Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Streiflicht:
Wo soll ich anfangen?
DUMONT Bildband Entdeckungsreise Japan von Isa Ducke; Natascha Thoma
Japan steht schon länger auf unserer Reiseliste. Ich fand das Land der aufgehenden Sonne immer schon spannend, dann musste mein Mann mehrfach für Dienstreisen hin und kam jedes Mal total begeistert zurück und seitdem steht fest, dass wir irgendwann gemeinsam dorthin reisen. Bis dahin lesen wir gerne alles über Japan, was wir so finden und überlegen immer wieder, wie eine Reiseroute aussehen könnte.
Wo soll man da anfangen? Schwierige Frage …
… und ich muss gestehen, nach der Lektüre dieses Buches ist es noch schwieriger geworden. Denn es bietet so viele tolle Tipps und Reiseziele, dass man sich kaum entscheiden kann. Die Entdeckungsreise führt durch Japan, dabei geht es aufs Land und natürlich auch in die Metropolen. Unterwegs mit der Bahn, dem Rad oder zu Fuß – je nach Geschmack und Reiseroute bzw. Entfernung. Ich mag das Cover sehr, das so stimmungsvoll ist mit dem Tempel und darin geschickt untergebracht die Icons von Schiff, Zug, Schuhen und einem Rad.
Die Autorin nimmt ihre Leser mit auf 30 individuelle Reisen, die sie mit persönlichen Tipps und Erfahrungsberichten anreichert. Ich wollte gar nicht mehr mit dem Schmökern aufhören. Die wunderbaren, atmosphärischen Bilder tun ihr Übriges. Die Inseltouren und der Tag auf dem 88-Tempel-Weg haben mir am besten gefallen, die kommen auf jeden Fall in die engere Auswahl. Tokyo mit dem Rad zu erkunden, finde ich auch total spannend. Kyoto muss auch unbedingt eine Station sein. Faszinierend ist auch, wie unterschiedlich das Land sich präsentiert, langweilig wird es da nie werden.
Sehr praktisch finde ich die Tipps, was man sehen, essen, erleben, kaufen, … kann. Gerade wenn man zum ersten Mal in ein Land reist, ist das total hilfreich. Die Kästen mit dem Titel „Schon gewusst“ mag ich sehr, immer wieder interessant! Ein tolles Buch, das ich sicherlich noch oft durchblättern und lesen werde! Eine wunderbare Urlaubsvorbereitung!
Italienreise mit Buntstiften
Italien - Das große Ausmalbuch nach Zahlen von Caroline Drogo
Nachdem wir erst im Spätsommer in Italien waren, erinnere ich mich gerne an diesen wunderbaren Urlaub. Da kam dieses tolle Ausmalbuch mit Malen nach Zahlen gerade recht, um mich durch die dunkle Jahreszeit zu begleiten. Ich hatte schon ein großes Set mit Buntstiften und kam daher gut klar, auch wenn ich nicht immer genau die richtige Nuance gefunden habe.
Aber ein bisschen künstlerische Freiheit darf es ja geben.
Der Untertitel des Buchs „Bella Italia & Dolce Vita kreativ erleben!“ ist Programm bei diesem Malbuch. Besonders toll finde ich, dass man zu jedem Motiv auch noch einige Infos findet, die hinten auf dem Blatt zu lesen zu sind. Eine schöne Ergänzung für mich. Auch die Vorlagen am Ende des Buchs sind hilfreich, wenn man gerne vorher weiß, was auf einen zukommt, oder wenn man sich mal wegen einer Farbe nicht ganz sicher ist.
Die Auswahl der Bilder und Motive hat mir sehr gut gefallen. Natürlich sind Klassiker wie Spaghetti, Zitronen oder Kaffee ein Muss. Auch der schiefe Turm von Pisa, Szenen aus Venedig oder vom Strand sind mit dabei, genauso wie verträumte Landschaften und viel, viel Flair und gute Laune. Highlight ist das ausklappbare Bild ganz am Ende des Buchs, das die gesamte Landkarte von Italien zeigt, also den Stiefel mit vielen kleinen Icons, die das Land mit seinen Besonderheiten und Regionen präsentieren.
Wer gerade keinen Urlaub hat, kann sich mit diesem Buch bestens wegträumen. Italien ist nicht Deine Wahl? Macht nichts, so ein atmosphärisches Malbuch gibt es auch noch von Japan und den USA!
Handlich und trotzdem so viele Infos
MARCO POLO Reiseführer Tschechien von Kilian Kirchgeßner
Ich mag diese Reihe von Marco Polo sehr. Diese kleinen, handlichen, aber zugleich sehr informativen Reiseführer sind immer wieder praktisch unterwegs. Und natürlich auch für die Vorbereitung auf den Ausflug oder Urlaub. Besonders die Rubrik „Bloß nicht“ hinten im Buch und den praktischen Faltplan zum Herausnehmen schätze ich sehr.
Aufgewachsen bin ich gar nicht so weit entfernt von der Grenze zu Tschechien, aber nun wohne ich weiter weg und war schon länger nicht mehr in unserem interessanten Nachbarland. Das soll sich demnächst aber endlich wieder ändern und so habe ich voller Neugier in diesem Buch geblättert. Klar, die Lust, endlich mal wieder nach Böhmen zu fahren, war schon vorher da, aber nun ist die Vorfreude noch größer. Mähren kenne ich bisher noch gar nicht, aber jetzt habe ich so viele tolle Anregungen bekommen, dass ich dorthin unbedingt reisen will. Sogar vier Weinregionen gibt es dort zu entdecken. Von den ganzen wunderbaren alten Städten und Gemäuern ganz abgesehen. Aber zuerst geht es mal für einen Kurzurlaub nach Karlsbad, das hat mich sofort angelacht! Natürlich mit Abstechern nach Franzensbad und Marienbad, ich bin gespannt, ob ich noch irgendwas wiedererkenne, was ich als Kind dort gesehen habe. Und dann natürlich Prag und Pilsen, Ideen hab ich jetzt viele. Anfangen werde ich an der Karlsbrücke – natürlich – und dann in das Café Louvre und ins Jüdische Viertel.
Leider nichts
Spielverderberin von Marie Menke
Dieses Buch hat mir eine Freundin geliehen, aber leider bin ich nie so recht angekommen. Schon von den ersten Seiten an hatte ich das Gefühl, mit den Figuren nicht warm zu werden und sehr weit von ihnen entfernt zu sein. Ich habe keinen Zugang zur Geschichte gefunden und habe nichts gefühlt beim Lesen.
Die drei jungen Frauen stolpern mehr durchs Lebens als sie gehen. Und ihre Geschichte hat sich mir nicht recht erschlossen. Alles läuft auf einen Tag in der Vergangenheit hin, den sie nie hinter sich lassen konnten. Zum Glück konnte ich das Buch gut hinter mir lassen, denn es hat mich einfach so gar nicht berührt oder erreicht. Bis zum Ende hab ich nicht richtig verstanden, worum es eigentlich geht und das Schicksal der drei war mir seltsam egal. Schade, aber das war einfach nix für mich. Vielleicht liegt es auch am Genre, denn normalerweise lese ich vor allem Spannungsliteratur.
Leider so gar nicht meins
Mathilde und Marie von Torsten Woywod
Auf dieses Buch war ich total gespannt und neugierig und habe mich sehr darauf gefreut. Leider war mir aber nach wenigen Seiten klar, dass diese kleine Liebe nur ein Strohfeuer war. Ich mag poetische Sprache sehr, gerne auch mal ein etwas langsameres Buch, das am Ende eines Alltages Ruhe und Entspannung verheißt.
Aber bei diesem Buch war es mir zuviel oder zu wenig?
Die Sprache ist einfach total verschlungen und die Sätze so lang und verschachtelt. Wer würde wirklich so reden? Der Autor ist mein Alter, aber für mich fühlte sich seine Schreibe viel älter an. Das habe ich sehr bedauert, da ich mich auf das Buch gefreut hatte - das ja auch viele gute Bewertungen hat - und ich auch sein Buch über die Buchhandlungen sehr mag.
Leider konnte ich mit den Figuren einfach nicht warm werden. Vor allem Marie blieb mir von Anfang an fremd, obwohl sie schon auf Seite 1 auftaucht und uns durch das Buch begleitet.
Vielleicht ist es einfach nicht mein Genre (ich lese bevorzugt Spannungsliteratur) oder es war nicht die richtige Zeit bei mir für dieses Buch. Für manche Schilderungen, die mir gefallen haben, vergebe ich einen zweiten Stern, zu mehr reicht es leider nicht.
Lesespaß!
Lesewald, Der Zauber erwacht: Buch zum Lesen lernen mit der magischen Eule Ada | Erstleserbuch mit Treppenwörter-Methode für Leseerfolg statt Frust | von Alexandra Wagner
Auf dieses Buch war ich sehr neugierig, denn mein Neffe kommt im Herbst in die Schule und ist schon voller Vorfreude. Er ist ganz wild darauf, lesen zu lernen und so haben wir das Buch voller Begeisterung durchgeblättert.
Ada, die bunte Leseeule hat uns sehr gut gefallen und es macht Spaß, gemeinsam mit ihr, Lea und Tim das Lesen im magischen Wald zu entdecken.
Aber was ist, wenn man – wie Lea – keine Lust auf das Lesen hat. Oder sich nicht traut? Auch dafür findet sich eine Lösung und plötzlich ist es dann ganz einfach. Und nach der Mutprobe, die doch gar nicht so schlimm ist, ist es Zeit zum Feiern.
Ein wunderbares Buch für Leseanfänger und alle, die den Zauber des Lesewaldes kennenlernen möchten. Die bunten Illustrationen ergänzen die Geschichte ganz wunderbar und sind einfach schön. Bunt und farbig, ohne schrill oder grell zu sein, fröhlich und unterhaltsam.
Eine schöne Idee sind die Tipps, was man mit dem Kind machen kann, damit es in die Geschichte eingebunden wird. Zum Beispiel „Tanzt zu Eurem Lieblingslied“, wenn es um das Feiern mit Musik geht, oder einen Schluck Wasser zu trinken, wenn das auch im Buch getan wird.
Uns hat der Ausflug in den Lesewald sehr gut gefallen – wir werden ihn sehr gerne noch öfter wiederholen!
Achtung, hier herrscht Suchtgefahr!
Flora Magica (Band 3) - Die Macht der Weltenweide von Vanessa Walder
Nachdem ich schon einige Bücher der Autorin Vanessa Walder gelesen hatte, bin ich letztes Jahr auf diese wunderbare Reihe unter dem Titel Flora Magica gestoßen. Schon nach wenigen Seiten im ersten Buch war ich total gefangen und gefesselt und hätte die Bücher am liebsten gar nicht mehr aus der Hand gelegt.
Da war klar, dass ich nach 1 und 2 auch Nummer 3 lesen musste!
Ist ja klar, dass ich wissen wollte, wie es mit den vier Jugendlichen weitergeht, was Tierra, Sol, Avia und Zacharias in diesem finalen Abentuer erwartet. Floras Urenkel lieben ihr Erbe, kämpfen aber auch immer noch damit. Dazu kommt die Sorge um die mexikanische Mutter der Zwillinge Sol und Tierra - werden sie ihr wirklich mit Hilfe der Pflanzen helfen können? Und was passiert, wenn man sich nicht einigen kann, wie es weitergehen soll? Was zählt am Ende wirklich? Diese und viele andere Fragen haben mich beschäftigt und offensichtlich auch die Autorin. Ein wunderbares Buch, bei dem man die eine oder andere Träne wegblinzeln muss.
Ich liebe auch die wunderschönen Illustrationen von Marie Beschorner, die das Buch auch optisch zu einem Highlight machen. Die Zeichnungen passen perfekt zum Erzählten und zur ganzen magischen Geschichte.
Achtung! Wer einmal das Buch Flora Magica aufschlägt, wird bis zum Ende lesen und diese ganz besondere Welt magischer Pflanzen und einer unglaublichen Familie nicht mehr verlassen wollen! Sagt nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt!
Berührende Zeitreise
Das Haus in Charlottenburg von Beate Sauer
Schon beim ersten Blick auf das Cover war ich neugierig. Ich kenne Berlin ganz gut, eine Freundin hat in Potsdam studiert und ich habe sie damals oft besucht. Ich mag Bücher, die mich in vergangene Zeiten entführen - vor allem auch, wenn es um Deutschland geht, denn oft kennen wir ja unsere eigene Geschichte gar nicht so gut.
Das Kaiserreich war eine spannende Zeit mit vielen Umbrüchen. In dieser Welt leben Elise und Johann, die sich durchbeißen müssen.
Mich hat fasziniert, wie nah die Autorin uns an die Figuren herangeführt hat, wie sehr man mitgefühlt hat. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, teilweise sind die Seiten richtig geflogen. Ich fand es toll, wie Elise ihre Ziele verfolgt, sich weiterentwickelt und immer mutiger für sich und die ihren kämpft. Man erfährt nicht nur, wie wenig die Menschen aus den unteren Schichten verdienen, sondern auch, was "trockenwohnen" bedeutet, warum so viele Menschen krank waren und nicht alt wurden, wie wenig sich diese Unterprivelegierten sich wehren konnten und was sich die Adeligen und diejenigen mit Geld alles erlauben konnten. Ein beeindruckendes Bild des Kaiserreichs um 1890, das mich tief in seinen Bann gezogen hat!
Gleichzeitig war es auch spannend, mehr über die sozialen Ungerechtigkeiten in dieser Zeit und die Wohnungsnot - die ja zum Teil wieder aktuell ist - zu lesen. Klar, die vielen Gebäude mit Hinterhöfen in Berlin kannte ich schon, aber nicht ihre Geschichte, die zum Teil so traurig und krass ist. Umso faszinierter habe ich das Buch gelesen, dessen Geschichte zwischen den prächtigen Villen und den Elendsvierteln Berlins angesiedelt ist.
Spannend und sehr berührend
Tief von Rebekka Moser
Nachdem ich das erste Buch "Unten" um Kommissar Heinzle schon sehr gerne gelesen habe, war ich natürlich total gespannt, wie es weitergeht mit ihm und wie er sich bei seinem nächsten Fall schlagen wird. Schlagen kann man hier wortwörtlich nehmen, aber psst, zuviel will ich nicht verraten.
Wer bereits das erste Buch gelesen hat, weiß, dass die Autorin Rebekka Moser gerne die Finger direkt in die Wunde legt bzw. mit der Schreibfeder ganz tief bohrt und zeigt, wo die Probleme liegen. Schon in "Unten" hat mich das begeistert und fasziniert, hier noch mehr. Gleichzeitig berührt sie mit dem Schicksal der Figuren sehr. An so mancher Stelle musste ich das Buch mal zur Seite legen und tief durchatmen. Geschickt und ganz nah bringt sie ihre Leser in die Geschichte, sodass man gar nicht anders kann als mitfühlen. Und gleichzeitig zeigt sie, dass es nicht nur schwarz und weiß, gut und böse gibt, sondern viele, viele Grautöne, dass auch gute Menschen Böses tun können, und dass es eben nicht nur zwei Seiten gibt. Denn es geht irgendwann nicht mehr nur um Ben, das tote Kind - was an sich schon schrecklich genug ist - sondern um viele andere Menschen, denen das Schicksal und andere Menschen übel mitgespielt haben.
Dieses Buch ist viel mehr als nur ein Krimi. Es ist ein kritischer Blick auf unsere Gesellschaft, in der wir wieder lernen müssen, aufeinander zu achten und aufzupassen, andere Meinungen gelten zu lassen und zu verstehen, dass es nur gemeinsam geht.
Kommissar Heinzle ist eine wunderbare Romanfigur, die ich zu gerne noch öfter begleiten würde. Auch seine Mitstreiter, allen voran Sense und Heinzles Tochter Christina. Bitte mehr davon!
Unterhält, macht gute Laune und bietet viel Wissenswertes
DUMONTs Fantastische Rätselreise Japan von Jens Bey; Annik Aicher
Japan finde ich schon lange total spannend und würde gerne einmal dorthin reisen. Umso mehr, seit mein Mann mehrere Dienstreisen in das Land der aufgehenden Sonne gemacht hat und total begeistert und fasziniert war. Seitdem lesen wir alles über Japan, was wir in die Finger kriegen, und reisen zumindest in Gedanken immer wieder auf diese Insel.
Die fantastische Rätselreise Japan von Dumont hat mich gleich auf den ersten Blick angesprochen. Denn ich liebe auch Rätsel und Ratespiele. Ich liebe das farbige Cover mit der Winkekatze, den Gebäuden und Fahnen und den kleinen Hinweisen darauf, dass es sich um ein Rätselbuch handelt. Bücher, die aus dem Rahmen fallen, habe ich immer schon besonders geliebt. Mit der Rätselreise kann man nicht nur das Land besser kennenlernen, sondern nebenbei auch ganz wunderbar knobeln, rätseln und raten. Mehr als 200 Rätsel warten auf alle Japanbegeisterten. Zur Auswahl gibt es Quizfragen, Rätselgeschichten, Sudokus, Labyrinthe, Fehlersuche, Bildervergleiche und vieles mehr. Da findet jeder den passenden Zeitvertreib. Ein richtig cooles Buch, das so ganz nebenbei viel Wissen und Wissenswertes vermittelt und bestens auf eine Japanreise vorbereitet oder unterwegs gegen Langeweile hilft!











