Kunden em pfehlungen
Rezensionen von HEYN Leserunde Manuela Meierhofer:
Leben am Abgrund
All das zu verlieren von Leïla Slimani
Eine Frau (Adèle) taumelt dem Abgrund ihres Lebens entgegen. Es ist ihr völlig bewusst. Dennoch kann sie sich nicht gegen ihre Triebe, die ihr Leben beherrschen, stellen.
Was für ein Buch! Es zu lesen schmerzt. Ich mag mir kaum vorstellen, was diese Frau alles durchmacht. Andererseits schafft Adèle es vielleicht, sich aus dieser Spirale zu befreien.
Einmal begonnen, konnte ich dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Empfehlung!
Goethe - amüsant!?
Rauch und Schall von Charles Lewinsky
Während Goethe eine Schreibblockade hat, scheint seinem verhassten Schwager alles mühelos zu gelingen.
Die Geschichte kommt leichtfüßig daher. Sprachlich angelehnt an die Zeit, in der sie spielt. Immer wieder werden lateinische Sprichwörter eingebracht, die ich aufgrund meiner Vorliebe in der Jugend zu Asterix-Heften, gut verstehen konnte.
Eine amüsante, sprachlich großartig erzählte Geschichte, die gute Laune verbreitet.
Leseempfehlung!
That's life!
Packerl von Anna Neata
Jeder Mensch hat im Leben sein Päckchen zu tragen. Dies beschreibt Anna Neata in diesem Roman, der drei Generationen von Frauen umfasst, sehr eindrucksvoll. Die Familiengeschichte wird durch lose Aneinanderreihung von Begebenheiten, die im Laufe des Lebens der Frauen geschahen, erzählt.
Durch die direkte, kraftvolle, teilweise flapsige Sprache wurde ich sofort in den Bann dieses Buches gezogen.
Es kam mir vor, als säßen die Protagonistinnen direkt neben mir und würden mir ihre Geschichten ins Ohr flüstern. Gekonnt erzählt bleibt der Spannungsbogen bis zur letzten Seite erhalten.
Von dieser Autorin möchte ich gerne mehr lesen.
Empfehlung!
Wilde Jagd von René Freund
Quintus wohnt vorübergehend am Land. Im Haus, das ihm seine Eltern hinterlassen haben. Hier versucht er, wieder Ordnung in sein Leben zu bekommen. Dabei wird er von der Altenpflegerin Evelina aus seiner Komfortzone gerissen.
Leichte, gute Lektüre für lange Winterabende.
Bedrückend
Louise von Ursel Bäumer
Ursel Bäumer schafft es durch die Beschreibungen der kranken Mutter, dass ich mich schlecht fühle. Ich dachte daran abzubrechen, hoffte jedoch, dass da ja noch was kommen müsse. Nun ja. Louise schafft es tatsächlich, sich von allen familiären Zwängen zu befreien. Aber ob sie es in ein besseres Leben schaffte, geht aus diesem Roman nicht hervor.
Für mich jedenfalls war dieses Buch keine Offenbarung. Und Menschen, die zu Depressivität neigen, sollten dieses Buch besser nicht lesen.
Trügerische Landidylle
So weit der Fluss uns trägt von Shelley Read
Die 17jährige Victoria lebt mit Vater, Bruder und Onkel auf einer Pfirsichfarm. Nach dem Tod der Mutter ist sie u. a. für den Haushalt zuständig. Als sie Wil kennenlernt und sich in ihn verliebt, beginnt sie ihr Schicksal zu hinterfragen.
Typischer amerikanischer, im ländlichen Umfeld angesiedelter Unterhaltungsroman, der mir nicht im Gedächtnis bleiben wird.
Mütter - Töchter - Beziehungen
Zwischen Nord und Nacht von Gøhril Gabrielsen
Die Autorin stellt zwei Frauen mit ihren Töchtern gegenüber. Auf der einen Seite haben wir Helena mit ihrer Tochter Edith. Auf der anderen, rund 100 Jahre später, Marie mit ihrer Tochter Lu. Beide Mütter meinen zu wissen, was das beste führ ihre Tochter ist und handeln danach.
Fazit: Ein Versuch der Mutter, ihr Handeln zu rechtfertigen.
Lebensstationen
Eigentum von Wolf Haas
Die Mutter von Wolf Haas liegt im Sterben. Ihr Sohn ist in den letzten Tagen an ihrer Seite und erinnert sich an manche Begebenheiten aus ihrem (und auch seinem) Leben.
Die rund 150 Seiten lesen sich gut, sind auch interessant. Werden bei mir aber keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Eindrucksvoll
Hedy Lamarr von Michaela Lindinger
Das Buchgeschenk meiner Freundin lag schon länger in meinem Buchregal. Und nach der Lektüre der Romanbiografie über Hedy Lamarr wollte ich unbedingt wissen, wie sich ihr Leben "wirklich" abspielte.
Das Buch ist sehr spannend aufgebaut. Die Wienerin Hedy Lamarr war rastlos und egozentrisch.
Mir scheint, dass sie nicht sonderlich sympathisch gewesen ist. Aber auf jeden Fall hattes sie ein interessantes Leben.
Großartiges Buch! Leseempfehlung!
Außergewöhnlich
Die einzige Frau im Raum von Marie Benedict
Das Buch wurde mir von einer Freundin mit den Worten 'lies das!' in die Hand gedrückt. Eine Romanbiografie über Hedy Lamarr, die mir gut gefallen hat.
Lamarr wird als naives, etwas weltfremdes junges Mädchen beschrieben.
Und dieses Buch gab den Anstoß, endlich ihre Biografie zu lesen, die ich vor längerer Zeit von einer anderen Freundin geschenkt bekam.











