Kunden em pfehlungen
Rezensionen von gletscherwoelfchen:
Emotional, spannend und romantisch!
Nach der Zerstörung von Rebekka Gusia
„Fräulein in Not? Am Arsch!“
Die 19-jährige Raja wächst in einer Welt auf, die von Naturkatastrophen, Einsamkeit und Verlusten geprägt ist. Einzig und allein ihr Hund Floh bleibt stets an ihrer Seite - bis eines Tages Lean auftaucht. Lean, der sie nicht nur vor einem herannahendem Tsunami rettet, sondern ihr erstmals Wärme und Hoffnung zu vermitteln vermag.
Aber nicht alles was glänzt, ist Gold. Und so scheint auch Lean dunkle Geheimnisse vor Raja zu bewahren…
Wer starke Protagonistinnen und eigenständige Frauen mag, ist hier genau richtig!
„Nach der Zerstörung“ beschäftigt sich vorrangig mit Raja, einer jungen Frau, die vollkommen auf sich allein gestellt ist. Sie muss sich nicht nur um ihre Versorgung kümmern, sondern ihrem Alltag auch möglichst viel Sicherheit verleihen. Dabei gerät sie des Öfteren in gefährliche Situationen, gibt deswegen jedoch alles andere als schnell auf. Ich habe Raja für ihren Mut, ihren Ehrgeiz und ihr Durchhaltevermögen sehr bewundert. Sie bereichert die Geschichte auf ihre ganz eigene, unverkennbare Art - ich denke, eine bessere Protagonistin hätte man sich in solch einer zerstörten Welt kaum wünschen können.
Immer an ihrer Seite ist ihr Hund Floh, der im Sturm mein Herz erobern konnte - und das nicht nur, weil ich ein Hundemensch bin. Einen solch loyalen und treuherzigen Begleiter wünscht sich doch sicherlich jeder an seiner Seite!
Das nötige Kribbeln und Herzklopfen verleiht in dieser Dystopie allerdings definitiv der geheimnisvolle Lean. Obwohl ich anfangs noch etwas Mühe hatte, einen richtigen Draht zu ihm knüpfen zu können, hat sich das schnell gelegt. Im Nachhinein finde ich, dass er durchaus Bookboyfriend-Potenzial bietet. Vor allem auf Grund seiner engelsgleichen Geduld und seiner Fähigkeit, sich nicht immer unnötigerweise aufdrängen zu müssen, Raja nicht die Show zu stehlen.
Mindestens ebenso sehr wie die einzelnen Charaktere mochte ich den Schreibstil der Autorin. Locker und flüssig verschlingt man als Leser förmlich die Seiten, gerade zum Ende hin einige unerwartete Wendungen wie auch die ein oder andere humorvolle Einlage lassen einen das Buch nicht mehr so schnell aus der Hand legen.
Für mich persönlich hätte das Worldbuilding noch ein kleines bisschen intensiver sein können.
Ich finde die Grundidee super spannend, keine Frage! Die beängstigende Nähe zu furchtbar zerstörerischen Naturkatastrophen hat sich äußerst real angefühlt.
Allerdings hätte ich mich über einige Hintergrundinformationen gefreut: Wie genau ist die Welt zu stände gekommen? Was war der Auslöser? Wie sieht es in anderen Teilen der Erde aus? Auch das ein oder andere einschneidende, prägende Erlebnis diesbezüglich hätte in meinen Augen dazu beigetragen, das gesamte Potenzial entfalten zu können. Mir war es teils ein wenig zu „sanft“, wenn man es denn so ausdrücken möchte.
Genau aus diesem Grund aber bin ich der Meinung, dass das Buch gerade für Neueinsteiger in das Genre perfekt sein könnte. „Nach der Zerstörung“ führt locker in das Genre „Dystopie“ ein, lässt romantische Elemente ebenso wie nachdenklich stimmende Ereignisse mit einfließen. Ich glaube, dass viele andere Bücher in dem Genre auf Neulinge erschlagend wirken könnten. Die Geschichte rund um Raja und Lean allerdings bietet eine vorsichtige, sanfte Einführung und macht so definitiv Lust auf mehr.
Ich habe das Lesen genossen und hoffe sehr auf ein Spin-off oder Ähnliches. Gerne würde ich mich noch stärker mit den Charakteren auseinandersetzen und tiefer in die fremde Welt eintauchen.
4/5 Sterne
Ägyptische Mythologie von Feinstem!
Desert Gods von Lisa Nevermore
"Wenn ich wählen muss zwischen dir und der Menschheit, dann lege ich die Welt höchstpersönlich in Schutt und Asche, um dich zu behalten."
Jahrtausende lang war die Seele der Kriegsgöttin Sachmet auf engstem Raum eingesperrt. Jahrtausende lang musste sie auf einen Körper verzichten. Als die ägyptische Göttin plötzlich befreit wird, ist sie fortan untrennbar mit Evie verbunden.
Überraschenderweise bieten Chaosgott Seth und Katzengöttin Bastet Evie ihre Hilfe an, und so bleibt ihr nichts anderes übrig, als einzuwilligen. Ihr Alltag wird im Folgenden vollkommen auf den Kopf gestellt, wozu der charmante Seth einen großen Teil beiträgt.
Doch in den Schatten lauert schon die nächste Gefahr…
Auf „Desert Gods“ aufmerksam geworden bin ich primär durch die Thematik rund um die ägyptische Mythologie. Ich finde das Thema unheimlich interessant und gerade als kleiner Geschichtsfan musste ich dieses Buch unbedingt lesen.
Wer jetzt vielleicht abgeschreckt ist: keine Angst, das Buch vereint so viel mehr in sich und hat mich mit seinen zahlreichen Facetten wirklich überraschen können!
Der Fokus in „Desert Gods“ liegt auf der Protagonistin Evie. Diese überzeugt durch ihre Schlagkräftigkeit und ihre wundervoll authentische Art. Mit reichlich Biss weiß sie sich gegen ihre Umgebung durchzusetzen - und nicht selten musste ich als Leserin darüber herzlich lachen. Evie ist einfach fantastisch, selten konnte ich mich so gut in einen Charakter hineinversetzen.
Um sie herum werden dann interessante und bildhaft beschriebene Settings aufgebaut, ebenso weitere vielschichtige Charaktere. Nicht zu vergessen ist natürlich die Mythologiekomponente. Im Laufe der Handlung werden immer wieder spannende Informationen und Hintergründe diesbezüglich eingestreut. Aber keinesfalls darf an dieser Stelle eine langweilige Geschichtsstunde erwartet werden. Im Gegenteil: Die Autorin Lisa Nevermore spielt gekonnte mit den Fakten, setzt sie bewusst in der Handlung ein, achtet gleichzeitig aber auch toll darauf, stets den Unterhaltungsfaktor nicht außer Acht zu lassen.
An der Stelle möchte ich gerne einen ganz besonderen Charakter anteasern: einen wahrhaftig sandigen, ein wenig arroganten Kerl namens Seth. Er ist einfach einzigartig! Frech und überheblich bringt er nicht nur Evie des Öfteren auf die Palme (und jede Menge kleine Sandhäufchen in ihre Wohnung). Der Chaosgott hat mit zu meinen liebsten Figuren gezählt. Er wurde wundervoll facettenreich dargestellt und brachte die ein oder andere Überraschung mit sich.
Abgesehen von den Charakteren möchte ich vor allem auch ein großes Lob an den Schreibstil der Autorin aussprechen. Für einen Debütroman ist er erstaunlich ausgereift und lässt kaum zu wünschen übrig. Er ist schön abwechslungsreich und spielt fast schon ein wenig mit dem Leser. An der einen Stelle ist er noch unglaublich emotional und ergreifend, während er mich wenige Seiten später schon wieder zum Lächeln gebracht hat, ohne dabei jedoch gekünstelt zu wirken, werden Stimmungen ganz toll dargestellt und der Leser auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitgenommen.
Ich habe mit dem ersten Band von „Desert Gods“ mein erstes Jahreshighlight gefunden und kann es unbedingt ans Herz legen. Wer Lust auf einzigartige, mitreißende und spannende Urban Fantasy (mit einem wirklich, wirklich fiesen Cliffhanger) hat, ist hier genau richtig.
5/5 Sterne
Nicht nur etwas für echte Pferdeliebhaber
Pferdeflüsterer-Mädchen, Band 1 - Rubys Entscheidung von Gina Mayer
Nach dem Umzug nach Cornwall scheint sich Ruby bereits gut eingelebt zu haben. Nur eines fehlt ihr: die Pferde und das Reiten.
Welch ein Glück, als sie erfährt, dass es ganz in ihrer Nähe gleich zwei Reiterhöfe gibt: die Ocean Ranch und Hegarty's. Aber für welchen Hof nur soll sie sich entscheiden? Und welche Konsequenzen hat das Vorreiten auf der Ocean Ranch, das letztendlich vollkommen anders verläuft, als ursprünglich gedacht? .
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Zuallererst möchten wir das wundervolle Cover des Buches loben. Es vereint zahlreiche hübsche Elemente in sich und ist ein echter Augenschmaus. Im Buchladen würden wir definitiv nicht daran vorbeigehen.
Auch die Geschichte selbst hat uns nicht enttäuscht.
Sie ist überaus abenteuerlich und spannend, beinhaltet zahlreiche überraschende Wendungen und Ereignisse. Wobei wir an dieser Stelle die Kapitelübersicht gleich zu Beginn des Buches negativ anführen möchten. Diese zeigt gleich auf einen Blick alle Kapitelnamen mit den entsprechenden Seitenangaben - an sich eine schöne Idee, wenn da bloß nicht der offensichtliche Spoiler wäre. Dieser nimmt gleich vorweg, wie es für Ruby ausgehen wird. Wir empfehlen, vor dem Lesen die Übersicht einfach zu überspringen.
Ein weiterer Kritikpunkt unsererseits waren einige besondere Extraseiten, die "Wissen für Pferdeflüsterer Mädchen" bereithalten. Auch hier fanden wir die Idee super und haben uns sehr darüber gefreut. Aber wir sind der Meinung, dass diese Seiten auch für Jungs toll geeignet sind.
Abgesehen davon jedoch konnte uns das Buch wirklich überzeugen.
Wie bereits von Gina Mayer gewohnt, ist der Schreibstil angenehm flüssig und lässt den Leser schnell vorankommen. Im Zusammenspiel mit der großen Schriftgröße und kleineren Illustrationen empfehlen wir es daher auch sehr gerne an jüngere Leser, die noch nicht allzu erfahren sind, weiter.
Zudem konnten wir die Charaktere sofort ins Herz schließen. Ruby als mutige und authentische Protagonistin hat uns unheimlich gut gefallen. Vor allem aber ihre Tante fanden wir total sympathisch. Mit ihrer lustigen und ein wenig verpeilten Art hat sie die Geschichte sehr bereichert.
Wir finden den ersten Band von "Pferdeflüsterer-Mädchen" sehr gelungen und sind gespannt auf die Fortsetzung. Trotz kleinerer Kritikpunkte empfehlen wir ihn gerne weiter. Keine Angst übrigens vor dem tierischen Cover: Denn auch wer nicht der größte Pferdefan ist, sollte hier Freude am Buch haben.
5/5 Sterne
Ein fantastischer und empfehlenswerter Auftakt!
Millenia Magika - Der Schleier von Arken von Falk Holzapfel
Eigentlich möchte Adrian einfach nur einige ruhige Tage in der Kleinstadt Arken, dem wohl langweiligsten Ort weit und breit, verbringen. Doch als er bei seiner Tante ankommt, überschlagen sich die Ereignisse.
Plötzlich wirkt es, als ob Adrian selbst zu den magischen Wesen der Stadt gehört! Als er Zeuge von zahlreichen Spannungen in der Stadt wird und dann auch noch seine Tante spurlos verschwindet, scheint das Chaos komplett.
Zum Glück erhält er Unterstützung von Hexe Jazz und Troll Juri...
Aufmerksam geworden auf dieses Buch bin ich vor allem durch das wunderschöne Cover. Es wirkt überaus stimmig und harmonisch und macht sofort Lust auf mehr.
Umso erfreuter war ich dann, dass das tolle Design auch im Innenteil des Buches wieder aufgegriffen wird. Neben einer Karte und einem Zeitungsartikel auf dem Buchdeckel wird jedes Kapitel durch eine große Illustration und kleinere Vignetten begleitet. Dabei passt beides stets hervorragend zur Handlung und gibt ihr somit einen echten Mehrwert. Ich habe sie mir sehr gerne angeschaut und konnte mich kaum sattsehen!
Neben der Aufmachung konnte mich jedoch auch die Geschichte selbst überzeugen. Angefangen beim Schreibstil, der luftig locker und zugleich detailliert ist, bis hin zu den Charakteren hat alles gepasst.
Verschiedenste magische Wesen kommen in Arken miteinander in Berührung, auf allen Seiten gibt es etwas zu entdecken. Durch all das zieht sich immer ein roter Faden, welcher auf das Verschwinden von Adrians Tante hinausläuft. Begleitet wird dies durch eine rasant ansteigende Spannungskurve, auf Grund derer ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte. Man fiebert als Leser von vorne bis hinten mit, möchte die sympathischen Protagonisten liebend gerne unterstützen und unbedingt erfahren, was es mit den seltsamen Vorkommnissen in der Kleinstadt auf sich hat. Durch unerwartete Wendungen und einige Überraschungen wird zusätzlich Schwung in die Geschehnisse gebracht. Und auch der Gruselfaktor kommt hier nicht zu kurz. Schaurige Antagonisten sorgen für Gänsehaut, dunkle und bedrohliche Settings unterstützen dies zusätzlich. Für ganz junge Leser ist dieses Buch daher vermutlich eher weniger geeignet, für etwas ältere Kinderbuchliebhaber dafür aber sicherlich umso mehr.
Ich bin begeistert von "Millenia Magika" und hoffe nach dem fiesen Cliffhanger, dass es bald mit dem nächsten Band weitergeht. Ich bin unheimlich gespannt auf den weiteren Verlauf und freue mich auf weitere Bücher von Falk Holzapfel!
5/5 Sterne
Fantasievolle und schöne Wintergeschichte, die gute Unterhaltung bietet
Emelys Blut von Laurah Schneider
"Zauber des Schnees, ich stehe im Bund mit dir..."
Jeden Winter häufen sich seltsame Erlebnisse bei Emely: Scheinbar macht ihr die Kälte des Schnees nichts aus, zudem driftet sie immer wieder in eine fremde Welt ab. Und als wäre das nicht genug, plagen sie immer häufiger schreckliche Albträume.
Als sie ihren Meister Johann kennenlernt, offenbart sich ihr der Zauber des Schnees - eine wundervolle, aufrichtige Form der Magie, die eine jede einzelne Schneeflocke in sich trägt. Doch als die Wintersonnenwende naht, geraten der Zauber und seine Verbündeten in Gefahr...
Gleich auf der ersten Seite des Buches war ich hin und weg von der wundervollen Innengestaltung. Jede einzelne Seite wird von sanften und dezenten Schneeflocken geziert, Kapitelanfänge zeichnen sich durch noch stärker herausstechende Details aus.
Eine schöne, verschnörkelte Schriftart - passend zur restlichen Gestaltung - kündigt zudem Perspektivwechsel an.
Diese fand ich überaus gelungen. Durch die klare Kennzeichnung weiß der Leser sofort, wo er sich gerade befindet. Zudem zeigen die Wechsel unterschiedlichste Blickwinkel auf das Geschehen und bringen Schwung in die Geschichte. Gut gefallen hat mir darüber hinaus, dass trotz dessen nie der rote Faden verloren wird. Der Fokus liegt stets auf dem Zauber des Schnees und der Protagonistin Emely.
Emely war mir sehr sympathisch. Sie absolviert kurz vor dem Einsatz der Handlung das Abitur, scheint also in etwa 19 Jahre alt zu sein. Meiner Meinung nach waren ihre Handlungen, Gedanken und Gefühle ihrem Alter entsprechend und dadurch überaus authentisch. Ich persönlich konnte mich den Großteil des Buches über gut mit ihr identifizieren. Während einiger weniger Passagen jedoch fand ich ihre Aktionen und Reaktionen ein wenig verworren und konnte sie nur schlecht nachempfinden - man bedenke beispielsweise, dass sie ein altes, verrottetes und offensichtlich unbewohntes Haus in ihrer Nachbarschaft bemerkt, kurz darauf aber nahezu bedenkenlos einfach hereinspaziert. Zu einem Wildfremden, wohlgemerkt.
Die Geschichte selbst hat mir sehr gut gefallen. Man erkennt als Leser deutlich, wie viel Herzblut dahintersteckt.
Die gewählte Art der Magie ist einzigartig gewählt, sanft und doch präsent. Das Setting bekräftigt diese: Verschneite Straßen und Wälder werden von der Autorin wundervoll bildhaft beschrieben, ich habe die winterliche Atmosphäre sehr genossen und mir alles bestens vorstellen können.
Der restliche Teil der Handlung ist geprägt durch eine zarte Liebe, spannende und schockierende Entdeckungen sowie Wendungen und einem rasantem Showdown. Dieser hatte es zwar durchaus in sich, nach der langen Vorbereitung darauf habe ich mir allerdings ein kleines bisschen mehr erhofft.
Alles in einem finde ich diese Urban-Fantasy Geschichte, trotz einiger Kritikpunkte, gelungen. Wer Lust auf ein zauberhaftes, winterliches Setting, eine sympathische Protagonistin und eine süße Überraschung am Ende hat, wird mit "Emelys Blut" sicherlich gut unterhalten werden.
4/5 Sterne
Diese Fortsetzung hält, was sie verspricht!
SÜDNORD-Detektive (2) von Anna Reiss
Eigentlich wollten Nora, Ronja, Jonas, Lilli und Emil gemeinsam mit den Großeltern einen ganz normalen Urlaub im Allgäu verbringen. Zumindest war dies ursprünglich geplant - denn schneller als gedacht wartet ein neuer Fall auf die Südnord-Detektive!
Auf dem Huber-Hof passieren seltsame Dinge: Nachdem scheinbar ein Einbrecher am Werk war, wird der Hofhund Leo verzweifelt gesucht.
Und als Ronja einen Brief der alten Hausbesitzerin ihres Feriendomizils findet, wird es allmählich brenzlig für die Gruppe...
Vorab: Bei "SÜDNORD-Detektive: Fünf für alle Fälle" handelt es sich um den zweiten Band der Reihe rund um die kleine Detektivtruppe. Wir sind der Meinung, dass er auch hervorragend ohne jegliche Vorkenntnisse gelesen werden kann (gerade die kurze Personenübersicht zu Beginn des Buches ist in dieser Hinsicht sicherlich hilfreich), würden für den optimalen Lesespaß aber den ersten Band als Einstieg in die Reihe empfehlen.
Nachdem uns der erste Band der Reihe so gut gefallen hat, waren wir unheimlich neugierig auf die Fortsetzung. Diese hat uns definitiv nicht enttäuscht!
Genauso spannend und rasant wie im Vorgänger geht es hier zur Sache. Die pfiffigen Detektive müssen sich hier einigen kniffligen Ereignissen stellen, Spuren suchen und Rätsel lösen. Dabei ist man als Leser hautnah dabei, fiebert stets mit den fünf Ermittlern mit und möchte unbedingt wissen, was hinter den Geschehnissen steckt.
Dies hat uns wirklich viel Freude bereitet, was vor allem an den total authentischen und sympathischen Charakteren lag. Jede Figur für sich war einzigartig und vor allem schön facettenreich geschildert. Aber auch zusammen in der Gruppe konnten sie uns überzeugen. Ihre wundervolle Teamarbeit und ihr Zusammenhalt ist Gold wert!
Ein Highlight waren, ähnlich wie im ersten Band, abermals einige hübsche Illustrationen im Innenteil. Sie haben dem Buch etwas ganz Besonderes verliehen und alles toll visualisiert.
Wir finden, dass es sich bei diesem Buch um eine sehr gelungene Fortsetzung handelt, die hält, was sie verspricht. Ganz egal ob zu Vor- oder Selberlesen: Wir sind uns sicher, dass die Südnord-Detektive einige Kinderaugen zum Strahlen bringen!
5/5 Sterne
Ein wundervolles, modernes Weihnachtsbuch!
Das Wunder von R. von Francesca Cavallo
Als Familie Greco-Aiden - bestehend aus Manuel, Camila, Shonda sowie ihren beiden Müttern - kurz vor Weihnachten in eine neue Stadt zieht, ist alles anders für sie. Aus ihrem alten Zuhause vertrieben, müssen sie Hals über Kopf alle ihre Freunde und Bekannte zurücklassen. In R. begegnet man ihnen mit Misstrauen und unterschwelliger Ablehnung.
Doch plötzlich steht das Weihnachtsfest auf dem Spiel und der Weihnachtsmann benötigt dringend die Hilfe der kleinen Familie!
Als wir dieses Buch das erste Mal in der Hand gehalten haben, waren wir sofort begeistert von der überaus hochwertigen Aufmachung. Die Motive auf dem Cover scheinen in den Buchdeckel hineingeprägt und fühlen sich toll an. Ebenso überzeugen konnten uns das dicke Papier und die wundervollen Illustrationen. Diese sind allesamt farbig und wirken teils beeindruckend lebhaft.
Aber auch die Geschichte selbst verdient volle fünf Sterne.
Angefangen bei dem angenehm lebendigen Schreibstil bis hin zur eigentlichen, fantasievollen Idee war alles stimmig. Es handelt sich bei "Das Wunder von R." zwar um eine recht zarte Weihnachtsgeschichte, was aber nicht heißen soll, dass sie langweilig ist. Ganz im Gegenteil: Das Buch besticht durch zahlreiche, unheimlich spannende Passagen, mit denen wir so überhaupt nicht gerechnet haben.
Besonders loben möchten wir an der Stelle allerdings, wie präsent das Thema "Diversität" im Buch ist. Wir finden, dass die Autorin dieses wunderbar in die Geschichte eingebaut und für junge Leser super rübergebracht hat. Sehr gerne würden wir mehr solcher modernen Kinderbücher lesen!
Ein weiterer Punkt, der uns gut gefallen hat, waren die authentischen Charaktere. Egal, welche Hindernisse sich ihnen in den Weg stellten - stets sind sie positiv und sich selbst treu geblieben. Das machte sie uns wirklich sympathisch.
Zusammenfassend können wir festhalten, dass uns dieses wundervolle Weihnachtsbuch voll und ganz überzeugen konnte. Wer Lust auf eine süße, winterliche Geschichte hat, die das Thema LGBTQ nicht außen vor lässt, dem können wir "Das Wunder von R." nur ans Herz legen.
5/5 Sterne
Kann definitiv mit dem Vorgänger mithalten!
Die Geheimnisse von Winterhaus von Ben Guterson
Endlich ist es so weit: Die Ferien stehen an und Elizabeth darf wieder ins Winterhaus zurückkehren und endgültig dort bleiben. Gemeinsam mit ihrem Großvater hofft sie auf ruhige Weihnachten, ganz anders als im vergangenen Jahr. Doch dazu soll es nicht kommen. Neben einer dubiosen Familie, die im Hotel einzieht, und Gerüchten rund um die Rückkehr Gracellas, werden auch Elizabeths Kräfte immer stärker.
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Kurz vorab: Bei "Die Geheimnisse von Winterhaus" handelt es sich um den zweiten Band einer Trilogie. Wir würden unbedingt empfehlen, zuvor den ersten Band zu lesen, um ein besseres Verständnis der Ereignisse in diesem Teil zu erhalten.
Wie auch beim Vorgänger ist uns hier sofort das fantastische und ein wenig düsterere Cover ins Auge gesprungen. Es wurde mit reichlich Liebe zum Detail gearbeitet, für den Betrachter gibt es zahlreiche Dinge zu entdecken. Besonders begeistern konnten uns jedoch abermals die Ausstanzungen im Schutzumschlag, welche diesen wunderbar mit dem eigentlichen Cover verbinden.
Ein weiteres Lob möchten wir wieder für die hübschen Illustrationen aussprechen, die eine unheimliche Bereicherung für das gesamte Buch und nebenbei ein echter Hingucker sind!
Aber nicht nur die Aufmachung hat uns sehr gut gefallen, denn auch der Inhalt konnte uns überzeugen.
Der einzigartige, bildhafte Schreibstil des Autors sorgt dafür, dass man als Leser das Buch nur ungerne aus der Hand legen möchte - es fühlt sich an, als würde man selbst das magische Hotel erkunden und Elizabeth bei ihrem Abenteuer unterstützen. Dazu hat zum einen sicherlich auch der konstant ansteigende Spannungsbogen beigetragen, der uns hier sogar noch ein wenig besser und interessanter erschien, als im ersten Band. Zum anderen waren einige Knobeleien und Rätsel in dieser Hinsicht wirklich hilfreich, wenn sie auch weniger präsent erschienen.
Die einzelnen Figuren konnten uns auch hier begeistern. Egal ob gut oder böse, Nebencharakter oder Protagonist. Allesamt zeigten sie verschiedenste Facetten und brachten ordentlich Dynamik in die Geschichte.
Besonders hervorzuheben ist unserer Meinung nach Elizabeth, welche zwar ebenso sympathisch, clever und mutig wie in "Winterhaus" schien, seitdem aber scheinbar eine beachtliche Entwicklung gemacht hat. Sie wirkte im Laufe der Seiten immer reifer, wuchs mit dem Geschehen mit.
Wir finden diese Fortsetzung überaus gelungen und empfehlen sie gerne weiter. Für gemütliche Lesestunden am Kamin gerade in dieser dunklen Jahreszeit ist "Die Geheimnisse von Winterhaus" toll geeignet!
5/5 Sterne
Eine herzerwärmende Geschichte über die Freundschaft zwischen einem Mädchen und einem Mammut
Das Eismonster von David Walliams
Ins Museum soll ein echtes Mammut gebracht werden! Das will sich die zehnjährige Elsie, die im schrecklichen Waisenhaus Wurmig aufgewachsen ist, auf keinen Fall entgehen lassen. Gemeinsam mit dem Professor will sie das eingefrorene Mammut zum Leben erwecken. Aber als dieser das Eismonster plötzlich einsperren will, muss Elsie handeln.
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Dieses Kinderbuch ist definitiv einzigartig.
Auf jeder einzelnen Seite wird mit verschiedenen Schriftgrößen und -arten gespielt, niedliche Illustrationen (ein großes Lob vor allem an die hübsche Charakterübersicht, diese ist uns besonders in Erinnerung geblieben!) lockern den Text wunderbar auf. So lässt sich das Buch binnen kürzester Zeit verschlingen. Beigetragen dazu hat sicherlich auch der tolle Schreibstil, der die Geschichte schön in Szene setzt und es dem Leser enorm leicht macht, sich alles hervorragend vorstellen zu können.
Aber nicht nur die formalen Dinge konnten und begeistern. Auch die Geschichte selbst, inklusive der sympathischen und taffen Protagonistin, hat uns viel Freude bereitet. Sie vereint historische, fantastische, spannende und humorvolle Elemente in sich und nimmt sich selbst oftmals nicht ganz ernst. So eignet sich "Das Eismonster" optimal für einen gemütlichen und entspannten Lesenachmittag vor dem Kamin. Aber auch zum Vorlesen sollte sich dieses Kinderbuch durch die relativ kurz gehaltenen Kapitel gut eignen. An der Stelle sei jedoch gesagt, dass das Buch einige recht brutale oder eklige Passagen enthält, weswegen wir das empfohlene Lesealter ein wenig höher ansetzen würden.
Was uns ebenfalls negativ aufgefallen ist, war das vermeintliche "Gratis-Mammut". Wir haben uns nach dem Teaser auf dem Cover auf ein kleines Lesezeichen oder Sonstiges gefreut, letztendlich handelte es sich bei dem Mammut aber nur um eine Illustration auf dem Schutzumschlag, den man dafür kaputtschneiden müsste.
Alles in einem aber mochten wir dieses Kinderbuch doch recht gerne. Vor allem den dynamischen Text haben wir genossen.
4,5/5 Sterne
Konnte meinen hohen Erwartungen leider nicht ganz standhalten
The Last Goddess, Band 1: A Fate Darker Than Love (Nordische-Mythologie-Romantasy von SPIEGEL-Bestsellerautorin Bianca Iosivoni) von Bianca Iosivoni
Valkyren sind ein fester Bestandteil der nordischen Mythologie. Eine ihrer wichtigsten Aufgaben ist es, die Seelen verstorbener Helden sicher nach Valhalla zu begleiten. Als Tochter einer Valkyre wächst Blair von klein auf mit dem Wissen rund um jene starken Frauen auf, ist aber doch kein Teil von ihnen.
Denn sie besitzt keine eigenen Kräfte, hat nichts mit den anderen Valkyren zu tun. Bis eines Tages ihre Mutter und ihre Schwester bei einem Unfall umkommen - und Blair als einzige den Verdacht hegt, dass es sich dabei nicht um einen Unfall handelte. Denn Valkyren können nicht sterben...
Als ich den Klappentext zum Buch gelesen habe, war ich direkt Feuer und Flamme. Ich liebe die nordische Mythologie und im Zusammenspiel mit guter Romantasy waren meine Erwartungen recht hoch.
Leider wurde ich im Folgenden ein wenig enttäuscht. Zwar war der Prolog der Geschichte durchaus vielversprechend - spannend, flüssig zu lesen und wirklich fesselnd - im nächsten Drittel hat dies leider jedoch nachgelassen. Stattdessen mangelte es der Geschichte in vielen Passagen an Tiefe, einige Dinge wurden mir zu oberflächlich und abrupt abgehandelt. Gleichzeitig zog sich alles unheimlich in die Länge, sodass ich nur sehr schwer vorankam. Zu viel unnötiges, zähflüssiges Hin und Her und anfangs nur recht wenig Bezug auf die Mythologie, mit der das Buch nunmal beworben wird, minderten den Lesespaß.
Das Durchkämpfen hat sich im Nachhinein jedoch ausgezahlt. Denn nach der ersten Hälfte ging es steil bergauf. All das, was mir zuvor gefehlt hatte, wurde hier gut umgesetzt. Spannung, Fantasy und auch eine zarte Liebesgeschichte wurden gekrönt von weitreichenden Intrigen und Verwicklungen. Auch die ein oder andere Überraschung wurde hier parat gehalten, sodass ich stets gespannt auf die nächsten Seiten war.
Leider konnte besagte zweite Hälfte nicht alles wieder rausholen, sodass ich wegen des Einstieges einige Sterne abziehen muss. Nichtsdestotrotz werde ich dem zweiten Band wohl noch eine Chance geben, da das Ende mit dem fiesen Cliffhanger mich sehr neugierig gestimmt hat.
3/5 Sterne











