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Rezensionen von Tara:

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Aktuell, fesselnd & außergewöhnlich

Das große Spiel von Richard Powers

„Das große Spiel“ ist ein wirklich bemerkenswerter Roman des in den Appalachen lebenden Autors Richard Powers.
Handlungsort ist die Koralleninsel Makatea. Evelyne Beaulieu, Ina Aroita, Rafi Young und Todd Keane haben nichts miteinander gemeinsam, außer der kleinen Insel, auf der sie Leben.
Die Perspektive wechselt zwischen den vier Protagonisten.

Evie taucht, um mehr um die Mantras zu erfahren, Ina sucht nach Material aus dem Meer für ihre Kunstwerke, Rafi liebt Bücher und Todd ist ein Nerd. Jeder dieser Charaktere ist einzigartig, gut ausgearbeitet und füllt seine Rolle in der Handlung perfekt aus.
Der Schreibstil von Richard Powers ist kraftvoll und sprachgewaltig.
Hier sitzt jeder Satz und jedes Wort.

Die Fragilität unserer Welt ist erschreckend und dennoch steckt auch Hoffnung in diesem Buch. Durch die unterschiedlichen Charaktere werden verschiedene aktuelle Themen wie die Verschmutzung des Wassers und der technologische Fortschritt in die Geschichte mit eingebunden.

Das Buch ist kaum in Worte zu fassen, da hier unendlich viel Wahres und Aktuelles zwischen den Zeilen steckt. Dadurch erfordert es ein wenig Konzentration und dennoch hat mich das Buch so gefesselt, das ich es innerhalb kürzester Zeit gelesen habe.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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Aktuell, fesselnd & außergewöhnlich
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Ein intensives Buch voller Emotionen

Between My Worlds von Basma Hallak

„Between My Worlds“ ist der erste Band der Romance-Dilogie und das Debüt von der Autorin und Buchbloggerin Basma Hallak.
Kalima ist Fotografin und ihre erste Ausstellung endet mit einem Shistrom. Um diesen zu entkommen macht sie sich auf den Weg von Berlin nach Island.
Dort lernt sie Nói kennen, der vorübergehend das Lokal seiner Eltern führt und Blumen mag.

Die beide spüren direkt eine tiefe Verbundenheit zueinander.

Mit Kalima und Nói hat die Autorin zwei wirklich tolle Protagonisten geschaffen. Da die Story im Wechsel aus der Perspektive von Kalima und Nói erzählt wird, werden die Gefühle beider gut und nachvollziehbar transportiert. Lima steht allerdings im Vordergrund und der Kontrast ihrer inneren Zerrissenheit und äußeren Stärke hat mich sehr berührt.
Der Schreibstil von Basma Hallak ist sehr intensiv, einfühlsam und voller Emotionen, aber auch humorvoll und leicht, so dass ich mich beim Lesen einfach wohl gefühlt habe. Es macht Spaß in das Leben der Charaktere einzutauchen, dabei die kleinen und großen Alltagsprobleme zu erleben und die grandiose Kulisse von Island mit Wörtern aufgemalt zu bekommen.
Inhaltlich geht es um aktuelle und wichtige Themen wie Vorurteile, der Suche nach Identität, Unsicherheit, Rassismus, Hass, Ablehnung, Social Media und mehr, die zum Nachdenken anregen.
Auch wenn es sich hier um den ersten Teil einer Romance-Dilogie handelt und durchaus romantische Elemente enthalten sind, liegt der Schwerpunkt auf Limas Leben, ihrer Kultur und Religion.
Durch den wunderschönen farbigen Buchschnitt, die gelungenen Illustrationen zum Kapitelbeginn und treffende, aussagekräftige Kapitelüberschriften, die neugierig machen, ist das Buch in sich rund und stimmig. Hier passt einfach alles zusammen.
Das Buch bietet viel mehr als Romantik und Unterhaltung. Es berührt, ruft intensive Gefühle hervor, regt zum Nachdenken an und hat wundervolle Protagonisten, von denen ich einfach mehr erfahren möchte. Nun kann ich es kaum noch erwarten bis Band zwei - „Between Your Memories“ im November 2024 erscheint.

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Ein intensives Buch voller Emotionen
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Intensiv - poetisch - ehrlich

Als wir Schwäne waren von Behzad Karim Khani

„Als wir Schwäne waren“ ist ein aufrüttelnder Roman über Ankunft und Heimat des iranischen Autors und Journalisten Behzad Karim Khani.

Reza ist zehn Jahre als er mit seinen Eltern aus dem Iran nach Deutschland flieht. Die Familie wird in einer Siedlung im Ruhrgebiet einquartiert. Die Wohnung ist marode und in der tristen Umgebung sind weitere Migranten untergebracht.

Gewalt, Kriminalität und Alltagsrassismus sind alltäglich.
Rezas Eltern sind gebildet, aber da ihre Abschlüsse nicht anerkannt werden, bekommen sie keine entsprechende Arbeit.
Reza ist klug, lernt schnell deutsch und kann sogar ein Gymnasium besuchen. Aber dennoch lebt er in einem Viertel, in dem Gewalt vorherrscht, in dem jeder Tag ein Überlebenskampf ist und aus dem es kein Entkommen gibt.

Der Schreibstil von Behzad Karim Khani ist einzigartig. Die Sätze sind kurz und knapp, seine Sprache sehr präzise und dennoch poetisch. Er versteht es die Wut und den Schmerz des Protagonisten spürbar zu machen. Seine Erlebnisse sind erschreckend und die Schwierigkeiten der Integration werden deutlich.
Die kulturellen Unterschiede sowie die daraus resultierenden Probleme werden gut dargestellt.
Rezas Beobachtungen sind treffend und hier sitzt wirklich jeder Satz und jedes Wort.

Obwohl das Buch gerade einmal 192 Seiten stark ist, enthält es unglaublich viel. Dabei geht es nicht nur um das Leben von Reza, sondern um Gewalt, Kriminalität, Integration, Heimat, Ankommen, Alltagsrassismus, kulturelle Unterschiede und vieles mehr.

Auch wenn ich nicht mit allem was der Autor schreibt übereinstimme, finde ich das Buch großartig, da es wichtige, aktuelle Themen aufgreift und einfach genial geschrieben ist.

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Intensiv - poetisch - ehrlich
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Eine Lebensgeschichte mit Einblicken in historische Begebenheiten

Der Blick reicht weit zurück von hier von Klaus Ulaszewski

„Der Blick reicht weit zurück von hier“ ist ein Roman des in Essen lebenden Autors Klaus Ulaszewski.

Joseph ist inzwischen 91 Jahre und erinnert sich an sein Leben. Er wurde 1929 zur Zeit der Weltwirtschaftskrise in Thorn geboren und wächst bei seinen Großeltern auf. Anhand seiner Lebensgeschichte wird hier die Vergangenheit lebendig.

Der Schreibstil von Klaus Ulaszewski liest sich angenehm und leicht. Inhaltlich ist das Buch weniger leicht, da die Ereignisse von den Kriegsjahren und dem Regime der Nazis geprägt sind.
In dem Roman wird anhand des Einzelschicksals von Joseph ein Stück deutsche Zeitgeschichte der knapp letzten 100 Jahre lebendig. Die geschichtlichen Hintergründe werden hier gut dargelegt und sind eng mit seinem Leben verbunden.

Auch wenn es sich bei dem Protagonisten um eine fiktive Person handelt, die Ereignisse sind es nicht. Es sind wahre Begebenheit, die berühren und erschrecken und die anhand von Joseph zeigen, dass es trotz der tragischen Ereignisse möglich ist, ein ausgefülltes Leben zu führen.

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Eine Lebensgeschichte mit Einblicken in historische Begebenheiten
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Unterhaltsames aus der die Brooklyner High Society

Pineapple Street von Jenny Jackson

„Pineapple Street“ ist das Debüt der in Brooklyn lebenden Autorin Jenny Jackson.

Handlungsort ist eine der begehrtesten und reichsten Wohngegenden in New York City, die Pineapple Street in Brooklyn Heights.
Chip und Tilda haben drei Kinder: Darley, Cord und Georgiana.
Darley ist mit dem erfolgreichen Malcom verheiratet.

Die beiden haben zwei Kinder.
Cord hat die Künstlerin Sasha geheiratet, die aus der Mittelschicht stammt und
Georgina ist unglücklich verliebt.

Die Charaktere werden authentisch dargestellt. Es gibt kein schwarz oder weiß, sie sind facettenreich, haben liebenswerte Züge, aber auch negative Eigenschaften und Ansichten.

Die Kapitel werden im Wechsel aus Darleys, Sashas und Georgianas Perspektive erzählt.
Mir gefiel dieser Wechsel sehr, da er einen guten und abwechslungsreichen Überblick über die Ereignisse gegeben hat und gleichzeitig die Entwicklung der Charaktere gelungen darstellte.
Im Grunde dreht sich die Handlung permanent um Beziehungen und Geld, entweder ganz offensichtlich oder auch im Hintergrund. Aber alle Probleme lassen sich eben nicht mit Geld lösen.

Der Schreibstil der Autorin ist lebendig, humorvoll und lässt sich angenehm leicht lesen, zeigt aber auch kritische Perspektiven auf.

Der Roman ist leichte Unterhaltung, kann aber auch durchaus zum Nachdenken über die Macht des Geldes, Erwartungen an Frauen, Familienstrukturen und -dynamiken anregen.
Ich habe das Buch gerne gelesen, kann es empfehlen und bin gespannt auf weitere Werke der Autorin.

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Ein Stück Nachwendezeit

Verlassene Nester von Patricia Hempel

„Verlassene Nester“ ist ein Roman der Autorin Patricia Hempel, in dem sie das Lebensgefühl der Menschen im Grenzgebiet in der Zeit nach der Wende darstellt.

Die Handlung beginnt im Sommer 1992 im ehemaligen Elbe-Grenzgebiet. Die dreizehnjährige Pilly lebt mit ihrem Vater in einem trostlosen Wohnkomplex zwischen einem stillgelegtem Betonwerk und einer Kaserne.

Ihre Mutter ist verschollen.
Philly fehlt der Halt und den sucht sie auf dem Spielplatz bei Katja und Bine, die ein wenig älter sind als sie. Die beiden lassen sie mitspielen, aber von wirklicher Freundschaft kann hier keine Rede sein, es ist vielmehr ein Machtspiel.
Aber nicht nur Pilly sucht Halt, auch die Erwachsenen sind so kurz nach der Wende entwurzelt.

Der Schreibstil der Autorin ist schnörkellos und authentisch. Sie versteht es die Atmosphäre und das Lebensgefühl der Menschen gut darzustellen. Da die Anzahl der Charaktere von Beginn an recht hoch ist, habe ich ein wenig gebracht, um in die Handlung hineinzukommen.
Die Handlungsstränge wechseln von Kapitel zu Kapitel. Diese haben eine angenehme Länge, es sind 27 auf nur 304 Seiten.

Auch wenn das Buch weniger historisches Hintergrundwissen vermittelt als ich erwartet habe, fängt es den Zeitgeist und das Leben der Menschen im Grenzgebiet gut ein. Verstärkt wird dies durch typische ostdeutsche Begriffe, die ich allerdings nachschlagen musste, da sie für mich nicht selbsterklärend waren.

Mir gefiel, dass hier insgesamt viele verschiedene gesellschaftskritische Themen und Konflikte angesprochen wurden und auch mit ihren Wendungen in der Handlung konnte mich die Autorin überraschen. Einige Stellen habe ich als ein wenig langatmig empfunden und ziehe deswegen bei meiner Bewertung einen Stern ab.

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W.I.T.C.H. im neuen Design

WITCH - Das Herz der Freundschaft von Disney

„W.I.T.C.H. - Das Herz der Freundschaft“ ist eine Neuinterpretation der Ursprungsgeschichte, in der die Wächterinnen in die Gegenwart versetzt werden.

W.I.T.C.H. das sind die magischen Wächterinnen Will, Irma, Taranee, Cornelia und Hay Lin. Außerdem gibt es noch Elyon, die mit ihrem Adoptiveltern in Heatherfield lebt.

In ihr schlummern magische Kräfte, die es zu stoppen gilt. Dafür werden W.I.T.C.H. mit der Kraft der vier Elemente ausgestattet.

Mir gefiel der Einstieg, in dem die unterschiedlichen Charaktere jede für sich vorgestellt werden. So bekommt man direkt ein gutes Bild von ihnen, was es einfacher macht der Handlung zu folgen.

Das Buch ist im Mangastil illustriert und jede einzelne Seite ist mit viel Liebe zum Detail gestaltet worden. Das macht die Ereignisse lebendig und spannend.

Wer W.I.T.C.H. bereits kennt, wird schnell merken, dass hier neue Charaktere hinzugekommen sind und auch die altbekannten einige Änderungen erfahren haben. Auch im Witch-Universum Kandrakar gibt es einige Veränderungen.

Die Story ist in sich abgeschlossen, macht aber Lust auf weitere Abenteuer mit Will, Irma, Taranee, Cornelia und Hay Lin.

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Auf der Suche nach der Liebe

Im Warten sind wir wundervoll von Charlotte Inden

„Im Warten sind wir wundervoll“ ist ein Roman, der auf einer wahren Begebenheit beruht, der in Karlsruhe lebenden Autorin und Redakteurin Charlotte Inden.

In dem Roman geht es um Luise und ihre Enkelin Elfie.
Fräulein Luise Adler hat im Krieg alles verloren, ihre Familie und ihr Zuhause.
Durch den War Brides Act ist ausländischen Angetrauten und Verlobten US-amerikanischer Soldaten die Einreise in die USA erlaubt und so macht sich Luise 1948 auf den Weg nach New York.

Siebzig Jahre später steigt Elfie ebenfalls in ein Flugzeug um den Atlantik zu überqueren und ihre große Liebe zu heiraten. Sie ist aufgeregt und ängstlich. Im Flugzeug trifft sie auf den Reisejournalist Stephen und erzählt ihm von sich und ihrer Großmutter Luise.

Die Handlung besteht aus zwei Erzählsträngen, dem um 1948 und dem in der Gegenwart. Die Kapitel sind sehr kurz und der Wechsel zwischen den Zeiten erfolgt oft in kurzen Abständen. Zunächst hat mich das verwirrt, aber nachdem ich mich eingelesen hatte, konnte ich Elfies Berichten über die Vergangenheit ihrer Großmutter und ihr eigenes Leben, ihre Pläne und Ziele gut auseinanderhalten und folgen.

Luises und Elfies Handeln ist motiviert durch die Liebe und die Story um die beiden Frauen ist einfach zauberhaft erzählt.
Der Schreibstil von Charlotte Inden ist lebendig und ich konnte die Gefühle und Gedanken ihrer Charaktere gut nachvollziehen.

Über die War Brides und den War Brides Act wusste ich zuvor nichts und fand es ausgesprochen spannend dieses Stück Zeitgeschichte zu verfolgen.
In ihrem Nachwort verrät die Autorin, dass es das Fräulein Luise Adler selbst nicht gab, diese aber ein historisches Vorbild hat.

Mir hat dieser außergewöhnliche und gefühlvolle Roman sehr gut gefallen und ich kann ihn Lesern, die historische Romane mit realem Hintergrund und Liebesgeschichten mögen, nur empfehlen.

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Magisch & spannend

Royal Institute of Magic, Band 1 - Die Hüter der verborgenen Königreiche von Victor Kloss

„Royal Institute of Magic - Die Hüter der verborgenen Königreiche“ ist der erste Band einer Fantasy-Abenteuer-Reihe des Autors Victor Kloss.

Die Handlung beginnt im Dezember 1589. Michael James Greenwood wird - für sich überraschend - zu einem Treffen der Majestät der Queen gebracht. Er wurde für einen Test, bei dem es um eine Stelle am Royal Institute of Magic geht, ausgewählt.

Im Anschluss geht es in die Gegenwart und wir lernen den fast fünzehnjährigen Ben Greenwood kennen. Ben ist bei seinem Freund Charlie untergekommen, da Bens Eltern vor zwei Jahren verschwunden sind und man seitdem nichts mehr von ihnen gehört hat. Die Polizei hält sie für tot. Ben weiß aber mehr und macht sich gemeinsam mit Charlie auf die Suche. Dabei finden sie eine geheime Welt, in der Magie und magische Wesen existieren und treffen auf Natalie. Gemeinsam beginnt für die drei ein unglaublich spannendes Abenteuer in einer geheimen Welt, die von Königin Elizabeth I. entdeckt wurde.

Victor Kloss nimmt sich Zeit, um seine Charaktere einzuführen. Deswegen dauert es eine Weile bis die Story an Fahrt aufnimmt, die dann aber auch nicht mehr zu stoppen ist.
Mit unseren drei Protagonisten geht es in eine Welt voller Magie mit Drachen, Greifen, Pegasus, Kobolde und Elfen. Dabei wird es natürlich auch gefährlich, wodurch die Spannung stetig steigt, bis es zu einem aufregendem Finale kommt.

Ich habe dieses magische und fantastische Abenteurer geliebt und bin gespannt auf den nächsten Band mit Ben, Charlie und Natalie.

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Familienbeziehungen

Aus dem Haus von Miriam Böttger

„Aus dem Haus“ ist das Debüt der Autorin und Journalistin Miriam Böttger.

Die Eltern der in der Berlin lebenden Ich-Erzählerin haben ihr Haus in Kassel verkauft, um in eine kleinere Wohnung zu ziehen. Das Haus stand zeitlebens unter einem schlechten Omen, schon direkt nach dem Einzug stand für die Mutter fest, dass das Haus ihr Ruin ist und dass es dort keine Chance gab glücklich zu sein.

Egal was innerhalb der Familie passiert, das Haus war schuld. Mit dem Auszug müsste das Problem nun eigentlich gelöst sein.

Der Schreibstil von Miriam Böttger liest sich leicht und flüssig. Sie beschreibt das Familienleben der Ich-Erzählerin und gibt dadurch einen lebendigen Einblick in die Familienverhältnisse. Egal was passiert, am Ende war immer wieder in irgendeiner Form das Haus Schuld.

„Eigentlich ist jede Familie eine Sekte für sich“
Dem Satz kann ich nur zustimmen und der Aufbau der Geschichte bestätigt dies. Jede Familie ist etwas ganz Besonders, jedes Familiengefüge und die daraus resultierende Dynamik einzigartig.
Dennoch ist es eine Geschichte aus dem Alltag mit den Verrücktheiten und Schwierigkeiten, die das Leben mit sich bringt.
Der Autorin gelingt es gut, das Leben einer Familie mit all dem Chaos und den Emotionen einzufangen. Es gibt Unstimmigkeiten, es wird genörgelt, gemotzt und gelebt, wie es unzählige andere Familien auch tun.

In dem Roman können sich sicherlich alle Familien an der ein oder anderen Stelle wiedererkennen und das macht es einfach unglaublich unterhaltsam und amüsant.

Mich hat das Buch gut unterhalten, ich habe mehrfach gelacht, amüsiert gedacht, dass es nah an der Realität ist und auch Situationen gefunden, über die es sich lohnt nachzudenken.

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Familienbeziehungen