Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lotta:
Wichtiges Thema, aber etwas zu viel des Guten
Spinster Girls - Was ist schon normal? von Holly Bourne
Evie möchte nichts anderes als ein normales Leben führen. Schließlich hat sie die letzten drei Jahre eher weniger normal mit einer Krankheit voller Zwänge inklusive Aufenthalt in einer Psychiatrie verbracht. So ist es für sie einfach nur Klasse auf der neuen Schule direkt Anschluss zu finden.
Der Schreibstil lässt sich sehr leicht und angenehm lesen, die kurzen Kapitel verleiten einen schnell dazu weiter zu lesen als eigentlich zeitlich geplant.
Gerade den Erzählstil finde ich erwähnenswert, da Evie aus ihrer Sicht erzählt und zeitweise auch eher Tagebuch führt. Ihre Gedanken, Gefühlte und Probleme kommen so viel deutlicher hervor, als in anderen Büchern aus der Ich-Perspektive. Was natürlich auch dazu führt, dass man sich manchmal fragt, wo eben dieser Gedanke oder jener nun herkommt und wie man da bitte schön drauf kommt. Doch mit einer noch nicht überwundenen Krankheit ist das alles nicht so einfach...
Eigentlich gibt es nicht nur ein wichtiges Thema in diesem Buch, sondern gleich zwei, zum einen, dass Normalsein wirklich schwierig ist und es fraglich ist, ob es überhaupt ein Normal gibt. Dies wird besonders durch die verschiedenen Charaktere und ihre Art zu Handeln dargestellt.
Das zweite wäre dann Feminismus, jedoch durch die erst 16 Jahre alten Charaktere sehr auf ihren Alltag bezogen. Dahinter stecken Ideen, auf die ich persönlich so nie gekommen wäre.
Leider hat sich Evies Story die letzten etwa 100 Seiten etwas gezogen, die Handlung war nicht immer fesselnd, da oftmals sehr identische Dinge passiert sind. So komme ich insgesamt auf 3 von 5 Sternen.
Emanzipation fehlgeschlagen
Dream Maker - Sehnsucht von Audrey Carlan
Parker Ellis leitet mit seinen beiden Freunden die Agentur International Guy, welche Frauen hilft erfolgreicher zu werden. Dazu besucht er die Frauen und lernt sie sehr genau kennen.
Nachdem ich Calendar Girl teilweise verschlungen hatte, habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut. Es klingt vom System her ähnlich, nur ein Tausch der Geschlechter wurde vorgenommen.
Im Großen und Ganzen kann man es auch so beschreiben, aber die besuchten Frauen werden meist nur Oberflächlich beschrieben und ohne diese tollen männlichen Geschöpfe würden sie wohl untergehen und das in Sachen Finanzen, Liebe, Kleidung, Haar und Make up. Einmal rundum Programm bitte!
Emanzipation fehlgeschlagen kann ich dazu nur sagen.
Der Schreibstil war mir daher schon bekannt, lässt sich locker leicht lesen, jedoch glaube ich, dass die Übersetzerinnen teilweise etwas daneben gegriffen haben in ihrer Wortwahl. So finde ich es unpassend wenn Männer Ende 20 sich mit feinster Jugendsprache unterhalten und der Kosename "mein Hübscher" klingt auch eher nach einem Pferd.
Paris war wirklich noch interessant, da es ab und zu tiefere Einblicke in den Charakter und das Leben von Sophie gab.
Bei Skyler aus New York sieht das ganze schon etwas anders aus, hier bleibt es recht oberflächlich und gefühlt kommen die beiden gar nicht aus dem Bett heraus.
Kopenhagen war dann zum Ende hin einfach überflüssig, kitschig und ich war wirklich kurz davor Christina mal den Hals umzudrehen.
Insgesamt eine wirkliche Enttäuschung. Nicht nur, dass diese Reihe als Calendar Girl Abklatsch gelten kann, sondern auch, wie die Frau in diesen Büchern dargestellt wird. So vergebe ich 2 Sterne.
Packender, unvorhersehbarer Thriller
Der Alphabetmörder von Lars Schütz
Jan Grall und Rabea Wyler übernehmen einen Fall in Jans Heimat. Nie wieder wollte er dorthin zurückkehren, doch nun werden Menschen auf grausame Art und Weise umgebracht. Ihnen wird ein Buchstabe des Alphabets tätowiert.
Geschrieben ist das Buch aus der Perspektive von Jan, wobei man durch seine Hypersensibilität zwischen durch denkt, dass er ganz schön einen an der Klatsche hat, aber so als Fallanalytiker ist das vielleicht auch gefordert, Mörder sind schließlich auch nicht normal.
An den Schreibstil muss man sich als Leser erst einmal gewöhnen, anfangs wirkt er etwas abgehackt, jedoch ermöglichen die kurzen Kapitel ein schnelles Lesen, sodass die Seiten nur so dahin fliegen.
Der Fall an sich ist wirklich spannend aufgebaut, so tauchen immer wieder neue Verdächtige auf, mal hält man sie für die Morde in der Lage, mal eher nicht. Denn auch für Fallanalytiker gibt es Grenzen...
Insgesamt ein packender, unvorhersehbarer Thriller, der für einige unterhaltsame Lesestunden gesorgt hat. So bewerte ich mit 4 von 5 Sternen.
Spannender Thriller mit vielen Wendungen
Der Alphabetmörder von Lars Schütz
Frankie ist Super Chief Detective bei der Dubliner Polizei. Gerade erst kann sie nach einer versuchten, aber gescheiterten Rettung wieder zum Dienst erscheinen. Schon gibt es die erste Leiche, Eleanor Costello hat sich erhängt. Doch war es überhaupt Selbstmord?
Ungewohnt für einen Thriller ist die Perspektive, so liest man aus der Ich-Sicht von Frankie und erlebt ihre Probleme nach ihrer Verletzung, Gedanken, die nach und nach versuchen das Puzzle rund um diesen Fall zu lösen und Gefühle sehr intensiv.
Überraschend gut hat mir auch das Verhältnis von ihr zu ihren Untergebenen und ihrem Boss gefallen. So scheint sie Respekt zu vermitteln, aber gleichzeitig wollen alle ihr zu arbeiten und helfen. Der Boss, Clancy, wirkt auch eher wie ein gute Freund, denn die Fallbesprechungen finden fast ausschließlich in einem Pub statt.
Das so skizzierte Arbeitsklima wirkt sehr angenehm, ist vielleicht an einigen Stellen etwas zu gut.
Zudem findet sich viel Ironie in den Dialogen, besonders auffallend in den spannungsgeladenen Szenen zum Ende hin, wenn es einem schon unter den Fingerspitzen juckt, wer denn nun der Täter ist...
Die Suche nach eben diesem Täter gestaltet sich für Frankie schwieriger als gedacht und so dauern die Ermittlungen mehrere Monate. Das die Zeit zwischen den Kapiteln nur so verrinnt, ist teilweise etwas eigenartig, da nicht wirklich etwas neues herausgefunden wird.
Dennoch ist es stehts spannend und auch überraschend, wer sich so alles als Verdächtiger auftut.
Insgesamt ein spannender Thriller mit vielen Wendungen, gerade was die Hintergründe betrifft. Doch hier möchte ich nichts vorweg nehmen. So bewerte ich mit 4 von 5 Sternen einen Thriller, der mir einige unterhaltsame Lesestunden beschert hat und phasenweise nicht aus der Hand zu legen war.
Toller Ausflug in eine magische Welt, doch fliegt dem Held zuviel zu.
Der Alphabetmörder von Lars Schütz
Dies ist der erste Band aus Maradaine. Vor dem Lesen sollte klar sein, dass die Geschichten in sich abgeschlossen sind.
Veranix Calbert ist gleichzeitig ein Student der Magie an der Universität von Maradaine und ein heimlicher Bekämpfer von Effite, einer Droge. Doch eines Tages stört er eine Übergabe und stielt das Diebesgut.
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Der Schreibstil entführt einen schnell in eine magische Welt, die nahezu komplett auf den Ort Maradaine begrenzt ist. Diese Stadt blüht dafür in den verschiedensten Farben. So werden die Straßen von Studenten und Straßengangs bevölkert. Gut ausgearbeitet sind die Unterschiede der Stadtteile.
Magie wird hauptsächlich in der Universität gelehrt, theoretisch wie auch praktisch. Ich finde es sehr schade, wenn an dieser Stelle Vergleiche zu Harry Potter gezogen werden, denn Gemeinsamkeiten gibt es meines Erachtens (außer, dass Magie im Spiel ist) nicht.
Den Großteil der Zeit begleitet man Veranix in seiner Perspektive und erfährt viel über sein Leben, nachts und auch tagsüber. Diese beiden Leben könnten unterschiedlicher nicht sein. Besonders gestört hat mich jedoch, dass Veranix ein Held ist, dem eindeutig zu viel zu fliegt. Es geht eigentlich immer alles gut, jeder hilft ihm (das Wort "Nein" kennt er wahrscheinlich nicht) und selbst wenn mal jemand nicht gut auf ihn zu sprechen ist, löst sich das recht schnell wieder in Wohlgefallen auf...
Insgesamt hat mir gerade die Stadt Maradaine und die Art und Weise, wie Magie hier vorkommt sehr gut gefallen. Aber Veranix hat wirklich zu viel Glück im Leben. So bewerte ich mit 3 von 5 Sternen und würde jedem, der einen Ausflug in eine außergewöhnliche Stadt sucht, dieses Buch empfehlen.
Auf der Jagd im Zoo mit viel Spannung
Nachtwild von Phillips Gin
Viele Nachmittag verbringt Joan mit ihrem Sohn im Zoo. Kurz vor Schluss will sie diesen verlassen, doch dann sieht sie Tote auf dem Boden liegen und hört Schüsse. Ein Wettlauf gegen die Jäger beginnt...
Der Schreibstil zieht einen schnell in seinen Bann und auch, wenn die Perspektiven ab und zu wechseln und Joan nicht aus der Ich-Sicht erzählt, wird viel Mitgefühl erzeugt und als Leser ist es fast unmöglich nicht mitzufiebern.
So ist vor allem das entstehende Bild eines Zoo Besuches mit in Gehegen lebenden Tieren und plötzlich ist der Besucher selbst eingesperrt sinnbildlich für die Jagd. Dazu kommen die Gefühle als Mutter von Joan gegenüber ihrem Sohn, kann sie andere Retten oder zählt nur Lincoln?
Viele Seiten dieses außergewöhnlichen Thrillers hielten Spannung und interessante Gedankenzüge bereit. Doch einige senkten das Leseerlebnis durch zu viel aus Vergangenheit der Charaktere und Gedanken, die nichts mit der aktuellen Situation zu tun haben.
Insgesamt eine Jagd im Zoo mit viel Spannung, die ich trotz den kleineren Makeln in des nur dreistündigen Geschehens mit 4 von 5 Sternen bewerte. Noch zu erwähnen ist das Cover, welches ein absoluter Eyecatcher durch den roten Geparden auf schwarzen Grund ist.
Feurig frostiger Auftakt
Nachtwild von Phillips Gin
Ruby ist ein Fireblood. Sie kann mit Feuer aus dem nichts beschwören, doch in ihrem Land sind Firebloods verhasst und lediglich Frostbloods erwünscht. Irgendwann ist es mit der Idylle vorbei und die königlichen Soldaten entdecken sie...
Der Schreibstil schlägt seine Leser sofort in seinen Bann und zieht einen hinein in eine kalte vor Armut triefende Welt.
Dabei bleibt kaum Zeit Ruby kennen zulernen, schon baut sich eine Spannungskurve auf.
Toll ausgearbeitet sind die vielen Fantasydetails der Fire- & Frostbloods, sowie die Welt an sich mit ihrer Geschichte und ihren Eigenarten.
Insgesamt ein feurig frostiger Auftakt, der Lust auf mehr macht. So bewerte ich mit 4 von 5 Sternen und freue mich auf den nächsten Band!
Grandios begonnen und enttäuschend beendet
Wonder Woman - Kriegerin der Amazonen von Leigh Bardugo
Diana ist eine Amazone. Sie lebt mit ihren Schwestern zusammen auf einer einsamen Insel und hat keinen anderen Wunsch als dazu zu gehören und von ihrer Mutter mehr Beachtung geschenkt zu bekommen. Ein Lauf soll dies ändern... Doch er verändert alles!
Die Idee bekannten Superhelden aus DC-Comics eigene Bücher zu geben ist einfach nur grandios.
So ist es endlich möglich auch als Nicht-Comic-Fan ihre Abenteuer zu erleben ohne sich gleich vor einen Fernseher setzen zu müssen. Das Abenteuer rund um Diana ist auch ohne Vorkenntnisse aus dem Film oder den Comics zu lesen.
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und skizziert kurz und präzise Umgebung und Charaktere. So entwickelt sich die Geschichte rasant. Doch leider wurde es ab einem gewissen Punkt etwas zu viel. Der vorher existierende Bann verliert seine Wirkung, die Spannung wird weniger und irgendwann taucht die Frage auf: Muss das jetzt sein?
Die Antwort ist: Scheinbar schon. Leider.
Insgesamt hat sich der Ausflug mit Diane gelohnt und nur ein enttäuschendes Ende genommen. So vergebe ich 3,5 Sterne und freue mich auf weitere Heldengeschichten aus dem DC Reich.
Naja ich weiß nicht, phasenweise wirklich gut, dann schleppend und ein paar Logikfehler gibt es auch
Wonder Woman - Kriegerin der Amazonen von Leigh Bardugo
Sechs Mädchen werden sechs Tage lang gefangen gehalten. Plötzlich sind sie wieder zu Hause. Doch was ist geschehen? Sie müssen schweigen...
Eine interessante und beängstigende Vorstellung, die Idee hinter dem Buch. Dazu noch das recht aktuelle Thema der Religion(sfreiheit).
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, anfangs ist eine Eingewöhnung notwendig, da er doch recht einfach gehalten ist.
Unterteilt ist das Buch in die Perspektive von Nara und kleine Einschübe eines "Du" und eines "Er". Gerade das Du war sehr interessant, so direkt angesprochen zu werden ist schließlich recht selten.
Naras Geschichte beginnt schleppend. Es dauert einfach ziemlich lange bis endlich der Klappentext eintritt, der bereits auf der ersten Buchseite durch einen Zeitungsartikel noch einmal in Erinnerung gerufen wird.
Die Gefangenschaft ist eine der spannendsten Phasen des Buches, denn anschließend finde ich das Verhalten von Nara für das gerade erlebte nicht immer nachvollziehbar. Dazu kommen einige Logikfehler. Die ich hier aufgrund von Spoilern nicht erwähnen möchte.
Insgesamt beruht das Buch auf einer guten Idee, doch die Umsetzung ist nur phasenweise gut gelungen und gerade die Logikfehler zum Ende hin, sowie das Ende selbst lassen mich etwas unzufrieden zurück. So bewerte ich mit 3 bis 3,5 Sternen.
Grandiose Fortsetzung mit unerwarteten Wendungen
Scythe - Der Zorn der Gerechten von Neal Shusterman
!Achtung, es handelt sich hierbei um den zweiten Teil von Scythe!
Die Einstellung gegenüber der Nachlese scheint das Scythetum zu spalten. Diese Auswirkungen sind Citra und Rowan bewusst. Nur Citra hat die Ausbildung bestanden und erregt mit ihrer Methode des Nachlesens für Aufsehen, während Rowan als Scythe Lucifer gegen die Scythe arbeitet.
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Die Leseprobe reicht vollkommen aus, um wieder vollständig in einer Möglichen Version der Zukunft einzutauchen. Neal Shusterman schafft es innerhalb weniger Sätze den Leser in seinen Bann zu ziehen und das Buch nicht mehr weglegen zu lassen.
Dabei wechseln die Perspektiven fröhlich hin und her. Zudem gibt - anders als noch in Band 1 - der Thunderhead meist an Kapitelenden Einblicke in sein Sein als KI. Gerade diese kurzen Abschnitte sorgen für unterschiedliche Meinungen, ich fand sie hoch interessant und mit sehr viel Feingefühl geschrieben.
Einige Dialoge und Reaktionen lassen den Leser selbst in den ernsthaftesten Szenen schmunzeln oder spiegeln die eigenen Emotionen nur zu gut wieder.
Die Charaktere machen wie schon im ersten Band eine unglaubliche Entwicklung durch, die man nicht immer glauben möchte...
Kurze vorhersehbare Momente, werden abgelöst von absolut unerwarteten Wendungen, die definitiv nicht immer erwünscht sind.
Insgesamt eine absolut grandiose Fortsetzung mit viel Spannung in einer sehr gut ausgearbeiteten dystopischen Welt. So bewerte ich dieses Leseerlebnis mit 5 von 5 Sternen und weiß nicht, wie ich die Zeit mit anderen Büchern füllen soll, bis 2019 endlich der nächste Teil erscheint...







