Kunden em pfehlungen
Rezensionen von manu63:
Grüne Goldgrube
Green Bonanza Rezepte für mehr Grün auf dem Tisch stammt von Mia Frogner und sie möchte damit Anregungen für mehr Gemüse auf dem Tisch geben.
Das Buch ist in mehrere Kapitel gegliedert und in diesem werden die verschiedenen Gemüse vorgestellt. Gleich darauf findet man passende Rezepte dazu.
Sehr gut fand ich die Erläuterungen zu den Themen „Richtige“ Ernährung und 13 Zutaten, die vielleicht erklärungsbedürftig sind.
Beim Thema „Richtige“ Ernährung wird kein mahnender Zeigefinder erhoben oder eine bestimmte Ernährungsweise als besonders gut oder schlecht herausgestellt, es geht vielmehr um das Essen selber und das es auch Genuss bedeuten soll. Auch die Vorstellung der zehn Dinge die in Mias Küche nicht fehlen dürfen fand ich reizvoll. Dabei geht die Autorin halt auf ihre Lieblingsküchenutensilien ein und warum sie dies so empfindet.
Bei den 13 Zutaten die vielleicht erklärungsbedürftig sind fand ich vieles das mir bekannt war und nur weniges was ich vorher gar nicht kannte.
Nun folgt der eigentliche Rezeptteil. Gut finde ich das immer das jeweilige Gemüse das in den Rezepten Hauptzutat sein darf kurz und informativ vorgestellt wird. Die Rezepte selber sind gut erklärt und fast alle Zutaten bekommt man problemlos in jedem Supermarkt oder auch Discounter. Nährwerte werden bei den Rezepten nicht angegeben und auch keine Gesamtzubereitungszeiten. Die Angaben für wie viele Personen es ausreichen soll stehen immer dabei. Die dazugehörigen Fotos vermitteln einen schönen Gesamteindruck und runden das Bild gut ab.
Am Ende des Buches findet sich noch ein Rezeptregister und ein Zutatenregister. Gerade das Zutatenregister finde ich gut, denn so kann ich schnell ein passendes Rezept finden wenn ich mal ein bestimmtes Gemüse zubereiten will. Fisch und Fleisch spielen in diesem Buch keine Rolle.
Für mich ein gelungenes Kochbuch mit vielen Informationen und schönen Rezepten das ich sicherlich auch verschenken werde an Kochbegeisterte Freunde.
Für ganz Neugierige stelle ich hier noch eine Liste der vorgestellten Gemüse zusammen:
Kartoffeln und Süßkartoffeln, Kohl, Blumenkohl und Rosenkohl, Linsen, Grünes, Tomaten, Tofu, Möhren und Rote Bete, Aubergine, Zucchini und Kürbis, Nüsse
Allein zu Haus
Der Traummann ist eine Kurzgeschichte aus der Feder der Autorin Bettina Wagner. Sie erzählt eine kurze Episode aus dem Leben von Sabine, Single und des Alleinsein überdrüssig. Durch das lesen von Kontaktanzeigen versucht sie ihren Traummann zu finden und was sie dabei erlebt, wenn sie die Traummännern der Realität trifft, lässt in ihre einen Entschluss reifen der mich am Ende überrascht.
Der Autorin gelingt es auf wenigen Seiten vier kurze und amüsante Begegnungen unter zu bringen die viele Facetten abdecken. Die einzelnen Etappen brachten mich zum schmunzeln, die Wortwahl war sehr gut gewählt und das Fazit von Sabine klar umrissen.
Die Kurzgeschichte ist einzeln und im Sammelband Alles Liebe erschienen.
Es geht weiter
Schwarze Ritter küsst man doch ist der zweite und abschließende Teil einer Dilogie der Autorin Susanne Keil. Diese Dilogie ist eine überarbeitete Fassung des bereits erschienenen Romans Wie der Teufel und das Weihwasser.
Hadelinde lebt mittlerweile am Hof des Comte Thibaud und hat sich mit Yolande, der Tochter des Comte aus erster Ehe angefreundet.
Sie denkt immer noch an Jerome und als ein Mord passiert und dieser Jerome zur Last gelegt wird, ist Hadelinde gefordert um seine Unschuld zu beweisen.
Das Buch beginnt mir einer guten Zusammenfassung des ersten Bandes Schwarze Ritter küsst man nicht und als Leserin war ich somit wieder mitten drin im Geschehen. Erzählt wird in einem flüssigen Schreibstil, wobei die Geschichte gerne straffer erzählt werden könnte. Die Dialoge und Beschreibungen ziehen das ganze in die Länge und lassen den Spannungsbogen immer wieder erschlaffen. Romantische Stimmung kommt zwischen Hadelinde und Jerome eher nicht auf und auch die Aufklärung des Mordes zieht sich. Das Ende kommt dann recht schnell und hat mir nicht so gut gefallen. Das letzte Szenario passt nicht zu einer Liebesgeschichte. Gut gefallen hat mir das Personenverzeichnis am Ende des Buches das mit einer Prise Humor gewürzt ist und auch die Erläuterung der historischen Hintergründe fand ich interessant. Insgesamt eine mittelprächtige Liebesgeschichte die Längen aufweist.
Zuviel Drama
Der große Fang ist Band fünf der Baseball Love Reihe der Autorin Saskia Louis und in meinen Augen der bisher schwächste. Erzählt wird die Geschichte von Ryan und Grace und ihren Problemen, die es ihnen schwer machen sich zu finden.
Herausgekommen ist dieses Mal eine Geschichte mit der ich nicht richtig warm werden konnte.
Es gab zuviel Drama, die Dialoge zogen sich und kreisten immer wieder um das Gleiche und auch die vorher bekannte Protagonisten konnten die Geschichte nicht aufpeppen. Ryan und Grace kreisten immer wieder umeinander und ich hatte den Eindruck das die Geschichte nicht vom Fleck kommt. Habe ich die vorherigen vier Bände in einem Rutsch gelesen so blieb dieses Mal das Buch immer mal wieder liegen, weil ich nicht brennend interessiert war wie es weiter geht. Der Schreibstil selber ist flüssig und gut lesbar, aber dieses mal waren die Dialoge recht verschlungen und ich konnte mit der Dramaqueen Grace nicht viel anfangen. Sie wirkte zu verkorkst und ihre Probleme aufgesetzt und für mich nicht nachvollziehbar.
Auch Ryan bekam für mich kein tieferes Profil, da blieb sehr viel an der Oberfläche und erst ziemlich zum Ende hin klärte sich seine Einstellung gegenüber Frauen ein wenig auf, indem man erfuhr was ihm genau widerfahren war. Für die nächsten Bände erhoffe ich mir mehr was wie in den vorherigen Bänden und nicht so viel verkorkstes Drama sondern mehr warmherzige Liebesgeschichte. Auch die wohl witzig gemeinten Wortneuschöpfungen die in den Sprachgebrauch einfließen sollen finde ich nicht sonderlich gelungen. Es ist für mich auf Dauer eher nervig wenn sich das durch jede Geschichte zieht.
Ein viktorianischer Krimi
Inspector Swanson und das Schwarze Museum von Robert C. Marley
Inspector Swanson und das schwarze Museum ist der vierte Band der Baker Street Bibliothek und stammt aus cder Feder des Autors Robert C. Marley. Einmal mehr lässt der Autor Inspector Swanson ermitteln und entführt die Leser ins viktorianische London und nach York. Statt in den wohlverdienten Urlaub zu fahren sieht sich Swanson plötzlich im Mittelpunkt um eine Ermordung eines Freimaurers und muss nun in den Reihen der eigenen Brüder ermitteln.
Der Autor erschafft ein plastisches Bild der viktorianischen Zeit und der Anfänge der Forensik. Immer wieder dachte ich, das ich die richtige Spur verfolgte um dann festzustellen, das der Autor mich geschickt auf eine falsche Fährte gelockt hat. Der Spannungsbogen wurde kontinuierlich gehalten und die Geschichte entwickelte sich facettenreich und unterhaltsam. Die Auflösung des Falles hielt noch einige Überraschungen für mich bereit und die Erklärung fand ich schlüssig. Im Laufe der Geschichte merkt man das der Autor Fan von Sherlock Holmes und Agatha Christie ist, allerdings muss man die Geschichten kennen um die subtilen Anspielungen zu verstehen. Obwohl es bereits der vierte Band der Baker Street Bibliothek ist und ich die Vorbände nicht kenne, hatte ich keine Probleme der Geschichte zu folgen.
Gibt es eine zweite Chance?
Inspector Swanson und das Schwarze Museum von Robert C. Marley
Kein Rockstar ist auch keine Lösung ist der erste Band der Rockstar Love Reihe der Autorin Sandra Helinski. Sie lässt den Leser teilhaben am Schicksal von Kira und Jan. Beide waren vor Jahren ein Paar, bis es zu einer enttäuschenden Situation für Jan kam und Kira ihren eigenen Weg gehen wollte. Nach Jahren treffen sie zufällig aufeinander und da Kira dringend einen Job braucht und die Band von Jan jemanden der ihre Sachen organisiert, wird der Versuch gestartet ob beide zusammen arbeiten können.
Dabei kommt es natürlich zu emotionalen Verwicklungen und dem Leser stellt sich bald die Frage gibt es für beide eine zweiten Chance oder nicht.
Die Autorin schreibt flüssig und lässt die Perspektive immer wieder zwischen den Protagonisten wechseln, so das ich als Leserin gute Einblicke in das Seelenleben der Charaktere bekommen habe. Atemlose Spannung kam nicht auf, es ist jedoch eine schöne Liebesgeschichte mit Verwicklungen und Missverständnissen. Einige Stellen hätte die Autorin straffer gestalten können, die Dialoge sind frisch und teilweise mit der nötigen Prise Humor versehen. Was mir nicht gefallen hat, sind die Dialoge mit Dialekt, aber das mag ich eigentlich in keinem Buch. Was andere als Lokalkolorit gut finden stört immer wieder meine Lesefluss, wenn mir der Dialekt nicht so geläufig ist. Zum Glück sind diese Dialoge nicht so häufig vorhanden. Die Geschichte selber ist schlüssig aufgebaut und hat alles was ein schöner Liebesroman für mich haben muss. Gefühl, ein wenig Romantik, ein wenig Zwischenmenschliches und auch hier darf ein Haustier nicht fehlen das auch für manch humorige Einlage sorgt. Insgesamt eine schöne leichte Sommerlektüre bei der man gut ausspannen kann.
Zweifelhafte Aussichten
Inspector Swanson und das Schwarze Museum von Robert C. Marley
Zweifelhafte Aussichten ist eine Kurzgeschichte der Autorin Claudia Zentgraf, in dieser kurzen Geschichte nimmt Paul Coors die Dienste von Madame Lavina in Anspruch, er möchte die Zukunftsaussichten für seine Verbindung mit Audrey erfahren. Was er hört gefällt ihm nicht, erst im Nachhinein erkennt er die Wahrheit die hinter den Aussagen von Madame Lavina steht.
Die Autorin ergeht sich in vagen Andeutungen die erst zum Schluss der Geschichte ein Gesamtbild erzeugen. Interessant fand ich die Interpretation der Wahrnehmungen von Madame Lavina und was wirklich dahinter steckte. Den Schreibstil fand ich flüssig und gut lesbar und die beiden Perspektiven aus denen erzählt wurden machten das Geschehen letztendlich recht klar. Eine kleine, aber feine Geschichte mit einem nicht ganz überraschenden Ende wenn man ein wenig zwischen den Zeilen liest und einige Einzelheiten aus dem historischen Zeitgeschehen kennt.
Das Schäfchen
Inspector Swanson und das Schwarze Museum von Robert C. Marley
Porca Miseria ist eine Kurzgeschichte der Autorin Jennifer Wellen. Mafiosi Rico hat ein Problem, er soll im Auftrag seines Chefs den Coffeeshop der Familie Calussi aufmischen die sich verbotenerweise auf dem Gebiet der Montalcini nieder gelassen haben. Dabei soll ihm El Diabolo ein Dobermann helfen den Rico abrichten sollte.
Leider ist ihm das bisher misslungen, El Diabolo ist kein Kampfhund sondern eher ein kleines dummes Schäfchen. Als sich Rico der Familie Calussi stellen muss erlebt er überraschendes.
Der Schreibstil der Geschichte ist gradlinig und schnörkellos, es wird aus der Sicht von Rico erzählt und seine Nöte hinsichtlich El Diabolo werden gut beschrieben. Das Ende der Geschichte war für mich nicht unbedingt überraschend aber dennoch unterhaltsam. Porca Miseria nimmt mit einem Augenzwinkern die Sorgen und Nöte eines Mafiosi aufs Korn. Eine kurzweilige kleine Geschichte die gute Unterhaltung bietet.
Die Katze lacht zuletzt
Inspector Swanson und das Schwarze Museum von Robert C. Marley
Lissy auf Mörderjagd ist eine Kurzgeschichte aus der Feder des Autors Helmut Hafner. Ein Bankräuber hat den Filialleiter getötet und ist nun auf der Flucht und steigt in einen Bus, doch nichts läuft wie geplant.
Der Autor hat auf wenigen Seiten eine gut erzählte Geschichte geschaffen die mit einem überraschenden Ende aufwartet.
Der Erzählstil ist rasant und die Charaktere haben wenig Tiefe. Der Fokus liegt auf der Flucht des Täters und seinen Taten. Eine kurze aber spannende Jagd nach dem Täter die mir gut gefallen hat. Ein kleiner Thriller für eine kurze Wartezeit oder Pause.
Innere Stärke
Inspector Swanson und das Schwarze Museum von Robert C. Marley
Das Amulett ist eine Kurzgeschichte der Autorin Annette Dressel, diese erzählt die Geschichte der zehnjährigen Katha die sich nach dem Verschwinden der Mutter alleine in einer Armee des Dreißigjährigen Krieges behaupten muss. Sie muss sich den Nachstellungen der Soldaten erwehren und dabei noch sehen das sie satt wird.
Einzig der alte Soldat Hans gibt ihr ohne Gegenleistung Essen und ein wenig Sicherheit. Hans trägt ein Schutzamulett, das ihm auch keiner streitig macht. Katha hätte auch gerne eines um zu überleben. Da sie hartnäckig ist, lässt der Bader sie nach den dringend benötigten Spinnweben suchen und gibt ihr dafür Essen. Obwohl Katha Spinnen nicht mag erledigt sie ihre Aufgabe und erfährt dabei Absonderliches.
Die Autorin bringt in der kurzen Geschichte das Grauen des Krieges unter und das Leid der jungen Katha. Der Schreibstil ist schnörkellos und gut lesbar. Mir hat die Geschichte gut gefallen, da es zum Ende hin einen Silberstreifen am Horizont für Katha gibt. Da es eine Kurzgeschichte ist gibt es nur einen kleine Einblick in die Charaktere, die Hintergründe der Protagonisten bleiben im Dunkeln und der geschichtliche Hintergrund bleibt unerwähnt, es könnte auch jeder andere Krieg sein. Diese Infos sind für die Geschichte auch nicht wichtig, alleine Kathas Gedanken und Sichtweisen tragen die Geschichte. Für mich eine der besten Kurzgeschichten die ich in letzter Zeit gelesen habe.


