Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Streiflicht:
Spannend und sehr blutig
The Twenty von Sam Holland
Dieses Buch ist wahrsten Sinne des Wortes extrem blutig und wer empfindlicher ist, ist hier definitiv falsch. Das Buch wird ja auch für "Fans von Serienkiller-Romanen" angepriesen - das hatte ich allerdings erst gelesen, als ich schon mittendrin war - und das muss man natürlich auch mögen.
Gleichzeitig ist das Buch so unfassbar spannend, dass man es kaum mehr weglegen kann. Gerade die zweite Hälfte des Buchs ist richtig rasant.
Ich kannte Sam Holland bisher nicht, aber es ist wohl auch das erste Buch von ihr, das ins Deutsche übersetzt wurde. Ich bin neugierig, wie es in dieser Reihe weitergeht, zumal The Twenty Teil 2 einer dreiteiligen Reihe ist. Ich werde definitiv die Augen offenhalten. Eine Autorin, die sicherlich viele Fans finden wird!
Gut gefallen hat mir auch der Mix zwischen den blutigen Mordfällen und dem Privatleben der Figuren, das ebenfalls immer wieder Thema war. So wirkt alles viel authentischer und realer.
Fazit: Wer Gewalt und Blut nicht gut vertragen kann, wird kein Freund dieses Buchs werden, aber es ist wirklich extrem spannend und packend. Richtig gut geschrieben und so, dass man es nicht weglegen mag. Mit jeder Mengen guter Wendungen, die gerade auch den Schluss lange offen halten, und ganz viel Gänsehautfeeling. Klar, manches wirkt ein bisschen konstruiert, aber ich denke, diese Geschichte verzeiht das, weil am Ende eben doch alles zusammenpasst und so interessant und gut geschrieben ist, dass man bis zum Ende mitfiebern kann. Da muss man einfach sagen "Hut ab"!
Da bleibt keine Frage offen
Stefan Loose Reiseführer Australien von Corinna Melville
Auf gehts nach Australien! Was vorher schon ein Wunsch war, wird nach dem Blick in dieses Buch zur Sehnsucht, zum Herzenswunsch. Ich war schon dreimal auf diesem wunderbaren und so anderen Kontinent und dabei ist immer ein bisschen mehr von meinem Herz dort hängen geblieben. Es ist kein Fernweh, das mich dorthin zieht, sondern Zweiheimat-Heimweh.
Daher soll bald wieder eine Reise anstehen, auch weil mein ehemaliger Gastvater einen runden Geburtstag hat. Nun also die Frage, wohin und was anschauen, wo den Schwerpunkt setzen und wo unterkommen, essen und schlafen. Was unternehmen und welche Abenteuer auf die To do-Liste schreiben?
Vorneweg sei gleich gesagt, dass dieser besondere Reiseführer die Entscheidung eigentlich nicht leichter macht. Denn die vielen Informationen, die Karten und bezaubernden Bilder erzählen alle von wunderbaren Orten, die bereist werden wollen. Gleichzeitig erfährt man hier aber auch, wo es einem wirklich gefallen könnte und was für die eigene Reiseliste wichtig wäre.
Ich mag die Aufteilung und Gestaltung des Buchs sehr, denn es ist wunderbar einfach, eine bestimmte Information, Stadt oder Gegend einfach nachzuschlagen. Alles ist übersichtlich sortiert und die Infos sind knapp, aber ausreichend und gut verständlich. Besonders auch den Anfangsteil "Travelinfos von A bis Z" finde ich sehr hilfreich. Highlight ist für mich, dass auch Tasmanien mit aufgeführt wird - denn das ist mein Sehnsuchtsziel am Sehnsuchtsort. Australien, wir kommen!
Kunstvoll und liebevoll
Zwei rote Glühwürmchen von Oliver Weiß
Auf dieses Buch war ich sofort gespannt, als ich nur das Cover gesehen habe. Ich liebe Glühwürmchen schon immer und da darf ein Buch über die süßen Tierchen nicht fehlen. Schon als Kind haben sie mich verzaubert, wenn sie wie magisch durch den Garten geflogen sind - und dieser wunderbare Anblick berührt mich bis heute tief.
Aus dem Vermes-Verlag habe ich in letzter Zeit einige Bücher gelesen und sie sind immer wie kleine Kunstwerke. Auch dieses hier. Neben einer schönen Geschichte, die warmherzig von Freundschaft und Gemeinschaft berichtet und auch die Natur nicht außer Acht lässt, hat mich vor allem die künstlerische Gestaltung des Buchs begeistert. Die Illustrationen, die wie Collagen wirken, lassen viel Raum zum Entdecken, Suchen und Erzählen und bereichern die Geschichte meiner Meinung nach total. Auch Erwachsene können hier noch vieles bewundern und auf den Seiten versteckt finden.
Wie hätte man die Schönheit und den Zauber der Nacht besser beschreiben können? Mich haben die zwei roten Glühwürmchen jedenfalls absolut begesitert und verzaubert! Gerne mehr davon!
Spannender Ausflug zu den Dinos
Die Zeitkatzen-Chroniken von Tobias Böse; Henry Kadow
Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich Zeitreisebücher sehr mag und auch Katzen. Also die perfekte Kombi für mich. Die Geschichte hat mich mitgenommen auf eine spannende Reise, die Lust auf mehr macht. Gleichzeitig konnte man noch einiges lernen, selbst als Erwachsener. Dabei ist die Info immer so schön verpackt und in die Geschichte eingestrickt, dass man gar nicht merkt, was man quasi nebenbei und wie von selbst lernt.
Sowas mag ich immer sehr.
Einen Punkt Abzug gibt es von mir, weil die Geschichte stellenweise wie eine Rohversion wirkt. Meiner Meinung nach hätten ein professioneller Lektor und auch ein Korrektor dem Buch wirklich gut getan. Die Katzen wirken oft sehr wie Menschen, da hätte man noch mehr rausholen können. Und an einigen Stellen ist es auch ein bisschen holprig oder unrund. Das finde ich echt schade, denn die Grundidee ist echt super. Aber für einen Auftakt ist das Buch echt gelungen und vielleicht sind die folgenden Bände dann ja etwas runder.
Wirklich schön fand ich die Zeichnungen, die das Geschehen so wunderschön illustrieren und begleiten. Als Katzenfan hat man hier eine wahre Freude!
Ab nach draußen!
Blumen, Kohl & Rock'n'Roll von Anja Klein
Ich gärtnere schon immer gerne. Selbst als Kind hatte ich meine eigenen, kleinen Beete, in denen ich Gemüse nach Wahl aussäen, hegen und pflegen, gießen und schließlich ernten durfte. Bis heute ist es für mich ein Wunder, wie aus Erde, einem minikleinen Samen, Wasser und Sonne und ein bisschen Zeit einfach Gemüse, Obst oder Blumen entstehen.
Umso gespannter war ich auf dieses Buch. Hier muss ich auch verragen, dass mich der Titel wirklich angesprochen hat. Es muss ja nicht immer alles so ernst sein.
Das Buch ist dann auch genauso geschrieben, wie der Titel und das Coverfoto sind. Locker und lustig, gleichzeitig aber absolut interessant und mit viel Wissen. Ich mochte den ehrlichen und authentischen Ton und fand es toll, dass die Autorin auch schreibt, dass auch bei ihr nicht immer alles einfach nur glatt läuft und funktioniert. Das finde ich auch gut und macht Lust, weiterzulesen und auch selbst (wieder) zu gärtnern.
Am Ende wäre ich am liebsten sofort rausgegangen und auch Bienen würde ich jetzt wieder gerne haben - auch wenn es gerade Minusgrad hat und weiß ist draußen.
Ein tolles Buch für alle, die das Gärtnern mögen und nach Inspiration und Infos suchen!
Ein Sessel für die Seele
Ein Ohrensessel, zwölf Fragen und eine Reise zu dir selbst von Tanja Köhler
Dieses Buch hat mich schon auf den ersten Blick sehr neugierig gemacht. Ich bin absolut kein Coverkäufer, aber der Titel war schon sehr ansprechend und hat Lust auf das Buch gemacht. Die Kurzbeschreibung hat mir dann den Rest gegegeben und ich wollte das Buch unbedingt lesen. Und ich finde, es hat sich auf jeden Fall gelohnt.
Ich bin mir sicher, ich werde das Buch auch irgendwann nochmals lesen.
Was hat denn jetzt ein Ohrensessel mit zwölf Fragen zu tun und warum ist es zugleich auch eine Reise zu sich selbst? Hier im Buch geht es um die Kraft der Veränderung. Was uns guttut und was nicht, wer und wer nicht und warum manchmal auch schon das Entrümpel gut tut. Das Zuhause aufräumen und sich von Dingen trennen, die man nicht mehr braucht und die nur alles verstopfen, das klärt die Sinne und den Geist. Das kann ich gerade aus eigener Erfahrung sehr gut nachvollziehen und bestätigen.
Das Leben ist ein Prozess, man wächst immer weiter und lernt aus seinen Erfahrungen. Gerade die dunkelsten Stunden strahlen nachher umso heller.
Mir hat gut gefallen, dass alles anhand einer gut nachvollziehbaren und sehr authentischen Geschichte erzählt wurde. Der Sessel, der seinen Platz sucht, war mir sehr nah und ich konnte die Gedanken und Nöte der Figur gut verstehen. Ein schönes Buch, das aus dem Alltag gegriffen ist und die Kraft der Veränderung zeigt.
Sehr spannend und voller Action
Finsteres Herz von Holger Karsten Schmidt
Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich die Beschreibung richtig gut fand. Der Klappentext macht absolut neugierig und das Buch öst auch ein, was er verspricht. Ich hab mich bei dem Buch richtig gut unterhalten gefühlt, auch wenn es stellenweise nicht ganz einfach zu lesen war. Die Themen sind nicht einfach und dann wird die Geschichte auch noch auf zwei Ebene erzählt, aus der Sicht eines ersten Ermittlerteams und dann kommt noch ein zweites dazu.
Genau das macht den Reiz der Geschichte mit aus, aber man muss gut aufpassen.
Die Themen, die ich hier nicht vorwegnehmen möchte, haben mich an vielen Stellen nachdenklich und traurig gemacht. Schlimm, wie wir Menschen oft miteinander umgehen! Hier können wir in tiefe Abgründe und schwarze Seelen schauen.
Gut gefallen hat mir die rasante und schnelle Erzählweise des Autors. Kein Wunder, dass die Bücher auch verfilmt wurden. Es liest sich flott und flüssig und man kann nur froh sein, wenn man sonst nichts mehr vorhat und einfach weiterlesen kann.
Ein bisschen gestört haben mich einige Fehler, die noch im Text vorhanden waren. Ich bin da etwas pingelig, aber denke auch, dass man bei einem großen Verlag ein gutes Korrektorat erwarten kann. Abgesehen davon hab ich aber keinerlei Kritikpunkte und kann das Buch nur wärmstens empfehlen - auch wenn man Teil 1 nicht kennt, ist man hier bestens unterhalten! Zudem hallt das Buch lange nach, weil die Themen leider sehr aktuell und auch sehr berührend sind.
Eisige Luft, tödlicher Wald
Tödlicher Winter von Lioba Werrelmann
Da ich bereits den ersten Siebenbürgen-Krimi "Tod in Siebenbürgen" von Autorin Lioba Werrelmann voller Begeisterung gelesen habe, war ich natürlich total gespannt, wie es weitergeht mit Paul und dem Dorf und natürlich auch mit Maia und allen anderen dort im fernen Rumänien. Ich hatte schon lange Lust, dorthin zu reisen, aber jetzt könnte ich sofort die Koffer packen - auch wenn ich gestehen muss, dass mich der heiße Sommer mehr locken würde als der eisige Winter dort.
Paul kommt an einemn eiskalten Tag mit viel Schnee im Dorf an und alle Vorfreude verflüchtigt sich noch schneller als die Wärme. Maia ist plötzlich verheiratet und dann wird besagter Mann auch noch tot gefunden. Paul wird verhaftet und wieder ereignen sich seltsame Dinge und es scheint auch zu spuken. Hat Paul nur eine überbordende Fantasie, die sich mit der Kälte und seiner Enttäuschung kombiniert? Oder was geht vor im kleinen Dorf in Siebenbürgen?
Zur Handlung möchte ich definitiv nicht mehr verraten, aber ich kann auf jeden Fall versichern, dass sich die Lektüre unbedingt lohnt! Ich denke, es macht noch mehr Spaß, wenn man Teil 1 ebenfalls gelesen hat, aber auch Quereinsteiger werden ihre Freude an diesem ungewöhnlichen Fall haben in einer Welt, die Paul und auch uns Lesern oft so fremd scheint. Hier kann man total tief eintauchen in das Leben in Siebenbürgen, mich hat es absolut begeistert!
Eisige Weiten
Die Eisbrecherin von Geertje Marquardt; Kathrin Nord
Seit ich den Titel gesehen habe, war ich total neugierig auf dieses Buch. Das Cover mit Geertje Marquardt selbst hat mir gut gefallen. Ich finde es faszinierend, wie alt sie darauf aussieht - vor allem auch im Vergleich zum Foto innen drin. Da sieht man alle Stapazen, die Kälte und das Extreme wirklich schon auf den ersten Blick.
Der Titel "Die Eisbrecherin" ist meiner Meinung anch wirklich gut gewählt. Sie bricht nicht nur das Eis vor Ort, sondern auch in sich. Das Buch über die Expedition ist zugleich auch eins über eine Reise zu sich selbst und den Mut, seinen Träumen zu folgen und sie wahrzumachen. Egal wie groß oder klein sie sind.
Leider konnte mich der Schreibstil der Autorin und ihrer Ghostwriterin nicht ganz abholen. Daher gibt es ein Sternchen Abzug. Allerdings ist die (Lebens-)Geschichte, die hier erzählt wird, absolut faszinierend und schon auch echt beeindruckend! Ich hätte mir etwas mehr Tiefe gewünscht, auch wenn ich den Eindruck hatte, dass das Beschriebene und die Geschehnisse schon sehr authentisch sind. Manches hat sich wiederholt, aber das ist wahrscheinlich einfach auch in der Realität so gewesen, wenn man 550 Kilometer über das Grönlandeis läuft. Ich persönlich kann absolut nicht verstehen, warum man sich so quälen möchte, aber ich kann nachvollziehen, warum man einen besonderen Traum ermöglichen und verwirklichen möchte. Umso spannender finde ich es, Erfahrungsberichte von solchen extremen Abenteuern zu lesen. Die körperlichen Herausforderungen stelle ich mir unglaublich hart vor, gleichzeitig denke ich aber auch, dass es hier vor allem eine Willenssache ist, ob man durchhält oder nicht. Natürlich müssen die Voraussetzungen stimmen.
Ebenfalls sehr gut gefallen haben mir die Bilder im Buch, die berührende und faszinierende Einblicke in das Leben während der Tour zeigen. Das fand ich wirklich beeindruckend und für Außenstehende sehr gut, da man sich so selbst ein Bild machen kann - im wahrsten Sinne des Wortes.
Besonders gerne habe ich das Fazit nach der Reise gelesen - was von der Klarheit bleibt: "Wir Frauen müssen unsere eigenen Wege gehen ... Wir müssen bestehende Regeln hinterfragen. Mut auszuleben und eigenen Erfahrungen zu machen ist immer eine gute Idee. Wie sinnbildlich es ist, dass ich auf der Tour schneller müde wurde, wenn ich in einer vorgegebenen Spur gehen musste. Selbst zu navigieren und einen neuen Weg in den unberührten Schnee zu ziehen erforderte zwar mehr Konzentration, aber ich wurde belohnt mit einer höheren Fitness und Klarheit. ... Es lohnt sich, vorneweg zu gehen und eigene Spuren zu ziehen."
Sternenzauber überall
KUNTH Licht aus - Himmel an! von Katinka Holupirek; Yasmin Lössl; Christa Pöppelmann
Schon seit ich mich erinnern kann, waren der Nachthimmel und die Sterne eine Passion von mir. Mein Papa hat mir zum Einschlafen immer „Weißt Du, wieviel Sternlein stehen“ vorgesungen und uns Kindern schon früh die Sternbilder erklärt. Weil unser Familienname mit W anfing, war die Kassiopeia natürlich ein ganz besonderes Bild für uns, aber auch viele anderen haben wir damals schon bewundert.
Diese Faszination hat bei mir nie nachgelassen und vor einiger Zeit habe ich dann sogar ein hochwertiges Teleskop gekauft. Noch muss ich damit üben, aber die An- und Ausblicke sind einfach bezaubernd. Ich könnte mich stundenlang in den Nachthimmel vertiefen und habe auch schon an Exkursionen in Australien und auf Fuerteventura teilgenommen. Nicht nur die Sternbilder selbst, sondern auch deren Geschichten, Mythen und Hintergründe faszinieren mich sehr. Unglaublich, dass man in die Vergangenheit blicken kann und in unendliche Weiten.
Dieses Buch ist also wie gemacht für mich und ich habe es schon mehrfach mit Begeisterung durchgeblättert und viele, viele Infos gelesen, Bilder bestaunt und Pläne gemacht, wo ich wann „Europas beste Reiseziele zum Sterneschauen“ besuchen könnte. Schon das Vorwort mit dem wunderbaren Bild von La Palma hat mich in seinen Bann gezogen. Ich mag die vielen Tipps im Buch, die nicht nur berichten, was es wo nachts zu sehen gibt, sondern auch was man tagsüber bestaunen kann. Ein Highlight und Traum wäre für mich Island, natürlich am besten mit Nordlichtern. Aber ich habe auch viele weitere Ideen für mich gefunden. Dass die Eifel und die Rhön gut zum Sterneschauen sind, wusste ich schon, aber ich war trotzdem noch nicht vor Ort – das kommt ganz oben auf die Liste. Die Winkelmoos-Alm und Schottland fände ich auch ganz wunderbar.
Toll finde ich, dass man nicht nur verschiedene Orte findet, sondern auch viele weiterführende Tipps, so auch, wie man Lichtverschmutzung vermeiden kann, oder eine Packliste für eine Nacht unter dem Sternenhimmel. Von den absolut bezaubernden Fotos völlig abgesehen. Wer Sterne mag, wird dieses Buch lieben!











