Kunden em pfehlungen
Rezensionen von BarbaraM:
Ein Generationenroman zum Lachen und Weinen
„Unter uns nur Wolken“ unter dem Pseudonym „Anna Pfeffer“ von Ulrike Mayrhofer und Carmen Schmit verfasst ist 2018 im Aufbau Verlag erschienen und umfasst in der Taschenbuchausgabe 288 Seiten.
Bei Florian wurde Alzheimer diagnostiziert, doch so richtig wahrhaben will er es nicht. Mit seiner grummeligen und berechnenden Art verscheucht er alle seine Pflegerinnen, die seinen Enkel Tom bei der Pflege von Florian unterstützen sollen.
Florian kommt an die Grenze seiner Kräfte und dann steht da plötzlich Anika vor der Tür und bewirbt sich für die wieder ausgeschriebene Stelle als Betreuung für Florian.
Die beiden Autorinnen haben hier gemeinsam einen tollen Schreibstil gefunden: flüssig, locker, leicht, unterhaltsam. Meine Seiten sind dadurch nur so dahingeflogen und ich habe das Buch sehr genossen. Ich habe mitgefiebert, mitgelacht und mitgeweint und ich konnte mich wunderbar in all die Charaktere hineinversetzen: in den grummeligen Florian, die verletzliche und taffe Anika und den hilflosen, liebenden, nicht-aufgebenden Tom.
Fazit: Ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter. Es hat mich gut unterhalten, hat mich schmunzeln lassen, nachdenklich gestimmt und im Augenwinkel saß auch die ein oder andere Träne. Das Thema „Demenz“ wird hier meiner Meinung nach locker angegangen und unterhält den Leser prima. Ein toller Roman!
Herrlich witzig zu lesen
Zarah & Zottel - Die Sache mit der gestohlenen Zeit von Jan Birck
Hausmeister Holzköppel hat jetzt wirklich genug von Zarah, Zottel und deren Freunden. Sie haben doch tatsächlich mit ihrem Fußball die Biomülltonne umgeschossen. Wo soll das nur enden? „Jetzt ist Schluss damit“, beschließt der Hausmeister und schnappt sich den Ball der Kinder nicht ohne einen letzten Kommentar zu hinterlassen: „Ihr stehlt mir meine Zeit!“ Das bleibt Zarah, Zottel und den Freunden im Gedächtnis und nach kurzer Zeit beschließen sie, sowohl den Ball zu suchen, als auch die gestohlene Zeit zu finden.
Mit seinem Buch „Die Sache mit der gestohlenen Zeit“ ist Jan Birck eine humorvolle und lesenswerte Geschichte aus der Reihe „Zarah und Zottel“ gelungen, die im Sauerländer Verlag erschienen ist und in der gebundenen Ausgabe 64 Seiten umfasst. Dieses Buch ist der zweite Band und mittlerweile gibt es bereits einen weiteren.
Die Geschichte ist in einer kindgerechten, witzigen und leicht zu lesenden Sprache geschrieben. Aufgrund der kurz eingeteilten Textabschnitte ist es wunderbar für Leseanfänger geeignet.
Jan Birck ist gleichzeitig auch der Illustrator des Buches und man erkennt an seinen witzigen, detailgetreuen Zeichnungen, dass ihm das Zeichnen sehr viel Spaß macht.
Inhaltlich beschäftigt sich die Geschichte mit der Thematik der von Erwachsenen sogenannten „gestohlenen Zeit“. Mit Kinderaugen beleuchtet dies Jan Birck und es gelingt ihm auf sehr witzigem und kindgerechtem Niveau.
Fazit: Wir sprechen eine Leseempfehlung für Jungen und Mädchen ab 5-6 Jahren aus. Es eignet sich auch prima als Geschenk.
Meine beiden Kinder haben dieses Buch sehr gerne gelesen und mir als Mama hat es ebenfalls richtig gut gefallen. Jan Birck hat einfach einen umwerfenden Schreib- und Zeichenstil!
Eine liebevolle Gute-Nacht-Geschichte für die Kleinsten
Klopf! Klopf! Komm herein, keiner bleibt heut Nacht allein! von Jan Birck
„Klopf! Klopf! Komm herein, keiner bleibt heut Nacht allein!“ von Linda Ashman ist 2018 in der deutschen Ausgabe im Verlag arsEdition erschienen. Das Pappbilderbuch umfasst 32 Seiten und hat eine Größe von ca. 20 x 20cm.
Auf der Suche nach einem warmen Bett an einem kalten Winterabend klopfen allerhand Tiere bei Till an die Tür.
Er hat für jedes Tier einen Platz in seinem Bett und letztendlich schlafen alle fest aneinander gekuschelt ein. Eine liebevoll erzählte Geschichte!
Die Geschichte ist in Reimform verfasst und lädt Kinder ab 2-3 Jahren sicherlich auch aufgrund der wiederkehrenden Verse ein, bald mitzusprechen.
Der Schreibstil ist einfach, kindgerecht und flüssig zu lesen.
Passend zum Text sind im Buch schöne detailgetreuen und liebevoll gezeichneten Illustrationen von Chuck Groenink zu finden.
Wer auf der Suche nach einer schönen Gute-Nacht-Geschichte für die Kleinsten ist, kann hier beherzt zuschlagen.
Mich persönlich hat es auch sehr an das Buch „Es klopft bei Wanja in der Nacht“ von Tilde Michels erinnert.
Ehrlich, berührend, erschreckend!
Die verlorene Schwester von Linda Winterberg
„Die verlorene Schwester“ von Linda Winterberg ist 2018 im Aufbau Verlag erschienen. Es umfasst in der Taschenbuchausgabe 448 Seiten und wird auf der Grundlage historischer Ereignisse der Verdingkinder in der Schweiz erzählt.
Die Autorin Linda Winterberg erzählt in ihrem Buch auf sehr berührende Art und Weise die Geschichte der Mädchen Marie und Lena, die im Jahre 1969 nach dem Tod ihres Vater der Mutter weggenommen und in die Obhut der schweizerischen Fürsorge gegeben werden.
Schon nach kurzer Zeit werden die beiden Mädchen getrennt und müssen nun als sogenannte „Verdingkinder“ bei Pflegefamilien leben. Lena kommt auf einen Bauernhof. Sie muss dort sehr hart schuften und erfährt viele qualvolle Ereignisse. Marie kommt bei einer Familie unter, die einen Blumenladen besitzt und beginnt eine Lehre als Floristin. Anfangs fügt sie sich dort gut ein, aber als sie ihre große Liebe kennen lernt, überschlagen sich die negativen Vorkommnisse auch bei ihr.
Viele Jahre später erfährt Anna, eine schweizerische Investmentbankerin, eines Tages, dass sie als Kind adoptiert wurde und macht sich auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter. Und hier laufen die beiden Stränge der Geschichte zusammen.
Linda Winterberg schafft es das sehr wichtige und erschreckende Thema der Verdingkinder in der Schweiz gekonnt anzugehen. Ihr Buch lässt sich trotz des „harten“ Themas leicht und flüssig lesen und ich konnte mich als Leserin sehr gut in die fein ausgearbeiteten Charaktere der Geschichte einfühlen.
Mir wurde während des Lesens erschreckend bewusst, vor welch kurzer Zeit, solch schreckliche Dinge mit den Verdingkindern passiert sind und ich wage es mir nicht auszudenken, wie viele Menschen heute noch darunter leiden.
Ich spreche eine absolute Leseempfehlung für dieses Buch aus, das bei jedem Leser sicherlich lange nachwirken wird.
Schöne Kurzgeschichten zur Adventszeit!
Advent, Advent … von Renate Blaes
Auf dem Hörbuch „Advent, Advent“ von Renate Blaes sind neun ganz unterschiedliche Geschichten zur Weihnachtszeit zu finden. Die Geschichten handeln von frisch Verliebten, Freunden, einem Witwer, Tieren, einem kleinen Jungen usw. Sie laden zum Schmunzeln, aber auch zum Nachsinnen und manchmal auch zum Wundern ein.
Meine Lieblingsgeschichte war die eines Witwers, dem seine erst verstorbene Frau zu Weihnachten sehr fehlt. Er reist zu seiner Tochter, verbringt dort das Weihnachtsfest und macht auf seiner Rückreise mit der Bahn eine für ihn ganz wundervolle Entdeckung.
Renate Blaes gelingt es in ihren Geschichten, ganz unterschiedliche Situationen auf den Punkt zu bringen und sie schafft ganz sensibel wunderbare Atmosphären.
Ich bin davon beeindruckt, wie schön und angenehm Dominic Kolb die einzelnen Geschichten liest. Als Leser konnte ich den einzelnen Geschichten sehr gut folgen und Dominic Kolb hat die Atmosphäre der einzelnen Geschichten wunderbar eingefangen.
Das Hörbuch „Advent, Advent“ ist 2018 erschienen und hat eine Laufzeit von insgesamt 72 Minuten.
Fazit:
Eine schöne und kurzweilige Hörreise zur Adventszeit.
Sicherlich werde ich den einzelnen Geschichten der CD noch öfters lauschen.
Absolut hörenswert! Eine unfassbar tolle Weihnachtsgeschichte!
Das letzte Schaf von Ulrich Hub
Das Hörbuch „Das letzte Schaf“ von Ulrich Hub ist 2018 im Silberfischverlag erschienen und umfasst 1 CD mit einer Laufzeit von 56 genialen und hintersinnigen Minuten. Gesprochen wird die Geschichte von Autor selbst.
Doch um was geht es?
Eine Schafherde vermisst eines Nachts ihre Hirten und ganz aufgebracht machen sie sich auf den Weg zum Kind in der Krippe, denn sie haben in Erfahrung gebracht, dass dort wohl auch ihre Hirten zu finden sind.
Auf dem Weg dorthin passieren ganz unterschiedliche Sachen und irgendwann kommt auch die Frage auf „Was schenken wir denn dem Kind in der Krippe?“. Eine Lösung wird gefunden – mehr wird nicht verraten.
Ulrich Hub spricht die Geschichte so toll: spannend, lustig und originell!! Er schlüpft gekonnt in jede Rolle ob zahnspanngentragendes Schaf, Ziege, Esel, Wolf usw. und man merkt, dass ihm die "Arbeit" richtig Spaß gemacht hat.
Fazit: Meine Tochter und ich sind total begeistert. Wir haben immer wieder geschmunzelt und gelacht beim Hören und konnten einfach nicht genug bekommen.
Die Weihnachtsgeschichte so humorvoll und hintersinnig von Ulrich Hub interpretiert, ist wirklich ein tolles und ganz wunderbares Hörabenteuer.
Wir empfehlen es sehr gerne für Leute ab 8 Jahren weiter!
Fröhliche Weihnachten!
Ein absolut lesenswerter Leseadventskalender!
Ein Löwe unterm Tannenbaum von Kramer Irmgard
Wer nach einer Alternative zu dem gigantischen Angebot an Schoko- und Plastikmüll-Adventskalendern sucht, der wird hier seine helle Freude haben!
„Ein Löwe unterm Tannenbaum“ von Irmgard Kramer ist 2018 im Loewe-Verlag erschienen und umfasst als Leseadventskalender natürlich 24 Kapitel auf 144 Seiten.
Wieder einmal ist der kleine Löwe in seiner Kiste im Spielwarengeschäft am 1. Dezember aufgewacht und auch dieses Mal ist es seine Aufgabe, bis zum 24. Dezember jemanden zu finden, der ihn wirklich lieb hat. Nur dann wird es passieren, dass er für immer lebendig bleibt. Ritchie, ein etwas motziger, in die Jahre gekommener Rockmusikstar, kauft den Löwen und es wird für den kleinen Löwen alles andere als leicht Ritchies Herz für sich zu gewinnen. Doch lest einfach selbst und erfahrt, welche Überraschung dann auch noch am Ende wartet!
Der Schreibstil von Annette Lange ist kindgerecht, einfach und flüssig zu lesen. Jedes Kapitel umfasst ungefähr sechs bis sieben Seiten. Die schönen detailgetreuen und farblich einheitlichen Bilder von Carola Sturm untermalen und ergänzen die Geschichte um den Löwen ganz wunderbar.
Von meinen Kindern und mir gibt es eine absolute Lese- und Kaufempfehlung. Das Buch ist zum Vorlesen sicherlich für Kinder ab 5 Jahren geeignet und zum Selberlesen ab 7 oder 8 Jahren.
Es eignet sich in meinen Augen auch ganz prima als Vorleseadventskalender in einer 2. Grundschulklasse oder überhaupt als Alternative zu den süßen Kalendern in jedem Haushalt mit altersentsprechenden Kindern. Ein wirklich schöner und lesenswerter Leseadventskalender!
Ein außergewöhnliches, wunderschönes und absolut lesenswertes Bilderbuch!
Wer das Christkind beschützte von Kramer Irmgard
„Wer das Christkind beschützte“ von Annette Lange ist 2018 im Coppenrath-Verlag erschienen und umfasst 40 Seiten.
Die kleine Spinne macht sich ganz unbedarft gemeinsam mit Josef und Maria auf die Reise nach Bethlehem und das zwischen den Ohren des Esels. Dort spinnt sie nämlich gerade ihr Netz.
Sie ist so sehr mit dem Wirken ihrer Spinnfäden beschäftigt, die leider immer wieder zerstört werden, dass sie das Wunder der Heiligen Nacht zunächst überhaupt nicht bemerkt. Aber schon bald kann sie ganz in Ruhe ein wunderbares Netz spinnen, das gleichzeitig einen schützenden Effekt für die Heilige Familie hat.
Der Schreibstil von Annette Lange ist kindgerecht, einfach und flüssig zu lesen. Die schönen detailgetreuen und farblich einheitlichen Bilder von Ute Simon untermalen und ergänzen die Geschichte um die kleine Spinne ganz wunderbar.
Die Spinnfäden sind im Buch sogar mit einem Glitzereffekt versehen und haben meine Kinder sofort zum Nachspuren mit dem Finger angeregt. Als das wunderbare Spinnennetz vor der Höhle im Buch erschienen ist, haben wir einfach nur gestaunt und dann waren viele "Ohhhhs" zu hören.
Dieses Buch werden wir sicherlich noch ganz oft in die Hand nehmen.
Von meinen Kindern und mir gibt es eine absolute Lese- und Kaufempfehlung. Das Buch ist zum Vorlesen sicherlich für Kinder ab 3 Jahren geeignet und zum Selberlesen ab 6 Jahren.
Rasant, geheimnisvoll und wunderschön!
Das Buch der seltsamen Wünsche 2. Der 13. Wunsch von Angie Westhoff
Finn und seine Freunde beschließen, ein Wünsche-Buch zu schreiben. Jedoch handelt es sich nicht einfach um materielle Wünsche, sondern es geht darum, dass die Freunde zusammen ganz unterschiedliche Wunscherlebnisse erleben und dadurch auch erfüllen. Aber mehr wird zu den Wünschen nicht verraten! Jedenfalls haben Finn und seine Freunde das Buch eben gerade fertig gestellt, und da wird es ihnen schon von einer anderen Bande geklaut.
Werden nun die Wünsche erfüllt? Oder nicht?! Und was ist denn nun eigentlich der 13. Wunsch? Selber lesen! Unbedingt!
Mit ihrem zweiten Band „Der 13. Wunsch“ aus der Reihe „Das Buch der seltsamen Wünsche“ ist Angie Westhoff ein wunderbares geheimnisvolles und lesenswertes Abenteuer gelungen, das im Oetinger Verlag erschienen ist und 265 Seiten umfasst.
Der Schreibstil der Autorin ist so toll: flüssig, rasant, abwechslungsreich und absolut kindgerecht. Meine beiden Kinder und ich konnten uns richtig gut in die Handlung und die einzelnen Personen hineinversetzen.
Die Handlung ist in sich stimmig, lädt zum Mitfreuen und -fiebern ein und Themen wie Freundschaft, Zusammenhalt, Akzeptanz und Respekt werden gekonnt - ohne den Zeigefinger zu erheben - angegangen.
Wir haben die einzelnen sehr facettenreichen Charaktere sofort ins Herz geschlossen und würden uns über weitere Bände riesig freuen.
Fazit: Wir sprechen eine absolute Kaufempfehlung aus für Jungen und Mädchen ab 10 Jahren, die ein spannendes, actionreiches und lustiges Freundschaftsabenteuer erleben wollen.
Lesespaß ist hier 100%ig garantiert.
Ein schöner Einführungs-Schatz!
Hildegards Schatzkiste von Hildegard von Bingen
„Hildegards Schatzkiste – Kräuterwissen, Rezepte und Heilsames für die Seele“ ist 2018 im Verlag Herder GmbH erschienen. Es umfasst 144 Seiten im Kleinformat.
Die Herausgeberin Maria Regina Kaiser hat in diesem Büchlein viel Wissenswertes über und von Hildegard von Bingen zusammengetragen.
Der Leser findet Informationen zu Hildegard von Bingens Leben und Wirken, aber auch ihre Einsichten zu Gott, Mensch und der Welt, über Männer und Frauen, Lebensführung und Wohlergehen, gesunde Ernährung, Ratschläge für Pädagogen, Politiker Manager und Eheleute, Rezepte für ein erfülltes Leben und Lieder und Lobpreis.
Fazit: Ein kleines, feines Büchlein, das ich gerne gelesen habe und sicherlich noch oft in den Händen halten und nachlesen werde, weil viele der Ansichten der Nonne auch heute noch Gültigkeit besitzen und über die es sich meiner Meinung nach lohnt, nachzudenken.
Es gibt einen kurzen Abriss über das Kräuterwissen, Rezepte und Lebensweisheiten der Hildegard von Bingen.
Gut gefallen hat mir, dass viele Texte im Original abgedruckt sind.
Meiner Meinung ist es auch prima als eine Kleinigkeit zum Verschenken für einen lieben Menschen geeignet, aber auch zum Selberlesen.










