Logo Bücher Stierle

Im Detail

Luftpiraten

Autor: Markus Orths

Illustriert von: Lena Winkel
Deutsch
2020 - Ueberreuter

E-Book (EPUB)

inkl. gesetzl. MwSt.
EPUB sofort downloaden
Downloads sind nur in Österreich möglich!

€ 12,99

Inhalt

Kurztext / Annotation
Fantastisches Luft-Abenteuer

Luftpiraten sind grauhäutig, griesgrämig und streiten für ihr Leben gerne. Keiner blitzt und donnert besser als Luftpiratenlehrer Adiaba. Bis Zwolle zu ihm kommt: ein Weißer Luftpirat ohne Blitzauge, friedfertig und freundlich. Unwillkürlich schließt Adiaba den kleinen Kerl ins Herz und nimmt ihn bei sich auf. Ohne zu ahnen, dass ausgerechnet dieser Junge unfassbaren Mut beweisen und die Welt der Luftpiraten gehörig auf den Kopf stellen wird ...

Markus Orths, geboren 1969 in Viersen, lebt als Autor in Karlsruhe und veröffentlichte 12 Bücher für Erwachsene, zuletzt den Roman 'Picknick im Dunkeln' im Carl Hanser Verlag. Er ist Vater von drei Kindern. Daher sind die Kinderbücher zunächst für seine eigenen Kinder entstanden. Und wachsen mit ihnen. Nach 4 Büchern für Kinder ab 6 folgt nun das erste Buch für Kinder ab 9. Seinen beiden größeren Jungs hat er das Manuskript vorgelesen. Sie sagten: 'Echt krass, Alter!'

Lena Winkel, geboren 1993 in Betzdorf (Sieg), wollte eigentlich Pokémon-Erfinderin werden. Sie studierte also Illustration in Hamburg und Paris und geriet dabei auf Abwege! Jetzt macht sie Kinderbücher und Comics und zeichnet natürlich am liebsten nicht-menschliche Tiere.

Textauszug
1

Das Luftpaket

Es gibt jede Menge Luftlöcher am Himmel, weit jenseits der Wolken. Die Menschen auf der Erde können sie leider nicht sehen. Erstens ist Luft für sie unsichtbar. Und zweitens sind Löcher für sie unsichtbar. Luftlöcher sind also doppelt unsichtbar. Und außerdem sind sie viel zu weit weg! Nur: Dass die Menschen sie nicht sehen können, heißt noch lange nicht, dass es sie nicht gibt. Im Gegenteil!

Luftlöcher sind richtige Behausungen. Fast wie Erdlöcher. Ein Erdloch ist ein Loch in der Erde, also ein leerer Raum, und um den leeren Raum herum gibt es eben: Erde. Genauso verhält es sich mit den Luftlöchern am Himmel. Das Luftloch ist ein Loch in der Luft, also ein leerer Raum, aber um den leeren Raum herum gibt es eben: jede Menge Luft. Statt aus Dreckschichten bestehen die Wände der Luftlöcher aus Luftschichten. Und Luft ist viel dichter, als man denkt. Man sagt, dass die Luft, je höher man kommt, immer dünner wird. Aber das Gegenteil ist der Fall! Sie wird immer dichter. Oder, um es anders zu sagen: Oben, am Himmel, herrscht immer dicke Luft. Und das liegt an den seltsamen Bewohnern der Luftlöcher. Man nennt sie Luftpiraten.

Im Gegensatz zu den Piraten auf dem Meer sind Luftpiraten hoch über den Wolken Einzelgänger. Raue Gesellen sind das, die ständig schlechte Laune haben, verbittert und griesgrämig. Und weil sie so griesgrämig sind, ist die Haut der Luftpiraten grieselgrau. Weite, lange Umhänge verbergen den mächtigen Brustkorb. So einen Brustkorb braucht ein Luftpirat, um tief Luft zu holen vor dem Brüllen. Denn ein Luftpirat brüllt oft und laut.

Jeder Luftpirat trägt eine Augenklappe. Mit ihr verbirgt er sein gefährliches rechtes Blitz-Auge. Nimmt ein ausgewachsener Luftpirat die Augenklappe ab, kann er einen richtigen Blitz aus seinem Auge schleudern, so stark und hell, dass den anderen Luftwesen am Himmel angst und bange wird.

Meist bleiben Luftpiraten zu Hause, in ihren Löchern, jeder für sich. Dann wettern sie vor sich hin. Fluchen den ganzen Tag, beschweren sich und grummeln. Nichts passt ihnen in den Kram. Aber wenn ein Luftpirat ganz besonders üble Laune hat, schluckt er eine Handvoll Graupelteilchen, verlässt sein Luftloch und segelt hinab zu den Wolken. Dazu braucht er kein Schiff wie die Piraten auf den Meeren, er schafft es ganz allein mit seinen Flügelfüßen, auf denen er fliegen und schweben kann: Surfen nennt man das, hutzeln oder schuffeln . Die Wolken ballen sich zitternd zusammen, wenn sie einen Luftpiraten sehen. Sie haben Angst. Sie wissen, was jetzt kommt. Nachdem der Luftpirat eine Wolke geentert hat, wartet er auf einen anderen Luftpiraten. Und wenn der Gegner endlich kommt, wird sofort ein irrer Streit vom Zaun gebrochen.

Die Wolke läuft violett an, und bald prasselt ihr Angstschweiß in Strömen zur Erde. Die streitenden Luftpiraten dagegen werden immer lauter und blasen sich auf, ihre Stimmen krachen und röhren, sie werfen die Schlapphüte vom Kopf und die langen Haare nach hinten, und endlich reißen sie auch die Augenklappen herunter, und aus den rechten Augen sprühen gelbe, zackige Funken: Es blitzt und donnert. Das kann man auch von der Erde aus sehen. Und auf diese Weise entstehen die Gewitter.

Man schrieb das Jahr 13 Milliarden 730 Millionen 634 Tausend 327 nach dem Urknall. Der Luftpirat Doktor Amadäus Adiaba hockte am Schreibtisch seines Luftlochs Nr. 13.

Amadäus Adiaba war der einzige Lehrer im Johann-Sebastian-Krach-Gymnasium und las gerade fluchend die Hausaufgaben seiner Schülerinnen und Schüler. Diese furchtbar geraden und sauberen Buchstaben! Adiaba konnte sie sogar lesen . Die Schüler hatten sich tatsächlich Mühe gegeben! Entsetzlich! Dabei hatte er den Schülern eingebläut: Die Buchstaben müssen aussehen wie

Beschreibung für Leser
Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet

Buchdetails

Titel: Luftpiraten
Untertitel:Illustriert von: Lena Winkel
Verlag: Ueberreuter
Erscheinungsjahr:2020
Sprache:Deutsch
256 Seiten
ab 9 Jahre
ISBN-13: 978-3-7641-9257-0

E-Book (EPUB)

inkl. gesetzl. MwSt.
EPUB sofort downloaden
Downloads sind nur in Österreich möglich!

€ 12,99

Weiterempfehlen