Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lese-Abenteurerin:
Packender Thriller
Was sie nicht weiß von Shari Lapena
Meine Meinung
Der Autorin ist mit „Was sie nicht weiß“ ein packender, vielschichtiger und mitreißender Thriller auf das Beste gelungen.
Als die junge Mutter Bryden ihre dreijährige Tochter nicht rechtzeitig von der Kindertagesstätte abholt, wird eine ganze Lawine an Geschehnissen losgetreten.
Die Polizei schaltet sich in den Vermisstenfall ein und die sympathische Kommissarin hat alsbald alle Hände voll zu tun, um diesen vertrackten Fall zu lösen.
Die Autorin hat sich, ihrer eigenen Aussage nach, das Ziel gesetzt, Bücher zu schreiben, die man nicht aus der Hand legen kann. Diesem Anspruch wird sie vollauf gerecht: Ich musste mich zwingen, die Lektüre zu unterbrechen, um meinen Verpflichtungen nachzukommen. Am liebsten hätte ich den gesamten Thriller in einem Rutsch gelesen.
Es ist ein Thriller, der einem den Atem stocken lässt und der durch ein raffiniert eingefädeltes Geflecht immer wieder mit neuen Verstrickungen und damit Verdächtigen aufwarten kann. Ich war ständig am Rätseln, wie alles zusammenhängen könnte und die Autorin verstand es ausgezeichnet, mich mit gefinkelten Fährten und Wendungen an der Nase herumzuführen. Dabei blickte die Autorin tief in menschliche Abgründe, was den fesselnden Charakter des Buches unterstrich.
Der Schreibstil ist unverschnörkelt und flüssig zu lesen und daher flog ich nur so durch die Seiten. Ein schlüssiges und dennoch unerwartetes Ende ließ mich schließlich das Buch nach spannenden Lesestunden zufrieden aus den Händen legen.
Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem fesselnden, packenden und gut eingefädelten Thriller ist, der wird mit „Was sie nicht weiß“ fündig. Ich verbrachte spannende Lesestunden, freue mich auf mögliche neue Thriller der Autorin und vergebe gerne meine Leseempfehlung.
Cosy Crime mit Lokalkolorit
Ploatzlich tot von Tim Frühling
Meine Meinung
Dem Autor ist mit „Ploatzlich tot“ ein spannender Cosy Crime mit viel Lokalkolorit der Gegend um die Kuppenrhön gut gelungen.
Die beiden Bad Hersfelder Kommissare Daniel Rohde und Brigitte Schilling, die auch seit kurzem privat ein Paar sind, nehmen nach dem Tod an einem Ortsvorsteher die Ermittlungen auf.
Dabei müssen sie sich nicht nur gegen die Ermittler aus der benachbarten Stadt durchsetzen, die zu diesem Fall ebenfalls hinzugezogen wurden, sondern auch jede Menge Verdächtige befragen. Bald schon stecken sie in einem Geflecht von Seilschaften und Lügen und alten Geheimnissen und haben alle Hände voll zu tun, um den wahren Täter zu finden.
Was mir an diesem Cosy Crime besonders gefiel, war das Lokalkolorit und der in richtigem Maße einbezogene Dialekt der weiteren Umgebung. Das gab auch den mitwirkenden Personen noch mehr Authentizität. Die beiden Kommissare Rohde und Schilling wurden ebenfalls von ihrer privaten Seite gezeigt, was ich sympathisch fand.
Es wurde das oftmals umstrittene Thema der Errichtung von Solarparks mit den dazu existierenden Standpunkten geschickt in das Geschehen eingebaut, sodass der Krimi nicht nur Unterhaltung bot, sondern auch zum Überdenken der eigenen Meinung animierte.
Am Ende des Buches laden zwei Rezepte zum Nachkochen regionaler Spezialitäten ein, die in diesem Cosy Crime eine Rolle spielen.
Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem geschickt eingefädelten Cosy Crime mit einem aktuellen Thema als Leitmotiv und einem sympathischen Ermittlerpaar ist, dem wird „Ploatzlich tot“ gefallen. Ich verbrachte kurzweilige Lesestunden mit diesem Lokalkrimi.
Knuffiger Cosy Crime
Klein aber tot von Jo Fischler
Meine Meinung
Dem Autor ist mit „Klein aber tot“ ein unterhaltsamer und witziger Cosy Crime bestens gelungen.
Der Hauptdarsteller Kommissar Jojo Wunder lebt und arbeitet in der Kleinstadt Knuffingen, die es so im Miniaturwunderland Hamburg zu sehen gibt. Nicht nur einige Brandanschläge auf das Schloss in Knuffingen beschäftigen ihn, nein, plötzlich hat er es auch mit einem Mord in seinem geliebten Knuffingen, in dem sonst alles seinen geregelten und gewohnten Gang geht, zu tun.
Alle seine Kolleg*innen sind nicht greifbar und so macht er sich, nur mit der Unterstützung des Bernhardiners seines auch nicht anwesenden Chefs, auf die Mörderjagd.
Der flotte und leicht zu lesende Schreibstil ließ mich nur so durch die Seiten fliegen. Unterhaltsame Beobachtungen der Kleinstadtidylle und amüsante Dialoge machten den Cosy Crime zu einer kurzweiligen Lektüre. Die Charaktere wurden vom Autor liebevoll ausgestaltet und ich hatte den Eindruck, tatsächlich in einer Miniaturwelt mit ihnen unterwegs zu sein. Dabei kam aber die Spannung nicht zu kurz und einige Wendungen sorgten für Überraschungsmomente im Plot.
Ich freue mich schon jetzt auf eine Fortsetzung der Reihe der Knuffingen-Krimis.
Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem witzigen, kurzweiligen und leicht zu lesenden Cosy Crime mit einem sympathischen Kommissar ist, dem sei „Klein aber tot“ bestens empfohlen. Ich verbrachte kurzweilige und humorvolle Lesestunden mit Jojo in Knuffingen.
Fesselnder Krimi im historischen Wien von 1907
Raub in der Wiener Werkstätte von Beate Maly
Meine Meinung
Der Autorin Beate Maly ist mit „Raub in der Wiener Werkstätte“ ein historischer Kriminalroman in der Reihe um den Kommissar Max von Krause wiederum bestens gelungen.
Besonders ansprechend fand ich die Ansiedlung des Krimis in der Donaumetropole Wien im Jahre 1907. Lilian Feigl, eine der Hauptdarstellerinnen, arbeitet als Putzfrau in der Wiener Werkstätte und wird dadurch von mehreren Seiten als prädestiniert angesehen, Informationen zusammenzutragen bzw.
Kontakte in der Werkstatt zu knüpfen. Auch wenn sie sich am liebsten aus allem heraushalten würde, so ist sie erpressbar und muss so schon aus Eigeninteresse beim Ermitteln helfen.
Der ansprechende Schreibstil dieses flott geschriebenen Romans ließ mich nur so durch die Seiten fliegen und ich würde gerne gleich noch einen Folgeband davon lesen, um zu erfahren, wie es unter anderem mit Max von Krause, Liliane Feigl und Herbert Rossberg nicht nur im beruflichen, sondern auch im privaten Umfeld weitergeht.
Bei den Ermittlungen ergaben sich durch die zeitliche Ansiedelung im Jahre 1907 völlig andere Zugangsweisen an die Auflösung des Kriminalfalles, denn die technischen Möglichkeiten entsprachen bei weitem nicht den heutigen. Max von Krause hätte zum Beispiel gerne Fotos vom Tatort und muss dabei auf einen etwas zwielichtigen privaten Fotografen ausweichen, weil der Gesetzgeber nichts von so neumodischen Verfahren hält.
Was mir ausnehmend gut gefiel, war die Veranschaulichung einer sozial sehr unterschiedlich angelegten Gesellschaft mit strengen Hierarchien zu jener Zeit in Wien. Ich hatte den Eindruck, dass die Autorin sehr sorgfältig zu dieser Epoche recherchierte und ihre Erkenntnisse im Roman einarbeitete. So konnte ich neben dem Lesevergnügen noch einiges Interessantes über die Wienerstadt dazulernen. Es kamen alle sozialen Schichten, vom Adel bis zu den Dienstboten, vom Industriellen bis zum Rastelbinder und der Planetenverkäuferin, vor und ihre jeweiligen Lebensumstände wurden eindrücklich geschildert. Das ließ vor meinem inneren Auge ein sehr lebendiges Bild des damaligen Lebens in Wien entstehen, wie ich auch generell das Lokalkolorit der Stadt in der Zeit des Jugendstils sehr gelungen nachgezeichnet fand.
Der Roman enthielt einige Wendungen und ließ mich immer wieder einmal an ein anderes Ende denken, als es schließlich war, doch konnte ich das Buch letztlich nach sehr kurzweiligen Lesestunden zufrieden aus den Händen legen.
Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem historischen Krimi mit viel wienerischem Lokalkolorit des Jahres 1907 und authentischen Hauptdarsteller*innen ist, dem sei „Raub in der Wiener Werkstätte“ bestens empfohlen. Ich fühlte mich kurzweilig und klug unterhalten und vergebe gerne, neben der vollen Sternezahl, meine Leseempfehlung.
Spannung am Zugersee
Zuger Geist von Patrick Greiner
Meine Meinung
Dem Autor ist mit „Zuger Geist“ ein spannender Krimi rund um zwei Privatermittler am Zugersee gut gelungen.
Als die beiden Privatermittler Bernet und Godel vom reichen Ölmagnaten Boris Wenzel beauftragt werden, eine Reihe an ihn adressierter anonymer Briefe zu untersuchen, ahnen sie noch nichts von den verhängnisvollen Folgen ihrer Auftragsannahme.
Ihr Auftraggeber wird nämlich kurz danach tot aufgefunden und ein Geflecht aus Lügen, Geheimnissen und Rache tut sich auf. Sogar Bernet und Godel geraten selbst unter die Reihe an Verdächtigen. So haben sie berechtigtes Eigeninteresse, die Ermittlungen auch nach dem Tod des Auftraggebers voranzutreiben und finden sich tief in die Verstrickungen lokaler Eliten und einem zunehmend größeren Kreis an Verdächtigen wieder.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig und leicht zu lesen. Obwohl der Autor sich bemüht, die Charaktere mit privaten Details auszustatten, blieben mir doch einige fremd. Vielleicht lag das auch daran, dass ich den Vorgängerband nicht gelesen hatte und mir damit einige Vorinformationen zu den handelnden Personen fehlten. Der Krimi ist zwar in sich abgeschlossen, doch ich würde die Lektüre des Vorgängerbandes trotzdem empfehlen.
Was mir an diesem Krimi besonders gut gefiel, war das Schweizerische Lokalkolorit. Besonders die für die Schweiz spezifischen Ausdrücke wie „innert“ gefielen mir sehr.
Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem Krimi mit zwei umtriebigen Privatermittlern und viel schweizerischem Lokalkolorit ist, der wird mit „Zuger Geist“ fündig. Ich verbrachte angenehme Lesestunden mit diesem Buch.






