Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Streiflicht:
Historie spannend erzählt
Die Muskatprinzessin von Christoph Driessen
Auf dieses Buch war ich neugierig, weil mich die Szenerie sehr interessiert. Ich habe früher viele historische Romane gelesen, aber die meisten davon spielten in Deutschland oder Europa. Umso interessanter fand ich daher den exotischen Handlungsort und die Geschichte vor dem Hintergrund der Vereinigten Ostindischen Compagnie.
Man merkt auch deutlich, dass der Autor weiß, wovon er schreibt und sich in der Thematik gut auskennt.
Leider hat die Sprache nicht immer genau meinen Geschmack getroffen, manchmal war es mir zu derb und deutlich. Andeutungen hätten an manchen Stellen durchaus gereicht. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass mir manches zu modern vorkommt. Ob Eva wirklich alleine in Amsterdam unterwegs sein durfte, bezweifle ich etwas – gerade in den höheren Schichten war das vermutlich eher nicht üblich. Auch einige andere Schilderungen sind meiner Meinung nach etwas zu fortschrittlich.
Insgesamt hat mir das Buch aber gut gefallen, weil es viel Atmosphäre und Flair hat. Man kann sich gut vorstellen, wie das Leben in Batavia und Indonesien damals war. Das in Kombination mit der interessanten Lebensgeschichte von Eva Ment war der Roman wirklich gut zu lesen und hat mir interessante Lesestunden beschert. Über Eva Ment ist historisch nicht viel bekannt, das hat der Autor Christoph Driessen mit viel Fantasie ausgeglichen und ein schillerndes und farbenfrohes historisches Epos geschaffen.
Toller Auftakt
Fräulein Gold: Schatten und Licht; . von Anne Stern
Da ich die Reihe von Volker Kutscher und auch Susanne Goga gelesen habe und sehr mochte und auch die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen sehr spannend finde, habe ich mich umso mehr auf dieses Buch gefreut. Und ich wurde nicht enttäuscht. „Fräulein Gold“ ist eine Lesereise wert und macht Lust auf mehr.
Daher bin ich froh, dass es sich um eine Reihe handelt und ich schon im Oktober erfahre, wie es weitergeht.
Hulda ist eine spannende und interessante Romanfigur – vor allem auch deswegen, weil sie sich einerseits für das Wohlergeben von Frauen und ihr eigenes Glück einsetzt, gleichzeitig aber auch eine dunkle Seite hat. Ich mag Figuren mit Ecken und Kanten, sie faszinieren mich ungemein. Sie ist nicht nur Hebamme, sondern gleichzeitig auch Ermittlerin und das macht es dann richtig spannend. Der Fall ist rund und stringent und es macht Spaß, mit zu fiebern und mit zu rätseln.
Gleichzeitig finde ich die 1920er wirklich spannend und auch hier wird das wieder deutlich. Die Autorin lebt selbst in Berlin und das merkt man auch. Sie schreibt mit viel Lokalkolorit und Flair und lässt längst vergangene Zeiten wieder aufleben. Berlin war damals eine glänzende und zugleich düstere Metropole, die die verschiedensten Menschen angezogen hat. Auch das zeigt der Roman von Anne Stern deutlich und einprägsam. Mir gefällt die Atmosphäre im Buch sehr und ich bin schon gespannt auf Band 2.
Bitte mehr davon!
All die schönen Tiere zeichnen von Barroux
Auf dieses Buch war ich nach einem ersten Blick ins Buch und auf den Titel sehr neugierig. Ich male und zeichne selbst schon immer gerne, habe aber immer wieder auch Probleme mit den Proportionen gehabt. So ein Buch wie das vorliegende hätte ich als Kind gerne gehabt. Mit wenigen Strichen kann man hier wunderbare Tiere zeichnen und sieht schnell einen Erfolg.
Jedes Tier hat trotz der Einfachheit der Zeichnung seine charakteristischen Merkmale und ist sofort erkennbar. Mit Hilfe der gezeigten Schritte kann jeder Tiere malen und für sich gestalten. Selbst kleine Zeichner und unerfahrene Künstler kommen hiermit sicherlich gut klar und haben Erfolg.
Ich habe es selbst getestet und war erstaunt, wie schnell und einfach die Tiere sich zeichnen lassen. Auch als Erwachsene konnte ich hier noch einiges lernen und meine Zeichnungen verbessern.
Ich werde das Buch auf jeden Fall nachkaufen und an unsere Patenkinder verschenken. Sie malen alle gern und hiermit wird es ihnen noch mehr Spaß machen! Besonders toll finde ich auch den günstigen Preis des Buches. Solche Werke sind oft sehr teuer, dieses hier aber ist wirklich günstig. Rundum gelungen und kinderfreundlich! Bitte mehr davon!
Highlight für Krimifans
Endstation Seeschleuse von Gerd Kramer
Husum habe ich bereits als Teenie im Rahmen einer Klassenfahrt kennengelernt und bis heute mag ich die Stadt sehr. Für mich war die Stadt nie eine „Graue Stadt am Meer“, sondern viel mehr. Da ich außerdem gerne Krimis lese und sehr gerne welche mit Lokalkolorit, war ich sehr gespannt auf dieses Buch.
Es ist bereits das vierte Buch aus der Reihe der Küsten-Krimis um Hauptkommissar Flottmann und dem hochsensiblen Musiker Leon Gerber und hat mir sehr gefallen. Ich mochte die Szenerie und die Atmosphäre und auch den Kommissar. Besonders interessant und lesenswert fand ich, dass nicht immer nur die Hauptfiguren im Mittelpunkt der Erzählungen stehen, sondern auch die Nebenfiguren über weite Textpassagen eine wichtige Rolle einnehmen. Besonders die blinde Frau mochte ich sehr gerne, sie ist einfach lebenslustig und gut drauf und bringt das gut ein ins Buch. Mit ihrem Schicksal habe ich bis zum Ende des Buches mitgefiebert.
Ich kannte die Vorgängerbücher nicht, aber das hat dem Lesevergnügen keinen Abbruch getan. Natürlich wäre es schöner gewesen, wenn man die Vorgeschichte von Flottmann und Gerber gekannt hätte, aber auch so kann man das Buch wunderbar lesen. Ich war bis zuletzt gespannt, wer nun wirklich der Täter ist und warum er das alles macht. Ein spannender Fall zu dem interessanten Thema Nahtoderfahrung.
Ich hoffe, es gibt bald einen weiteren Fall aus Husum, in der Zwischenzeit habe ich ja das Glück, die Vorgängerbücher noch lesen zu können.
Tolles Erklärbuch
Schnupfenmonsterschnupfen von Franziska K. Briest
Wie kann man Kindern komplexe Zusammenhänge leicht und verständlich erklären? Indem man so ein tolles Erklärbuch wie „Schnupfenmonsterschnupfen“ gemeinsam mit ihnen liest. Man merkt diesem Buch an, dass die Autorin Franziska Briest sich in der Medizin auskennt. Und auch mit Kindern. Sie ist promovierte Molekularbiologin und schrieb dieses Buch für ihre dreijährige Tochter, als die Coronavirus-Pandemie 2020 startete.
Gut nachvollziehbar, kindgerecht und zugleich unterhaltsam schreibt sie, wie Viren funktionieren, warum sie so gefährlich sind und wie man sie aufhalten kann. Das minikleine Schnupfenmonster Schnupfi hat es mir wirklich angetan und ich habe seine Geschichte begeistert mitverfolgt. Über Frau Schnief und Shelli Schneuz musste ich wirklich schmunzeln. Das Bilderbuch für kleinere Kinder zwischen drei und sechs Jahren macht auch größeren Menschen Spaß und hilft gleichzeitig, ganz einfach und ohne Vorbehalten oder Angst zu erklären, was es mit Corona oder anderen Erkrankungen auf sich hat. Die Kombination zwischen Wissenschaft und Phantasie ist perfekt gelungen. So macht das Erklären Spaß!
Berührend und lustig zugleich
Schnupfenmonsterschnupfen von Franziska K. Briest
Im letzten Jahr habe ich „Phoebe. Eine Straßenhündin checkt ein“ voller Begeisterung gelesen. Daher war klar, dass ich das nächste Buch von Uwe Krauser, „Layla. Heldin auf vier Pfoten“ ebenfalls lesen möchte. Das Buch ist nicht nur eine Fortsetzung um die Geschichte von Phoebe und ihre beiden Herrchen Uwe und Oliver und deren Hotel, sondern viel mehr.
Es erzählt zwar auch, wie es weitergeht, aber vor allem die Lebensgeschichte von Layla. Sie hatte einen rauen Start ins Leben und musste vieles erleiden und erdulden, bis sie es endlich in den sicheren Hafen des Hotels und ihres neuen Zuhauses geschafft hat. Es ist manchmal traurig und oft lustig, aber immer berührend.
Uwe Krauser hat Realität und Fiktion so geschickt gemischt, dass man als Leser die Übergänge nicht bemerkt. Das hat mir sehr gut gefallen. Er hat einen feinen Sinn für Humor und die Zwischentöne des Lebens.
Gut finde ich auch, dass man die beiden Bücher unabhängig voneinander lesen kann, sie sich gleichzeitig aber auch herrlich ergänzen.
Mir hat das Buch fast noch besser gefallen als das erste, aber vielleicht auch deswegen, weil es wie ein Wiedersehen mit alten Freunden war. Ich hoffe sehr, dass es bald ein weiteres Buch geben wird!
Toller Ansatz, schöne Rezepte
MODERN AYURVEDA von Tasty Katy
Ich koche und esse gerne und probiere auch immer wieder gerne Neues aus. Am liebsten Rezepte, die ich noch nicht kenne mit unbekannten Zutaten oder in neuen Kombinationen und Varianten. Zugleich habe ich einen Reizdarm und einen nervösen Magen, sodass ich auch immer etwas aufpassen muss und daher gerne alternative Ernährungsweisen kennen lernen möchte.
Gut gefällt mir, dass die Autorin zu Beginn des Buches ihre persönliche Geschichte erzählt und darüber schreibt, wie sie zu Ayurveda kam und wie ihr diese Ernährungs- und Lebensweise geholfen hat. Das machte das Buch für mich umso interessanter und authentischer.
Die Rezepte selbst sind übersichtlich gestaltet und mit tollen Fotos versehen, sodass man sofort Lust bekommen, die Gerichte auszuprobieren und nachzukochen.
Gut gefällt mir die klare Struktur des Buchs; ich mag es, wenn man auf einen Blick erfasst, was man braucht und tun muss.
Ein rundum gelungenes Buch, das Lust auf Kochen und Ayurveda macht, und einen schönen Platz in meiner Sammlung von Koch- und Backbüchern bekommt.
Auszeit mit Spaßfaktor
Paincakes und andere Kuriositäten von Elyseo da Silva
Auf dieses Buch war ich schon sehr gespannt, denn diese besondere Art von Reisetagebuch mag ich sehr. Und gerade jetzt, in einer Zeit, in der man nicht reisen kann, lese ich Reiseberichte umso lieber. Da mir das Cover schon die Hoffnung machte, dass es sich um einen lockeren Text handelt, hab ich mich gefreut, dass es tatsächlich so ist.
Der Autor schreibt sehr authentisch und unterhaltsam - es ist, als würde man einem Freund beim Erzählen seiner Abenteuer zuhören.
Besonders begeistert hat mich der Teil des Buchs, in dem es um Indien geht. Vieles, was der Autor berichtet, habe ich ähnlich empfunden. Obwohl ich mit einer kleinen Gruppe da war - also in einer ganz anderen Konstellation - und im Süden des Landes, waren meine Erfahrungen doch ähnlich. Er berichtet davon, dass er einen Kulturschock hatte, nachdem er Indien verlassen hat. Auch das kann ich absolut nachvollziehen. Das Lächeln der Menschen und ihre Art mit dem Leben umzugehen - die Gelassenheit und das Annehmen des eigenen Schicksals -, haben mich genauso wie den Autor berührt.
Daher war der mittlere Teil also mein Lieblingsteil des Buchs. Dennoch fand ich auch die Berichte über seine Zeit auf dem Jakobsweg und die Zeit im Nahen Osten sehr spannend. Vor allem der Iran ist mir hier besonders im Gedächtnis geblieben. Unter anderem deswegen, weil ich mir selbst nur schwer vorstellen kann, dorthin zu reisen, gleichzeitig habe ich aber nun schon zum dritten oder vierten Mal gelesen, wie toll es da ist und wie herzlich und gastfreundlich die Menschen dort sind. Es wirkte so authentisch, ehrlich und nah auf mich, dass es sich fast anfühlte, als wäre man dabei gewesen. Toll.
Dieses Buch besticht durch Ehrlichkeit, Charme und Authentizität. Gefallen hat mir auch, dass ich nie den Eindruck hatte, dass der Autor etwas schönt. Er schreibt aus seiner Sicht und Perspektive und sagt das auch ganz klar. Seine Meinung fand ich sehr interessant und oft konnte ich sie auch teilen. Als es zum Beispiel um das Thema Vegetarier ging; das konnte ich so gut nachvollziehen.
Sehr mochte ich, dass der Autor sehr viel Humor hat und auch herrlich über sich selbst lachen kann. Eine Eigenschaft, die ich sehr sympathisch finde.
Ein schönes Buch, das ich gerne gelesen habe. Über Kanada hätte ich gerne mehr erfahren, aber sonst war es wirklich interessant und umfangreich. Eine tolle Auszeit für jeden Leser!
Speziell, aber lesenswert
Vom Weg zur Quelle meines Sieges von Rainer Ehritt
Dieses Buch hat mich neugierig gemacht, weil ich inzwischen einige Leute kenne, die auf dem Jakobsweg gepilgert sind. Es hier nochmal aus einer ganz andere Persepktive zu lesen, fand ich spannend. Was bewegt jemanden, dass er sich auf die Pilgerreise macht, was empfindet und fühlt er, was erlebt er.
..?
Zuerst habe ich mich ein bisschen schwer mit dem Buch getan, weil ich den Schreibstil des Autors als etwas sperrig empfunden habe. Er ergeht sich manchmal in für mich etwas zu detailreichen Schilderungen. Sobald ich mich aber eingelesen hatte, war es ok.
Ich fand es interessant zu erfahren, was ihn dazu brachte, diese ganz besondere Reise auf sich zu nehmen. Auch die lange Reise selbst fand ich gut und lesenswert beschrieben. Man erlebt die Gedanken und Gefühle des Autors während des Wanderns und unterwegs mit - höchst spanennd.
Schön fand ich, wie die Gedichte, die der Autor unterwegs geschrieben hat, mit eingebunden werden. Und auch, dass man etwas über ihr Entstehen erfährt.
Wer sich auf den etwas eigenwilligen Stil des Autors einlässt und sich gedanklich mit ihm auf die Reise macht, wird viel Freude an diesem Buch haben.
Spannender Urlaub
Tödliche Algarve von Carolina Conrad
Da ich gerade erst mit Begeisterung den zweiten Band aus dieser Reihe gelesen hatte, war ich voller Vorfreude und Spannung auf die neue Geschichte. Aber gleichzeitig war ich auch etwas besorgt, weil ich Teil 2 noch besser als das erste Buch fand und mich fragte, ob die Autorin dieses Niveau wohl auch im dritten Band halten kann.
Diese Sorgen hätte ich mich sparen können, denn Carolina Conrad überzeugt auch im dritten Teil ihrer Reihe um Anabela Silva und Chefinspektor Joao Almeidea wieder.
Ihr Schreibstil ist ziemlich besonders und charakteristisch: sie schreibt in der Ich-Form, aber nur, wenn es um Anabela geht. In Szenen, in denen es um andere Figuren geht, wird ganz normal geschildert., Normalerweise mag ich die Ich-Form gar nicht, aber hier finde ich es sehr passend und ansprechend.
Auch die Schilderungen der Landschaft gefallen mir gut. Anschaulich und authentisch mit viel Lokalkolorit, aber nie ktischig. In einer Zeit wie dieser in der man nicht reisen kann, ist dieses Buch wie ein spannender Urlaub! Sehr gelungen finde ich auch die ausgewogene Kombination von Ermittlungen, Arbeitsleben und Privatleben und den Schilderungen der Umgebung.
Der Fall war gut konstruiert und durchdacht und hatte auch ein rundes, passendes Ende. Im Letzten Teil Richtung Finale hin hätte ich gerne noch ein paar Seiten mehr gehabt. Da ging es mir eigentlich ein bisschen zu schnell - vielleicht aber auch einfach nur, weil es so spannend war und ich nicht wollte, dass das Buch schon zu Ende ist!
Ein toller dritter Teil, der mehr Lust macht auf die Ermittlungen von und mit Anabela und Joao!










