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Rezensionen von gelesengelauschtgemacht:

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Say my name

Golden-Heights-Reihe, Band 1 - Unlock My Heart von Saskia Louis

"Unlock my Heart" von Saskia Louis ist im Juli 2024 als Hörbuch erschienen, das von Juliane Hempel (Lexi) & Max Rauch (Logan) gesprochen wird.

Lexi verkauft an einer Nobeluniversität gefälschte Ausweise - einer ihrer Jobs, und eine sehr lukrative Einnahmequelle, wenn man über das Talent der Protagonistin verfügt.

Und natürlich geht sie so diskret wie möglich vor - sogar so diskret, dass sie gar nicht weiß, wer Logan ist, der sie nicht nur beobachtet sondern sogar angesprochen hat. Und dann kommt nicht nur eine Auftragsanfrage von ihm, die gar nicht in ihren Bereich fällt, sondern auch noch ein Erpressungsschreiben, für das Lexi zusätzlich Geld braucht.

Logan hat alles - ist attraktiv, reich, aus gutem Hause, die Frauen liegen ihm zu Füßen und seine Zukunft ist bis ins kleinste Detail von seinem sozialen Umfeld geplant. Und das macht ihn jetzt nicht sonderlich glücklich - denn er hätte gerne ein Schreiben, und Lexi sieht so aus, aus könnte sie im dieses besorgen.

Ich habe schon viel von dieser Autorin gelesen und gehört, weshalb ich weiß, dass ihr Schreibstil mit den witzigen Dialogen sowie die tollen Charaktere auf jeden Fall meinen Geschmack treffen werden. Die Geschichten sind gut konstruiert und diesmal waren durchaus auch viele spannende Elemente dabei, neben der voraussehbar romantischen Handlung.

Logan macht im Laufe der Geschichte eine größere Entwicklung als Lexi durch, was auch klar ist, da diese schon sehr viel Entwicklungsdruck in ihrem bisherigen Leben hatte.

Es hat mir große Freude gemacht, die extrem smarte und gerissene Lexi zu begleiten - sie ist bisher auf jeden Fall mein liebster fiktiver Charakter 2024! Und auch mit Logan hat sie großes Glück, aber um den Grund dafür herauszufinden, muss man die Geschichte selbst lesen / hören.

Die Stimmen passen sehr gut zu Lexi und Logan und beim Zuhören (in 1,5-facher Geschwindigkeit) habe ich mich mitten in der Handlung drin gefühlt.

Und ich freue mich auch darüber, dass es ein Auftaktband zu einer Buchserie ist, denn Logan und Lexi möchte ich sehr gerne auch weiterhin begleiten.

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Traum oder Wirklichkeit?

Die Traumgänger - Aufbruch nach Deseo von Markus Heitz

Markus Heitz schreibt jetzt also auch Kinderbücher - das waren die ersten Worte, die mir beim Buchcover in den Sinn kamen. Und ich war so richtig neugierig.

Protagonist Finn ist zwölf Jahre alt und vorübergehend, nach einem Unfall, an den Rollstuhl gefesselt. Sein bester Freund Linus darf ebenfalls nicht am Sportunterricht teilnehmen, weshalb das Buch mit einem Austausch der beiden Jungs beginnt, im dem Finn von seinen Träumen erzählt, die er nach seinen Wünschen gestalten kann.

Als wäre das nicht schon alleine spannend genug, verläuft ein Traum von Finn nicht wie gewünscht, denn so ein Mädchen (Sanja) hat er nicht in seinem Traum vorgesehen. Sanja bittet ihn um Hilfe bei der Suche nach seinen Eltern - und Finn möchte ihr zwar einerseits helfen, kann sich aber auf der anderen Seite nicht festlegen, ob er ihr vertrauen kann.

Nachdem das Buch für junge Kinder (7 bis 11) geschrieben wurde, ist die Sprache entsprechend einfach und die Handlung schreitet rasant voran, was auch unbedingt notwendig ist, da es für den Auftaktband nur knapp 150 Seiten gibt.

Die Charaktere sind sympathisch und gut gezeichnet, der Einstieg in das Buch, eine Traumsequenz, hat mich sofort neugierig gemacht und den Wunsch erweckt, tiefer in Finns Traumwelt einzutauchen.

Luzide Träume halte ich für eine wunderbare Idee für ein Kinderbuch, denn dieses Feld hat noch viel Platz für Forschung und ist literarisch in letzter Zeit auch nicht übermäßig bedient worden.

Am Ende des Abenteuers hatte ich das Gefühl dass das Abenteuer erst so richtig los geht - und hätte gerne unmittelbar mit Band 2 weitergelesen, auf den es aber warten heißt.

Fazit: Luzide Träume mit spannenden Charakteren als Kinderbuchserie eines Erfolgsautors für Erwachsene - gelungen umgesetzt!

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Traum oder Wirklichkeit?
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Magisches "Jenseits"

Wächter der Magie - Aufbruch nach Artimé (Wächter der Magie 1) von Lisa McMann

Das Buch "Aufbruch nach Artimé" aus der Wächter der Magie - Reihe ist der Auftaktband und erscheint am 30.08.2024. Lisa McMann als Autorin kannte ich noch nicht, war jedoch sofort neugierig auf diese dystopische Buchidee.

In einem Land herrscht eine Diktatorin (nicht überall, wo eine Frau an der Spitze einer Gesellschaft steht, geht es offensichtlich friedlich zu), die Ordnung und Disziplin hoch hält, indem Kinder in "gewünscht", "notwendig" und "unerwünscht" eingeteilt werden.

Und die "unerwünschten" verschwinden - im heißen Ölsee. Bei einem jährlichen Ritual werden die Namen verlesen, die Gesellschaft tut gut daran, die Unerwünschten zu vergessen.

So wird Protagonist Alex als "unerwünschter" abtransportiert - sein Zwilling Aaron ist einer der Erwünschen, denen ein vergleichsweise gutes Leben bevor stehen wird. Doch Alex erhält, wie alle Unerwünschten, ein Angebot, dass er nicht ausschlagen kann: ein neues Leben in Artimé, wo alles, was vorher verboten war, nicht nur erlaubt sondern sogar erwünscht ist.

Ich finde die gesellschaftskritische Idee dieses Jugendbuchs hervorragend. Gerade in der Covid-Pandemie haben sich Kinder und Jugendliche wieder nach normalem Schulbetrieb in den Klassenzimmern gesehnt, nach gemeinsamen Aktivitäten und den persönlichen Austausch. Abgrenzung und Misstrauen sind auch heute schon politische Themen, an die nicht zu früh herangeführt werden kann, wenn auch, wie hier, natürlich sehr überzeichnet, was jedoch hervorragend zum Genre von dystopischer Fantasy passt.

Ich habe mich sofort in Artimé wohl gefühlt und kann mich nicht nur mit der dort vorhandenen Magie und Gesellschaftsordnung gut anfreunden sondern hatte auch gleich Kopfkino von den Unterrichtsstunden, den Räumen, den Röhren (die mich sehr an Rohrpost erinnert haben) und natürlich auch den Außenbereichen.

Es gefällt mir auch, dass sowohl Aaron wie auch Alex begleitet werden, wobei der Fokus klar auf Alex gerichtet ist, denn dessen "neues" Leben ist ungleich interessanter.

Die Geschichte von Band 1 ist zwar in sich abgeschlossen, ich freue mich jedoch schon sehr darauf, wenn es in Band 2 weiter geht.

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Magisches "Jenseits"
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Weniger kämpferisch als erwartet

Yrsa. Journey of Fate von Alexandra Bröhm

Beim Buch "Yrsa - Journey of Fate" handelt es sich um den ersten Teil einer historischen Dilogie um die junge verwaiste Wikingerin Yrsa, die sich um ihren kleinen Bruder kümmert, der jedoch plötzlich verschwunden ist.

Den Klappentext oder die Beschreibung des Buches sollte man nicht lesen, denn damit werden die knapp 600 Seiten ziemlich öde, denn bis auf Details wird die Handlung bereits vorweggenommen.

Nachdem ich Assassins Creed Valhalla samt sämtlicher DLCs gespielt habe, fühle ich mich in der nordischen Mythologie sehr sattelfest. Dadurch konnte ich mir mit Aussagen wie "deine Schmeidekunst steht jener der Söhne Ivaldis um nichts nach" auch etwas anfangen und es halt mir ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert.

Nachdem auf dem Cover ein Kriegsschiff abgebildet ist, habe ich mir zumindest einen Flussraubzug oder Ähnliches erwartet, vor allem, vor Yrsa doch Kriegerin werden möchte. Ebenso habe ich "Spottstreite" vermisst, Situationen, in denen sich Krieger:innen mit Versen duellieren hätten können, haben sich ja reichlich im Buch ergeben.

Bis auf Flüche und einen Trank, der jedoch nicht wirklich handlungsrelevant war, blieb auch Magie auf einem niedrigen Niveau, auch hier hätte ich gerne mehr Details gelesen.

Auch von der Schmiedekunst erfährt man nur am Rande, obwohl ein Schmied eine bedeutende Rolle in der Handlung hat. Mir ist nicht begreiflich, warum er sich bei der Nachfrage und den hohen Preisen, die für Waffen bezahlt werden, nicht mehr in die Arbeit stürzt. Auch hier wäre, meiner Meinung nach, noch mehr drin gewesen.

Versöhnlich gestimmt hat mich jedoch die Geschichte um den jungen Krieger Avidh, dessen Vergangenheit jedoch noch in weiten Strecken im Dunkeln liegt, sowie das Kampftraining mit Gunnar.

Bei Band 2 wüsste ich gerne, ob die Handlung dann endlich an Fahrt aufnimmt, dem würde ich eine Chance geben, wenn er mir in die Hände fällt, kaufen würde ich das Buch aber nicht.

Fazit: Ein Wikingerroman ist es, jedoch mit viel zu wenig Kampfhandlung für eine Kämpferin für meinen Geschmack.

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Verloren

Wendy, Darling - Dunkles Nimmerland (mit gestaltetem Farbschnitt) von A.C. Wise

Die Geschichte um "Peter Pan" gehört seit meiner Kindheit zu meinen liebsten Erzählungen, auch wenn die Figuren sehr stereotype Geschlechterrollen einnehmen. Eine erwachsene und feministische Wendy in Nimmerland? Die als Mutter ihre entführte Tochter sucht? Das muss doch genau meine Geschichte sein, dachte ich.

Anfangs konnte mich die Handlung total packen. Die Szene, als Peter im Zimmer von Jane, der Tochter von Wendy, steht und diese mitnimmt. Obwohl Wendy protestiert, dass sie Wendy sei, was für Peter offensichtlich unmöglich ist, denn "seine" Wendy ist nicht erwachsen. Weshalb er sich sehr lapidar entscheidet "dann eben diese Wendy", also Jane, nach Nimmerland mitzunehmen, damit diese ihn bei der Bewältigung seiner Probleme unterstützt.

Jane ist überfordert und traurig, Peter genervt, weil "diese" Wendy offensichtlich nicht Wendy ist und die Erwartungen, die er in sie setzt, nicht erfüllen kann. Anfangs bekommt man in diesen Handlungsstrang einen guten Einblick, das nimmt aber im Laufe der Handlung stark ab, leider. Denn diese Geschichte war es, die mich gepackt hat.

Die "feministische" Wendy erzählt hauptsächlich langatmig ihre Geschichte. Die tragisch ist, mit einer langen Zeit, in der ihr nicht geglaubt wurde und die Tage sehr monoton verliefen. Ebendiese Monotonie hat sich beim Lesen auf mich übertragen, weshalb mir das Buch zäh vorgekommen ist, und ich mich stellenweise zum Weiterlesen zwingen musste.

Auch bei der "Liebesgeschichte", aus der Jane entstanden ist, springt bei mir nicht wirklich ein Funke über, auch, wenn ich das Gefühl hatte, dass Wendy eine gute Ehe führt.

Viele Zeitsprünge zusammen mit den wechselnden Blickwinkel haben dazu geführt, dass ich den "roten Faden" durch die Geschichte nicht mehr sehen konnte. Es kam mir vor, wie eine willkürliche Aneinanderreihung von Einzelereignissen, die nicht zwingend eine Bedeutung für den weiteren Verlauf der Handlung hatten.

Mary scheint ein wichtiger Charakter zu sein und wäre am ehesten meine Identifikation gewesen, doch irgendwann wird auch ihre Rolle flach.

Auch das Ende ist sehr plötzlich, viele Aspekte wurden nicht beleuchtet und mir ist nicht ganz klar, wie die Geschichte zu ebendiesem Ende gekommen ist.

Fazit: Eine großartige Idee, die leider so gar nicht nach meinem Geschmack umgesetzt wurde.

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Sehr blutrünstig für ein Kinderbuch

Prometheus Highschool 1: Wie man ein Monster zum Leben erweckt von Stuart Wilson

Das Buch "Prometheus Highschool: Wie man ein Monster zum Leben erweckt" von Stuart Wilson ist der Auftaktband einer Buchserie und wurde von Annette von der Weppen ins Deutsche übersetzt. Das Buch ist 2024 im Carlsen Verlag erschienen, als Altersempfehlung findet man, je nach Quelle, Kinder im Alter von 10 bis 13 Jahren.

Die Idee, dass ein Mädchen namens Athena Experimente durchführt, die nicht immer ganz glücklich verlaufen, hat mich ebenso angesprochen wie diese besondere Schule für hochbegabte Kinder. Jedoch ist es, in diesem Fall, nicht Athenas außergewöhnlicher Verstand, der im Zentrum steht, sondern ihre Fähigkeit, eine tote Katze wieder zum Leben erweckt zu haben.

Man sagt, dass ein Buch dann besonders grausig ist, wenn man es sich so vorstellt und es kann definitiv an meinem Kopfkino liegen, dass ich das vorliegende Buch für Kinder für viel zu blutrünstig halte, da ich mich mit dem Gedanken so gar nicht anfreunden kann, dass mein 11-Jähriger sich für das Zerstückeln und Zusammenfügen von Leichenteilen interessieren könnte, vor allem mit dem Hintergrund, dass er vegetarisch isst.

Die Sprache, die Buchidee und die Handlungsdichte finde ich für die Altersgruppe gut gewählt, ebenso ein halb verfallenes Kreuzfahrtschiff für Unterrichtszwecke. Da kommt eine Mischung aus Urlaubsfeeling, Schulschiff und Titanic bei mir beim Lesen auf.

Die Charaktere sind schön ausgeschmückt und haben interessante Persönlichkeiten, ebenso kommt der inklusive Gedanke durch einen Schüler im Rollstuhl, der nicht hilfsbedürftig ist, auch in diesem Buch zum Ausdruck.

Fazit: Eine tolle Fantasygeschichte, jedoch meiner Meinung nach zu brutal für diese Zielgruppe.

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Neue Einblicke in die Fantasywelt

School of Myth & Magic, Band 1 - Der Kuss der Nixe von Jennifer Alice Jager

Ich muss zugeben, dass ich schon viele Fantasybücher gelesen habe - allen voran natürlich Werwölfe, Hexen (und Zauberer) und Gestaltwandler, gerne auch in der erotischen Variante und als Nebencharakter ist ab und zu mal eine Meerjungfrau oder Sirene vorgekommen. Die Idee mit einer Nixe als Protagonistin ist für mich im Academy-Setting auf jeden Fall neu und daher war ich schon sehr gespannt auf das Buch.

Devin führt ein völlig normales Leben und bringt an ihrem 17. Geburtstag fast versehentlich einen Freund um. Die Erkenntnis, dass mit ihr etwas nicht stimmt, verfestigt sich. Von ihrer Großmutter wurde sie eindringlich vor Nixen gewarnt - und jetzt soll sie selbst eine sein? Falls das stimmt, sollte sie dringend lernen, ihre Kräfte zu beherrschen um nicht nochmal eine nahestehende Person in Gefahr zu bringen, also entschließt sie sich für die
School of Myth & Magic, wo neben ihr nicht nur Nixen, sondern auch Drachen, Hexen, Vampire & Co unterrichtet werden.

Als wäre es nicht schon genug, sich mit einer neuen Identität abzufinden, lauern an dieser Schule auch noch weitere Gefahren, denen sie mit der Sirene Lilou und dem Faun Caleb auf die Spur kommt.

Das Buch ist für ältere Teenager und junge Erwachsene geschrieben und beinhaltet viele Dialoge und eine einfache Sprache. Für alle Fans des Fantasygenres ist etwas dabei, und natürlich wird wieder mal die fantastische Welt mit der realen Welt verwoben, denn so findet sich der Einstieg ganz besonders leicht.

Mir hat es vor allem die Nixenhöhle angetan, denn ich hatte nicht erwartet, so individualisierte Unterbringung vorzufinden. Dass es Stress geben könnte mit jenen Nixen, die bereits die Schule besuchen (oder einer anderen Gruppe) habe ich direkt vermutet, denn das gehört zu einer amerikanisch angehauchten Highschool-Story einfach dazu. Und neu und ein graues Mäuschen eignet sich perfekt als Opfer - oder vielleicht doch nicht?

Ich wurde beim Lesen regelrecht in die magische Welt hineingesaugt - und mit dem Cliffhanger am Ende des Buches brutal wieder rausgekickt, so dass ich schon sehnsüchtig auf Band 2 warte!

Fazit: Großartig, dass es mal Nixen sind, die bei der Handlung im Fantsybereich im Vordergrund stehen.

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Urban Fantasy vom Feinsten

Starling Nights 1 von Merit Niemeitz

Es handelt sich bei diesem Buch um den ersten Band einer Dilogie, der zweite Band ist bereits erschienen, weshalb nach der Lektüre von Band 1 direkt weitergelesen werden kann, ohne, dass wesentliche Aspekte der Handlung vergessen werden.

Es handelt sich um einen Young Adult Urban Fantasy Roman, in dessen Zentrum die Protagonistin Mabel steht.

Diese studiert an einer angesehenen Hochschule mit einem Stipendium. Sie lernt gerne und genießt das Sozialleben nur selten, und wenn, dann am liebsten mit ihrer wohlhabenden Freundin Zoe. Zumindest so lange, bis diese sich einen neuen Freund zulegt und ihm mit Haut und Haaren verfallen ist, obwohl nicht einmal eine intime Beziehung zwischen beiden Herrscht. Was nicht nur Mabel seltsam findet, die sich um ihre Freundin Sorgen macht, vor allem nachdem auch der Chefredakteur der Studierendenzeitung der Verbindung, der Zoes neuer Freund angehört, skeptisch gegenüber steht.

Der Schreibstil ist packend und mitreißend und ich habe in Mabel sehr schnell eine Identifikationsfigur gefunden. Die Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet und als Urban Fantasy ist die Welt, in der das Buch spielt, auch leicht zugänglich. Trotz konkreter Vermutungen konnten mich Plottwists immer wieder aufs Neue überraschen.

Was mir besonders gut gefallen hat ist, dass die Handlung der Geschichte am Ende des Bandes abgeschlossen ist und es keine fiesen Cliffhanger gibt - dafür gibt es von mir den fünften Stern. Denn ich freue mich trotzdem und um nichts weniger auf Band 2, weil ich unbedingt wissen möchte, wie die Geschichte weitergeht.

Fazit: Urban Fantasy für junge (und nicht mehr ganz so junge) Erwachsene vom Feinsten!

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Cooler Auftaktband

The Love Code. Wenn die widersprüchlichste Theorie zur großen Liebe führt Chemistry Lessons von Susannah Nix

"The Love Code" ist der erste Teil der "Chemistry Lessons" - Reihe, bei dem Vanessa Stroll der Geschichte der Programmiererin Melody ihre Stimme leiht. Romantik und Naturwissenschaft geht nicht? Die smarten und eigenständigen Frauen sind Restposten auf dem Partnermarkt? In dieser Hörbuchreihe zumindest nicht.

ONS sind normalerweise nicht Melodys Ding, als sie jedoch den attraktiven und charmanten Jeremy trifft, schon. Vor allem, da sich dieser schnell wieder in seinen weit entfernten Alltag aufmacht. Der vorangehende Deeptalk führt zu einer schnellen emotionalen Verbindung, weshalb sie sich "unbedingt einmal wiedersehen wollen".

Jahre vergehen, das Studium ist abgeschlossen und Jobaussichten locken Melody in die Heimatstadt von Jeremy. Diesen möchte sie gerne wieder treffen - und sich Tipps für die Wohnungssuche holen und erfahren, wie es ihm seither ergangen ist. Ihre Wege werden sich öfter kreuzen - den Grund dafür möchte ich nicht verraten, da er den Inhalt spoilern würde.

Melody wird plötzlich in eine für sie ungewohnte Welt gesaugt, in der sie sich zunehmend beginnt wohl zu fühlen. Vor allem die Fake-Dates mit Jeremy sind toll, denn die Verbundenheit ist spürbar und die Grenzen zwischen den beiden sind abgesteckt. Ihre Mutter hängt ihr nicht mehr damit in den Ohren, dass sie endlich jemanden kennenlernen soll, denn sie findet Jeremy als Mann an ihrer Seite so richtig toll.

Der Erzählstil der Sprecherin ist für mich mitreißend und ich finde ihre Stimme sehr angenehm, auch, wenn ich das Hörbuch mit höherer Geschwindigkeit abspiele.

Die Handlungsdichte ist hoch, so dass es beim Zuhören nicht langweilig wird, weil sich immer etwas tut. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, so dass ich sie als eigenständige Persönlichkeiten und nicht als Sterotype wahrgenommen habe.

Da immer mehr Frauen in MINT-Berufen glücklich sind, finde ich es toll, dass auch sie als Protagonistinnen und nicht als graue Mäuse in Liebesromanen auftreten - also alles richtig gemacht!

Fazit: Ein durch und durch gelungener Auftaktband!

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Der Titel ist Programm, der Untertitel nicht

Quanten-Bullshit von Chris Ferrie

Ich war neugierig auf das Buch "Quantenbullshit", da ich selbst Physik unterrichte und mir von dem Buch den einen oder anderen Input (oder Text) für meinen Unterricht erwartet und erhofft habe.

Populärwissenschaftliche Bücher sind oft toll und teilweise humorvoll geschrieben.

Leider teile ich den Humor des Autors gar nicht. Sätze wie "Mathematik war schon in der Schulzeit nichts für Sie" oder Theorien, die dann nicht erklärt sondern nur angerissen werden, weil der Leserin unterstellt wird, so wie so nichts damit anfangen zu können, finde ich nicht witzig sondern beleidigend.

Es werden zwar mehrere Beispiele herangezogen, wo es im Internet Quanten gibt (und nebenher wird erläutert, welche Auswirkungen die Suche dieses Begriffes auf die Algorithmen hat, die für die Anzeige weiterer "interessanter" Inhalte verwendet werden), allerdings gibt es bei der Erklärung wenig Tiefe und auch über Quantenphysik erfährt man wenig, wenn man vorher nichts darüber wusste. Wenn man bereits "im Thema" angekommen ist, liefert das Buch wenig Konkretes um die Theorien zu entkräften.

Das ganze Buch lässt sich in folgendem Satz zusammenfassen: wenn mit Quanten zum Wohlfühlen oder zur Leistungssteigerung geworben wird, darf man getrost von Unsinn ausgehen und die Finger davon lassen.

Fazit: Mir fällt kein Grund ein, warum man das Buch lesen sollte. Der Buchtitel ist Programm, der Untertitel leider nicht.

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