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Rezensionen von Miro:

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Sie wissen, was du tust!

Paradise City von Zoë Beck

Deutschland in einer nicht allzu fernen Zukunft: Die meisten Menschen leben in wenigen Megacities, das Meer hat einiges an Land geraubt und die Kleinstädte werden nicht perfekt mit Wasser und Strom versorgt. In den Megacities ist das Leben angenehm, sofern man dem System entspricht. Fällt man auf, bekommt man Punktabzug bei der Wohnungsvergabe, bei der Schulwahl für die Kinder, oder was man sich eben so wünscht.

Der Gesundheitsdienst versorgt die Menschen über einen Chip und eine App. Stimmt etwas am Blutbild nicht, wird einem prompt das passende Medikament geliefert.

Liina arbeitet nicht wirklich für das System. Sie ist Rechercheuren für die einzige Zeitung, die immer wieder die staatlichen Meldungen anzweifelt. Ihre Tätigkeit ist verdeckt, nicht einmal ihre Eltern dürfen wissen, was sie wirklich arbeitet.

Als ihr Chef sie ins Hinterland schickt, um einen angeblichen Fall von Tierbissen aufzuklären, wird er zur selben Zeit vor einen Zug gestossen. Das kann kein Zufall sein. Mithilfe des restlichen Teams beginnt sie zu recherchieren und stösst auf ein schreckliches Geheimnis.

Zoe Beck hat hier eine Version von Deutschland entworfen, die eine mögliche Zukunft darstellen könnte. Der Klimawandel und die fortschreitende Techniknutzung zeigt jedenfalls einen Trend in diese Richtung an. Ob die Überwachung mittels Smartcases, wie es in diesem Buch heißt, wirklich so ein Ausmaß annehmen wird, möchte ich jetzt mal nicht hoffen, aber es liegt definitiv im Bereich des Möglichen.

Und wieder einmal wird gezeigt, wie wichtig investigativer Journalismus ist. Auch das ist ein Thema, das aktuell ist wie nie. In nicht wenigen Ländern versuchen die Politiker sich der Medien zu bedienen. Unabhängiger Journalismus ist ein Muss für eine freie Gesellschaft und soll es uns Wert sein, dafür zu bezahlen. Ansonsten wissen wir nicht, was über unsere Köpfe hinweg entschieden wird und es ergeht uns, wie den Menschen in dieser Zukunftsvision.

Ich habe "Paradise City" sehr gerne gelesen. Das Buch konnte mich fesseln und die aufgezeigt Welt fand ich sehr interessant. Manchmal dachte ich, zu ahnen, was dahinter stecken könnte, aber dann hat mich die Autorin doch wieder überrascht. Es liest sich locker und flüssig und fesselt von der ersten bis zur letzten Seite.

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Würdiger Abschluss

Die Spiegelreisende 4 - Im Sturm der Echos von Christelle Dabos


Über den Inhalt muss hier nichts mehr verraten werden. Ophelia und Thorn kämpfen weiter gegen Gott und/oder den Anderen. Dabei erleben sie noch ganz einige Abenteuer und müssen Opfer bringen.

Ihre Liebe stärkt sie und zusammen können sie einiges erreichen. Doch die letzte Reise oder den letzten Kampf müssen beide allein austragen.

Beide Hauptfiguren haben sich weiterentwickelt. Ophelia findet ihre innere Stärke und Thorn beginnt sich selbst weniger zu verabscheuen.

Gut gefallen hat mir, wie Ophelia lernt ihre neue Familienkraft, die Krallen wirkungsvoll einzusetzen. Im Gegensatz zu Thorn hasst sie diese Kraft nicht.

Gut gefallen haben mir auch die Nebencharaktere - die lange bekannten: Reinecke, Gwenael und der Botschafter, aber auch die neuen Freundschaften aus Babel - Elisabeth und Oktavio.

Der krönende Abschluss ist etwas verwirrend, aber in wie weit eine Fantasiegeschichte der Logik folgen muss, möchte ich nicht beurteilen. Das Grande Finale lässt etwas zu lange auf sich warten. Immer wieder wendet sich die Story und der Endkampf rückt wieder in die Ferne. Dennoch habe ich das Buch sehr gerne gelesen und habe mit Ophelia mitgefiebert, ob alles zu einem guten Abschluss kommt.

Der Schluss ist härter als erwartet und völlig kitschfrei. Obwohl ich das bei dieser Geschichte auch vertragen hätte. Vielleicht bleibt aber diese kleine Detail offen, um doch noch einen fünften Band zu schreiben?

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Würdiger Abschluss