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Im Detail

Geschlossene Gesellschaft

Geschlossene Gesellschaft /
Aufzeichnungen eines Ausnahmezustandes | »Ein Buch voller subtiler und stiller Schönheit« (Buchkultur)

Autor*in: Verena Stauffer

Deutsch
2021 - Frankfurter Verlagsanstalt

Hardcover

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Inhalt

Kurztext
»Ich lebe in diesem Text, treibe von Zeile zu Zeile, spiele tote Frau. Nur hier in diesem Meer kann ich schwimmen, doch jetzt friert es von allen Seiten zu.«

Witzig und frech, traurig und trostend zugleich offenbart Verena Stauffer ein Ich als Zentrum in einer Zeit, in der die Sehnsucht nach Berührung wachst, weil Menschen in ihre Zimmer verbannt sind. Ein Protokoll des »Wahnsinns, der jetzt all die Fehler in der gesamten Anlage der Gesellschaft offenbar macht« und ein Zeugnis, wie Poesie und Fantasie retten konnen. Verena Stauffer findet eine poetisch überzeugende und humorvoll bissige Form für die Beschreibung des Alltags in Zeiten der Pandemie.

Textauszug
Ich vergesse das Glück eines einzelnen Worts so schnell, so schnell überfallen mich die Gedanken, die Angste, Sehnsüchte. Doch ab jetzt mochte ich dagegen halten. Ich mochte es in mir halten, das Wort, es vor mir hertragen, es in meine Augen reiben, damit es mir gewahr bleibt, langer als nur einen Augenblick, ich mochte es tagelang in mir haben, ich fahre auf dem Wort Rad, ich ziehe es mir als Schuh an und mache es eines Tages zum Gedicht. Dann ist es fort.

Hauptbeschreibung
»Stauffer verwebt die Schilderung vonErlebtem und Imaginiertem geschickt -und findet damit eine poetische Sprachefür die seltsamen Gefühlszustände währenddes Lockdowns.« Die Presse

Nur scheinbar folgen die zwischen Realität und Traum oszillierenden Aufzeichnungen ihrer äußeren Chronologie, beginnend im November 2020 in Wien, sogleich nämlich emanzipiert sich der Text, führt zu einer tieferen Ebene in ein fantastisches Uhrwerk, dessen Zeiger stillstehen: Wir folgen der Erzählerin auf Spaziergänge im menschenleeren Prater und flanieren durch die nächtliche, gesperrte Stadt, genaue Beobachtungen wechseln sich ab mit kleinen scharfen Sequenzen und lyrischen Passagen. In welchem Paradies lebten wir - aus heutiger Perspektive betrachtet - und was wird im Sommer sein?

»Verena Stauffer findet stimmungsvolle Worte für einen Ausnahmeszustand. Es ist ein Buch voller subtiler und stiller Schönheit, voller Wortpoesie und Wortklang; und außerdem äußerst abwechslungsreich.«
Karoline Pilcz, Buchkultur

»Die niederösterreichische Schriftstellerin hat ein realistisches Gerüst gebaut. Auf dem steht sie ab November 2020 und stellt fest, dass die Pandemie Fehler in der Gesellschaft offenbart. Dabei wechselt sie ins Surreale.Stauffers oft lyrischer Ton sorgt dafür, dass man nun den Schnee hören kann und die Engel über dem Wienfluss sieht. Trotz (wegen) der Fantasien wird unsere Zeit eingefangen, und man fürchtet, dass nachher keine neue Welt entsteht, sondern die alte zurückkehrt.« Peter Pisa, Kurier

Autor*in

Verena Stauffer, geboren 1978 im oberösterreichischen Kirchdorf an der Krems, veröffentlichte 2018 ihren Debütroman »Orchis«, der für den Literaturpreis Alpha, die Hotlist der Independents und den Blogger-Debütpreis nominiert war. Zuletzt erschien ihr Gedichtband »Ousia« bei Kookbooks, der für den Österreichischen Buchpreis nominiert wurde. Stauffer lebt abwechselnd in Wien, Berlin und Moskau.

Buchdetails

Titel: Geschlossene Gesellschaft
Untertitel:Aufzeichnungen eines Ausnahmezustandes | »Ein Buch voller subtiler und stiller Schönheit« (Buchkultur)
Autor*in:Verena Stauffer
Verlag: Frankfurter Verlagsanstalt
Erscheinungsjahr:2021
Sprache:Deutsch
160 Seiten
18 mm x 137 mm
ISBN-13: 978-3-627-00292-3

Produktsicherheit

Hersteller: Frankfurter Verlagsanstalt GmbH
Arndtstraße 11, 60325 Frankfurt am Main DE
E-Mail: literatur@fva.de

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