten und ihre Ansichten, Gefühle und Gedanken nahegebracht, es gibt auch immer wieder Blicke in die Vergangenheit. Es scheint, als passiere nicht allzu viel, was an einen Thriller erinnert, jedoch baut sich in diesen, scheinbar so unbedeutenden, Abschnitt das Grauen auf - die Atmosphäre ist greifbar toxisch und als Leser ahnt man bereits, dass es irgendwann zum großen Knall kommen muss. Gespickt mit unerwarteten Wendungen und einem großartigen Ende war es für mich ein toller Psychothriller, den ich verschlungen habe. Absolute Leseempfehlung von mir.

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die Mandelli-Saga geht weiter

Das Bauwerk der Sehnsucht von Ladina Bordoli

In Teil 2 der Mandelli-Saga begleiten wir Rosalba in die Schweiz der späten 1970-iger Jahre.

Rosalba konnte bei einem mehrmonatigem Praktikum in der Schweiz bei ihrem Onkel Antonio weitere Erfahrungen als muratrice sammeln. Bald darauf zieht es sie jedoch wieder in die Schweiz - einerseits um weitere Fähigkeiten in Schweizer Bauunternehmen zu erlernen, andererseits gibt es da noch den jungen Architekten Remo, den sie während ihres letzten Praktikums kennenlernte.

Rosalba muss sich einigen schweren Entscheidungen und vor allem dem Gegenwind stellen, der ihr als Ausländerin in der Schweiz entgegen bläst…

Die Geschichte von Rosalba konnte mich total fesseln. Rosalba ist für mich ein sehr gelungener Charakter - mit den Fähigkeiten ihrer Mutter Aurora und dem Dickkopf ihrer Urgroßmutter Camilla eine spannende Kombination, die man aber einfach mögen muss. Schön fand ich es auch, dass Aurora immer wieder in Erscheinung tritt und so auch Kleinigkeiten aus Band 1 Erwähnung finden.

Die Lebensweise der Schweizer in den 1970-iger wird in meinen Augen sehr authentisch dargestellt und auch die Unterschiede zwischen Italien und Schweiz sind gut herausgearbeitet. Vor allem war es aber wieder der steinige Weg, den Rosalba gehen muss, der den Leser fesselt. Die Autorin schafft es, dies mit viel Gefühl und Authentizität zu erzählen. Trotzdem kam auch an einigen Stellen der Humor durch, beispielsweise, wenn Rosalba‘s italienische Emotionen mit ihr durchgingen - fantastico. :)

Dies alles war für mich eine überaus gelungene Kombination und ich habe den Roman innerhalb kürzester Zeit gelesen. Band 2 gefiel mir dabei noch besser als der erste.
Rosalba‘s Werdegang kann auch ohne Band 1 gelesen werden, aber ich empfehle auch diesen vorab zu lesen und Aurora kennenzulernen.

Eine klare Leseempfehlung von mir und ich freu mich schon auf Band 3 der Mandelli-Saga.

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Spannung & Humor = toller Krimi

Salzburger Rippenstich von Katharina Eigner

Wie gestaltet eine Arzthelferin ihre Freizeit? Richtig, sie geht auf Mörderjagd - zumindest wenn man Rosemarie Dorn heißt.

Als in Grödig ein Toter mit entstelltem Gesicht gefunden wird, dauert es nicht lange, bis Rosemarie’s Interesse geweckt ist und sie erste Theorien aufstellt. Auch die zweite Leiche lässt nicht lange auf sich warten, was die Ambitionen nur noch erhöht.

Die Spuren führen Rosemarie bis in ein kleines Dorf in Tschechien, aus dem die Vergangenheit immer noch bis nach Grödig nachzuwirken scheint…

Katharina Eigner hat einen Krimi geschrieben, welcher nicht nur auf Spannung setzt, sondern auch einiges an Humor zu bieten hat. Genau diese Kombination hat mir richtig gut gefallen. Spannung und Humor sind keine Wiedersprüche, sondern machen einen Krimi auch besonders. Der Schreibstil ist ansprechend und bildhaft, vor allem die unterschiedlichen Charaktere mit ihren teilweisen speziellen Eigenschaften kommen so richtig zur Geltung.

Für mich ein tolles Lesevergnügen, selten so oft bei einem Krimi schmunzeln müssen, was der Spannung aber keinen Abbruch tat. Eine klare Leseempfehlung von mir.

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top aktuelles Sachbuch zu (Gesundheits-) Themen

Der neue Optimismus – Die Gesundheit der Zukunft von Sanitas Health Forecast

Die 2021 Edition befasst sich in diesem umfangreichen Sachbuch aus der Schweiz mit 4 große Themen: Körper, Mental Health, Sexualität und Umwelt.

Diese Themenblöcke sind jeweils in mehrere Unterthemen gegliedert, welche mal als Artikel, mal als Interview oder auch als Auflistung von kurzen Überblickspunkten dargestellt werden.

Ergänzt wird dies immer wieder durch Potcast-Folgen, die ein Thema nochmal mit Experten vertiefen. Auch der Hinweis auf den dazugehörigen YouTube Channel ist eine weitere tolle Ergänzung zum Buch.

Als Abrundung wird noch die Sanitas-Gesundheitsstudie angeführt. Zwar wurde diese rein im der Schweiz durchgeführt, jedoch finde ich sie durchaus repräsentativ. Genauso wie das gesamte Sachbuch ja aus der Schweiz ist, jedoch stört das überhaupt nicht. Alle Fakten und Themen sind allgemein gültig und auch für Nicht-Schweizer top aktuell.

Alles in allem ein Sachbuch, welches mir extrem gut gefallen hat. Die Themen sind toll ausgewählt und ausgearbeitet, die Artikellängen optimal. Spannend fand ich auch noch eine Variante als Ausblick in unsere Zukunft anhand einer Familie.

Mit über 400 Seiten handelt es sich auch um ein nicht nur hochwertiges, sondern vor allem auch umfangreiches Sachbuch auf das ich sicher immer wieder zurückgreifen werde.

Eine uneingeschränkte Leseempfehlung von mir.

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tolle Kombi aus Thriller und Geschichte des Landes

Old Bones - Das Gift der Mumie von Douglas Preston; Lincoln Child

In der Geisterstadt High Lonesome wird eine mumifizierte Leiche gefunden, die seit einigen Jahrzehnten dort liegt. Was zuerst nach einem Unfall aussieht, gibt schnell Rätsel auf. FBI-Agentin Corrie zieht Archäologin Nora hinzu, die sie von einem gemeinsamen Fall bereits kennt. Je tiefer die beiden in der Vergangenheit graben, umso mehr Unglaubliches kommt zum Vorschein, dass bis in die Gegenwart wirkt…

Wie auch bei Band 1 der Old Bones Reihe hat mir der Schreibstil der beiden Autoren sehr gut gefallen, man fühlt sich direkt mittendrin.

Der Spannungsaufbau ist jedenfalls gegeben und es werden auch einige sehr interessante Fakten passend zur Geschichte im Buch mit reinverpackt. Für mich wieder eine lesenswerte Kombination aus Thriller und Geschichte des Landes. Das Gift der Mumie hat mir zudem besser als Band 1 gefallen.

Von mir eine Empfehlung.

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ein etwas anderer Roadtrip

Du böser, böser Junge von Astrid Korten

Familie Faber befindet sich auf einem Roadtrip durch Kalifornien. Mama Ida hat die Reise akribisch geplant, um ihnen allen einen möglichst unvergesslichen Urlaub zu bescheren - das wird es auf jeden Fall, aber nicht so, wie Ida sich das vorgestellt hatte…

Als Leser spürt man von Anfang an die tiefen Krater, welche sich in die Liebe vom Till und Ida gebildet haben, zugleich aber auch die innere Zerrissenheit der Zwillinge seit sie erfahren mussten, dass sie eigentlich Drillinge gewesen wären.

Somit begibt sich Fif als fünftes, für die Eltern unsichtbares, Familiemmitglied mit auf den Roadtrip.

Durch die kurz gehaltenen Kapitel kommt man sehr gut mit dem Buch voran und lernt auch alle Mitglieder der Familie Faber schnell kennen, da die Kapitel abwechselnd aus Sicht der Charaktere - Till, Ida und den Zwillingen - erzählt werden. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und trägt viel zu den einzelnen beschrieben Stationen des Roadtrips bildhaft bei. Aus diesen Gesichtspunkten für mich ein lesenswertes Buch. Jedoch fehlten mir definitiv über weite Strecken die Elemente, die für mich bei einem Psychothriller unabdingbar sind. Es war für mich eher ein Familiendrama denn Thriller, was ich sehr schade finde, denn die Zutaten dafür waren jedenfalls gegeben und durften an einzelnen Stellen auch aufblitzen. Dies war für mich jedoch zu wenig, um eine anhaltende Spannung und das Gefühl, unbedingt wissen zu wollen, was als nächstes passiert, aufrechtzuerhalten. Auch wenn das Ende nochmal gut inszeniert war, konnte mich das Buch leider im Gesamten (als Psychothriller) nicht überzeugen.

Die drei Sterne vergebe ich hauptsächlich deshalb, weil mir der Schreibstil der Autorin (ohne diesen unter dem Aspekt Psychothriller zu bewerten) ziemlich gut gefallen hat und auch die Idee an sich mit dem Roadtrip und FIF toll ist.

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gelungener Auftakt

Keeping Secrets von Anna Savas

Mich hat vor allem das tolle Cover angesprochen und zu dem Buch greifen lassen. Normalerweise lese ich New-Adult Romane eher weniger, aber nachdem mich auch der Klappentext neugierig gemacht hat, wollte ich dem Ganzen eine Change geben …und wurde positiv überrascht.

Wir begleiten Tessa Thorn, die für ihren neuen Film ausgerechnet nach Faerfax, ihrer Heimatstadt, zurückkehren muss.

Sie hatte eigentlich nie hierher zurückkommen wollen. Darüber hinaus soll Cole Williams, ein Journalismus-Student, die Dreharbeiten begleiten und ein Portrait über Tessa erfassen und kommt ihrem gut gehütetem Geheimnis so gefährlich nahe - ein Geheimnis, dass die Öffentlichkeit nie erfahren soll. Tessa muss sich nicht nur dieser Sache stellen…

Das Buch wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Tessa und Cole erzählt, wodurch die Gefühle, Stärken, aber auch Schwächen der Beiden sehr gut zum Leser transportiert werden und sie so greifbar machen. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen, die Charaktere authentisch. Auch wenn man sich vorstellen kann, wie die Geschichte ausgehen wird, hat es vor allem auch durch die ernsten Themen, welche im Buch vorkommen (es gibt auch eine Triggerwarnung), Tiefgang, was mir richtig gut gefallen hat.

Für mich ein gelungener Auftakt der KEEPING-Reihe und ich bin auf den zweiten Band schon sehr gespannt.

Eine Leseempfehlung von mir.

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gelungener Auftakt
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ein wahrlich genialer Krimi

Seht ihr es nicht? von Georg Haderer

Eine ehemalige Wissenschaftlerin, ihre Eltern sowie ihr Sohn werden ermordet - nur ihre Tochter nicht, die ist verschwunden. Das Motiv? Fraglich…
Philomena Schimmer arbeitet bei der Polizei in der Vermisstenabteilung und soll die Kollegen vom LKA bei der Aufklärung des Falls unterstützen. Schon oft haben Philomena‘s besondere Fähigkeiten ihr dabei geholfen und Kollege Muster hofft auch diesmal darauf.

Die Frage stellt sich, ob in Helena Sartori’s Vergangenheit als renommierte Wissenschaftlerin ein Mordmotiv zu finden ist? Hatte sie etwas herausgefunden, dass Anlass genug war, sie und ihre Familie zu töten? Oder ging etwas bei ihren Experimenten mit den Nanobots schief und sie wusste zu viel? Warum hat sie der Wissenschaft so plötzlich den Rücken gekehrt und war in ein kleines, steirisches Dorf gezogen? Fragen über Fragen, die sich Philomena und ihren Kollegen auftun und entwirrt werden müssen. Auch das Verschwinden von Karina, ihrer Tochter wirft weitere Fragen auf, die so gar nicht in irgendeiner Weise zu allem passen wollen. Scharfsinnig und mit ihrer ganz speziellen Art geht Philomena an die Aufklärung des Falls ran….

Was für ein außergewöhnlicher Krimi, der mich nicht nur mit der spannenden Frage nach dem Motiv und der Aufklärung des Mordes von der ersten Seite an fesseln konnte, sondern auch der Schreibstil, der mit viel Ironie und Schlagfertigkeit aufwartet, gleichzeitig aber seinem Leser volle Aufmerksamkeit abverlangt. Zum Drüberstreuen hat Georg Haderer mit Philomena Schimmer eine außergewöhnliche Ermittlerin geschaffen, die man einfach mögen muss.
Unglaublicherweise war es mein erstes Buch von dem Autor, wird aber definitiv nicht das letzte bleiben.

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Raue Insellandschaft und ihre Bewohner

Das Tal in der Mitte der Welt von Tallack Malachy

Shetland… eine Insel inmitten des Atlantiks, abgelegen und ruhig. Mit dem Buch wird der Leser in eine raue und karge Insellandschaft mitgenommen, in der ein paar wenige Einwohner den Gegebenheiten trotzen - gemeinsam.

Wir begleiten einige Talbewohner in ihrem Leben und lernen sie so nach und nach kennen.

Hilfsbereitschaft und Gemeinschaft wird hier groß geschrieben. Beschaulich und ruhig fließt das Buch dahin, benötigt keine Aufreger. Wer in diesem Buch auf DAS große Ereignis wartet, wird nicht belohnt werden. Jedoch wird man mit einem Buch belohnt, welches Ruhe ausstrahlt und manchmal fast eine meditative Wirkung auf den Leser hat.

Wer die Bewohner Shetlands und ihre Landschaft kennenlernen möchte und sich darauf einlässt, wird mit einem ruhigen, aber tollem Buch über das Leben belohnt - Heimat, Liebe, Freundschaft und Neuanfänge.

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Raue Insellandschaft und ihre Bewohner
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vermeintliche Ruhe in den Schweizer Bergen

Piz Palü von Marie Brunntaler

Ein Traditionshotel in den Schweizer Alpen - Treffpunkt Reicher, Prominenter und Bergfanatiker. Sie alle suchen die Ruhe in den Bergen. Im Sommer 1957 wird daraus aber nichts, als sie beiden Kinder der Hotelbesitzer spurlos verschwinden. Komplett vorbei ist es mit der Ruhe, als auch noch ein Mord geschieht…

Das Buch erzählt Lebensabschnitte der Protagonisten, welche sich mal mehr, mal weniger ineinander verweben.

Mehr und mehr werden vermeintlich vergessene (Familien-) Geheimnisse aufgedeckt oder drängen an die Oberfläche. So schafft es die Autorin schlussendlich ein rundes Bild entstehen zu lassen und die Hintergründe des Mordes aufzudecken.

Der Schreibstil ist unaufgeregt und flüssig zu lesen. Obwohl zwei Kinder verschwinden und ein Mord geschieht, handelt es sich um keinen Krimi, sondern einen Roman. Der Hauptaugenmerk liegt auf den einzelnen Personen und ihren Geschichten, die Krimi-Aspekte ergänzen diese und das Ende des Buches deckt auf, wie alles zusammenhängt.

Auch wenn hier nicht die Spannung eines Krimis zu erwarten ist, schafft es die Autorin geschickt, den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten und den Leser immer wieder neue Fragen aufwerfen zu lassen.

Für mich ein entspanntes Lesevergnügen.

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vermeintliche Ruhe in den Schweizer Bergen