Kunden em pfehlungen
Rezensionen von HEYN Leserunde Andrée:
Ihr Körper wird klein im Fallen.
Der Sprung von Simone Lappert
24 Stunden Ereignisroman zum Schicksal einer Selbstmordgefährdeten und ihrer zahlreichen mehr oder weniger zufälligen Entourage. Liest sich sehr spannend, auch wenn vielleicht ein wenig zu viel Personen am Set sind.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Andrée FeyertagBeklemmung pur
Der Riss von Simone Lappert
Sprachlich gelingt es der Autorin, den Leser zu fesseln und in die Unbeweglichkeit des Hauptfigur Ogi einzubinden. Das Thema ist sehr gut aufbereitet, allerdings ist es sicherlich nur für gefestigte Persönlichkeiten. Für mich unglaublich beklemmend.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Andrée FeyertagFake News
Der Stotterer von Charles Lewinsky
Mit Witz und Sprachtalent wird aus dem Knast berichtet. Zum Teil so witzig, dass man laut lachen muss. Es kann sein, dass einem die Flut an Geschichten zu viel wird und man verwirrt ob Wahrheit oder Lüge zurücksinkt - aber jedenfalls wird man unterhalten.
Der Stotterer wird nach einer schwierigen Kindheit nach Missbrauch und Gewalt zum Betrüger und berichtet darüber seinem Betreuer .
Er spielt mit seinen Unterstützern und den Leser lässt er auch nicht aus. Sehr unterhaltsam.
Keine Suchtgefahr
Großmutters Haus von Thomas Sautner
Enkelin "findet" Großmutter. Ein angenehm dahinplätschernder Roman, der zum Nachdenken anregt, Lösungen offen lässt und Ingeborg Bachmann (Malina) und Ilse Aichinger (Ilse Hofstetter) in Erinnerung ruft. Mir gefällt die Idee der Auseinandersetzung zwischen Literatur und realem Leben gut.
Die Germanistik Studentin, die mit Teilzeitjobs in einer Bibliothek Geld verdient und die Großmutter, die auf zweifelhafte Weise offensichtlich jedenfalls nicht weniger verdient, lassen den Leser Lebensweisheiten kennenlernen.
Immigrant, Montana
Am Beispiel des Affen von Thomas Sautner
Der indische Autor nimmt die indische wie westliche Kultur durch Beschreibung insbesondere erotischer Situationen auf die Schaufel. Sehr gut beobachtet beschreibt der Autor die Kulturkonflikte, ohne diese zu bewerten - dies überlässt er dem Leser. Besonders gut gefällt mir das Spannungsverhältnis zwischen der Sehnsucht nach dem Westen und der Heimatlosigkeit.
Ein fröhlicher Roman.
Nachts ist es, als sänge die Dunkelheit.
Eine allgemeine Theorie des Vergessens von José Eduardo Agualusa
Wunderschön zu lesen, gefühlvoll. Die Erzählung macht neugierig auf komplexe Zusammenhänge in Verbindung mit gewaltsam herbeigeführten Veränderungen in einer Gesellschaft. Die Idee die Hauptfigur über einen langen Zeitraum einzuschließen, finde ich besonders gelungen. Es hat mich auch motiviert, mich mit Angola auseinanderzusetzen.
Leichte Sommerlektüre!
Die Geheimnisse der Küche des Mittleren Westens von José Eduardo Agualusa
Zunächst ist mir auf Seite 70 von : "Die Geheimnisse der Küche des Mittleren Westens" in Zeile 3 aufgefallen, dass es nicht die, sondern der Plato heißen muss.
Schade, dass der Sommer bis zum Erscheinen des Romans schon vorüber sein wird, denn sein Inhalt eignet sich perfekt als leichte Sommerlektüre.
Verwirrend sind die große Anzahl amerikanischer Namen ebenso wie die kultische amerikanische Verehrung der Chilli. Vielleicht wurden deswegen der amerikanische Originaltitel um den Zusatz "Geheimnisse" ergänzt und der Groß(artige) Mittlere Westen in dessen Größe eingeschränkt.
Aus der Sicht einer Leserin aus der Stadt der "Tage der deutschen Literatur" finde ich es schade, dass von dem sehr geschätzten Verlagshaus Diogenes wiederum amerikanische Mittelmäßigkeit europäischer Qualitätsliteratur vorgezogen wird.
Burka als Mittel zur tragischen Komödie
funny girl von José Eduardo Agualusa
Mit sehr viel scharfem Sprachwitz trifft der Autor die eigene Intoleranz. Die Idee, die hinter der Geschichte steht, soll wahscheinlich dazu anregen eigene Wahrnehmungen fremder Bürger zu hinterfragen. Azime als Representantin einer Kultur, die zwischen Orient und Okzident lebt und die Schwierigkeiten, die sich daraus vermeintlich ergeben, zu tragen gewillt ist.
Kritik an beiden Kulturen zum Teil sehr schafrsinnig und witzig dargestellt. Leider hält das Buch die Spannung nicht durchgehend.
Jeder Mensch hat seinen Vogel
Wahn|Stories von Kessler Christof
Ein wenig irritiert über die Kurzgeschichten hat mich die Neugierde vorangetrieben, sodass ich die Kurzgeschichten in einem durch fertig gelesen habe. Unterhaltsam leichte Abendlektüre mit der Gefahr bei sich selbst und anderen neue Marotten und deren Hintergründe zu entdecken.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Andrée FeyertagEin Sprachvergnuegen
KNOI von Kessler Christof
Sobald man sich auf den Rhythmus der Sprache eingelassen hat, beginnt ein phantasievoller, skurriler Roman mit Spannung und Witz. Der Anfang hat mich ein wenig irritiert, da ich Herkoemmliches noch nicht losgelassen hatte. Nachdem ich in Rohrbach eingetaucht bin, eroeffnete sich eine sehr witzige Beschreibung bekannter Umgebungsseelen.
Frau Kerbler in der Burka und Hermann weggesaugt,ein Buch mit viel Komik. Mir hat das Buch sehr gut gefallen - manchmal ein bisschen viel Sex - aber das ist eher subjektiv empfunden. Keine Strandlektuere.











