Kunden em pfehlungen
Rezensionen von brauneye29:
Sehr komplex
Barbarisches Kreta von Nikola Vertidi
Zum Inhalt:
Es ist heiß auf Kreta als ein deutsches Urlauberpaar als vermisst gemeldet wird. Kurz darauf ist ein französisches Paar verschwunden. Auch wenn keine Leichen gefunden wurden, beginnen Galavakis und sein Team zu ermitteln, denn die Familien der Vermissten und ein angeschwemmter Arm sorgen bereits für Aufsehen und das kann man in Hochsaison nun gar nicht brauchen.
Meine Meinung:
Dieses Buch ist deutlich komplexer als die vorherigen Bände und man muss schon seine Sinne beisammen halten, damit einem nichts entgeht. Mythen von verlorenen Piratenschätzen und die vergangene Hochkultur der Insel werden geschickt in eine sehr spannende und vielschichtige Geschichte verwoben. Natürlich wird auch wieder sehr gut das kretische Lebensgefühl rüber gebracht, das hat die Autorin drauf, schließlich lebt sie einen großen Teil des Jahres auf der Insel. Das Buch bringt auch immer wieder neue Entwicklungen, so dass es nie langweilig wurde. Schön fand ich dass Gavdos und Dia auch eine Role gespielt haben. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt.
Fazit:
Sehr komplex
Hat mir gefallen
Caffè Latte mit Schuss von Gudrun Grägel
Zum Inhalt:
Eigentlich wollten Doro und ihr Freund Vinc nur Urlaub in Malcesine am Gardasee machen. Doch dann gibt es einen grausigen Fund am Fuße des Monte Baldo, der die Bevölkerung beunruhigt und die Polizei zwingt einen alten Fall wieder aufzurollen. Welch tragisches Geheimnis liegt in der Vergangenheit? Und müssen erst weitere Menschen sterben? Doro und Vinc wollen das verhindern und geraten selbst in Gefahr.
Meine Meinung:
Ich muss ja schon gestehen, dass mich das Buch imi Wesentlichen angezogen hat, weil es am Gardasee spielt und wenn man die Ecke ein bisschen kennt auch ein anderes feeling beim Lesen entsteht. Aber in diesem Fall haben mich nicht nur die Örtlichkeiten angesprochen, auch der Fall, der Weg zu Lösung und wie Doro und Vinc zusammen funktionieren. Der Schreibstil ist gut und das Buch liest sich flott weg. Für mich war es das erste Buch der Autorin aber sicher nicht das letzte.
Fazit:
Hat mir gefallen
Wer ist hier das Opfer?
Der Einfluss der Fasane von Antje Rávik Strubel
Zum Inhalt:
Hella Karl ist die leitende Journalistin für das Feuilleton einer Berliner Zeitung und hat sich nie verbogen. Als sie jetzt die Nachricht liest, dass sich ein ehemalig bekannter Regisseur das Leben genommen hat, ist sie schockiert, denn sie hat seinerzeit einen Skandal um ihn aufgedeckt.
Jetzt sieht sie eine Hetzjagd auf sich zukommen, selbst die eigene Zeit wendet sich gegen sie.
Meine Meinung:
Im Grunde erlebt man im diesen Buch, wie schnell man vom vermeintlichen Täter zum Opfer wird und ein Kabinettstück wie die Medien in der Lage sind auch Meinungen zu bilden oder zu beeinflussen. Man fragt sich schon, wie es sein kann, dass jemand, der eigentlich einen Skandal aufdeckt, plötzlich als der Schuldige dasteht. Plötzlich sind alle gegen Hella und man fragt sich mehr als einmal, ob Hella wirklich im Recht war oder auch nicht. Am Ende bleibt die Frage, ob Hella verantwortlich ist. Das Buch hat mir gut gefallen.
Fazit:
Wer ist hier das Opfer?
Ganz okay
The Monet Family – Shine Bright, Rising Princess von Weronika Anna Marczak
Zum Inhalt:
Das Leben mit fünf Brüdern ist nicht nur luxuriös, es ist auch gefährlich. Das muss Hailie erkennen und sich zu ihrem eigenen Schutz an strenge Regeln halten mit einem Bodyguard, der ihr auf Schritt und Tritt folgt. Sie fühlt sich wie im goldenen Käfig. Als es ihr kurzfristig gelingt auszubrechen, lernt sie schnell die Gefahren der Freiheit kennen.
Ihr Brüder schulen sie für den Ernstfall, doch als dieser eintritt, muss sie über sich hinauswachsen.
Meine Meinung:
Leider war mir nicht bewusst, dass dieses schon der dritte Teil einer Serie ist, so hatte ich enorme Probleme überhaupt in die Geschichte reinzukommen. Es sei also jedem geraten, die ersten beiden Bände vorher zu lesen. Den Schreibstil fand ich gut lesbar, die Geschichte aber insgesamt relativ belanglos und wenig spannend außer vielleicht den Teil mit der Entführung. Ich persönlich war jetzt auch nicht so angetan vom Buch, dass ich die ersten Teile nachholen würde.
Fazit:
Ganz okay
Schön geschrieben
Wenn die Tage länger werden von Anne Stern
Zum Inhalt:
Zum ersten Mal seit sechs Jahren hat die alleinerziehende Musiklehrein Lisa einen Sommer ohne ihren Sohn vor sich. Doch die neu erhaltene Freiheit hat auch ihre Schattenseiten. Die Sehnsucht nach ihrem Sohn ist da, aber auch die frage, was sie eigentlich ist, wenn sie keine Mutter ist. Eine Begegnung mit Obstbäuerin Ute, die keine Zeit für Kompromisse hat, bringt neue Gedanken in Lisa auf.
Meine Meinung:
Im Grunde wird hier die Geschichte von zwei Frauen erzählt, auch wenn es scheinbar vordergründig um Lisa geht. Lisa und Ute, die nicht unterschiedlicher sein könnten, entdecken aber auch viele Gemeinsamkeiten. Die Familiengeschichte von Lisa ist schwierig, Lisa hat kein gutes Verhältnis zur Mutter, über die Eltern der Mutter weiß sie nur wenig. Als sie sich die Zeit nimmt endlich die Geige des Großvaters restaurieren zu lassen, stößt sie auf ein altes Familiengeheimnis. Ute ist nicht gerade das, was man auf Anhieb als gute Freundin bezeichnen würde, aber vielleicht ist das auch Erkrankung geschuldet, aber irgendwie hat mir Ute sehr gefallen, gerade wegen ihres kompromisslosen Verhaltens.
Fazit:
Schön geschrieben
Ungewöhnliche Geschichte
Haus Waldesruh von David Krems
Zum Inhalt:
Nach fünfzehn Jahren treffen sich vier ehemalige Schulkollegen Anna, Lea, Ferdy und Marco in einem Forsthaus wieder. Die Wiedersehensfreude kippt schnell, denn alte Konflikte brechen wieder auf. Und es scheint alles um einen zu kreisen, der aber nicht mehr kommen konnte, denn Max hatte sich kurz nach der Matura das Leben genommen.
Und es scheint, als ob Marco dieses Treffen nicht ohne Hintergedanken geplant hat.
Meine Meinung:
Wer hier einen Krimi erwartet, der liegt völlig daneben, denn das ist dieses Buch überhaupt nicht. Schon von Beginn an liegt aber etwas bedrohliches in der Luft, dass im Verlauf auch immer bedrohlicher wirkt. Spätestens als der unerwartete Gast auftaucht kippt die Stimmung völlig. Die Protagonisten untereinander haben ein sonderbares Verhältnis ohne dass man das wirklich benennen könnte, denn so richtig erfahren wir auch nichts über die eigentlichen Charaktere und der Umgang untereinander ist merkwürdig. Die Schreibweise ist zwar eher ruhig, denn baut sich eine gewisse Spannung auf.
Fazit:
Ungewöhnliche Geschichte
Humorvolle Liebesgeschichte
Note to myself: Liebe ist keine Option von Kira Mohn
Zum Inhalt:
Alice ist gerade überhaupt nicht im Stimmung für einen neuen Mann, denn erst seit kurzem ist mit ihrem Freund Schluss. Weil sie deshalb außer Fassung gerät, landet ihre Matraze auf dem unbeteiligten Lennon. Bei einem Drink wechselt Lennons Laune schnell von sauer auf hingerissen, doch Alice hat damit gerade so gar nichts im Sinn.
Aber Lennon lässt nicht locker. Vielleicht findet sich doch noch ein Weg zu mehr als Freundschaft?
Meine Meinung:
Ist schon klar, wie das Buch enden wird, schließlich ist ein typisches Buch, in dem aus Freunden mehr wird. Aber entscheidet ist bei so einem Buch der Weg dahin. Wird eine originelle Geschichte erzählt? Ist das humorvoll? Gibt es eine besondere Location? Und noch entscheidender sind es sympathische Protagonisten? Hier kommt eine schöne Kombination aus allem zusammen, die eine liebenswerte Geschichte erzählt ohne zu kitschig zu werden. Nette Unterhaltung, wenn man mal ein leichteres Buch lesen möchte.
Fazit:
Humorvolle Liebesgeschichte
Eher für Thomas Mann Fans geeignet
Heimweh im Paradies von Martin Mittelmeier
Zum Inhalt:
In den vierziger Jahren sind diverse Schriftsteller, die im nationalsozialistischen Deutschland keine Heimat mehr hatten, in Florida gelandet, allen voran Thomas Mann. Hier ist es zwar traumhaft schön, aber dennoch haben sie auch Heimweh. Aber sie feiern auch, reden sich die Köpfe heiß, streiten wie in Deutschland nach Hitler aussehen könnte.
Meine Meinung:
Wenn man sich zuvor noch nicht wirklich viel mit Thomas Mann beschäftigt hat, ist einem wahrscheinlich die Zeit in Florida mit vielen anderen Schriftstellern wie z.b. Brecht, Döblin oder Feuchtwanger gar nicht bewusst. Das Buch ist keine leichte Kost, es liest sich auch nicht sehr leicht, weil manche der Kapitel zwar einen Eindruck des Lebens vermitteln, aber irgendwie belanglos wirkten, andere waren dagegen wir sehr interessant. Die teilweise verschwurbelte Schreibweise ist zwar nicht uninteressant, aber auch schon mal zu philosophisch. Das kann man mögen, muss es aber nicht. Ich fand das Buch okay, aber nicht nachhaltig beeindruckend.
Fazit:
Eher für Thomas Mann Fans geeignet
Nichts für schwache Nerven
Mörderfinder - Das Muster des Bösen,1 Audio-CD, 1 MP3 von Arno Strobel
Zum Inhalt:
In Düsseldorf wird der Sohn eines Richters entführt. Ausgerechnet ein Häftling, der wegen Entführung einer Minderjährigen in U-Haft sitzt, möchte das Max Bischoff und Marvin Wagner ermitteln. Der Entführer hatte mit dem Häftling Kontakt aufgenommen weil er ihm zeigen will, wie es richtig geht.
Der Junge wird tot aufgefunden und ein weiteres Kind entführt. Damit wird Max und Marvin klar, dass ihnen wenig Zeit bleibt um einen weiteren Mord zu verhindern.
Meine Meinung:
Das Buch, in meinem Fall Hörbuch ist extrem spannend geschrieben und auch gesprochen. Max und Marvin ergänzen sich enorm gut und gerade Marvin hat mir in diesem Teil besonders gut gefallen. Das Buch zeichnet sich durch falsche Fährten und Wendungen aus, ist enorm spannend. Was mich aber irgendwie völlig irritiert hat, ist das Ende, dass irgendwie nicht zum Rest des Buches passt. Irgendwie war zu plötzlich und abrupt Schluss, da hätte ich mir etwas mehr gewünscht.
Fazit:
Nichts für schwache Nerven
Spannendes Setting
Die Kammer von Will Dean
Zum Inhalt:
Eine Gruppe von Tauchern müssen vor ihrem Einsatz an einer Ölpipeline zum Druckausgleich mehrere Tage in einer eisernen Kammer verbringen. Was eigentlich für die Profis Routine ist wird schnell zum Alptraum als es den ersten Toten gibt und es wird nicht der Letzte sein. Und es gibt kein Entkommen, denn das Öffnen der Türen würde den Tod für alle bedeuten.
Meine Meinung:
Für mich ja reine absolute Horrorvostellung in einem kleinen Raum tagelang eingesperrt zu sein ohne dass man jederzeit raus kann. Wenn dann noch jemand stirbt steigt der Horror noch, denn es gibt kein Entkommen. Die Geschehnisse in der Kammer wirken gleich irgendwie bedrohlich und es bleibt lange im Dunkeln, was hinter all den Geschehnisse steckt. Der Spannungsbogen wird dadurch hoch gehalten. Die Protagonistin Ellen wirkt sehr authentisch gerade auch, weil sie als Mutter sehr unter der Abwesenheit der Familie leidet. Insgesamt ist das Buch sehr spannend und vorstellbar geschrieben, weil die Bedingungen in der Kammer fast fühlbar sind.
Fazit:
Spannendes Setting











